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Umgang mit Rassismus: Nazis müssen in den Streichelzoo
Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...829656,00.html
- #1 28.04.2012 12:50 von
Es gibt heutzutage mehrere Varianten davon: die Politisch-korrekte-keule, die Gutmenschen-Keule, die Rot-Grüne-Keule, die Antisemitismus-Keule, die Dialog-Keule...
Sehr lustig der Eintrag "Nazikeule" in Stupipedia. Der Antrag "Gutmenschenkeule" wird gerade bearbeitet. - #2 28.04.2012 12:53 von
Also Frau Berg sagt also: seid nett zu Nazis? Sind ja nur alles kleine Kinder... Oh, bloss keine Angst vorm Skinhead.. "der will doch bloss spielen..." Gutmenschentum 2.0 oder bloss wieder mal eine sinnlose Kolumne um wieder eine Woche lang auswaerts essen gehen zu koennen?
- #3 28.04.2012 13:00 von
Bundeskanzler Helmut Kohl, CDU, 1983:
"Die Zahl der Ausländer in Deutschland muß halbiert werden". Die Welt, 17.3.1983
Bundespräsident von Weizsäcker, CDU, vor seiner Wahl zum Regierenden Bürgermeister von Berlin: "Die Zahl der Türken in Berlin muß kleiner werden" CDU EXTRA, 3/1980
Zitat Artikel:
´´Und dann dreht er durch, der Mensch, in der Panik, seine Kultur zu verlieren und die Wurzeln. Und schon brennen Asylantenheime. Unterlassen wir abgenutzte Nazivergleiche, dieses ermüdende Wehret-den-Anfängen-Gelaber. Das macht den Ausländerfeind, den Hasser der Moderne, nur trotzig und bestätigt ihn. Verstehen wir den Fundamentalisten, streicheln wir den Nationalisten, es ist nur einer, der Angst hat und um Hilfe ruft. ´´
Ach, wirklich? - #4 28.04.2012 13:09 von Seppedoni
Na klar, was dem Politiker sein "alternativlos", ist dem Stammtischpolitiker seine "XYZ-Keule":
Ich darf den größten Mist verzapfen, aber niemand darf mich dafür kritisieren. Wozu brauchen wir einen demokratischen Meinungsstreit?
Ganz schön praktisch, jede Kritik mit solchen Floskeln abzublocken. Das nennt man auch "Totschlagargument" (also doch wieder: Keule). - #5 28.04.2012 13:22 von
wie kommt die autorin darauf das jeder mensch der der ideologie des multikulturalismus kritisch oder ablehnent gegenübersteht, ein nazi sei?
wo bleibt da das vielbeschworenen
differenzierungsvermögen?
wo bleibt da das von vielen erwartete differenzierungsvermög - #6 28.04.2012 13:30 von
Sich als Opfer darzustellen, war schon immer ein wirksamer Trick in Diskussionen. Denn dem Opfer werden - da können noch soviele Leute auf das hierzulande angeblich so verbreitete Täterverständnis schimpfen - nun einmal mehr Rechte eingeräumt. Das arme Opfer kann sich da auch schnell zu moralisch fragwürdigem Verhalten versteigen, man muss es doch verstehen, das Opfer.
Und so sind jene Islam-, Juden-, Türken-, Russen- und XY-Hasser in ihrer eigenen Darstellung natürlich zuallererst einmal Opfer. Opfer der Islamisierung, der zionistischen Weltverschwörung, der Überfremdung, der Globalisierung, der Bilderberger oder der Hochfinanz. Der Hinweis auf die Nazikeule und ihre Verwandten dient daher auch der eigenen Legitimierung: Seht, schon wieder werde ich gekeult. Helft mir doch, dem armen Opfer, das sich nicht selbst wehren kann außer Hasstiraden in Richtung der "Verbrecher" abzusondern.
Was also gegen diesen psychologischen Trick tun? Man geht mit den Nazis in den Streichelzoo; dort hat man den Vorteil, dass diese Leute nicht mehr wirklich ernstgenommen werden. Armes Puttputt, ich kann ja Deinen Zorn verstehen, aber der kommt doch nur aus Deiner eigenen Vergangenheit. Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe, um es mit dem medizinischen Fachpersonal (Ärzte) zu sagen.
In Norwegen wird gerade gerichtlich darüber befunden, ob Breivik unzurechnungsfähig ist. Man könnte ihm nichts Schlimmeres antun. - #7 28.04.2012 13:37 von Seppedoni
Merkmale
[QUOTE=Mr.Threepwood;10098216]wie kommt die autorin darauf das jeder mensch der der ideologie des multikulturalismus kritisch oder ablehnent gegenübersteht, ein nazi sei?
Wenn etwas einen Rahmen, zwei Räder, Pedale, einen Lenker und einen Sattel hat, darf man es auch "Fahrrad" nennen. - #8 28.04.2012 13:42 von
Wo bleibt denn Ihr Differenzierungsvermögen ?
´´Multikulturell´´ ist keine Ideologie sondern eine abgedroschene politische Wortphrase.
Es ist mir in Deutscheschland auch noch keiner begegnet der gezwungen wurde eine andere Kultur zu leben, jedenfalls keiner von den Ureinwohnern. Exclusive aller Arten von Religions und Glaubenszugehörigen versteht sich.
"Es soll hier nur gesagt sein, daß man damals, und auch lange schon vor 1933 recht genau wußte, was gut und bös, wer rechtgläubig oder gottlos, wer Freund oder Feind (Erbfeind) ist. Ein so fixes Einteilen von Menschen und Nationen mußte notwendig zur Katastrophe führen, ob unter Hitler, Müller oder Meier."
Josef Garnweidner "Zeugnis eines ehemaligen Soldaten" - #9 28.04.2012 14:03 von
Werte Frau Berg,
Ihrer Diagnose kann ich nur zustimmen: Die Angst geht wieder um in Europa. Die Therapie mit „Gelassenheit“ muss aber wohl fehlschlagen.
Ängste sind angeboren und gute Lebensretter. Selbst kleine Kinder fürchten bereits Fremde, weil nur die Familie gute Überlebenschancen bietet.
Haben Sie Kinder? Ich bin zwar in dem Alter, in dem man sich zurücklehnen könnte nach dem Motto: nach mir die Sintflut. Wegen meiner Kinder lässt mich das alles aber nicht kalt.
Sollten sie nicht ein ähnlich gutes Leben führen dürfen wie ich es hatte? Ohne Angst vor Krieg, Inflation und religiösen Eiferern? Das alles ist ja alles unbestreitbar in Europa wieder angekommen. Mir fehlt da die Gelassenheit.
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