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Umstrittene Abfindung: Novartis-Präsident sagt zum Abschied leise sorry

REUTERSGut 58 Millionen Euro sollte Daniel Vasella als Abfindung erhalten - und wurde dafür öffentlich scharf kritisiert. Jetzt gibt sich der scheidende Novartis-Präsident demütig: Auf seiner letzten Aktionärsversammlung sagt der Schweizer Manager: "Ich habe zwei Fehler gemacht."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-884962.html
  1. #1

    ....

    hier läuft doch wieder etwas falsch, das dürften die Aufsichtsräte gar nicht erst zulassen, schlimm genug wenn der Vorstand solche Verträge abschließt, aber jetzt auf diese Führungskräfte los zugehen halte ich für falsch. Wozu gibt es Aufsichtsräte??? Sie sind zum Wohl einer Fa. da und solche Summen sind eben nicht zum Wohle der Fa. da. Obwohl auch das ein Streitgespräch wert wäre.
  2. #2

    Man sollte bei der ganzen Diskussion vielleicht mal erwähnen, dass weder Herr Vasella noch Herr Winterkorn ihre Verträge als Vorstandschefs mit sich selbst aushandeln und dann sowohl für sich als auch das Unternehmen unterschreiben. Beide wurden mit ihren Verträgen bedacht, welche zuvor vom Aufsichtsrat abgesegnet wurden. Der eigentliche Skandal ist also nicht die Mentalität der beiden Herren (wer von uns würde guten Gewissens behaupten können auf Geld zu verzichten, freiwillig? Wenn es einem doch angeboten wird!) sondern, dass in großen Konzernen es immernoch Gang und Gäbe ist, dass Aufsichtsräte besetzt sind mit Topmanagern anderer Firmen und nur zu einem geringen Teil mit Vertretern der Arbeitnehmer. Welche sich außerdem selbst oftmals lieber bedienen als ihren Kollegen zu dienen (siehe die zahlreichen Skandale bei zB VW, Stichwort Brasilien). Man sollte daher eher die Möglichkeit unterbinden, dass ehemalige Topmanager direkt in Aufsichtsräte übergehen, davon gerne zahlreiche Mandate anhäufen und dabei natürlich der anderen Krähe kein Auge aushacken wollen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gut 58 Millionen Euro sollte Daniel Vasella als Abfindung erhalten - und wurde dafür öffentlich scharf kritisiert. Jetzt gibt sich der scheidende Novartis-Präsident demütig: Auf seiner letzten Aktionärsversammlung sagt der Schweizer Manager: "Ich habe zwei Fehler gemacht."

    Novartis-Präsident Daniel Vasella entschuldigt sich für hohe Abfindung - SPIEGEL ONLINE
    Ein Problem ist die Verschachtelung

    Ein Vorstandsvorsitzender der Firma X wird dem Chef eines Konzerns keinen niedrigen Lohn anbieten, wenn dieser Chef gleichzigig im Vorstand eines anderen Unternehmens sitzt und dort eventuell über die Bezüge des Vorstandsvorsitzenden bestimmt
  4. #4

    Jaja, von wegen spenden

    Vielleicht hätte Vasella lange vor seinem Ausscheiden erwähnen sollen, dass er die Kohle spenden möchte, statt nach dem Eklat sowas zu behaupten und wie eine eingeschnappte Wurst da zu stehen.
  5. #5

    welt-ag zerlegt und kräftig eingesackt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gut 58 Millionen Euro sollte Daniel Vasella als Abfindung erhalten - und wurde dafür öffentlich scharf kritisiert. Jetzt gibt sich der scheidende Novartis-Präsident demütig: Auf seiner letzten Aktionärsversammlung sagt der Schweizer Manager: "Ich habe zwei Fehler gemacht."

