Was soll eigentlich immer wieder dieser Schwachsinn, sich über immer wiederkehrende Kolumnen aufzuregen, die die/derjenige jedesmal liest, um dann zu behaupten, sie seien nicht lesenswert und man habe das schon immer so gesehen.
Ich lese beispielsweise keine Kolumnen mehr von Dietz, oder Postings zu Berichten über Wilders, weil ich beide, den Dietz und die Wilders zustimmenden Foristen, für bescheuert halte.
Ich muss zugeben, dass ich mich manchmal nicht an meine eigenen Maximen halte, beispielsweise bei der Grass-Diskussion, als ich sämtliche sich dazu äußernden Spiegel-"Journalisten" für bescheuert hielt (obwohl sie ja gar nichts dafür konnten, denn wären sie von der vorgeschriebenen Verlags-Meinung abgewichen, wären sie wahrscheinlich ihren Job los gewesen - ähnlich der unangenehmen Situation der Bundestagsabgeordneten der CDUCSUSPDFDPGrünen, denen, würden sie sich nicht an den Fraktionszwang halten, das gleiche drohen würde) und die Mehrzahl der Foristen für vernünftig, mich aber trotzdem über die missbrauchten armen Redakteure aufregte (diese sind eben ähnlich zu sehen wie Frau Berg die armen Nazis sieht).
Ähnlich sieht es zu meiner Schande gesagt mit mir auch bei der Timotschenko-Diskussion aus: Nachdem die Redaktion zunächst eine gemäßigte Anti-Timotschenko und Pro-Janukowitsch-Linie (und EM sowieso, versteht sich ja von selber) gefahren ist, die von Anti-Timotschenko-Foristen unterstützt werden sollte, ist das dummerweise außer Kontrolle geraten, weil diese Foristen zusammen mit Ihnen gewogenen sogenannten Mediatoren die Kontrolle über Teile von SPON und dessen Foren übernommen haben (die redaktioninternen Kämpfe sind daran zu erkennen, dass es zu strittigen Themen aufgrund von Lagerkämpfen derzeit gar keine Foren mehr gibt). Ich habe mich unprofessioneller Weise darüber aufgeregt, wo ich doch genau hätte wissen müssen, dass meine Postings eh nie ankommen werden, ich Dummerle.
Also, werter Forist (auch wenn Sie höchstwahrscheinlich im Allgemeinen eine meiner Meinung diametral entgegenstehende Meinung vertreten), keep it cool - das hat Leonhard Bernstein in der Westside-Story schon vor über 50 Jahren von ziemlich einfach gestrickten New Yorker Prekariats-Angehörigen singen lassen. Recht hatte er!
Das einzige Problem, was mich in der Zwischenzeit erreicht hat, ist, dass ich nicht mehr weiß, was ich außer Augsteins Kolumne bei SPON noch lesen soll, nachdem nach Kultur und Politik nun auch der Sport in die Hände der Rechten gefallen ist. Netzwelt verbietet sich, weil es fachlich gesehen schlechter als Computer-Bild ist (was für sich gesehen natürlich schon eine Leistung ist), für Schule / Uni und Karriere bin ich zu alt, eines Tages habe ich aufgrund dessen selber großteils miterlebt, an Stelle von SPAM empfielt sich die Seite von Titanic, und auch der Rest ist Firlefanz, bei dem man nicht einmal an der frischen Luft ist, den man aber überall wo anders besser lesen könnte.
So bleibt denn die Macht der Gewohnheit, wenn man gerade mal nichts zu tun hat.
Fleurs

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