REUTERSEs wäre die höchste Abfindung in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte gewesen: 72 Millionen Franken sollte der scheidende Novartis-Chef Daniel Vasella kassieren, wenn er nicht bei der Konkurrenz anheuert. Nun hat der Konzern den Vertrag annulliert. Der öffentliche Druck war zu groß geworden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-884302.html
Vasella ist ein Einzelfall, was wir brauchen ist aber eine abstrakte Regelung für Boni und Gehälter in der Form, dass die Höhe der Beträge nicht begrenzt ist, diese aber auf jedenfall durch die Shareholder (nicht die Öffentlichkeit) genehmigt ist. Weil auch wenn die Summe gespendet worden wäre, wäre das Geld zu Leuten geflossen, welche darauf keinen Anspruch haben. So eine Spende befriedigt lediglich Neider.
Die Spieler bieten Dienstleistungen an. Die Vereine verdienen durch diese Dienstleistungen viel Geld (wir reden hier nicht von Spielzeug Vereinen von irgend einem Milliardär). Bedeutet grundsätzlich bringt ein Spieler seinem Arbeitgeber das Geld wieder ein. Im Gegensatz zu den meisten Top Managern. In über 90% aller Unternehmen könnte man den "Boss" wahrscheinlich austauschen und es würde kaum zu einer Änderung des Betriebsergebnisses führen. In diesem Fall gibt es wahrscheinlich hunderte von Alternativen für den Posten (zumindest die man auch entsprechend qualifizieren kann mit der Zeit). Bei Weltklassespielern wie z.B. Schweinsteiger u. Götze wirds da schon schwierig.
Moralisch gesehen sind die Spielergehälter nicht vertretbar. Abfindungen wie in diesem Fall aber überhaupt nicht. Weder moralisch - noch betriebswirtschaftlich.
Das ein ganz erheblicher Teil durch die Rundfunkgebühren entsteht ist schlichtweg nicht richtig. ARD, ZDF und Co. geben ne Menge aus für Programme die keinen interessieren, aber im Verhältnis zu dem was die Masse interessiert nichts.
Glauben sie ernsthaft das Geld wird jetzt für Lohnerhöhungen eingesetzt, welche nebenbei in der Schweiz sicher nicht nötig wären. Das geld haben jetzt die Aktionäre. Kann man gut finden, da meine, vermutlich auch ihre und die Rente der meisten Deutschen in solchen Aktien teilweise steckt. Aber glauben sie nicht dass es sozial gerechter wäre!
Genau darüber wird am 3. März bei uns in der Schweiz abgestimmt. Es wird Sie allerdings überraschen wenn ich als eher links stehender Bürger einige Vorbehalte gegen diese Initiative habe. Natürlich muss solchen Auswüchse wie der von D. Vasella der Riegel geschoben werden. Die Frage ist nur, wen stärken wir damit? Der Aktionär. das wäre nicht weiter tragisch wenn es sich dabei um die Kleinaktionäre handelt, aber meistens ist das Gros des Aktienkapital in den Händen einiger weniger Grossanleger, Hedge Fonds usw.
Wir müssen unheimlich aufpassen das mit diesem neuen Gesetz nicht den Heuschrecken Tür und Tor geöffnet wird.
Ich werde am 3. März Ja zur Abzockerinitiative stimmen aber nur um um ein Zeichen gegen diese Exzesse zu setzen
Tja, diesen Verdacht habe ich schon länger. In Deutschland geht das aber nicht, weil hier ein prinzipielles Misstrauen gegenüber dem Volk herrscht. Und das hat dann doch wieder was mit dem Dritten Reich zu tun ...
Egal, wohin man schaut, Deutschland wird von Technokraten (und in Folge dann von Lobbyisten) regiert. Weil das Volk das scheinbar nicht kann. Sogar die Institutionen, die wir Deutschen ganz besonders ins Herz geschlossen haben (z.B. das BVerfG), sind doch streng genommen ein demokratisch nur schwach legitimiertes Gremium von "Experten", die alles besser wissen und allenfalls aus Versehen im Sinne des Volkes sprechen. *seufz*
aber manche Unternehmen machen eben gemeinsame Sache mit...denjenigen,die etwa gleiche Interessen haben.
Herr Vasella hatte da keine Probleme.
Alles Schall und Rauch: Benutzte die Polizei Vasellas Helikopter in St.Moritz?
oder, Rechtsstaat ausser Kraft gesetzt?