Forum


 

Umschuldung: Griechenland bangt um den goldenen Schnitt

AFPFür die Euro-Zone und Griechenland geht es heute ums Ganze: Bis zum Abend müssen Privatgläubiger über einen Schuldenschnitt für den faktisch bankrotten Staat entscheiden. Kurz vor Ablauf der Frist wachsen die Zweifel, ob das Manöver gelingt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...819939,00.html
  1. #90

    .

    Zitat von michael1960wupper Beitrag anzeigen
    ..nicht ins lächerliche zu ziehen mit geschichtlichen Vergleichen, die 2500 Jahre ausseinanderliegen. Tatsache ist, dass einige die im II. Weltkrieg waren noch leben, sooo lange ist das auch nicht her. Tatsache ist ebenfalls, dass wir heute in dem Nachkriegseuropa leben.....
    Ja, ja, vor Ihrer "Bildung" erzittert das ganze Forum. Und wie überaus praktisch, dass Ihre überlegene Bildung und Moral auch noch die heutigen Geldströme immer schön in die richtige Richtung lenken, nicht wahr?
    Aber klar, all die Menschen die von den Griechen auf den Schlachtfeldern niedergemetzelt oder versklavt wurden (ja ja, Sklaverei! ui, ui, ui...) haben sich vor Freude über Alexanders "Visionen" sicher kaum eingekriegt... und waren ausserdem selbst Schuld. Moral kann so einfach sein, nicht wahr?

    Ansonsten bleibe ich bei meinem Angebot: Entschädigungszahlungen von D an grieschische Kriegsopfer gerne, bei gleichzeitiger Einstellung aller sonstigen Zahlungen an Griechenland und Rücknahme aller bislang gegebenen Garantien. Leider haben Sie sich dazu nicht geäussert. Oder ist Moral dann doch nicht mehr gefragt, wenn's sich nicht rechnet?

    Sorry, aber packen Sie Ihre sogenannte "Moral" mal lieber wieder ein und gehen nach Hause. So wird das nichts. Und wenn Sie Geld haben wollen, dann sagen Sie doch einfach "Bitte" und "Danke", wie es sich für Menschen mit vernünftiger Kinderstube gehört und versuchen sich hier nicht mit einer scheinheiligen und heuchlerischen Schuldiskussion durchzuschnorren.
  2. #91

    Zitat von Max Beitrag anzeigen
    Im Vgl. zu der Tatsache, dass Deutschland im schlimmsten Fall , dank der Rettungspakete 732 Milliarden Euro zahlen muss, scheinen 400 Millionen Euro Verdienst nicht unbedingt viel, oder wollen Sie mir da wiedersprechen? Um es mal deutlich zu machen 0,4 Milliarden Verdienst auf der einen und 732 Milliarden Ausgaben auf der anderen Seite.
    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht dagegen die einzelnen Bestandteile des Pakets gut gegeneinander abgewogen. Den deutschen Anteil an den 130 Milliarden beziffert er mit rund 28 Prozent.

    Auf den deutschen Staat und seinen Geldgeber, die Steuerzahler, kommen keine direkten Kosten zu, wohl aber eine ganze Reihe indirekter Belastungen. Durch die Zinssenkung der Euro-Partner für Griechenland entgehen Deutschland Gewinne. Zudem dürfte die verstaatlichte HRE-Bad Bank FMS Wertmanagement zu Abschreibungen in Höhe von bis zu acht Milliarden Euro gezwungen sein. Auch der Verzicht auf Gewinne der Europäischen Zentralbank (EZB) bedeutet eine Einbuße im Haushalt und bei der Tilgung von Schulden seiner Sondervermögen. Die Gesamtsumme von 130 Milliarden Euro für Griechenland bleibt allerdings erhalten, daran ist Deutschland über den Euro-Rettungsfonds EFSF beteiligt. (msv.)
  3. #92

