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Umstrittene Gasförderung: Neue Studie gibt Entwarnung für Fracking

AFPDie Gasförderung per Fracking wirkt brutal: Millionen Liter Wasser und Chemikalien zerschmettern tief in der Erde Gestein zur Gasgewinnung. Jetzt haben Forscher geprüft, ob die Technik eine Gefahr für das Trinkwasser ist. Das Ergebnis stellt die bisherige Einschätzung auf den Kopf.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...816105,00.html
  1. #80

    nanana

    Zitat von schon,aber Beitrag anzeigen
    Haben Sie überhaupt gemerkt, dass Sie zu 100 Prozent an meiner (sogar sehr schlichten gehaltenen) Argumentationslinie vorbeigeredet haben? Ich sprach von Heizen, Sie wissen schon, da brennt was in einem Ofen, Kessel etc.
    Stattdessen schwadronieren Sie von Ökostrom und staatlich gelenktem Strommarkt.
    nicht so auf Aggro, ich kann sehr wohl lesen.
    Und in vielen Ländern wird mit Ökostrom geheizt ( ich heize nur mit Strom)
  2. #81

    Zitat von markus.knaepper Beitrag anzeigen
    VÖLKERSEN und BENZOL... DAS sind aktuelle Schlagworte für die unkonventionelle Gasförderung in Deutschland.
    Ähm Nein....

    Dieser Vorfall den sie ansprechen ist bei piepschnurznormaler akzeptierter Konventioneller Förderung aufgetreten.

    Ihre Schlagworte untermauern viel eher die im Text aufgestellte These dass Fracking nicht gefährlicher oder ungefährlicher ist als die Förderung die wir gerade in diesem Moment schon betreiben.
  3. #82

    Zitat von die_piratenbraut Beitrag anzeigen
    Was ist Ihre Alternative? Begrenzung der Weltbevölkerung?

    Und wie kommen Sie auf die absurde Idee, dass man mit Sonnenenergie nicht den Gesamtbedarf der Menschen decken kann? Dazu bedarf es eines kleinen Fleckens auf der Erde. Wir müssen es nur machen. Und natürlich wird es teurer, als aus dem Boden sprudelndes Öl zu verbrennen. Aber das gibt es heute schon nicht mehr, so wie es das noch 1920 gab.

    Wie Sie an der heutigen Gasförderungen sehen, wird der Auwand zur Förderung fossiler Brennstoffe immer höher. Und Sie halten es für sinnvoll, den ärmsten den Zugang zu Energie nicht zu ermöglichen?
    Man hat schon des öfteren versucht Ihnen den Unterschied zwischen Energiepotentialen und Exergiepotentialen zu erklären. Sinnlos, jede Erklärung prallt an Ihnen ab wie Wassertropfen. Muss man so sein um Politik machen zu können?
  4. #83

    Zitat von schon,aber Beitrag anzeigen
    Meine Frau und ich werden heuer ein Mietshaus dämmen, es laufen ca. Kosten von 120 000 EUR auf. Das geht nur, weil die Mieten gegengerechnet werden können. Als Privathausbesitzer holen Sie diese Kosten dagegen NIEMALS auch nur annähernd herein. Und dämmen nur wegen des guten grünen Gewissens – nein danke. Aus dieser Ecke wird uns schon viel zu viel schlechtes Gewissen aufgedrückt. Wie nannte ein SZ-Redakteur dieses Phänomen? – Tugendterror.
    Wir haben auch mehrere Altbauten (ungedämmte Fassade, aber Dach nachträglich gedämmt und Doppelverglasung in den Fenstern). Immer wieder kommen bei Wohnungsbesichtigungen auch Interessenten, die offenbar im linksgrünen Taka-Tuka-Land aufgewachsen sind: "So eine ungedämmte Fassade ist aber nicht gut, das kann man doch nachträglich dämmen (vorwurfsvoller Unterton)". Wenn ich denen dann vorrechne was das kostet, wie sich durch die Umlagemöglichkeit (ja liebe Einwohner von Taka-Tuka-Land, der Vermieter darf Euch an den Kosten beteiligen, und das tut er auch, denn er ist nicht die Heilsarmee) ihre Kaltmiete erhöht und was dann am Ende noch an Ersparnis übrig bleibt (die im übrigen von vornherein nicht so hoch ist wie die Hersteller von dem Zeug sowie die politischen Vorturner von Taka-Tuka-Land immer behaupten), dann bekomm ich jedesmal einen selten dämlichen Gesichtsausdruck zu sehen...
  5. #84

    E=mc² - alles relativ

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Bischen Gas??

