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Umschulungen: Schlecker-Frauen sollen sich um Kinder und Alte kümmern

dapdNach der Schlecker-Pleite sind Tausende Beschäftigte auf der Suche nach einem neuen Job. Den könnten sie laut Arbeitsministerin von der Leyen in Kitas und Altenheimen finden. Die Zahlen zu bereits entlassenen Mitarbeitern sind laut Arbeitsagentur wenig beruhigend.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837625,00.html
  1. #20

    .

    Zitat von weidchen Beitrag anzeigen
    Wenn es einem in seinen Beruf nicht gefällt bzw. wenn man es sich für sich selber entscheidet, eine Umschulung durchzuführen, finde ich es klasse, wenn ältere den Mut dazu aufbringen.
    Yep

    Zitat von weidchen Beitrag anzeigen
    Aber wenn es von der Politik vorgegeben wird, ist es für mich nicht in ordnung.
    Soweit mir bekannt war es ein Vorschlag, keine Vorgabe.

    Zitat von weidchen Beitrag anzeigen
    Es kann nicht sein, dass man dann beim arbeitsamt gesagt bekommt, Sorry,für sie ist im Einzelhandel nichts mehr frei,
    Wenn der Arbeitsmarkt aber nun einmal keine freien Stellen im Einzelhandel hergibt...?

    Zitat von weidchen Beitrag anzeigen
    Sie müssen eine Umschulung machen.
    Man kann ja auch ohne Umschulung versuchen einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Mit Umschulung wird es vielleicht einfacher.
    Aber man kann ja wohl nicht erwarten sein Leben lang immer im selben Beruf zu arbeiten. Wäre sicher schön aber die Realität gibt das nun einmal nicht her, also warum nicht etwas neues, anderes versuchen.

    Zitat von weidchen Beitrag anzeigen
    Nach 20 Jahren Einzelhandel ist es bestimmt nicht leicht, sich dann um ältere und Kinder zu kümmern, wenn man sich selber nicht dafür entschieden hat.
    Hat auch niemand behauptet dass es leicht wäre. Aber zu fordern ich will im Einzelhandel bleiben und etwas anderes mache ich nicht (so, oder so ähnlich kam Ihr Post bei mir an) ist auch keine Lösung.
  2. #21

    .............

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    Was ist an Fortbildung so schrecklich? Ich vermute übrigens, daß die "Schlecker-Frauen" ganz überwiegend wieder in vernünftige Arbeit kommen. Jeder AG weis, wer 10 Jahre Schlecker vorweisen kann ist zumindest fleißig.
    über diese Brücke gehe ich nicht so gerne, meine "Schlecker-Damen" waren 10 Jahre so unfreundlich und muffig, dass ich mit dem Zettel im Auto so lange herum gefahren bin bis ich zufällig bei einem Rossmann vorbei kam.
  3. #22

    Aktion: "Rote Karte für Anton Schlecker!"

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Die Schlecker-Frauen haben ihren Arbeitsplatz verloren, weil die Firma Schlecker Insolvenz anmelden musste ! Diese Insolvenz haben nicht die Schlecker-Frauen verursacht, sondern die Unternehmensstrategie und die Unternehmensführung von Anton Schlecker, denn er war alleinverantwortlich. Das ist einzig und allein der Grund für die jetzige Situation !
    Hauptschuld trägt natürlich Anton Schlecker selbst. Sein Unternehmenskonzept mit sehr vielen, sehr kleinen Filialen war hoch riskant. Nur, er selbst war offensichtlich überzeugt, dass es funktionieren kann. Denn er führte sein Unternehmen nicht wie sonst in dieser Größenordnung üblich als haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft sondern als Einzelunternehmen mit voller persönlicher Haftung - und hat durch diese Insolvenz an die 2 Milliarden Euro verloren.