    Also gerne nochmal

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Ja, ja, vor Ihrer "Bildung" erzittert das ganze Forum. Und wie überaus praktisch, dass Ihre überlegene Bildung und Moral auch noch die heutigen Geldströme immer schön in die richtige Richtung lenken, nicht wahr?
    Aber klar, all die Menschen die von den Griechen auf den Schlachtfeldern niedergemetzelt oder versklavt wurden (ja ja, Sklaverei! ui, ui, ui...) haben sich vor Freude über Alexanders "Visionen" sicher kaum.....
    1) Sie schreiben gerade die antike Geschichte neu, das ist Ihnen klar, oder? Wollen Sie allen Ernstes sagen, dass die alten Griechen die Sklaverei erfunden haben? Eine humanistische Bildung ist schon mühsam, ich weiss.
    2) Ihr "Angebot"? Das können Sie gerne den Griechen unterbreiten und dann gleich ca. 300 Milliarden überweisen. Ich denke Sie werden sich mit Ihnen einigen..
    3) "Einpacken und nach Hause gehen"? Das ist die von Ihnen zitierte Kindestube? Sorry, das Kompliment geht postwendend an Sie zurück. Und ich will überhaupt nichts haben. Ich bin Deutscher Steuerzahler. Aber im Gegensatz zu Ihnen sehe ich die Rolle Deutschlands in Europa etwas anders. Das ist der Unterschied. Und mein Punkt ist ebenfalls, dass "der Grieche" nicht Danke zu sagen braucht, für etwas, dass er nicht bekommt, nämlich die sogenannte "Hilfe". Wir profitieren von diesen "Hilfen", weil GR uns brav die Zinsen für die Kredite überweist. Aber das wollen einige hier nicht wahrhaben.
  4. #93

    Hmmm....

    Zitat von michael1960wupper Beitrag anzeigen
    ..berichten Sie sehr geehrte Damen und Herren von der SPON Redaktion überhaupt nicht über die Tatsache, dass Deutschland bisher ca. 400 Millionen Euro an den "Hilfen" für Griechenland verdient hat? Wir reden hier von einem Netto-Gewinn aufgrund der Zinszahlungen seitens GR. Ist nur bei Reuters zu finden. Passt das nicht in Ihre Berichterstattung oder sind Sie nicht darüber informiert? Vielen Dank
    ... diesem "Gewinn" stehen die (unwiederbringlich verlorenen) Ausgaben für das erste Rettungspaket (20 Mrd, O-Ton Schäuble: GR braucht unser Geld gar nicht) und das zweite mit 130 Mrd und einem dritten... usw. gegenüber!
    Glauben Sie, dass die ersten 20 Mrd noch irgendwo auf einem Konto liegen? Die sind weg, genaus so wie es alle weiteren Milliarden sind und sein werden.
    Oder warum benötigt GR ein Milliardenpaket nach dem anderen? Weil es seine Schulden zurückbezahlt?

    Wenn Sie das für ein tolles Geschäftsmodell halten, dann leihen sie mir bitte so 500 000 Euro. Ich bezahle Ihnen jeden Monat Zinsen, die Sie dann als Gewinn verbuchen und sich freuen können. Sie haben ja an mir verdient.
    Tilgen kann ich leider nicht, aber das macht ja nichts, Sie werden mir bestimmt einen weiteren Kredit geben und an den weiteren Zinsen verdienen.
  5. #94

    So ist es nicht.

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    Offenbar wollen Sie aus persönlichen Gründen und Überzeugungen gewisse Tatsachen, die man einfach nicht mehr wegleungen kann, nicht akzeptieren.