    ExxonMobil will mit unkonventionellem Gas in Nordrhein-Westfalen Milliarden verdienen. In den kommenden Jahren will der US-Ölkonzern einen dreistelligen Millionenbetrag in die Exploration stecken, sagte Gernot Kalkoffen, Chef von Exxon Europa, im Interview mit dem Handelsblatt. Das Unternehmen schätzt die Vorkommen im nordrhein-westfälischen Gestein auf rund 2.100 Milliarden Kubikmeter Gas. Das wäre das zweitgrößte Erdgasvorkommen Europas.
    Wenn Sie meinen, es ist wichtiger, dieses Gas zu fördern, als auf das Trinkwasser für rund 5 mio. Einwohner Rücksicht zu nehmen...
    Ich wies auf die besonderen geologischen Gegebenheiten Niederrhein/Ruhrgebit/Westfahlen hin, oder?
    Ein wenig ausführlicher:
    Das beschriebene Gebiet ist in seiner Geologie wie eine Wanne. Findet in Münster eine Bohrung statt, bei der Chemikalien entweichen, so werden diese höchstwahrscheinlich nicht in der direkten Umgebung ans Tageslicht kommen, sondern ggf. erst Jahre, Jahrzehte, Jahrhunderte (wer kann das schon so genau vorhersagen) im Ruhrtal auftauchen. Das ganze Gebiet muß man als eine Einheit sehen.
    U.a. deshalb wird es auch ein lustiges hin- und hergeschiebe von Ursachen und Verantwortungen, wenn es zur Grundwasserverunreinigung kommt:
    Wintershall in Mülheim (dort wird Beispielsweise verunreinigtes Grundwasser gefunden) wird sagen, die Bohrung in Borken (Exxon) war Schuld und dann geht die bürokratische Tretmühle los...Am Ende will´s halt keiner gewesen sein, der Steuerzahler bleibt auf Schäden und Kosten sitzen.
    Aber vielleicht führen wir ja für die Interessen von Wintershall und Exxon mobile den Ländertrinkwasserausgleich ein, dann bezieht NRW nicht nur Geld, sondern auch Trinkwasser aus Bayern.
  6. #85

    Zitat von walter_e._kurtz Beitrag anzeigen
    Dazu noch eineige Worte als Nachtrag:
    So ein Fracking-feld besteht in der Regel aus aus 9 Bohrtürmen mit jew. ca. 54 Bohrungen, um ein Schiefergasvorkommen effektiv ausbeuten zu können. Diese Bohrungen gehen beim derzeitigen Stand der Technik bis in 4,5km Tiefe (aus den Augen, aus dem Sinn...). Mir kann kein Ingenieur oder Geologe erzählen, daß jedes einzelne Bohrloch so isoliert werden kann, daß keine Frackingflüssigkeit seine vorgegebene Bahn verläßt. Darüber hinaus ist die Flüssigkeit (mit den darin enthaltenen Chemikalien) ja dazu gemacht, Gesteinsschichten aufzubrechen. Zwangsläufig wird es dazu kommen, daß Grundwasser, und somit Trinkwasser, kontaminiert wird.
    Für ein bißchen Gas, auf das man nicht mal angewiesen ist, und daraus offensichtlich resultierenden wirtschaftlichen Interessen die Gefährdung unserer Lebensgrundlagen (Trinkwasser) in Kauf zu nehmen, ist schon mehr als nur bizarr...
  7. #86

    Zitat von walter_e._kurtz Beitrag anzeigen
    Dazu noch eineige Worte als Nachtrag:
    So ein Fracking-feld besteht in der Regel aus aus 9 Bohrtürmen mit jew. ca. 54 Bohrungen, um ein Schiefergasvorkommen effektiv ausbeuten zu können. Diese Bohrungen gehen beim derzeitigen Stand der Technik bis in 4,5km Tiefe (aus den Augen, aus dem Sinn...). Mir kann kein Ingenieur oder Geologe erzählen, daß jedes einzelne Bohrloch so isoliert werden kann, daß keine Frackingflüssigkeit seine vorgegebene Bahn verläßt. Darüber hinaus ist die Flüssigkeit (mit den darin enthaltenen Chemikalien) ja dazu gemacht, Gesteinsschichten aufzubrechen. Zwangsläufig wird es dazu kommen, daß Grundwasser, und somit Trinkwasser, kontaminiert wird.
    Für ein bißchen Gas, auf das man nicht mal angewiesen ist, und daraus offensichtlich resultierenden wirtschaftlichen Interessen die Gefährdung unserer Lebensgrundlagen (Trinkwasser) in Kauf zu nehmen, ist schon mehr als nur bizarr...
    wie sie zu diesen Daten kommen, lassen sie leider offen. 9 Bohrtuerme und 54 Bohrungen bis 4,5 km Tiefe. Alles Daten die ich nicht nachvollziehen kann. Das Schiefergasvorkommen in NRW liegt in einer ganz anderen Tiefe. Eine einzige Bohrung reicht um ein Feld zu foerdern und Bohrtuerme werden nach dem abteufen einer Bohrung entfernt weil sie weiterhin benoetigt werden. Warum eine Bohrung die 4,5 km tief liegt Grundwasser in 200m Tiefe verunreinigen kann ist mir ein Raetsel. Das moechte ich bitte von ihnen technisch erklaert haben.
  8. #87

