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Umstrittene Abfindung: Schweizer Pharmaboss verzichtet auf 72 Millionen Franken

REUTERSEs wäre die höchste Abfindung in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte gewesen: 72 Millionen Franken sollte der scheidende Novartis-Chef Daniel Vasella kassieren, wenn er nicht bei der Konkurrenz anheuert. Nun hat der Konzern den Vertrag annulliert. Der öffentliche Druck war zu groß geworden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-884302.html
  1. #1

    Relation zum Normalverdiener

    Laut Statistischem Bundesamt hat der Durchschnittsangestellte 2011 ein Bruttomonatsgehalt von 3311€ gehabt. Das sind über ein Arbeitsleben von 50 Jahren gerade mal 1.986.600€ - also ein dreißigstel dieser Abfindung ...
  2. #2

    Willkommen bei Bayer!

    Erfolgreicher Spitzenmanager mit Insiderwissen gesucht .-)
  3. #3

    Goldener Fallschirm

    Zur Korrerktur des SPIEGEL-Artikels: Die höchste je ausbezahlte Abgangsentschädigung ging an den Schweden Percy Barnevik bei seinem Ausscheiden aus der ABB und betrug die sagenhafte Summe von
    SFR. 150 Mio. Unter dem öffentlichen Druck bezahlte Barnevik später SFR. 90 Mio. zurück.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wäre die höchste Abfindung in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte gewesen: 72 Millionen Franken sollte der scheidende Novartis-Chef Daniel Vasella kassieren, wenn er nicht bei der Konkurrenz anheuert. Nun hat der Konzern den Vertrag annulliert. Der öffentliche Druck war zu groß geworden.

    Novartis: Vasella verzichtet auf Abfindung - SPIEGEL ONLINE
    Wenn er wenigstens die Eier gehabt hätte das zu sagen, was er seinem ehemaligen Arbeitgeber wahrscheinlich auch gesagt hat:
    "Ich bin jede einzelne Million wert, wenn ihr anderer Meinung seid, macht's mir erstmal nach..."

    Stattdessen schwurbelte er beim Interview (DLF) rum, versuchte plump die Summe zu verschleiern usw. wie ein ertappter Schuljunge.
    Ich verstehe gar nicht, wie das öffentlich werden konnte. Ich hätte dem bei Nacht und Nebel einen Koffer auf dem Parkplatz übergeben und das über die Kaffeekasse abgerechnet.
    Naja, können sie ja immer noch machen...
  5. #5

    *

    Zitat von derdingens Beitrag anzeigen
    Laut Statistischem Bundesamt hat der Durchschnittsangestellte 2011 ein Bruttomonatsgehalt von 3311€ gehabt. Das sind über ein Arbeitsleben von 50 Jahren gerade mal 1.986.600€ - also ein dreißigstel dieser Abfindung ...
    Wenn die Hauptversammlung - die Eigentümer des Unternehmens und damit auch dieser Gelder - darüber abstimmt, ist das überhaupt kein Problem. Ganz anderes dagegen die absurd hohe Bezahlung von Berufsfußballspielern, die zu einem ganz erheblichen Teil aus Steuergeldern (nämlich den GEZ-"Gebühren") finanziert wird, weil die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten diesen Betrieb durch Lizenzvergütungen aufrechterhalten - diese stellt einen echten Skandal dar (zumal die meisten dieser Leute auch für EUR 2.500 im Monat kicken würden, da das immer noch deutlich mehr ist als sie als Lagerarbeiter o.ä. verdienen würden).
  6. #6

    *

    Zitat von Jetfighter81 Beitrag anzeigen
    Erfolgreicher Spitzenmanager mit Insiderwissen gesucht .-)
    In der Tat eine gute Gelegenheit - denn ohne angemessene Karenzentschädigung auch kein Wettbewerbsverbot...
  7. #7

    Wenn die Anteilseigner so wollen

    Die Anteilseigner werden das schon so wollen. Allerdings fragt sich langsam wer wo wie und was die Anteileigner noch so sind, "Denn inzwischen beträgt die durchschnittliche Haltezeit von Aktien an der Börse sage und schreibe 22 Sekunden." (Quelle: "Ego - Das Spiel des Lebens" - Sieg eines inhumanen Modells - Kultur - Süddeutsche.de) Es scheint sich im Großen und Ganzen nicht um langfristige und strategische Anteilseigner zu handeln, sondern um ein Kuddelmuddel. Klar, dass sich dann ein Manager (mit wenig Eigenverantwortung für das Unternehmen) überhaupt eher für seine Belange interessiert als für die Belange der ständig wechselnden Anteilseigner. Das macht die Selbstbedienung leicht!
  8. #8

    An den Handlungsfolgen solch kranker Manager...

    ...werden die Gesellschaften noch viele Jahre zu knabbern haben, man sollte sie in ihren Luxusheimen besuchen, zum Kaffetrinken mit Schoggi.
  9. #9

    Wieso kommt eigentlich

    nie ein Aktionär auf die Idee, Vorstand und Aufsichtsrat wegen Veruntreuung anzuzeigen?Wahrscheinlich ist es Schweigegeld.
    Hat Novartis Beruhigungspillen im Angebot?Die kann man bei solchen Meldung gebrauchen.


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