Die Bahn – und die Bundespolitik – will sparen um noch mehr Beteiligungen im Ausland kaufen zu können.
Pfui DB!
Mitarbeiter der Deutschen Bahn sind empört: Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" plant die DB Regio, neue Strecken mit eigenen Zügen, aber fremdem Personal zu befahren - die Löhne der Lokführer und Zugbegleiter von Subunternehmen liegen 30 Prozent unter dem Tariflohn.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...697107,00.html
Die Bahn – und die Bundespolitik – will sparen um noch mehr Beteiligungen im Ausland kaufen zu können.
Pfui DB!
Da kann der Fahrgast dann wenigsten mit ruhigem gewissen Schwarzfahren!
Ich finde die geplante Aktion auch nicht gut.
Aber halten wir uns mal an die Fakten:
Es geht um eine Ausschreibung von Nahverkehrsstrecken durch das Land McPomm.
Bei dieser Ausschreibung können sich Unternehmen darum bewerben, Nahverkehrszüge auf bestimmten Strecken zu fahren, das günstigste Angebot gewinnt.
Vorgegeben werden bei solchen Ausschreibungen in der Regel:
- der zu fahrende Fahrplan
- die einzusetzenden Fahrzeuge (zumindest die Kategorie, teilweise werden wie in Niedersachsen die Fahrzeuge auch gestellt)
- die in den Fahrzeugen einzusetzenden Zugbegleiter
Der Fahrpreis ist auch meist durch den Verkehrsverbund vorgegeben.
Preisfrage: Auf welchem Gebiet hat der Bewerber jetzt noch Spielraum, seinen Angebotspreis möglichst niedrig zu halten?
Richtig: Personalkosten und Wartungskosten, außerdem noch durch eine möglichst geringe Anzahl von Fahrzeugen, sprich fehlende Reserven.
Nächste Preisfrage: Wie ist wohl das Gehaltsniveau der "Privatbahnen" (in vielen Fällen übrigens börsennotierte Aktiengesellschaften wie veolia oder eben Arriva) im Vergleich zur DB, wenn diese Privatbahnen der DB in den letzten Jahren viele Strecken bei Ausschreibungen wegnehmen konnten?
Ist ja nicht Neues das der Bund (in diesem Fall als Eigentümer der DB AG) der Unter- bzw. Schlechterbezahlung Vorschub leistet. Siehe Bezahlung der Reinigungskräfte in Berliner Regierungsgebäuden.
Richtig, auch wenn das von den Verkündungs- und Regierungsjournalisten verschwiegen wird, aber im Koalitionsvertrag von Schwarz/Geld steht ja eindeutig, daß der weitere Ausbau des Billiglohnsektors vorangetrieben werden soll.
Wen juckt in Berlin schon die Binnenkonjunktur, solange unsere Organisierten Kapitalverbrecher genug Spielgeld haben, um die Weltwirtschaft endgültig in den Ruin zu treiben.
Zitat:
"Bahn-Manager Weber hält dagegen, es handele sich um eine "Notwehrsituation" und rechtfertigt das Vorgehen: Die Deutsche Bahn stehe vor dem Dilemma, entweder mit niedrigen Löhnen um Ausschreibungen zu kämpfen oder auf Aufträge zu verzichten - was wiederum den Verlust von Arbeitsplätzen zur Folge hätte."
Sorry, Herr Weber, aber welche Arbeitsplätze sollen denn da verloren gehen? Die Strecken werden ja auch dann bedient, wenn Ihr Lohndrücker-Unternehmen die Ausschreibungen verliert.
Sie scheinen zu glauben, dass die Deutsche Bahn Ausschreibungen nur noch durch Lohndrückerei gewinnen kann. Wie wär's denn mal, wenn Sie wie ein echter Manager den Wettbewerb nicht auf Kosten Ihrer Mitarbeiter führen, sondern durch bessere Logistik und klügere Managemententscheidungen? Dazu reicht's nicht, und dann müssen Sie Ihre Lohndrückerei auch noch mit der dreisten Lüge des Schutzes der Arbeitsplätze verteidigen! Pfui!
Da empfehle ich Ihnen: machen Sie Ihren Laden dicht, denn von A nach B kann ich als Kunde auch ohne die Deutsche Bahn kommen, Sie aber können ohne Personal keine Züge von A nach B fahren lassen.
Da wolleb sich der Grube und die anderen Manager noch ihre "Erfolgsprämien" erhöhen. Asozial ohne Ende!!