Ich frage mich so manches Mal, in welcher Parallelwelt viele Politiker leben. Als Erstes muss die Bezahlung der pädagogischen Fachkräfte so gut sein, dass sich 1. mehr für diesen Beruf interessieren und 2. eine Ausbildung und Tätigkeit anstreben. Beide Berufe werden so mies bezahlt, dass man schon ein geborener Idealist sein muss, um dort tätig sein zu wollen.
Sicherlich ist die eine oder andere Schlecker Verkäuferin für eine Tätigkeit im pädagogischen oder pflegerischen Bereich geeignet. Ich denke, dass das aber nur ein Bruchteil der arbeitslos werdenden Mitarbeiter ist.
Mir schmeckt die Idee überhaupt nicht, dass die genannten Tätigkeiten für Umschüler passend sein sollen. Wer sich schon mit dem Thema "Umschulung" befasst hat, weiß, wovon ich spreche. Meiner Meinung nach muss man für diese Bereiche "brennen", empathisch sein und mit kleinen Kindern bzw alten Menschen nicht nur gut umgehen, sondern ganz und gar auf sie eingehen können. In den Anforderungsprofilen für die Berufsbilder Verkäuferin und pädag. Fachkraft/Altenpfleger liegen Welten.
Es spricht allerdings Bände für Frau von der Leyen und ihre Sichtweise, dass sie der Ansicht ist, wer Waschmittel und Zahnpasta verkauft eignet sich im Zuge einer massenhaft zu erfolgenden Umschulung ebenso als pädagogische Fachkraft oder Altenpfleger. Ich hoffe immer noch, dass sie falsch zitiert wurde.

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