    Ein Blick auf die .....
    Ja, ich bin der Überzeugung, dass Europa nur als eng integriertes Konstrukt in der heutigen Welt überleben kann. Unter der Führung Deutschlands. Und ohne zuviel Brüsseler Bürokratie. Aber mit gemeinsamen Institutionen. Mir ist völlig klar, dass die EU kein einheitlicher Währungsraum ist, das weiss jeder, der mal im 2. Semester VWL studiert hat. Und der Euro hat viele Fehlkonstruktionen. Es ist letztlich eine politische Entscheidung. Wollen wir als Europäer dies gemeinsam angehen oder nicht? Wenn nicht, dann bitte auch konsequent. Das ist alles, was ich sage.
  6. #95

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Allein 350 Milliarden an Schulden müssen abgeschrieben werden, dazu kommen die kummulativen EU-Förderungen seit der griechischen Mitgliedschaft, versteckte Zahlungen durch Traget 2 usw. Und diese Kosten werden vorrangig von Deutschland als größtem Nettozahler getragen werden müssen.

    Die Staaten, die nach dem Krieg für Jahrzehnte unter sowjetische Besastzung gefallen sind (insbesondere die baltischen Staaten, Polen, Tschechien, Slovakei und Ungarn) hätten eigentlich viel mehr Grund zum Jammern als das nach dem Krieg wesentlich vom Schicksal begünstigte, da freie Griechenland, aber diese Länder jammern nicht und suchen die Schuld woanders, sondern spucken in die eigenen Hände und bauen ihr Land auf. Diese Länder können Griechenland als Beispiel dienen, was auch hätte sein können. Und die Vereinfachung von Zusammenhängen ist der einzige Weg, eine überkomplexe Welt dem menschlichen Geist zugänglich zu machen.
    Im Zweiten Weltkrieg lehnte Griechenland unter dem Diktator General Metaxas ein italienisches Ultimatum zur Kapitulation ab. (Der Tag der Ablehnung, der 28. Oktober 1940, der so genannte „Nein-Tag“, wird heute als Nationalfeiertag begangen, da Metaxas ein Telegramm lediglich mit dem Wort Όχι, also Nein, an Italien gesendet haben soll.) Daraufhin wurde Griechenland von Italien angegriffen, konnte aber die zahlenmäßig überlegenen italienischen Truppen schlagen und bis weit hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Erst durch das militärische Eingreifen der Wehrmacht im April–Mai 1941 über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. Italien, Deutschland und Bulgarien errichteten ein hartes Besatzungsregime. So wurde durch die erzwungene Ausfuhr fast der gesamten griechischen Produktion noch eine positive Handelsbilanz zum Deutschen Reich in Höhe von 71 Mio. Reichsmark festgestellt, die dann mit extremen Besatzungskosten (auf Wunsch von Hitler in „Aufbaukosten“ umbenannt) verrechnet wurden. Griechenland hatte von allen besetzten Ländern pro Kopf die höchsten Besatzungskosten zu zahlen. Um von der Bevölkerung mehr Sachwerte abzuziehen, wurde der Banknotenumlauf gesteigert. Der wirtschaftliche Zusammenbruch war abzusehen und wurde in Kauf genommen. Besonders die fehlenden Lebensmittel führten zu einer Hungerkatastrophe und einer Säuglingssterblichkeit von 80 %. Von 300 im Oktober 1944 in Athen untersuchten Kindern waren 290 an Tuberkulose erkrankt.[34] Nach „Erbeutung“ nahezu sämtlicher Produktionsmittel wie Maschinen, Fahrzeuge etc. wurden mehrheitlich Rohstoffe und landwirtschaftliche Erzeugnisse nach Deutschland gebracht. Das Deutsche Reich hatte sich vertraglich die wirtschaftliche Ausbeutung aller Besatzungszonen gesichert.
  7. #96

    Die Milliarden sind

    Zitat von roland56 Beitrag anzeigen
    ... diesem "Gewinn" stehen die (unwiederbringlich verlorenen) Ausgaben für das erste Rettungspaket (20 Mrd, O-Ton Schäuble: GR braucht unser Geld gar nicht) und das zweite mit 130 Mrd und einem dritten... usw. gegenüber!
    Glauben Sie, dass die ersten 20 Mrd noch irgendwo auf einem Konto liegen? Die sind weg, genaus so wie es alle weiteren Milliarden sind und sein werden.
    Oder warum benötigt GR ein Milliardenpaket nach dem anderen? Weil es seine Schulden zurückbezahlt?

