Umstrittene Herdprämie: OECD kritisiert Betreuungsgeld scharf

dapdBisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838057,00.html
  1. #90

    Zitat von frommerstop Beitrag anzeigen
    schaun Sie nach Suomi, dort gibt es das Betreuungsgeld seit - ich glaube 1986- und die Ergebnisse bei PISA sind hervorragend
    Ja und? In der Studie geht es ja nicht um PISA, sondern um andere Auswirkungen des betreuungsgeldes.
    ...und was ist jetzt mit den armen Kindern die im Alter von 13-36 Mon deaheim bleiben müssen??komisch dass die offensichtlich alle hochbegabt sein müssen denn sonst wären sie-nach Ihrer These - alle ohne ausreichende Bildung
    Offensichtlich klemmt bei Ihnen auch ein Logik-Relais, denn ein solcher Schluss lässt sich aus meiner These beim besten Willen nicht ziehen. Ich habe nie behauptet, dass KiTa's für jeden die bildungspolitisch bessere Alternative sind. Aber es gibt durchaus Situationen, wo dies eben der Fall ist. Und ja, die Abschirmung von Kleinkindern aus schlecht integrierten Familien mit Migrationshintergrund, in denen u.U. kein Deutsch gesprochen wird, vor den integrativen Bildungseffekten von KiTa's hemmt tatsächlich die Integration solcher Kinder in unsere Gesellschaft. Das fängt schon mit mangelnder Sprachkompetenz in der Landessprache an und hat dann (nachdem hier weiterführende Bildung eben nur in Deutsch vermittelt wird) Auswirkungen auf den gesamten schulischen Werdegang. Übrigens ganz abgesehen davon, dass auch die Eltern besser in die Gesellschaft integriert werden, wenn deren Kinder in KiTas sind, ganz einfach auf Grund der Tatsache, dass diese Eltern dabei auch mehr in Kontakt mit anderen Eltern treten. Der Entwicklung einer Parallelgesellschaft wird so entgegengewirkt.
  2. #91

    wäre ja auch schlimm zuzugeben

    Zitat von nagevog Beitrag anzeigen
    Wo wir gerade bei OECD-Studien sind:

    Women are happier, better educated and less stressed than overworked men, study claims | Mail Online

    wurde in der deutschen Presse mit keinem Wort erwähnt. Passt wohl nicht in´s gegenderte Bild.
    dass in einer Nation wie Norwegen mit hohem Eltern-und Betreuungsgeld
    der Glücklichkeitsfaktor hoch ist und inD sich auf platz 17 rumdrückt. Irgendwas machen die Skandinavier wohl richtig
  3. #92

    "... kindlicher Bildung für ab Dreijährige einen starken Einfluss auf den Bildungswerdegang ..."

    "Das Betreuungsgeld soll an Eltern von Kindern zwischen dem 13. und 36. Lebensmonat gezahlt werden ..."

    Vielleicht sollte der OECD mal jemand erklären, dass zumindest in Deutschland 36 Monate 3 Jahre sind.

    ---
    Ich persönlich halte (deutsche) Familien für ausreichend verantwortungsbewusst, dass sie selbst entscheiden können was das beste für ihr eigenes Kind ist.

    Oder müssen wir unsere deutsche Gesellschaft wirklich nach allen Wünschen unsere Mitbürger ausrichten?

    Über die Diskriminierung von Männern beschwere ich mich erst gar nicht mehr.
  4. #93

    wir reden hier aber..

    Zitat von markolito1 Beitrag anzeigen
    bedingt etwas miteinander zu tun. Oder warum zählen die Volkswirtschaften Schweden, Finnland, Norwegen... zu den stärksten Europas? Die auch für die Zukunft gewappnet sidn. Ob dies bei uns in 10 20 Jahren noch so ist, wage ich zu bezweifeln.

    Merken Sie was?

