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Umstrittene Chemikalie: Desinfektionsmittel schwächt Muskeln

DPADer antibakterielle Wirkstoff Triclosan steckt in Seifen, Zahnpasta und Spielzeug. Im Tierversuch hat sich nun herausgestellt, dass das Allerweltsprodukt die Funktion von Muskeln beeinträchtigen kann. Das Bundesamt für Risikobewertung wollte sich zunächst nicht äußern.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...849943,00.html
  1. #1

    Ich verstehe es nicht.

    Es werden Tierversuche gemacht und das Ergebnis ist, sagen wir mal, beängstigend. Aber dennoch müssen jetzt Menschen für weitere Tests herhalten, oder wie? Ich dachte Tierversuche wären dazu da um den Menschen zu schützen. Dann hätte man ja gleich am Mensch testen können. Ich verstehe das Konzept von Tierversuchen nicht. Mal kann man es auf den Menschen übertragen, mal nicht. Das ist doch irgendwie albern.
    Ausserdem: Es werden Tierversuche an Fischen durchgeführt? Hauptsache man findet schonmal heraus, dass eine Substanz für irgendwelche Tiere schädlich ist oder wie? Und was ist dann die Konsequenz?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der antibakterielle Wirkstoff Triclosan steckt in Seifen, Zahnpasta und Spielzeug. Im Tierversuch hat sich nun herausgestellt, dass das Allerweltsprodukt die Funktion von Muskeln beeinträchtigen kann. Das Bundesamt für Risikobewertung wollte sich zunächst nicht äußern.

    Triclosan: Desinfektionsmittel könnte Muskel schädigen - SPIEGEL ONLINE
    ich habe jetzt auf unseren zahnpasten (3 verschiedene produkte), dem mundwasser und auf der seifenverpackung nachgesehen.

    triclosan ist dort nirgends aufgeführt.

    gibt es noch eine andere bezeichnung dafür, oder ist das wieder ein sturm im wasserglas?
  3. #3

    Auch bekannt als Microban

    Microban wird als Ausrüstung vielen Produkten zugefügt, so auch vor kurzem bei etlichen Küchenartikeln von Tchibo. Microban verrät es zwar nicht direkt, aber indirekt hat man vor einiger Zeit mit einer Klage gegen die EU-Kommission preisgegeben, dass man in der Tat Triclosan verwendet, um den antibakteriellen Effekt der Ausrüstung zu erzielen.

    Tchibo selbst behauptet in einem Blogpost, ihre Produkte mit Microban seien gesundheitlich unbedenklich:

    http://blog.tchibo.com/aktuell/kochen-mit-silikon-und-microban/

    Tatsache ist: Microban = Triclosan.
  4. #4

    Hmm

    Ob das jetzt so dramatisch ist kann ich nicht sagen denn mir fehlen weitere Infos. Bei der Volkskrankheit Bluthochdruck infolge falscher Ernährung und zu wenig Bewegung scheint das Zeugs ja was zu taugen.
  5. #5

    Der Triclosangehalt in der wirkstoffstärksten Zahnpaste ist 1%. Jeder Deutsche verbraucht im Jahr 450g Zahnpasta, also pro Tag 12,5mg Triclosan.
    Davon werden ca. 2% durch versehentliches Verschlucken aufgenommen - macht 2,5mg.

    Bei 70kg Körpergewicht sind das 0,036mg/kg. Unbekannt ist wie viel % der eingenommenen Dosis tatsächlich vom Verdauungssystem aufgenommen werden.
    Die Mäuse bekamen demnach das 350-fache und zwar direkt ins Herz gespritzt.
    Das sollte man vielleicht auch bei der journalistichen Aufarbeitung eines solchen Fachartikels angeben und nicht nur die reißerische Pressemitteilung von Wissenschaftlern, die sich profilieren wollen abdrucken.
  6. #6

    Zitat von nickpicker Beitrag anzeigen
    Microban wird als Ausrüstung vielen Produkten zugefügt, so auch vor kurzem bei etlichen Küchenartikeln von Tchibo. Microban verrät es zwar nicht direkt, aber indirekt hat man vor einiger Zeit mit einer Klage gegen die EU-Kommission preisgegeben, dass man in der Tat Triclosan verwendet, um den antibakteriellen Effekt der Ausrüstung zu erzielen.