    Es hätte der Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft im Interesse ihrer eigenen Arbeitsplätzen gut angestanden, wenn sie zumindest erkennbar bemüht gewesen wären, konstruktiv an einer Minimierung des Risikos mitzuwirken. Getan haben sie allerdings das genaue Gegenteil: Sie betätigten sich als zusätzlicher Sargnagel. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass die gutgläubige Belegschaft den unlauteren Heilsversprechen skrupelloser Gewerkschaftler erlegen ist, sie haben mit ihren eigenen Arbeitsplätzen gezockt - und verloren.
    Warum behauptet ein Herr Bsirske heute, Verdi hätte nie zum Boykott aufgerufen – wo doch Verdis „kauft nicht beim Schlecker“ aus allen Rohren im „Namen der Belegschaft“ noch wirklich jedem geläufig sein dürfte? Wenn diese Aktion richtig war, dann könnte man auch weiter dazu stehen können. Wenn sie falsch war, dann wäre eigentlich eine andere Erklärung fällig. Nein, Verdi versucht sich zur Schadensbegrenzung „irgendwie“ durchzumogeln. Sie haben nicht nur den „bösen Kapitalisten“ Schlecker sondern auch der Belegschaft schweren Schaden zugefügt und denken gar nicht dran, ihr Verhalten künftig zu ändern. Wer solche „Freunde“ hat, braucht keine Feinde mehr. Auch – oder besser gerade als Arbeitnehmer.
  4. #23

    Anerkennung

    Ich finde es schon bedenklich, solche Sachen zu äußern. Ich meine, als ob sie sich von Arbeitslosigkeit bedrohten Verkäufer nicht selbst Gedanken machen würden, was nach dem letzten Arbeitstag kommt.

    Verkäufer ist ein JOB, Erzieher zu sein, ein Beruf, wenn nicht eine Berufung.
    Die Anerkennung/ Wertschätzung für den Beruf des Erziehers scheintb bei Frau von der Leyen nicht sehr ausgeprägt zu sein. Warum auch, sie leistete sich eine Nanny.
  5. #24

    Zitat von abby_thur Beitrag anzeigen
    Verkäufer ist ein JOB, Erzieher zu sein, ein Beruf, wenn nicht eine Berufung.
    Die Anerkennung/ Wertschätzung für den Beruf des Erziehers scheintb bei Frau von der Leyen nicht sehr ausgeprägt zu sein. Warum auch, sie leistete sich eine Nanny.
    Wie kommen Sie zu diesem grotesken Urteil, den Beruf des Verkäufers so abzuwerten?
    Jeder Beruf hat seine unterschiedlichen Qualitäten und nur wer sich dazu "berufen" fühlt, wird den Job auch dauerhaft richtig gut ausfüllen können.

    Zu einem "nur ein Job" kann alles werden, wenn man selber nicht dahinter steht.
  6. #25

    Anmerkung

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie zu diesem grotesken Urteil, den Beruf des Verkäufers so abzuwerten?
    Jeder Beruf hat seine unterschiedlichen Qualitäten und nur wer sich dazu "berufen" fühlt, wird den Job auch dauerhaft richtig gut ausfüllen können.

    Zu einem "nur ein Job" kann alles werden, wenn man selber nicht dahinter steht.
    Es ist keine Abwertung (hab den Beruf selber erlernt), sondern eine Feststellung.
    Keiner wird wohl sagen, dass es eine Berufung ist, bei Lidl an der Kasse zu sitzen. Aber wohl, Kinder zu erziehen mit allem drum und dran.
  7. #26

    Teilweise falsch geschildert !

    Zitat von talvisota Beitrag anzeigen
    Hauptschuld trägt natürlich Anton Schlecker selbst. Sein Unternehmenskonzept mit sehr vielen, sehr kleinen Filialen war hoch riskant. Nur, er selbst war offensichtlich überzeugt, dass es funktionieren kann. Denn er führte sein Unternehmen nicht wie sonst in dieser Größenordnung üblich als haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft sondern als Einzelunternehmen mit voller persönlicher Haftung - und hat durch diese Insolvenz an die 2 Milliarden Euro verloren.

