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Umgang mit Rassismus: Nazis müssen in den Streichelzoo

Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...829656,00.html
  1. #10

    ...

    Zitat von salamist Beitrag anzeigen
    Bundeskanzler Helmut Kohl, CDU, 1983:
    "Die Zahl der Ausländer in Deutschland muß halbiert werden". Die Welt, 17.3.1983
    Bundespräsident von Weizsäcker, CDU, vor seiner Wahl zum Regierenden Bürgermeister von Berlin: "Die Zahl der Türken in Berlin muß kleiner werden" CDU EXTRA, 3/1980


    Zitat Artikel:
    ´´Und dann dreht er durch, der Mensch, in der Panik, seine Kultur zu verlieren und die Wurzeln. Und schon brennen Asylantenheime. Unterlassen wir abgenutzte Nazivergleiche, dieses ermüdende Wehret-den-Anfängen-Gelaber. Das macht den Ausländerfeind, den Hasser der Moderne, nur trotzig und bestätigt ihn. Verstehen wir den Fundamentalisten, streicheln wir den Nationalisten, es ist nur einer, der Angst hat und um Hilfe ruft. ´´

    Ach, wirklich?
    Natürlich haben Sie nur vergessen zu erwähnen, dass eben jene Gegenden soziale Brennpunkte sind, mit überdurchschnittlich hoher Gewaltbereitschaft unter den Jugendlichen, hoher Kriminalität, exorbitant hohem Anteil an Antisemitismus, mit hoher Arbeitslosigkeit und niedrigem Bildungsgrad und vielen Menschen, die noch nie inihrem Lebeneinen festen Job hatten und von Anfang an von der Sozialhilfe gelebt haben. Berlin hängt noch heute am siechenden Tropf der Republik, weil es nicht möglich ist, Ihre Lieblinge dazu zu bewegen, ihren Quali nachzuholen und eine Lehre anzufängen, wo arbeiten doch total uncool ist, sollen lieber die "Scheissdeutschen" machen. Was schlagen Sie vor, wie man dieses Problem lösen könnte? Die Deutschen könnten ja vielleicht etwas mehr arbeiten, wie sollen sich die Menschen sonst von dem bisschen Stütze ihren nächsten Schuss leisten? Das ist ja wirklich total unsozial, wie kann man auch nur so rücksichtlos sein ^^ Wenn man den Statistiken trauen darf, würde es übrigens in genau diesen Vierteln ganz anders aussehen, wenn dort (nachdem die Deutsche Frau ja schon mit anderen, viel wichtigern Dingen völlig ausgelastet ist, z.B. mit shoppen und deswegen keine Zeit für eine eigene Familie hat) z.B. Chinesen oder Japaner leben würden: Um anderen auf der Tasche zu liegen, sind die meisten Asiaten nämlich schlichtweg zu stolz- und wie man zur Zeit auch wieder am Beispiel China sieht- oft auch einfach zu gut ausgebildet.
  2. #11

    Sie machen es sich sehr einfach Frau

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.

    Umgang mit Rassismus: Nazis müssen in den Streichelzoo - SPIEGEL ONLINE
    Angst?
    Ja habe ich. Geb ich sogar zu.
    Geht man aufmerksam durch manchen Ballungsraum, manche Großstadt, dann kommt man sich mittlerweile fremd im eigenem Lande vor.
    Das es so kam war keine unabwendbare geschichtliche Umwälzung die schon immer ganze Völker einfach hinfortwischten, sondern es war und IST Teil einer bewußten politischen Entscheidung die in ihrer Tragweite kaum Absehbar sein dürfte und welche den Völkern Europas den Strick drehen könnte und vieleicht, nur ganz vieleicht, genau DAS auch soll.
    Ein gewisses Quentchen Multikulti ist ja ganz nett, so man sich die RICHTIGEN Menschen dafür holt die dann sogar das Salz in der Volkssuppe bilden können.
    Aber man hat der falschen viel zu viele ins Land gelassen, man hat auf jeden Mahner eingeschlagen, jeden Versuch es abzuwenden im Bundesrat blockiert.
    Irgendwann erreicht das Zuviel dann ein Niveau das einfach nur bedrohlich ist und nicht nur Nazis und rechten Kleinbürgern Angst macht.
    DIE allerdings sind dann des Eisbergs sicht- und hörbare Spitze, denn einfache Leut' nehmen kein Blatt vor den Mund.
    Der Grünenwähler z.B. spricht SO etwas nicht aus. Der geht schon beim Gedanken in die Schämecke und macht sein Kreuzlein brav bei einer der Verursacherparteien - ANGST hat er aber trotzdem.
    Und auch noch die gleiche wie der Nazi.
  3. #12

    @salamist

    der mulltikulturalismus ist sehr wohl ideologie, siehe dazu zb. murray(amer. soziologe) da er das gegenbild bzw die auflösung des totalitären staates bilden soll, zumindest in der theorie.

    und gerade weil in d religiösität und ein stabiles wertesystem ständig abnehmen sucht der mensch orientierung und da bilden ökologismus sowie mulitikulturalismus viele kompensationsmöglichkeiten.
  4. #13

    Jepp!

    Zitat von greeklady Beitrag anzeigen
    Es gibt heutzutage mehrere Varianten davon: die Politisch-korrekte-keule, die Gutmenschen-Keule, die Rot-Grüne-Keule, die Antisemitismus-Keule, die Dialog-Keule...

