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Umschulungen: Schlecker-Frauen sollen sich um Kinder und Alte kümmern

dapdNach der Schlecker-Pleite sind Tausende Beschäftigte auf der Suche nach einem neuen Job. Den könnten sie laut Arbeitsministerin von der Leyen in Kitas und Altenheimen finden. Die Zahlen zu bereits entlassenen Mitarbeitern sind laut Arbeitsagentur wenig beruhigend.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837625,00.html
  1. #60

    Schlecker-Masseuse

    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Der Bericht erinnert mich an eine Geschichte die mir 1997 passierte: Ich wurde krank. Dann habe ich einige Krankenhausaufenthalte und diverse Fachaerzte ueber mich ergehen lassen muessen, bis irgend ein Arzt mir einen Kuraufenthalt verordnete. Kur wurde bewilligt und ich landete in Bad Schmiedeberg,irgendwo bei Dresden. Dort sollte ich also aufgepaeppelt werden. Fand meine Masseuse ganz nett und plauderte und plauderte mit ihr. Bis sie mir ihren Werdegang berichtete: Sie arbeitete zu DDR Zeiten als Verkaeuferin, nach Fall der Mauer wurde die BFA mit Kurklinik dort angesiedelt. Der halbe Ort wurde ploetzlich umgeschult. Meine Therapeutin und ihre Kollegen bekamen einen 6 monatigen Intensivkurs verpasst, jeder durfte sich anschliessend Masseur oder Physiotherapeut nennen und wurde auf die Menschheit los gelassen. Hauptsache in Lohn und Brot! Gut, sooo krank war ich auch nicht, bei mir konnte kein Therapeut mit Kneten etwas falsch machen.
    Mal sehen, wie die Schleckerfrauen sich in der Altenpflege so machen! Die werden dann sicherlich in 3 Monaten umgeschult.
    Ich finde Ihre Geschichte sehr interessant, weil sie zeigt, daß man/frau nie den Kopf hängen lassen darf. Wer will, kommt wieder in Lohn und Brot. Umschulungen werden von der BA angeboten. Ich habe schon seit Monaten einen verspannten Nacken. Eine richtig gute Schlecker-Masseuse täte bei mir Not.
  2. #61

    Zitat von weinburgschnecke Beitrag anzeigen
    Das ist ja wirklich eine dummdreiste Idee, Schleckerfrauen in die Kitas? Erzieherin ist eine anspruchsvolle, pädagogische Tätigkeit, die man sich nicht mal ebenso durch Umschulung erwirbt. Auch zur Altenpflegerin braucht man neben der Ausbildung vor allem mal die entsprechende soziale Neigung.
    Schlecker, nein Danke, nicht für meine Kinder, Omas und Opas.
    Unabhängig davon gibt es noch ein Argument, welches dagegen spricht:
    wenn ehemalige Schlecker- Mitarbeiterin tatsächlich durchschnittlich zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, SIND sie einfach altersgemäß, ohne diskriminieren zu wollen, NICHT mehr so nervenstark und körperlich belastbar wie 20 Jahre jüngere Menschen.
  3. #62

    Schlecker- Umschulungen 3

    Zitat von Dr. Fuzzi Beitrag anzeigen
    Ist ja irgendwie putzig - "Learning by doing". Ich hoffe sehr, das Sie dies nicht am lebenden Menschen praktizieren. Oder sind Sie der Meinung, das es die kleinen "Racker" oder die alten "Säcke" es eh noch nicht so mitkriegen, wenn Sie Mist machen.

    Im übrigen halte ich es für grenzenlose Verarsche der Allgemeinheit, von der Politik immer wieder so zu tun, als ob eine ein paar Monate gehende Schulung, eine entsprechende mehrjährige Ausbildung ersetzen kann. Die von v.d. Leyen angestrebten Umschulungen produzieren nach aller Voraussicht, frustrierte und eher unmotivierte Hilfskräfte, die dann auf die Schwächsten unserer Gesellschaft losgelassen werden. Na Prost Mahlzeit! Vermutlich sieht diese Trulla das auch noch als geniale Idee an!
    Doch, -learning by doing- praktiziere ich in dem angegebenen Bereich am lebenden Menschen. Ich habe schon erwähnt, das erzieherische und pflegerische Fähigkeiten in jedem Menschen stecken. Das würde bedeuten, das sie tatsächlich auch mal "Mist machen". Die Kinder oder Alten kriegen das auch meistens mit und äußern sich in irgendeiner Form, die man interpretieren muss. Dabei kann ja eine professionelle Kraft helfen und die Fehler des Tages diskutieren. Geniale Idee hin oder her, es ist zumindest eine praktische Lösung deren Schwierigkeiten beherrschbar erscheinen. Es gibt andere Probleme auf der Welt, die viel weniger lösbar erscheinen, da muss man doch sehen das man das Machbare tut, und das nicht Machbare überdenkt.
  4. #63

    Neue Geschäftsidee !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Schlecker-Pleite sind Tausende Beschäftigte auf der Suche nach einem neuen Job. Den könnten sie laut Arbeitsministerin von der Leyen in Kitas und Altenheimen finden. Die Zahlen zu bereits entlassenen Mitarbeitern sind laut Arbeitsagentur wenig beruhigend.