    Lieber stark "und" modern (zukunftsorientiert) als stark und mittelalterlich.....
    über Deutschland, und da liegen die Bundesländer mit hohen Experimentierfaktor beim Schulsystem in den PISA-Studien weit hinten. Ist nunmal so
  5. #94

    Es ist zum Haare ausraufen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

    Betreuungsgeld hält laut OECD Frauen vom Arbeiten ab - SPIEGEL ONLINE
    ... wie es eine Regionalpartei schafft, ein voellig sinnloses Projekt entgegen saemtlichen Argumenten durchzudruecken. Und dass nur um zu zeigen, dass sie auch noch mit den Grossen mitpinkeln koennen.
    Natuerlich soll jeder sein Kind erziehen wo er moechte. Und wer sein Kind nicht in die Krippe geben moechte, der soll es eben zu Hause behalten. Wieso man nun etwas bezahlt, was bisher auch kostenlos geleistet wurde, geht mir aber nicht in den Kopf.

    Zukuenftige Politologen werden das Betreungsgeld als Beispiel eines fehlgeleiteten Politikverstaendnis in Seminaren behandeln.
  6. #95

    Zitat von frommerstop Beitrag anzeigen
    Problem-wenn es am Betreuungsgeld liegen würde hätten wir ja toll integrierte Migrantenkinder.
    Der Punkt ist, dass das Betreuungsgeld dazu führen kann (und eben in anderen Ländern tatsächlich dazu führte), dass die Integration noch schlechter als bisher stattfindet.
    Weil Rot und Grün immer vor den Problemen die Augen verschlossen haben giften sie jetzt rum.
    Äh, das Integrationsproblem gibt es schon spätestens seit den frühen 80er Jahren (als die ersten in Deutschland geborenen Kinder mit Migrationshintergrund aufwuchsen). Das lässt wohl eher den Schluss zu, dass Schwarz/Gelb die Augen so lange vor der problematiok verschlossen hat, bis das Kind in den Brunnen gefallen war.

    Und die Tatsache dass in Suimi bei deutlich höherem Betreuungsgeld (so um die 400 euro) die PISA ergebnisse Spitze sind ist noch niemandem aufgefallen
    Wenn schon, dann Suomi.
    Die PISA Ergebnisse haben mit den in der Studie beschriebenen Effekten ja nun nicht das Geringste zu tun. Es ging ja nicht um den allgemeinen Bildungsstand, sondern auf die Auswirkungen des Betreuungsgeldes auf die Integration von Migrantenfamilien und deren Angehörige
  7. #96

    Hurra, ein Herdprämienartikel

    Aber nicht nur in Bezug auf die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt, sondern ganz generell könne sich das Betreuungsgeld negativ auf die Integration von Zuwanderern auswirken: "Die Integration von Zuwanderermüttern in den Arbeitsmarkt - besonders jene mit geringer Ausbildung - ist direkt verbunden mit der Bildung ihrer Kinder. Es gibt zunehmend klare Belege dafür, dass die Teilnahme an kindlicher Bildung für ab Dreijährige einen starken Einfluss auf den Bildungswerdegang von Kindern aus sozial schwachen Zuwandererfamilien hat. Nachweislich profitiert diese Gruppe am meisten von den Bildungsangeboten."
    Wenn ich nicht irre, ist das Betreuungsgeld für Kinder bis 3 Jahren gezahlt.
    Das Kinder spätestens mit drei Jahren eine regelmäßige außerhäusige Betreuung gut tut, wenn nicht sogar in ganzen schweren Fällen notwendig ist, steht doch beim Betreuungsgeld gar nicht zur Debatte.
    Wenn man diese im Artikel genannten "schweren Fälle" erwischen will, dann muß man die längst überfällige Kindergartenpflicht einführen.
  8. #97

    wie kommen Sie auf die Idee..