    Es hätte der Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft im Interesse ihrer eigenen Arbeitsplätzen gut angestanden, wenn sie zumindest erkennbar bemüht gewesen wären, konstruktiv an einer Minimierung des Risikos mitzuwirken. Getan haben sie allerdings das genaue Gegenteil: Sie betätigten sich als zusätzlicher Sargnagel. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass die gutgläubige Belegschaft den unlauteren Heilsversprechen skrupelloser Gewerkschaftler erlegen ist, sie haben mit ihren eigenen Arbeitsplätzen gezockt - und verloren.
    Warum behauptet ein Herr Bsirske heute, Verdi hätte nie zum Boykott aufgerufen – wo doch Verdis „kauft nicht beim Schlecker“ aus allen Rohren im „Namen der Belegschaft“ noch wirklich jedem geläufig sein dürfte? Wenn diese Aktion richtig war, dann könnte man auch weiter dazu stehen können. Wenn sie falsch war, dann wäre eigentlich eine andere Erklärung fällig. Nein, Verdi versucht sich zur Schadensbegrenzung „irgendwie“ durchzumogeln. Sie haben nicht nur den „bösen Kapitalisten“ Schlecker sondern auch der Belegschaft schweren Schaden zugefügt und denken gar nicht dran, ihr Verhalten künftig zu ändern. Wer solche „Freunde“ hat, braucht keine Feinde mehr. Auch – oder besser gerade als Arbeitnehmer.
    In Ihrem zweiten Absatz schreiben Sie: "Es hätte der Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft im Interesse ihrer eigenen Arbeitsplätzen gut angestanden, wenn sie zumindest erkennbar bemüht gewesen wären, konstruktiv an einer Minimierung des Risikos mitzuwirken. Getan haben sie allerdings das genaue Gegenteil: Sie betätigten sich als zusätzlicher Sargnagel." Das ist sachlich so nicht richtig ! Ver.di hat bei Schlecker einen sehr harten Kampf führen müssen, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, einen Betriebsrat zu gründen. Weiterhin hat ver.di einen harten Kampf gegen das Lohndumping führen müssen. Und ich bin der Meinung, dass es Aufgabe einer Gewerkschaft ist, für gerechte Löhne zu sorgen ! Erst im Zuge dieses Kampfes, ist es zu den Boykottaufrufen gekommen, die ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Dies alles ändert aber nichts an dem Fakt, dass Anton Schlecker, als e.K. = eingetragener Kaufmann, alleinverantwortlich für ALLE Belange der Fa. Schlecker gewesen ist. Nochmals: Er allein ist für die Insolvenz seines Unternehmes verantwortlich, nicht die Belegschaft, nicht die Betriebsräte und auch nicht die Gewerkschaft ver.di !
    In der Ausgabe der WELT ONLINE vom 2. 6. 2012 ist ein recht guter Artikel, den ich hier empfehlen möchte, da er einmal sachlich die ganze Misere darstellt:

    Unternehmenspleite: Das Schlecker-Aus, eine Niederlage für Ver.di - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
  8. #27

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    Was ist an Fortbildung so schrecklich? Ich vermute übrigens, daß die "Schlecker-Frauen" ganz überwiegend wieder in vernünftige Arbeit kommen. Jeder AG weis, wer 10 Jahre Schlecker vorweisen kann ist zumindest fleißig.
    jepp, das frage ich mich auch. wenn ich bei schlecker gearbeitet hätte (=ausgebeutet worden wäre) und jetzt auf der straße sitzen würde, dann wäre mir jegliche fortbildung willkommen. ich bin seit fast 20 jahren berufstätig und mache immer noch weiter- bzw. fortbildungen, sprach- und vertiefungskurse usw.; schlimm finde ich das nicht.
  9. #28

    Vor Wochen hieß es noch, vor allem bei FDP-Politikern, bei dm und Rossmann würden die Headhunter schon in den Startlöchern stehen, um sich um Schlecker-Verkäuferinnen zu raufen. Schließlich würden dort viele Verkäuferinnen gesucht.
    Inzwischen sind diese Traumtänzer der FDP wohl in der Realität angekommen und haben auch schon gemerkt, dass die Zahl der arbeitslosen Verkäufer höher ist als die der freien Stellen.
    Ich bin mal gespannt, wie viele Verkäuferinnen jetzt zu Erzieherinnen umgeschult werden können.
  10. #29

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    jepp, das frage ich mich auch. wenn ich bei schlecker gearbeitet hätte (=ausgebeutet worden wäre) und jetzt auf der straße sitzen würde, dann wäre mir jegliche fortbildung willkommen. ich bin seit fast 20 jahren berufstätig und mache immer noch weiter- bzw. fortbildungen, sprach- und vertiefungskurse usw.; schlimm finde ich das nicht.
    Die Frage ist doch, warum hat sich vor allem die FDP gegen eine Beschäftigungsgesellschaft gewehrt, die eine Rettung der Arbietsplätze bei Schlecker erleichtert hätte. Das Argument war, das dies zu teuer ist, die Verkäuferinne würden alle schnell einen Job im Einzelhandel finden. Und jetzt, nur kurze Zeit später, macht die Regierung genau dies: Umschulungen für viel Geld.
    Die Regierung ist doch nur noch ein Hühnerhaufen.








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