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Umgang mit Rassismus: Nazis müssen in den Streichelzoo

Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...829656,00.html
  1. #60

    Zusammenleben

    Zitat von Ha.Maulwurf Beitrag anzeigen
    Sie können ja nicht mal das Zusammenleben der "Urdeutschen" verträglich organisieren. Jeder, der nicht Ihrer Meinung ist, ist dumm, trotzig und wird gar nicht erst ernst genommen. Das nennen Sie verträglich?!

    Nein, Sie tun genau das, was Sarrazin, Broder & Co. auch machen. Nur machen Sie es eben mit einer anderen Bevölkerungsgruppe.

    Globalisierung & Co. sind kein Naturgesetz und es ist genau diese propagandistische Umdeutung, die zu Hilflosigkeit und bei vielen eben auch zu Aggression, Rassismus und Hass führt.

    Sie wollen etwas verträglich organisieren und geben stattdessen -hehre Absichten oder nicht - den ideologischen Führern noch Argumente in die Hand: "Seht her, die nehmen uns gar nicht erst ernst."
    Zu der Notwendigkeit, das gesellschaftliche Zusammenleben verträglich zu organisieren, gehört es natürlich auch, Ängste der Mehrheit ernstzunehmen. Aber dazu gehört eben auch die Ehrlichkeit zu sagen, dass die Globalisierung nicht rückgängig zu machen ist. Wie wollten Sie das denn praktisch umsetzen? Das Internet abschaffen? In Deutschland den Klimawandel aufhalten? Von deutschen Rohstoffen leben (Autarkie)?
  2. #61

    sind Kinder aus nationalsozialistischen Familien geliebt worden, oder wurden sie sehr prominent einfach mit in den Tod genommen?
    Die heutigen Neonazis (darf man das hier überhaupt schreiben?) haben unbestreitbar schwere psychische Probleme, ein Vergleich mit Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof erübrigt sich, denn die beiden hatten wenigstens guten Sex, soweit das damals möglich war, aber das darf hier vermutlich auch nicht geschrieben werden.
    Berg hat dieses Nichtankommenkönnen auf den Punkt gebracht, mit feinster Sprache.
  3. #62

    Krieg der "Eliten"

    Der Gedanke, der sich hinter dem (abgegriffenen) Slogan "Wehret den Anfängen" verbirgt, hat schon seinen Sinn. Er ist nach wie vor hochaktuell, wenn man diesen Spruch nicht einfach nur als Ritual, als politisch korrekte Phrase gegen die Wiederholung des Naziterrors anwendet. Überall da, wo die Ausnahme zur Regel wird, um Repressionen durchzusetzen, die ansonsten nicht mehrheitsfähig wären. So wie die gegenwärtige Phase, in der unentwegt versucht wird (bislang als unverhandelbar geltende) demokratische Grundprinzipien/demokratische Strukturen (weg) zu relativieren.

    Durchgesetzt wird das immer unter dem Druck angeblicher Sachzwänge, die sich gewohnheitsmässig aus dem Dauerausnahmezustand EU/Euro herleiten. Was letztlich nur in der vielbeschworenen Aushöhlung (passiert gerade) und schliesslich in der kompletten Beseitigung des demokratischen Systems münden kann. Zurück bleibt ein scheinwahrendes leeres Gehäuse des "demokratischen" Systems.

    Man kann den Anspruch hinter "Wehret den Anfängen" sicher anders formulieren, um ihm das Phrasen-haft abgenutzte, mahnend ritualisierte zu nehmen. Hochaktuell bleibt der Spruch trotzdem, wenn man ihn als Warnung gegen das Heraufziehen eines zunehmend repressiven und schliesslich eines totalitären Systems bezieht. Wie dies auch immer ideologisch begründet wird. Wie die Gegenwart erahnen lässt, kann es auch ohne ultrarechte oder ultralinke Ideologien in Richtung totalitäres System gehen.
    Übertreibung? Mit Sicherheit nein!

    Das Argumentieren der heftigsten EU-Befürworter mit Kriegsdrohkulissen im Fall eines Scheiterns des jetzigen EU-Konzepts, soll mit simplen Drohszenarien die mit EU verbundene Weg-Relativierung demokratischer Grundprinzipien rechtfertigen. EU-Befürworter extremer Ausprägung unterschlagen/verschleiern bei ihren instrumentalisierenden Drohszenarien, dass die wahre Gefahr statt die eines Krieges in Europa beim Zerbrechen der EU tatsächlich die eines heraufziehenden autoritären Systems ist. An dem einige dieser Verfechter SELBST planen und arbeiten. In Wahrheit ist genau dieser Umstand (mit dem Ziel der Umverteilung) der eigentliche "Krieg", der hier droht. Der Krieg der "Eliten".
  4. #63

    QUOTE=sysop;10098019]Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.