    Wenn Sie das für ein tolles Geschäftsmodell halten, dann leihen sie mir bitte so 500 000 Euro. Ich bezahle Ihnen jeden Monat Zinsen, die Sie dann als Gewinn verbuchen und sich freuen können. Sie haben ja an mir verdient.
    Tilgen kann ich leider nicht, aber das macht ja nichts, Sie werden mir bestimmt einen weiteren Kredit geben und an den weiteren Zinsen verdienen.
    Die Milliarden sind weg, weil GR unter anderem fleissig Ruestungsgueter der Euro-Laender kauft, und sein 100.000 Mann Soldatenheer unterhaelt! Und das bei einer Einwohnerzahl von 11,5 Millionen. Zum Vergleich: Deutschland unterhaelt ein Heer von 200.000 Mann.
  8. #97

    Da gebe ich...

    Zitat von michael1960wupper Beitrag anzeigen
    Leider ist es so. Jeder ist sich selber der nächste. Das ist für mich eine sehr egoistische Verhaltensweise und ich hoffe wirklich für die, die so denken, dass sie nie die Hilfe eines Mitmenschen nötig haben werden.
    ... Ihnen ja grundsätzlich Recht. Aber wenn andere Länder wirklich in Not geraten sind, dann spenden die Deutschen wohl immer noch am meisten.

    Mit GR sehe ich das anders. Die Arbeitnehmer in DE habe in den lezten 10 Jahren Reallohneinbußen hinnehmen müssen. Die GR hatten zum Teil 2-stellige Zuwachsraten.
    Die Abermilliarden aus den EU-Strukturfonds wurden auch schlicht versenkt. Aus der Sicht ist GR eines der egoistischsten Länder der EU. Geld, ohne Rücksicht auf die Rückzahlung" nehmen und verballern. Dazu noch eine Steuerhinterziehungsmentalität die ihres gleichen sucht. Weshalb sollte "die EU" auch nur einen müden Cent nach GR verschieben, solange dort nicht die eigenen Leute zur Finanzierung herangezogen werden?
  9. #98

    Wow

    Zitat von michael1960wupper Beitrag anzeigen
    Aber es ist unmöglich die Bildung von Jahren in ein paar Kommentare zu packen. Lesen hilft.
    sind Sie gebildet.
    Und promoviert haben Sie auch.
    Statt hier mit Ihrem 7.Klasse Geschichtsunterricht zu prahlen, sollten Sie lieber auf die Frage eingehen.
    Sie labern.
  10. #99

    Sie sagen es ja selbst!

    Zitat von michael1960wupper Beitrag anzeigen
    Ja, ich bin der Überzeugung, dass Europa nur als eng integriertes Konstrukt in der heutigen Welt überleben kann. Unter der Führung Deutschlands. Und ohne zuviel Brüsseler Bürokratie. Aber mit gemeinsamen Institutionen. Mir ist völlig klar, dass die EU kein einheitlicher Währungsraum ist, das weiss jeder, der mal im 2. Semester VWL studiert hat. Und der Euro hat viele Fehlkonstruktionen. Es ist letztlich eine politische Entscheidung. Wollen wir als Europäer dies gemeinsam angehen oder nicht? Wenn nicht, dann bitte auch konsequent. Das ist alles, was ich sage.
    Der Euro ist ein politisches Projekt, was an den ökonomischen Realitäten und Möglichkeiten gemessen werden muss. Und diese sind nun einmal entscheidend. Eine zweite "Wiedervereinigung" im ökonomischen und finanztechnischen Maßstab wird wohl an den finanziellen Möglichkeiten und den finanziellen Dimensionen scheitern.

    Die letzten Jahre des Euro - Bruno Bandulet | Buch | buecher.de | portofrei | ISBN 3942016354 | neu + gebraucht


TOP



TOP