    Zitat von giwi21 Beitrag anzeigen
    Nachdem wir wissen das Kindergeld, Elterngeld usw. keine Geburtensteigerungen bringen (und den Kindern auch nicht direkt zukommen), sollten wir die Geldgeschenke streichen.
    Das Geld kann man sinnvoller einsetzen:
    1. Kostenlose Kitas und Kindergärten
    2. kostenlose Vorschule (Pflicht)
    3. Ganztagesschule (Kostenlose Mahlzeiten und Förderung)
    4. kostenloses Studium
    5. Steuervorteile für Erziehungsberechtigte !!!

    Das muss sich ein Land wir Deutschland leisten können.

    Und diese CSU sollte auch in Bayern bleiben
    das Kindergeld kommt den Kindern nicht zugute??Wenn das Familieneinkommen erhöht wird profitieren natürlich auch die Kinder davon. Nach Ihrer Theorie müssten auch sämtliche Väter und Mütter Unterhaltszahlungen einstellen--kommen ja auch nicht immer nur den Kindern zugute. Wie stellen Sie sich das vor?? Mutter schickt das Kind vom Kindergeld in den Zoo und bleibt selbst draussen???oder wie??

    Unfug
  9. #98

    Nein sie machen nichts richtig, die Norweger

    Zitat von frommerstop Beitrag anzeigen
    dass in einer Nation wie Norwegen mit hohem Eltern-und Betreuungsgeld
    der Glücklichkeitsfaktor hoch ist und inD sich auf platz 17 rumdrückt. Irgendwas machen die Skandinavier wohl richtig
    Richtig ist: Schweden schafft zum 01.01.2013 das Betreuungsgeld in Höhe von 450,00 € wieder ab, weil kein Migrantenkind mehr in der Kindertagesstätte angemeldet wird. Warum Norwegen diesen Schritt nicht unternimmt, ist mir schleierhaft!

    Das Betreuungsgeld in Schweden (und ich nehme mal an, in Norwegen ist es genau so) führte genau zu dem, was jeder vernünftige Mensch auch schon vorher wissen konnte: Bildungsferne Migranten bleiben der Bildung mit ihren Kindern noch ferner!

    Experiment gescheitert! sach ich ma so.

    Wenn die Norweger glücklich sind, dann bestimmt nicht wegen des hohen Betreuungsgeldes.
  10. #99

    Langsam reicht es mir!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

    Betreuungsgeld hält laut OECD Frauen vom Arbeiten ab - SPIEGEL ONLINE
    Seitdem die Mehrheit der Bevölkerung in Städten wohnt, gibt es immer mehr eine Politik die die Andersartigkeit des Landes außer Acht läßt. Klar sind die Bedingungen in Köln-Mülheim, Hamburg-Harburg, Berlin-Kreuzberg oder München-Neuperlach nicht mit der Idee des Betreuungsgeldes in Einklang zu bringen.
    Trotzdem, und das sage ich hier an alle die meinen Kühe wären lila, Bauern wären die übelsten Umweltverschmutzer und dabei maximal zum Wochenende (bei dem Wochenend-Ausflug) einen echten Acker sehen, muss ich mal ganz deutlich sagen: Es gibt auch Regionen in Deutschland, da ist es noch nicht so wie in der Stadt. Da gibt es keine Sprachprobleme aufgrund von Migration oder fehlenden Spielgelegenheiten. Selber habe ich keinen einzigen KiTa-Tag erlebt, bin zu keinem Kindergarten gegangen, habe aber trotzdem in Deutschland und dem Ausland erfolgreich (mit Abschlüssen) studiert, bin der Meinung mich auch in Gesprächen artikulieren zu können und weiß im Nachhinein meine ungebundene Kindheit auf dem Land sehr zu schätzen!

    Etwas mehr Differenziertheit bei der Diskussion und Suche nach Lösungen wäre hilfreich!

    Und bevor der eine oder andere meint ich dächte rückwärtsgewandt: Jede Frau und jeder Mann soll die Freiheit haben beruflich bzw. nicht beruflich das zu machen was sie bzw. er will. Jede Indoktrination nach dem Motto 'Wir erzählen Dir, wie Du zu leben hast. Halte Dich gefälligst daran!' ist mir ein Greuel.