Forum


 

Umstrittene Gasförderung: Umweltbundesamt warnt vor Fracking

DPARückschlag für die Fracking-Technologie: Das Umweltbundesamt warnt vor dem Einsatz der umstrittenen Erdgas-Fördermethode in Deutschland. Sie soll demnach nur unter strengen Umweltauflagen in Frage kommen - und in Trinkwasserschutzgebieten komplett verboten werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...854367,00.html
  1. #1

    äußerst Riskant

    Diese Methode wird in den USA ungeniert praktiziert. Ergebniss sind Gaseinbrüche in Grundwasser und Gasaustritt in Haushalten aus den Wasserhähnen.
    Das sind Dokumentierte Nebenwirkungen dieser Methode.
    Den Konzernen ist das egal diese sehen nur ihren Profit. Es sollen bereits Probeverfahren durch US Konzerne in Niedersachsen angewandt worden sein . Wenn dem so sei wer hatte da die Erlaubnis erteilt?
    Oder dürfen die Energiekonzerne einfach mal so in der Erde rumstochern?
  2. #2

    Fracking wird seit 60 Jahren angewandt,

    Zitat von ediart Beitrag anzeigen
    Diese Methode wird in den USA ungeniert praktiziert. Ergebniss sind Gaseinbrüche in Grundwasser und Gasaustritt in Haushalten aus den Wasserhähnen.
    Das sind Dokumentierte Nebenwirkungen dieser Methode.
    Den Konzernen ist das egal diese sehen nur ihren Profit. Es sollen bereits Probeverfahren durch US Konzerne in Niedersachsen angewandt worden sein . Wenn dem so sei wer hatte da die Erlaubnis erteilt?
    Oder dürfen die Energiekonzerne einfach mal so in der Erde rumstochern?
    auch in Deutschland.
    Das Feuer aus dem Wasserhahn aus dem besagten Panik Film war in dem Fall ein natürliches Phänomen und nicht durch Fracking verursacht. Im übrigen findet man in vielen Grundwässern einen Methananteil.
    Die Probleme in den USA rühren daher, dass viele tight gas Vorkommen recht flach liegen und bei Fracking durchaus die Deckschicht zu Grundwasservorkommen beschädigt werden könnten. Ausserdem ist die Berichtspflicht in USA bezüglich der benutzten Chemikalien eher schwachbrüstig bis nicht vorhanden. In Deutschland dagegen muss das Bergamt das vorher freigeben, wenn ich recht informiert bin.
    Die Gasvorkommen in Norddeutschland liegen eher in 5000 Metern Tiefe. Ein anrühren der Grundwasserschicht sehe ich da nicht. Es gibt in Nordrheinwestfalen vor allem Gas aus relativ flachen Kohleflözen, die man fördern möchte, das sehe ich auch etwas kritischer.
    Bohren in Wasserschutzgebieten sollte sowieso nicht erlaubt sein.
  3. #3

    Das sind Einzelfälle

    Zitat von ediart Beitrag anzeigen
    Diese Methode wird in den USA ungeniert praktiziert. Ergebniss sind Gaseinbrüche in Grundwasser und Gasaustritt in Haushalten aus den Wasserhähnen.
    Das sind Dokumentierte Nebenwirkungen dieser Methode.
    Den Konzernen ist das egal diese sehen nur ihren Profit. Es sollen bereits Probeverfahren durch US Konzerne in Niedersachsen angewandt worden sein . Wenn dem so sei wer hatte da die Erlaubnis erteilt?
    Oder dürfen die Energiekonzerne einfach mal so in der Erde rumstochern?
    im Verhältnis zu den Umwerfungen des Deutschen
    Braunkohlewesens ist das nichts.
    Frankreich hat's verboten, um die Umwelt zu schützen,
    oder ihre Akws, was eher zu vermuten ist.
    Die Fördermethoden werden immer raffinierter.
    Das ganze läuft auf Strompreise unter
    3ct/kwh raus, ohne nennenswerte Langzeitinvestitionen.
    Die Riesenrisko ergibt sich für bisherige Investitionen
    in die Stromwirtschaft.Das Potential ist gigantisch.
    In Deutschland vermutet man 20 Billionen qm3.
    Das sind in Strom umgerechnet 100 Billionen KWh.
    Der jährliche Stromverbrauch in Deutschland
    beträgt 700 Mrd Kwh, also 14 Jahre Strom.
    In Polen ist noch mal das Doppelte.
    Für die Haushalte ist das nicht so spektakulär,
    wer aber strategisch wichtige Industrien im Land halten will,
    (Papier,Stahl,Kupfer, Alu) kann gar nicht anders,
    ausser er hat Braunkohle, aber das erfordert erst mal
    grosse Investitionen in erheblichen Langzeitausmass.
    Auch wenn man's in Deutschland nicht macht,
    das Gas aus dem US-Tanker, dass bald kommt,
    (oder nicht) kolportiert komplett die Russenpipelines.
    Teuer neu gebaute oder übeholte AKWs
    sind nun komplette Fehlinvestitionen.
    Die Windräder und Solarmodule erweisen sich als
    zu teuer, aber es ergänzt sich wenigstens halbswegs.
  4. #4

    Die Energiekonzerne

    werden schon verhindern das in Deutschland der Gaspreis ähnlich stark fällt wie in den USA. Das könnte den Zorn der Energiekunden schüren. Wer würde bei Umsatzrenditen von 60 und mehr Prozent nicht sauer werden
  5. #5

    Fracking dient

    nur dem Profitinteresse der Konzerne.Die Umweltrisiken sind enorm. Was Profitinteresse in der Autoindustrie hervorgebracht hat, wissen wir spätestens seit Harrisburg, Lingen, Tschernobyl und Fukushima. Fracking Nein Danke!
  6. #6

    Grauenhaftes Dreckzeug !