    Zitat von walter_e._kurtz Beitrag anzeigen
    Wenn Sie meinen, es ist wichtiger, dieses Gas zu fördern, als auf das Trinkwasser für rund 5 mio. Einwohner Rücksicht zu nehmen...
    Ich wies auf die besonderen geologischen Gegebenheiten Niederrhein/Ruhrgebit/Westfahlen hin, oder?
    Ein wenig ausführlicher:
    Das beschriebene Gebiet ist in seiner Geologie wie eine Wanne. Findet in Münster eine Bohrung statt, bei der Chemikalien entweichen, so werden diese höchstwahrscheinlich nicht in der direkten Umgebung ans Tageslicht kommen, sondern ggf. erst Jahre, Jahrzehte, Jahrhunderte (wer kann das schon so genau vorhersagen) im Ruhrtal auftauchen. Das ganze Gebiet muß man als eine Einheit sehen.
    U.a. deshalb wird es auch ein lustiges hin- und hergeschiebe von Ursachen und Verantwortungen, wenn es zur Grundwasserverunreinigung kommt:
    Wintershall in Mülheim (dort wird Beispielsweise verunreinigtes Grundwasser gefunden) wird sagen, die Bohrung in Borken (Exxon) war Schuld und dann geht die bürokratische Tretmühle los...Am Ende will´s halt keiner gewesen sein, der Steuerzahler bleibt auf Schäden und Kosten sitzen.
    Aber vielleicht führen wir ja für die Interessen von Wintershall und Exxon mobile den Ländertrinkwasserausgleich ein, dann bezieht NRW nicht nur Geld, sondern auch Trinkwasser aus Bayern.
    Die energetische Selbstversorgung gibt es nicht zum Nulltarif. Die "Energiewende" ist nur ein Öko-Credo ohne Substanz. Wer also eine wirklich max. Unabhängigkeit will muss sich mit der Kernkraft und der Schiefergasförderung anfreunden. Ansonsten bleibt die Hoffnung dass Gazprom uns immer wohl gesonnen bleibt.
  9. #88

    Zitat von zesteel Beitrag anzeigen
    wie sie zu diesen Daten kommen, lassen sie leider offen. 9 Bohrtuerme und 54 Bohrungen bis 4,5 km Tiefe. Alles Daten die ich nicht nachvollziehen kann. Das Schiefergasvorkommen in NRW liegt in einer ganz anderen Tiefe. Eine einzige Bohrung reicht um ein Feld zu foerdern und Bohrtuerme werden nach dem abteufen einer Bohrung entfernt weil sie weiterhin benoetigt werden. Warum eine Bohrung die 4,5 km tief liegt Grundwasser in 200m Tiefe verunreinigen kann ist mir ein Raetsel. Das moechte ich bitte von ihnen technisch erklaert haben.
    Kein Kritiker muss etwas technisch erklären. Der Hinweis auf die gefühlte Bedrohung durch das Fracking, genau wie durch ein AKW, genügen um die Meinungsführerschaft an sich zu ziehen.
    Gefühlte Ängste dominieren die politische Debatte in Deutschland, da haben Argumente keine Chance.
    Essay: Phantomangst Atomangst - Nachrichten Print - DIE WELT - Debatte - WELT ONLINE
  10. #89

    kkkk

    Zitat von walter_e._kurtz Beitrag anzeigen
    Aber vielleicht führen wir ja für die Interessen von Wintershall und Exxon mobile den Ländertrinkwasserausgleich ein, dann bezieht NRW nicht nur Geld, sondern auch Trinkwasser aus Bayern.
    Sonst noch Wünsche? –
    Im Übrigen dürfte die Grundwasserqualität in NRW ohnehin durch den jahrhundertelangen Kohleabbau, durch Kokereien und Veredelungsindustrien sehr gelitten haben und großflächig Grundwasservorkommen schon heute nicht zum Verzehr geeignet sein. Denn, warum zapft man entlang des Rheins und anderer Flüsse vor allem Flussuferfiltrat an, das aufwendig gereinigt werden muss? Weil das noch die qualitativ und kostenmäßig günstigste Lösung ist.
    Würde durch streng überwachtes Fracking die eine oder andere Bohrung dennoch danebengehen, würde es aufgrund oben genannter Gründe wohl nicht in einer Grundwasserkatastrophe (darunter machts keiner) kommen. In den besten Grundwassergebieten wird Fracking ohnehin nicht erlaubt werden.


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