    Tchibo selbst behauptet in einem Blogpost, ihre Produkte mit Microban seien gesundheitlich unbedenklich:

    Tchibo Blog
    Tatsache ist: Microban = Triclosan.
    auch microban ist in keinem der von mir erwähnten produkte enthalten.
    da ich nachher sowie zum drogeriemarkt muss, schaue ich da mal auf anderen produkten nach, ob da microban oder triclosan enthalten ist.
    was den tchiboblog betrifft, da scheint es mir ja eher um beschichtete produkte zu gehen, und nichts womit man sich wäscht, die zähne putzt oder spült.
  7. #7

    Also ich versteh's.

    Zitat von britney Beitrag anzeigen
    Es werden Tierversuche gemacht .....
    Dann hätte man ja gleich am Mensch testen können. Ich verstehe das Konzept von Tierversuchen nicht.
    Zitat:
    "Die Forscher hatten den Mäusen zunächst drei verschiedene Dosierungen einer Triclosanlösung in den Herzbeutel gespritzt."

    Vermutlich haben sich unter den Mäusen für diesen Versuch einfach mehr Freiwillige gefunden als unter Menschen.
  8. #8

    Die Addition von Schadstoffen

    Zitat von brotzeithasser Beitrag anzeigen
    Der Triclosangehalt in der wirkstoffstärksten Zahnpaste ist 1%. Jeder Deutsche verbraucht im Jahr 450g Zahnpasta, also pro Tag 12,5mg Triclosan.
    Davon werden ca. 2% durch versehentliches Verschlucken aufgenommen - macht 2,5mg.

    Bei 70kg Körpergewicht sind das 0,036mg/kg. Unbekannt ist wie viel % der eingenommenen Dosis tatsächlich vom Verdauungssystem aufgenommen werden.
    Die Mäuse bekamen demnach das 350-fache und zwar direkt ins Herz gespritzt.
    Das sollte man vielleicht auch bei der journalistichen Aufarbeitung eines solchen Fachartikels angeben und nicht nur die reißerische Pressemitteilung von Wissenschaftlern, die sich profilieren wollen abdrucken.
    Man kann hier noch stundenlang weiterrechnen. Erbsen zählen, Korinthe kacken oder sonst was. Fakt ist, dass Schadstoffe schädlich sind. Ist ja recht simpel. Die Sachen reichern sich im Körper an und reagieren wiederum mit anderen Schadstoffen, die ja auch noch in den Produkten enthalten sind. Der chemische Cocktail im menschlichen Körper. Wer sich sicher sein will, die eigene Gesundheit nicht zu beeinträchtigen, der sollte auf 100%iger Schadstofffreiheit bestehen.
  9. #9

    Verständnisschwierigkeiten

    Zitat von britney Beitrag anzeigen
    Es werden Tierversuche gemacht und das Ergebnis ist, sagen wir mal, beängstigend. Aber dennoch müssen jetzt Menschen für weitere Tests herhalten, oder wie? Ich dachte Tierversuche wären dazu da um den Menschen zu schützen. Dann hätte man ja gleich am Mensch testen können. Ich verstehe das Konzept von Tierversuchen nicht. Mal kann man es auf den Menschen übertragen, mal nicht. Das ist doch irgendwie albern.
    Tierversuche geben Anhaltspunkte, worauf man bei den Menschenversuchen achten sollte, und sind zudem leichter und kostengünstiger in höherer Stückzahl durchzuführen als Menschenversuche. Tiere dienen in der Forschung als Modellsysteme, wie auch eine technische Konstruktion erstmal im Modell getest wird, bevor man drauflos baut.

    Zitat von britney Beitrag anzeigen
    Ausserdem: Es werden Tierversuche an Fischen durchgeführt? Hauptsache man findet schonmal heraus, dass eine Substanz für irgendwelche Tiere schädlich ist oder wie? Und was ist dann die Konsequenz?
    (Bestimmte) Fischarten, die gut erforscht sind, dienen als Modellsystem für aquatische Lebewesen. Beeinträchtigt eine Substanz Fische, ist damit zu rechnen, dass ihre Freisetzung aquatische Ökosysteme beeinträchtigt und evtl. über die Nahrungskette zum Menschen gelangt, der bekanntermaßen gerne Fische ist (jedenfalls lieber als Mäuse).








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