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Umstrittene DDR-Stars: Dopingopfer kritisieren Hall of Fame

Die*Kandidatenliste für die Hall of Fame des deutschen Sports sorgt für Ärger. Der Verein der Dopingopfer kritisiert die Aufnahme von DDR-Stars in die Ruhmeshalle. Damit beweise die Deutsche Sporthilfe "Geschichtslosigkeit".

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,759394,00.html
  1. #10

    Doping in Ost und West

    Das "organisierte Staatsdoping" gab es zu den aktiven Zeiten von Täve Schur noch gar nicht. Andererseits sind die Doping-Gerüchte um die Fußball-Nationalmannschaft der BRD von 1954 nicht wiederlegt (Da es darüber keine Stasi-, BND- oder Verfassungsschutzakten gibt, wird wohl nie herauskommen, ob in den Spritzen nur "Vitamine" oder doch "Piloten-Medizin" aus Wehrmachtsbeständen war).

    Die Generation der Sp(r)itzen-Sportler war ca. von Mitte der 70er bis Mitte/Ende der 80er jahre aktiv, danach flogen die meisten Doper wegen besserer Kontrollen auf (abgesehen von einigen Sportarten, wie z.B. Profi-Radsport, wo bis vor wenigen Jahren gedopt wurde bis zum Umfallen). Das ein US-radsportler nach überstandener Krebserkrankung mehrfacht die Tour de France gewann, dürfte eine "Leistung" seiner ärzte sein, vor allem wo inzwischen mehrere Konkurrenten als Doper entlarvt wurden.
    Dabei waren Sportler aus allen Ländern beteiligt (einige mystiöse Todesfälle von Sportlern sind ein deutliches Indiz dafür). Bei westlichen Sportlern wird man auch da leider keine Beweise mehr finden, da die Tagebücher der Trainer und Ärzte sicherlich inzwischen vernichtet wurden. Ohne die Stasi-Akten gäbe es auch keine Beweise für Doping in der DDR. Wenn man ehrlich wäre, müßte man alle Rekorde aus der Doping-Ära löschen, wenn nicht zweifelsfrei eine saubere Leistung bewiesen werden kann.
    Viele sehen nur den Splitter im Auge des Anderen, nicht aber den Balken im eigenen Auge.
  2. #11

    ...

    Ja, ja die "umstrittenen DDR-Stars" - nur die und ihre Ostblockkumpels haben gedopt, sonst keiner. In einer freiheitlichen Demokratie macht man so was nämlich nicht.

    Jedem denkenden Menschen dürfte ja wohl klar sein, dass im Sport immer und überall gedopt wurde und wird.

    Und ehrlich gesagt geht mir dieses Geschrei der Dopingopfer mächtig auf den Zeiger. Niemand wurde in der DDR gezwungen Leistungssport zu machen. Ein kleines Bisschen Unwilligkeit/ Lustlosigkeit und man war sofort draußen. Es gab genügend Freiwillige. Also diese Damen und Herren von der DOH sollten sich eventuell mal an die eigene Nase fassen bzw die Eltern fragen, warum sie ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt haben. Oder hat dann doch die Aussicht auf Ruhm und Erfolg bei den Dopern oder deren Eltern sämtliche Bedenken weggewischt? Es sind tragische Schicksale von krankem Ehrgeiz und missbrauchten Kindern, die es auch heute und selbst in unserem demokratischen und ach so freien Land noch gibt.

    Hochleistungssport ist an sich völlig krank, auch wenn er ohne Doping daher käme. Da werden weltweit Kinder aufs übelste missbraucht (4-5 mal Training/Woche und am Wochenende Wettkämpfe ist Missbrauch!!), um irgendwann , falls sie diese Tortur ohne bleibende bzw leistungsmindernde Verletzungen überstehen, die niedrigsten Instinkte der gaffenden Massen zu befriedigen. Dieser schwülstige Mix aus Nationalismus bzw ggf Lokalpatriotismus, Pathos und ähnlichem Geschwurbel, der jedes größere Sportevent umgibt lässt doch die Mär vom guten, fairen und sauberen Sport platzen wie eine Seifenblase, wenn man sich das mit der nötigen Distanz ansieht.
    Mehr gibt es zur Idee einer "Hall of Fame des deutschen Sports" auch nicht anzumerken...
  3. #12

    Deutsche Neid Debatte

    Vorneweg, es ist mir EGAL, SCHEISSEGAL ob da jemand was genommen hat oder nicht. Mir als Wessi!
    Wenn, mauss das jeder mit sich selber ausmachen, dritte geht es nichts an. Wenn es mir, besonders in einem totalitären System vorteile verschafft, habe ich nicht nur das Gottverdammte RECHT sondern auch die PFLICHT diese Chance für mich zu ergreifen.
    Warum eigentlich soll man an der Hall of Fame ein schild "OSSIS müssen drausen bleiben" aufhängen. Auch die haben, getrieben von Politik und Verbänden nur ihren Job gemacht, nicht viel anders als im Westen. Welchem Herrn man für die privilegien schleimt - scheißegal, jeder hat das Recht zuerst an sich zu denken!
  4. #13