    Novartis-Präsident Daniel Vasella entschuldigt sich für hohe Abfindung - SPIEGEL ONLINE
    wie war das noch mit "dem" blender der deutschen automobilwirtschaft, einem gewissen schrempp?
    der hatte erst dasa/fokker an die wand gefahren, äh geflogen und wurde dafür mit dem spitzenjob bei daimler belohnt, um sogleich die größte wertvernichtung in der firmengeschichte einzuleiten - zeitweise mit bis zu minus 76 % des aktienwertes.
    man erinnert sich: daimler/chrysler in einem 30 milliarden euro deal fusioniert, den sein nachfolger anschließend mit dem verkauf an den finanzinvestor cerberus für schlappe 5,5 milliarden euro "rückgängig" machte.

    für sich selbst jedoch hatte das cleverle aus dem ländle ungeachtet des daimler/chrysler desasters vorgesorgt: seine aktienoptionen warfen erst so richtig gewinn ab, als er sich - samt spusi aus dem ceo-vorzimmer - auf seine latifundien in südafrika zurückzog: spon berichtete damals von werten zwischen 50 bis 108 (!) millionen euro, abhängig vom zeitpunkt der ausübung des optionsrechts.

    dieser skandalöse (!?) vorgang wurde zwar grummelnd in der öffentlichkeit kommentiert, aber schließlich doch achselzuckend als "normale" begleiterscheinung unseres auf "wettbewerb" basierenden wirtschats- und gesellschaftssystems hingenommen.

    ob der arme vasella auch noch genügend optionen gebunkert hat? - wenn nicht, dann war das sein dritter fehler.
  6. #6

    Sauber

    Vasella sollte die 72 Millionen Franken erhalten, wenn er die ersten sechs Jahre nach seinem Ausscheiden nicht für die Konkurrenz tätig wird, sondern Novartis berät.
    Sauber. Bei jedem normalen Angstellten, schon unterhalb der unteren Führungsebene, wird sowas schlicht und einfach als Bedingung festgehalten, für die es auch keinen einzigen Cent gibt...
    Das mit dem "beraten" ist sowieso nur ein Alibi, damit die Leute nicht noch lauter aufschreien. Die Beratung darf man sich vermutlich ähnlich arbeitsintensiv vorstellen wie die Tätigkeit eines gewissen Kanzlers für ein gewisses Energieunternehmen...
  7. #7

    Aktionäre enteignen zugunsten wohltätiger Organisationen?
    Dem muss mit allen rechtsstaatlichen Mitteln entgegengetreten werden!

    Und überhaupt - Manager wollen weniger Geld und Milliardäre verschenken ihr Vermögen? Seid Ihr alle von Sinnen???
  8. #8

    ...

    Die Reichen sollten mal anfangen zu verstehen, daß ihre Wohltätigkeit von Gottes Gnaden niemand haben will, sondern daß sie von Anfang an damit aufhören, sinnlos Geld zusammenzuraffen. Z.B. indem man eben nicht alle Steuerschlupflöcher nutzt, die man sich zurechtkonstruieren kann. Z.B. indem man zu den Privilegien, die man hat, nicht noch ständig neue in Anspruch nimmt. Ein Reicher, der "wohltätig" ist, nutzt doch nur weiter seiner Eitelkeit. Demut aber, das wäre angesagt. Daß man mal realisiert, daß es nicht vor allem die "eigene Leistung" ist, die einen dahin gebracht hat, sondern vor allem glückliche Umstände. Wenn die Gesellschaft sozial organisiert ist, dann interessiert micht ehrlich gesagt überhaupt nicht, ob jemand Milliardär ist. Von mir aus. Aber ich habe ein erhebliches Problem, mit Milliardären, die nur deshalb existieren, weil die Gesellschaft asozial ist.

    Nebenbei, das gesamte Modell des Aufsichtsrates gehört überarbeitet. Da gehören keine Politiker rein und auch keine Manager von anderen Firmen, sondern Vertreter der Belegschaft dieser Firma. Das mangelnde Fachwissen ist doch sowieso nur vorgeschoben. Es ist doch alles künstlich aufgebläht. Ein Trick, damit die auserwählte Elite unter sich bleiben kann.
  9. #9

    Doppelmoral bei Auszahlungen

    zu Kommentar "6.Sauber" von hman2.
    Die Situation stimmt in den meisten Firmen zu 100%. Oben lässt man sich dafür zahlen nichts auszuplaudern und beim Rest des Personals ist es Teil des Einverständnisses welches der Angestellte unterschreiben muss. Ist das Diskrimierung? Ist es compliant? Eine Doppelmoral die von den Vorständen und Personalabteilungen getragen und verteidigt wird.


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