Das "organisierte Staatsdoping" gab es zu den aktiven Zeiten von Täve Schur noch gar nicht. Andererseits sind die Doping-Gerüchte um die Fußball-Nationalmannschaft der BRD von 1954 nicht wiederlegt (Da es darüber keine Stasi-, BND- oder Verfassungsschutzakten gibt, wird wohl nie herauskommen, ob in den Spritzen nur "Vitamine" oder doch "Piloten-Medizin" aus Wehrmachtsbeständen war).
Die Generation der Sp(r)itzen-Sportler war ca. von Mitte der 70er bis Mitte/Ende der 80er jahre aktiv, danach flogen die meisten Doper wegen besserer Kontrollen auf (abgesehen von einigen Sportarten, wie z.B. Profi-Radsport, wo bis vor wenigen Jahren gedopt wurde bis zum Umfallen). Das ein US-radsportler nach überstandener Krebserkrankung mehrfacht die Tour de France gewann, dürfte eine "Leistung" seiner ärzte sein, vor allem wo inzwischen mehrere Konkurrenten als Doper entlarvt wurden.
Dabei waren Sportler aus allen Ländern beteiligt (einige mystiöse Todesfälle von Sportlern sind ein deutliches Indiz dafür). Bei westlichen Sportlern wird man auch da leider keine Beweise mehr finden, da die Tagebücher der Trainer und Ärzte sicherlich inzwischen vernichtet wurden. Ohne die Stasi-Akten gäbe es auch keine Beweise für Doping in der DDR. Wenn man ehrlich wäre, müßte man alle Rekorde aus der Doping-Ära löschen, wenn nicht zweifelsfrei eine saubere Leistung bewiesen werden kann.
Viele sehen nur den Splitter im Auge des Anderen, nicht aber den Balken im eigenen Auge.
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