    Umgang mit Rassismus: Nazis müssen in den Streichelzoo - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE]

    Kann mir mal jemand erklaeren warum man den Islam nicht hassen darf?
    schon die Katholiken und die Puritaner nicht ausstehen. Warum muss ich den Islam gut finden?
  5. #64

    Vernunft

    Zitat von caledonian2010 Beitrag anzeigen
    Überall da, wo die Ausnahme zur Regel wird, um Repressionen durchzusetzen, die ansonsten nicht mehrheitsfähig wären. So wie die gegenwärtige Phase, in der unentwegt versucht wird (bislang als unverhandelbar geltende) demokratische Grundprinzipien/demokratische Strukturen (weg) zu relativieren.

    Durchgesetzt wird das immer unter dem Druck angeblicher Sachzwänge, die sich gewohnheitsmässig aus dem Dauerausnahmezustand EU/Euro herleiten. Was letztlich nur in der vielbeschworenen Aushöhlung (passiert gerade) und schliesslich in der kompletten Beseitigung des demokratischen Systems münden kann. Zurück bleibt ein scheinwahrendes leeres Gehäuse des "demokratischen" Systems.
    Solang wir uns nicht selbst steuern können, müssen wir Steuern bezahlen dafür dass wir gesteuert werden. Damit ist irgendwo alles gesagt, weil die von denen wir gesteuert werden sich nicht als unsere Dienstleister sehen und wir diejenigen, denen wir Steuern bezahlen nicht als unsere faschistische Obrigkeit erkennen. Man kann das alles irgendwie nur mit Massenhypnose erklären, da können Sie rufen und schreien so viel Sie wollen. ;-)
  6. #65

    Der süße Zoo und die Hoffnung.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.

    Kolumne: Sibylle Berg - SPIEGEL ONLINE
    Und welche Tiere sollten diesen “süßen“ Zoo bevölkern ??
    Kampfhunde-WELPEN vielleicht ?!

    Damit wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und zwar folgendermaßen:
    Die süßen Welpen wären damit zu keiner Beißmaschine gedrillt und die nicht so süßen Rassisten -jeder Couleur- wurden durch das Streicheln zu besseren Menschen.
    Ist das, was Sie meinen, Frau Sibylle ?
  7. #66

    Was nutzt die Erkenntnis, wenn sie zu keinerlei Veränderung führt ....

    Zitat von Schizo-Gen Beitrag anzeigen
    Solang wir uns nicht selbst steuern können, müssen wir Steuern bezahlen dafür dass wir gesteuert werden. Damit ist irgendwo alles gesagt, weil die von denen wir gesteuert werden sich nicht als unsere Dienstleister sehen und wir diejenigen, denen wir Steuern bezahlen nicht als unsere faschistische Obrigkeit erkennen. Man kann das alles irgendwie nur mit Massenhypnose erklären, da können Sie rufen und schreien so viel Sie wollen. ;-)
    Sie scheinen sehr schicksalsergeben zu sein. Man sollte sich nicht nur als fergesteurtes Rädchen im Getriebe sehen und hier und da ein bisschen meckern und ansonsten resigniert den Kopf in den Sand stecken. Ich verlink Sie mal hierher, dieser Version möchte ich mich anschliessen. Passt als Ergänzung sehr gut dazu.
    Zitat von mtsnoop Beitrag anzeigen
    Dinge werden nicht immer einfach gut! Wenn etwas schief läuft, dann handeln sie - angemessen und bedacht! Was nutzt die Erkenntnis, wenn sie zu keinerlei Veränderung führt? Und Veränderung bedarf Handlung und sei es nur, dass ich andere anrege kritisch über ein Thema nachzudenken.

    Und mal allgemein hier: Natürlich kann man nicht auf jedes Unrecht und jede Grauen Einfluss beziehungsweise Verantwortung übernehmen, aber daraus resultierend den Kopf in den Sand zu stecken kann doch kein ernsthafter Ansatz sein. Versuchen sie es von ihrem engsten Einflussbereich nach außen hin mit abnehmender Verantwortung zu sehen. Das klingt vielleicht im ersten Moment hart, aber nur so lassen sich Bereiche abstecken in denen man auch Verantwortung übernehmen kann.


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