    Kranke Energiewelt - man pumpt Chemikalien in die eh oft schon geschundene Erde, um auch noch das letzte Restchen Gas aus dem Boden lösen zu können - was für ein armseliger und durchschaubarer Versuch, konsequent einem umweltfreundlichen und naturschonenderen Weg zu entgehen, als bei der bisherigen Ausbeutung fossiler energien. ShareHolder Value über alles ...
  7. #7

    wow

    "Die spinnen, die Römer!" - Well, das kommt mir in den Sinn wenn ich mir die Einstellung der Regierungen in Zentraleuropa gegenüber dem Fracking so ansehe. Da wird strategische Energiepolitik mit dem Input von Propaganda eingetütet. Pennsylvania wird zum oekologischen Desaster erklärt ohne jeglichen Bezug zu reellen Daten. Regulierer und Energiefirmen erklärt man entweder als inkompetent oder kriminell ohne Sie zu kennen.

    Unkonventionelle Öl- und Gasfoerderung hat die Branche in Nordamerika schon revolutioniert und wird es auch im Rest der Welt - zumindest die, die noch ökonomisch wachsen wollen. Hatte man Unfälle in den vergangenen 5 Jahren? Ja, die hatte man. Waren das viele? Nein, und es werden immer weniger. Wird sehr viel Wasser verbaucht? Absolut nicht, sogar weniger, da ja die Kohlfoerderung gigantische Mengen an Wasser verbraucht und die Kohle ja durch das Erdgas substituiert wird. Brennt das Wasser in Dimock? Ja, aber das hat auch schon vorher gebrannt.

    Deutschland und Frankreich könnten zusammen aus Schiefervorkommen den Oel- und Gasverbrauch fuer Jahrzehnte wesentlich aus eigener Förderung decken. So ungefähr jährlich 100 Mrd zusätzliche wirtschaftliche Leistung, ein paar Zehntausende zusätzliche Jobs und so ca. 30 bis 35 Mrd. Euro jährliche zusätzliche Steuereinnahmen ohne einen cent Staats- oder Stromverbraucher- Kapital.

    Ich lebe seit 23 Jahren in Pennsylvania und kenne und respektiere die Regulierer, Operator und auch die Forscher. Perfekt ist das System sicher nicht, aber sehr gut ist es sicher.

    Übrigens, die Kosten fürs "Nichtstun" sind schon ziemlich hoch für Deutschland. Denn wir (USA, Pennsylvania) werben die Chemischen- und andere Erdgasintensiven Branchen ab.
  8. #8

    Unkonventionelle Erdgaslagerstätten

    Leider wird in diesem Artikel, wie so oft in den Medien, alles unter dem Begriff "Fracking" verallgemeinert.

    Das Entscheidende an der Problematik ist allerdings die Lagerstätte Unkonventionelle Erdgaslagerstätte) und nicht die Technik (hydraulic fracturing).
    Fracking ist die Technik die Durchlässigkeit von Festgesteine durch das "Aufsprengen" von Klüften zu erhöhen. Was nun besser durch das Gestein soll, ob Öl, Erdgas oder auch Trinkwasser ist erst einmal egal.

    Die hier zurecht angesprochene Problematik der Kontamination von Schutzgütern (Boden, Wasser, Luft) kommt aber durch die unkonventionelle Erdgaslagerstätte zustande, wo das Erdgas nicht von einer Falle festgehalten wird, sondern in z.B. Schiefern eingeschlossen wird (s. nebenstehende Graphik).
    Bei konventionellen Erdgaslagerstätten wird das Gas (und die Frackflüssigkeit) durch schlecht durchlässige Deckschichten ("Fallenbildner") aufgehalten. Bei unkonventionelle Erdgaslagerstätten ist meist keine Deckschicht vorhanden und das, durch die mit Fracken geschaffene Durchlässigkeit, herausströmende Erdgas kann nach oben in Wasser und Boden strömen.
    Dabei können die Bestandteile des Erdgases, wie z.B. Quecksilber, Benzol etc. die Schutzgüter kontaminieren.

    Inwiefern hochgradig giftige Stoffe in der Frackflüssigkeit ist, entzieht sich meiner Kenntnis. RWE DEA behauptet zumindest ihre Frack - Flüssigkeit für konventionelle Erdgaslagerstätten wäre nicht giftig oder umweltgefährdend:

    http://www.rwe.com/web/cms/mediablob...-Sanierung.pdf


    mente et malleo
  9. #9

    fracking

    absolut umweltschädlich da unkontrolliert Stoffe entweichen und die Betreiber in keinster Weise die zugesetzten Inhaltsstoffe bekannt geben!








TOP



TOP