    Schlecker-Mitarbeiter sollen sich um Kinder und Alte kümmern - SPIEGEL ONLINE
    Auf diese Idee hätte der alte Schlecker gleich kommen können, dann wäre der heute noch im Geschäft. Über seine eigenen Verleihfirmen hätte der gleich seine Windelverkäuferinnnen im Notfall als Altenpflegerinnen anbieten können. KITA-Erzieherinnen ,kein Problem, haben wir auch im Angebot! Die Erfindung des Perpeduum-Mobile ist geboren. Die Vollbeschäftigung steht vor der Tüt! Frau von der Leyen bekommt das Bundesverdienstkreuz erster Klasse!
  5. #64

    Sie sollten das Grundgesetz Art. 14 lesen !

    Zitat von casparman Beitrag anzeigen
    Und da Herr Schlecker es gegeben hat (tausende Arbeitsplätze über Jahrzehnte) hat er jederzeit auch das Recht, es wieder zu nehmen. Alles alleine SEINE Entscheidung! Ob er das nun genau so wollte, oder ob das ins Bild der "Sozialen Marktwirtschaft" passt (die es übrigends de facto nicht gibt und nicht geben kann!), steht auf einem anderen Blatt und ist völlig uninteressant.

    Ich bin selbst Unternehmer und habe Angestellte / Auszubildende. Ich habe das Unternehmen mit Partnern aufgebaut und jahrelang Gras gefressen. Heute geht es uns gut. Wenn ich aber irgendwann keine Lust mehr habe, dann mache ich den Laden zu, Punkt. Das ist dann eben so, das ist mein gutes Recht. Natürlich werde ich im Falle des Falles dafür sorgen, dass meine Angestellten über meine Kontakte einen neuen Job finden, aber das wird sicher nicht in allen Fällen möglich sein. Aber insgesamt ist das so wie mit meinem eigenen Hab und Gut: Ich hab´s bezahlt, also kann ich es auch verkaufen oder kaputt machen, wann immer ich Lust dazu habe.
    Hierauf möchte ich nur mit dem Zitat aus dem Grundgesetz antworten:

    (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

    Und Sie sollten einmal überlegen, ob Sie mit einer solchen Einstellung dem Wohl der Allgemeinheit dienen ! Das Handeln von Herrn Schlecker hat nicht dem Wohl der Allgemeinheit gedient, ganz im Gegenteil. Den angerichteten Schaden muss die Allgemeinheit (= die Masse der Steuerzahler) bezahlen.
  6. #65

    optional

    Schön wenn die Damen neue Chancen bekommen, aber hier geht meiner Meinung etwas in eine falsche Richtung ... es besteht FACHKRÄFTEMANGEL ... wie hochwertig sieht unsere Familienministerin die Fachkräfteausbildung zur Erzieherin, wenn sie der meinung ist da kann man mal aus 5 Jahren eine zweijährige Schnellbesohlung machen ... die frühkindliche Bildung wird in dieser Form nicht an Wertigkeit gewinnen !!!!
  7. #66

    Gute Idee!

    Besser noch: Die Schlecker-Mitarbeiterinnen haben doch auch an der Kasse gesessen und mit Geld zu tun gehabt. Dann können sie doch auch nach 6monatiger Weiterbildung Bänkerinnen/Investmentbänkerinnern werden; sie werden vermutlich sogar noch besser, sozial orientierter und ehrlicher arbeiten als die momentanen Bankangestellten...
  8. #67

    Zwangsarbeit

    Ich dachte, es gäbe in deutschland keine zwangsarbeit mehr und auch Frauen hätten in diesem Land freie Berufswahl. Wenn Schleckerfrauen etwas Anderes hätten werden wollen, dann hättensie doch "nur" einen Schulabschluß machen und danach eine solide Ausbildung machen müßen. Jetzt sollen auf einmal hilfskräfte und frau- sowieso auf unsere Kinder losgelassen werden, ohne jegliche qualifikation. Frau Dr. med. wurst Minister sollte sich mal die Kriterien für pädagogische Berufe anschauen und wie schwer diese Ausbildung ist. Vom Gehalt käme es ja hin, denn total unterbezahlt sind ja beide Branchen. Wann kapiert man in unserem Land, das wir hier von Kindern reden, die unsere zukunft sind. eine Demokratie von Analphabeten und Arbeitslosen wird es ja wohl kaum sein, was wünschenswert ist. wieviel Zeitarbeit, Minijobs und Geringverdiener sollen den die Wirtschaft ankurbeln?. Hauptsache die oberen Zehntausend fühlen sich SAUWOHL und haben wiedermal ein paar blöde Vorschläge gemacht. Ich denke, die Lebenserfahrung so mancher Ministerin beschränkt sich auf eine Schicht in der Gesellschaft, die nicht der Masse der Frauen in Deutschland entspricht. Ebenso sollten sich Frauen in Deutschland wieder an Ihr Recht und die Emanzipation erinnern. Wir sind 50% Volk. Wir bestimmen selber, was wir machen wollen. Bietet den Schleckerfrauen mit Abitur doch ein Studium an oder mit der Qualifikation eine Hochschulausbildung, nachträglich mittlerer Bildungsabschluß, na? Dann könnten sie wenigstens ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen und sich selber einen Berufsweg erarbeiten. Das machen wir berufstätigen Frauen mit Qualifikation doch auch.
  9. #68

    Zitat von weidchen Beitrag anzeigen
    Diese Frauen sind meist über 40 und dann noch mal eine Umschulung. Es kommt ja sehr gelegen das diese Frauen arbeitslos werden.
    Empfinden Sie Menschen mit über 40 als alt?


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