    Sehr geehrter Anders_denker

    Zitat von anders_denker Beitrag anzeigen
    Vorneweg, es ist mir EGAL, SCHEISSEGAL ob da jemand was genommen hat oder nicht. Mir als Wessi!
    Wenn,.....
    Ich möchte mich ausdrücklich für Ihren Beitrag bedanken, dem ich voll zustimmen möchte.
    (Hab schon überlegt Ihn für die Verwandschaft auszudrucken)
    Ich habe fplgendes anzufügen:
    Als ich 6-8 Jahre alt war, war Täve Schur MEIN Held - ich bin durch Ihn auf dem Rad gelandet. In dieser Zeit gab es einfach keinen besseren und ich bin wirklich ertsaunt über die Anfeindungen die er anscheinend jetzt ertragen muss für Dinge im Nachgang seiner Radsportkarriere, die nicht korrekt waren - aber niemandem schaden.

    Ich habe im Laufe meines Lebens Abstand vom Radsport gewonnen weil mir die Dopingspiralen meines neuen Helden und Ortskumpanen Jan Ullrich zusehr auf den Magen schlugen - Radsport ist einfach nicht mehr ernstzunehmen.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass solche Diskussionen bei einem Mr. Armstrong nie auftreten werden - der hat ja schliesslich den Krebs besiegt und ist mit einem Ei mehrfach Champion geworden - und das ohne Doping(Haalllooo?!)!

    Da hält der Wessi still und glaubt die Mär....
  5. #14

    Einfaltspinsel unter sich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die*Kandidatenliste für die Hall of Fame des deutschen Sports sorgt für Ärger. Der Verein der Dopingopfer kritisiert die Aufnahme von DDR-Stars in die Ruhmeshalle. Damit beweise die Deutsche Sporthilfe "Geschichtslosigkeit".

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,759394,00.html
    Soweit ich weiß, ist in dieser seltsamen "Ruhmeshalle" unter Dutzenden Namen bislang ein(!) Ostdeutscher verzeichnet, nämlich der ehem. Schwimmolympiasieger Roland Matthes. Der Mann sollte dagegen Einspruch einlegen und sich aus diesem Tempel zurückziehen. Mögen die Besserwessis unter sich bleiben, schließlich waren sie ja um sooooo vieles erfolgreicher - auch im Sport, nicht wahr? Und die Erde ist eine Scheibe...
  6. #15

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die*Kandidatenliste für die Hall of Fame des deutschen Sports sorgt für Ärger. Der Verein der Dopingopfer kritisiert die Aufnahme von DDR-Stars in die Ruhmeshalle. Damit beweise die Deutsche Sporthilfe "Geschichtslosigkeit".

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,759394,00.html
    Boris Becker ist gar nicht dabei? Ich könnte heulen.
  7. #16

    ...

    Gut, dass Erik Zabel seine größten Erfolge als Wessi einfahren konnte. Denn damit ist ja bereits bewiesen, dass er "sauber" war.

    Der Warschauer Pakt hatte nicht nur die bösen Atomwaffen (während im Westen die guten Atomwaffen lagerten) sondern auch die bösen Medaillengewinner.
  8. #17

    Ossis müssen draußen bleiben...

    Eine gute Idee, nachdem uns nun schon 20 Jahre erzählt wird, wie wir gelebt und was wir alles falsch gemacht haben.
    Jetzt mal im Ernst: Abgesehen von dem denglischen Namen (ungemein einfallsreich für ein NATIONALES Symbol) ist gerade die Person Schur über jeden Zweifel erhaben. Unter anderem deshalb, weil er kein DDR-"Star" war! Und wenn einer es verdient hätte, für sportliche Leistungen für alle (!) Deutschen ausgewählt zu werden, dann er (man denke nur an die Weltmeisterschaft auf dem Sachsenring).
    Aber vielleicht wäre es gar kein so schlechte Idee: Alle Ossis raus, lieber noch ein paar aus dem 3. Reich rein?
  9. #18

    ...

    Zitat von cfweber Beitrag anzeigen
    Aber vielleicht wäre es gar kein so schlechte Idee: Alle Ossis raus, lieber noch ein paar aus dem 3. Reich rein?
    Oder eine "Hall of Fame des Sports/Ost". (war'n Spaß)
    Im übrigen könnte Täve Schur auch für heutige Kids als Vorbild wirken. Er treibt immer noch Sport, lebt gesund und ist top fit.
  10. #19

    Renate Stecher...

    Es geht in erster Linie um zwei! Sportler und vor allem um Renate Stecher, deren Doping von ihrem ehemaligen Trainer auch zugegeben bzw. dokumentiert worden ist. Nur Stecher weigert sich Stellung zu beziehen und ggf. auch Titel nachträglich abzugeben.

    Viele ehemalige Spitzensportler der DDR haben ernsthafte körperlich Schäden davongetragen, nachdem sie jahrelang intensiv "behandelt" wurden. Oftmals ohne genaue Kenntnis über Risiken oder Inhaltsstoffe des Dopings.
    In erster Linie sind es auch keine "Wessis", die den "Ossis" ihre Medaillen nicht gönen, sondern ehem. Sportler der ehem. DDR.
    Tragen sie doch bitte ihre Grabenkämpfe anderswo aus.








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