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Umstrittene Ehrung: Preis für Putin irritiert Politiker und Menschenrechtler

Wladimir Putin wird gefeiert: Russlands Ministerpräsidenten soll in Berlin mit dem renommierten Quadriga-Preis ausgezeichnet werden. Politiker in Deutschland und Menschenrechtler sind über diese Pläne entsetzt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...773737,00.html
  1. #100

    wo gehobelt wird fallen Späne

    Zitat von Miguel Beitrag anzeigen
    ist ihre ( und die der foristen c++, sowie albert schulz ) augenscheinliche vergesslichkeit oder unkenntnis über die ellenlange liste der menschenrechtsverletzungen, die gerade eine regierung putin zu verantworten hat.
    diese verantwortung wiegt viel schwerer, als die wenigen scheinbaren "verbesserungen", welche hier stellvertretend gerne zitiert werden.
    Menschenrechtsverletzungen sind neuerdings der Kampfbegriff an und für sich, dazu Unfreiheit, Demokratie, Selbstbestimmung und ähnliches mehr. Wir sind edel und sitzen in einem friedvollen Puppenstübchen. Tatsächlich können wir uns unsere – relative – Toleranz nur leisten, weil wir im Geld schwimmen. Ein armes Land kann sich derlei Luxus selten leisten, der Regelfall sind Diktaturen, in denen unsere bürgerlichen Standards objektiv nicht möglich sind. Dort unterhält man sich nicht darüber, welche Biopomade man in die Haare schmieren muß, sondern wo man das Essen für den nächsten Tag herbekommt. Annähernd Ähnliches haben wir in den Zwanzigern erlebt, oder nach dem Krieg, nicht vergleichbar, es verhungerte kaum jemand. Und wenn ich mich recht entsinne, hatten wir ein Drittes Reich, das insbesondere durch seine demokratischen und rechtlichen Usancen beispielhaft war.

    Putin ist gemessen an den kolossalen Ungereimtheiten und Unvollkommenheiten, der unglaublichen Armut in seinem Land, der Angriffe an seinen ellenlangen Grenzen ganz sicher kein Weltmeister im Häkeln von Vorlegedeckchen, aber ein pragmatisch handelnder Mann, der sich müht und der Erfolg hat. Sicher hätte er auch gern eine zivilisiertere Gesellschaft, aber er kann es sich nicht leisten, jedem Zukurzgekommenen drei Fachberater zur Seite zu stellen. Er schiebt sein rückständiges Land in die Gegenwart. Das ist so etwas Ähnliches wie Krieg, nur härter, und zwar für alle.

    Und wo wir schon beim Pragmatismus sind. Was ist humaner: tausend Leute entlassen oder einen einkerkern ? Ungerechtigkeiten gibt es auch bei uns.

    Daß ich mit cDoppelplus mal einer Meinung wäre habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt.

    Und jetzt empören wir uns erstmal richtig:

    Putin-Streit - Quadriga-Kuratorium verliert ein weiteres Mitglied

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...774374,00.html
  2. #101

    Demokratische und rechtliche Usancen

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Menschenrechtsverletzungen sind neuerdings der Kampfbegriff an und für sich, dazu Unfreiheit, Demokratie, Selbstbestimmung und ähnliches mehr. Wir sind edel und sitzen in einem friedvollen Puppenstübchen. Tatsächlich können wir uns unsere – relative – Toleranz nur leisten, weil wir im Geld schwimmen. Ein armes Land kann sich derlei Luxus selten leisten, der Regelfall sind Diktaturen, in denen unsere bürgerlichen Standards objektiv nicht möglich sind. Dort unterhält man sich nicht darüber, welche Biopomade man in die Haare schmieren muß, sondern wo man das Essen für den nächsten Tag herbekommt. Annähernd Ähnliches haben wir in den Zwanzigern erlebt, oder nach dem Krieg, nicht vergleichbar, es verhungerte kaum jemand. Und wenn ich mich recht entsinne, hatten wir ein Drittes Reich, das insbesondere durch seine demokratischen und rechtlichen Usancen beispielhaft war.

    ....Das ist so etwas Ähnliches wie Krieg, nur härter, und zwar für alle.

    Und wo wir schon beim Pragmatismus sind. Was ist humaner: tausend Leute entlassen oder einen einkerkern ? Ungerechtigkeiten gibt es auch bei uns....



    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...774374,00.html
    Da scheint etwas vollkommen schief zu gehen.
  3. #102

    ?

    Zitat von gewiko Beitrag anzeigen
    Bitte enthalten Sie uns diese "Menschenrechtsverletzungen" von Putin nicht vor, wir sind neugierig und lernwillig.



    Das muss ja etwas ganz Schlimmes sein, wofür die "Regierung Putin" da verantwortlich ist, warum also die Geheimniskrämerei? Wir leben hier in Deutschland und dürfen darüber frei reden, also halten Sie sich nicht zurück. Irgend was Unaussprechbares und Unbekanntes ist für uns leider kein überzeugender Grund. Beim Antiamerikanismus geht es wenigstens zack zack zack Bush, Irak, Guantanamo, da kann man sofort darüber reden was wie ob und warum Amerika so ist und ob es böse ist oder nicht, man kann diskutieren, oft entlastet das die USA, manchmal aber auch nicht. Bei Russland scheint das sehr schwer zu fallen und immer auf eine Aura des Unaussprechbaren hinauszulaufen, würde man es aussprechen, müsste man am nächsten Tag nach schwarzen Limousinen ausschau halten, so das Bild das dabei immer suggeriert wird. Es sieht doch alles nach dieser Suggestion aus: ,,Es ertönt verkratzte Grammophon Musik und am verschneiten Straßenende erscheint eine dunkle Gestalt mit Schlapphut, also rennen Sie lieber!,, Das ist so als würde man die Perser nach dem Film 300 beurteilen. Ich finde das lächerlich und nervig, warum kann man nicht normal über Russland reden? Ich habe da durchaus einige Kritikpunkte an Russland, aber ich kann in diesem bis zum grostesken polarisierten Klima nicht über sie reden, ähnliches gilt für Kritik an Amerika, wenn man sich um Obejektivität bemüht. Als stünde man auf einem Kriegsschauplatz des Propagandakampfes, wo mich entweder jeder in seinen Schützengraben ziehen will oder auf mich anlegt.
    das zitierte ist grotesk und für mich ein stück weit auch propaganda.

    zu einer guten diskussion gehört natürlich auch das ( solange möglich ) sachliche belegen der eigenen meinung - bis hierhin kann ich ihnen zustimmen.

    wenn sie ernsthaft darum bitten, ihnen quellen zu nennen aus denen hervorgeht weshalb putin ein mordender autokrat ist, kommen wir zu keinem dialog.


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