AFPDie Gasförderung per Fracking wirkt brutal: Millionen Liter Wasser und Chemikalien zerschmettern tief in der Erde Gestein zur Gasgewinnung. Jetzt haben Forscher geprüft, ob die Technik eine Gefahr für das Trinkwasser ist. Das Ergebnis stellt die bisherige Einschätzung auf den Kopf.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...816105,00.html
Ähm Nein....
Dieser Vorfall den sie ansprechen ist bei piepschnurznormaler akzeptierter Konventioneller Förderung aufgetreten.
Ihre Schlagworte untermauern viel eher die im Text aufgestellte These dass Fracking nicht gefährlicher oder ungefährlicher ist als die Förderung die wir gerade in diesem Moment schon betreiben.
Wir haben auch mehrere Altbauten (ungedämmte Fassade, aber Dach nachträglich gedämmt und Doppelverglasung in den Fenstern). Immer wieder kommen bei Wohnungsbesichtigungen auch Interessenten, die offenbar im linksgrünen Taka-Tuka-Land aufgewachsen sind: "So eine ungedämmte Fassade ist aber nicht gut, das kann man doch nachträglich dämmen (vorwurfsvoller Unterton)". Wenn ich denen dann vorrechne was das kostet, wie sich durch die Umlagemöglichkeit (ja liebe Einwohner von Taka-Tuka-Land, der Vermieter darf Euch an den Kosten beteiligen, und das tut er auch, denn er ist nicht die Heilsarmee) ihre Kaltmiete erhöht und was dann am Ende noch an Ersparnis übrig bleibt (die im übrigen von vornherein nicht so hoch ist wie die Hersteller von dem Zeug sowie die politischen Vorturner von Taka-Tuka-Land immer behaupten), dann bekomm ich jedesmal einen selten dämlichen Gesichtsausdruck zu sehen...
Wenn Sie meinen, es ist wichtiger, dieses Gas zu fördern, als auf das Trinkwasser für rund 5 mio. Einwohner Rücksicht zu nehmen...
Ich wies auf die besonderen geologischen Gegebenheiten Niederrhein/Ruhrgebit/Westfahlen hin, oder?
Ein wenig ausführlicher:
Das beschriebene Gebiet ist in seiner Geologie wie eine Wanne. Findet in Münster eine Bohrung statt, bei der Chemikalien entweichen, so werden diese höchstwahrscheinlich nicht in der direkten Umgebung ans Tageslicht kommen, sondern ggf. erst Jahre, Jahrzehte, Jahrhunderte (wer kann das schon so genau vorhersagen) im Ruhrtal auftauchen. Das ganze Gebiet muß man als eine Einheit sehen.
U.a. deshalb wird es auch ein lustiges hin- und hergeschiebe von Ursachen und Verantwortungen, wenn es zur Grundwasserverunreinigung kommt:
Wintershall in Mülheim (dort wird Beispielsweise verunreinigtes Grundwasser gefunden) wird sagen, die Bohrung in Borken (Exxon) war Schuld und dann geht die bürokratische Tretmühle los...Am Ende will´s halt keiner gewesen sein, der Steuerzahler bleibt auf Schäden und Kosten sitzen.
Aber vielleicht führen wir ja für die Interessen von Wintershall und Exxon mobile den Ländertrinkwasserausgleich ein, dann bezieht NRW nicht nur Geld, sondern auch Trinkwasser aus Bayern.
wie sie zu diesen Daten kommen, lassen sie leider offen. 9 Bohrtuerme und 54 Bohrungen bis 4,5 km Tiefe. Alles Daten die ich nicht nachvollziehen kann. Das Schiefergasvorkommen in NRW liegt in einer ganz anderen Tiefe. Eine einzige Bohrung reicht um ein Feld zu foerdern und Bohrtuerme werden nach dem abteufen einer Bohrung entfernt weil sie weiterhin benoetigt werden. Warum eine Bohrung die 4,5 km tief liegt Grundwasser in 200m Tiefe verunreinigen kann ist mir ein Raetsel. Das moechte ich bitte von ihnen technisch erklaert haben.
Die energetische Selbstversorgung gibt es nicht zum Nulltarif. Die "Energiewende" ist nur ein Öko-Credo ohne Substanz. Wer also eine wirklich max. Unabhängigkeit will muss sich mit der Kernkraft und der Schiefergasförderung anfreunden. Ansonsten bleibt die Hoffnung dass Gazprom uns immer wohl gesonnen bleibt.
Kein Kritiker muss etwas technisch erklären. Der Hinweis auf die gefühlte Bedrohung durch das Fracking, genau wie durch ein AKW, genügen um die Meinungsführerschaft an sich zu ziehen.
Gefühlte Ängste dominieren die politische Debatte in Deutschland, da haben Argumente keine Chance.
Essay: Phantomangst Atomangst - Nachrichten Print - DIE WELT - Debatte - WELT ONLINE
Sonst noch Wünsche? –
Im Übrigen dürfte die Grundwasserqualität in NRW ohnehin durch den jahrhundertelangen Kohleabbau, durch Kokereien und Veredelungsindustrien sehr gelitten haben und großflächig Grundwasservorkommen schon heute nicht zum Verzehr geeignet sein. Denn, warum zapft man entlang des Rheins und anderer Flüsse vor allem Flussuferfiltrat an, das aufwendig gereinigt werden muss? Weil das noch die qualitativ und kostenmäßig günstigste Lösung ist.
Würde durch streng überwachtes Fracking die eine oder andere Bohrung dennoch danebengehen, würde es aufgrund oben genannter Gründe wohl nicht in einer Grundwasserkatastrophe (darunter machts keiner) kommen. In den besten Grundwassergebieten wird Fracking ohnehin nicht erlaubt werden.