    Sehr lustig der Eintrag "Nazikeule" in Stupipedia. Der Antrag "Gutmenschenkeule" wird gerade bearbeitet.
    Den inflationären Gebrauch des Wortes "Gutmensch" oder zugehöriger Varietäten bei spon und in den dortigen Foren habe ich per Internet-Suchmaschine kürzlich untersucht. Ich kam für einen Zeitraum von einem Monat auf annähernd 80 Treffer. Eine Feinanalyse habe ich nicht betrieben. Den Aufwand ist mir diese schlechte Komödie nicht wert. Ich hatte diese Ergebnisse weiland hier bei spon in den Kommentaren aufgeführt. Leider wurde mein Beitrag hier nicht veröffentlicht. Keine Ahnung warum.

    @Sibylle Berg: "„Der Veränderung der Welt mit Gelassenheit zu begegnen, erfordert eine immense Anstrengung.“ Gelassenheit und Leichtigkeit sind sooo anstrengend. Fürwahr. Es ist viel leichter, die Sau raus zu lassen. Dafür braucht's keine Anstrengung, nicht mal Doping. Da werden wir unterstützt durch Hormone und Testosterone. Das ist halt unsere "menschliche Natur". Und auf die berufen sich doch immer die diejenigen besonders gern, die ihren animalischen Instinkten und Trieben freien Lauf lassen.
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.

    Umgang mit Rassismus: Nazis müssen in den Streichelzoo - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem ist ja nur, das es neben mehr oder weniger rein"rassigen" Nazis und "Ausländer-per-se"-Hassern viele Leute gibt, die korrekter Weise auf die Ballung bestimmter Probleme bei bestimmten Migrantengruppen hinweisen. Das zielt auch nicht auf die "thailändischen Ehefrauen, türkische Tour-Veranstalter, chinesische Ärztinnen und mongolische Restaurants" ab, sondern auf eine Gruppe bildungsferner Migranten bestimmter Herkunftsregionen, deren Haupteinnahmequelle neben dem Bezug von HartzIV in der Kriminalität liegt.

    Problematisch ist nun nicht der Hinweis auf die Existenz oben beschriebener Gruppe, sondern die verallgemeinerung auf alle Ausländer.
  6. #15

    ....thailändische Ehefrauen, chinesische Ärtztinnen etc..
    Wobei die genannten gleich beides sein können.
    Stichwort Überfremdung und nationale Wurzeln.
    Die Industrie sucht solange ich denken kann händeringend nach qualifizierten Fachkräften,mit den italienischen Gastarbeitern fing es an.
    Heute sind wir längst an einem Punkt angelangt,an dem deutschstämmige Facharbeiter zu erträglicheren Bedingungen massenhaft ins benachbarte Ausland emigrieren.Alleine in der Schweiz arbeiten 270.000 deutsche Facharbeiter dauerhaft und unter besseren Bedingungen.

    Auf der anderen Seite sucht eine Stadt wie Schwäbisch Hall mit Unterstützung aller erdenklichen Medien europaweit Fachkräfte, und es melden sich tausende, leider zumeist unqualifizierte.....
    Ein Dank an unsere Führungskräfte die unser Land in den Ruin schlittern lassen......
  7. #16

    Ich finde es schön ironisch formuliert. In der Tat ist es sicherlich keine leichte Aufgabe, einen überzeugten und "unterbelichteten" Nazi zum Nachdenken zu bringen.Vielleicht hilft da wirklich nur Streicheln und gut auf ihn zureden. So einfach wie möglich.
  8. #17

    Keine schlüssige, differenzierte Argumentation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.

    Umgang mit Rassismus: Nazis müssen in den Streichelzoo - SPIEGEL ONLINE
    Ach, Frau Berg, ich mag ja Ihre Kolumnen so gern wie den auf Ihrem Foto eigenwillig nach links konzentrierten Blick, aber diesmal war es ein Griff ins Klo. Warum nur Stereotypen wie Ausländerfeind und Nazi? Wo bleibt die gebotene Differenzierung?

    In der Schweiz wie auch in Deutschland haben wir nicht nur eine zunehmende Zahl von gut integrierten Bürgern mit Migrationshintergrund, sondern auch auch eine dramatische Zunahme von Straftaten, die auf Täter mit einem solchen Hintergrund zurückgehen. Es macht keinen Sinn, im Sinne von gutmenschelnder Political Correctness davor die Augen zu verschliessen. Es geht um importierte (organisierte) Kriminalität, die Menschenleben kosten oder gefährden sowie um erhebliche materielle Schäden. So etwas kann keine Gesellschaft ignorieren und dulden.

    Kriminelle und gewalttätige Umtriebe, die von Migranten ausgehen, müssen selbstverständlich bekämpft werden, so wie auch die sonstige Kriminalität.

    Ja, viele Menschen haben Angst, wenn sie von Tätern mit ausländischem, nicht selten osteuropäischem Akzent, hören und lesen oder selbst Opfer werden. Das sind leider Tatsachen, vor denen wir nicht die Augen verschliessen dürfen. Mit rechtslastiger Gesinnung hat das absolut nichts zu tun. Wir müssen uns mit diesen Problemen auseinandersetzen, auch im Interesse der gut integrierten Migranten.
  9. #18

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie diskutiert man mit Ausländerfeinden? Wie widerspricht man einem Nazi auf politisch korrekte Weise? Man wählt die Worte mit Bedacht. Und man versucht es mit viel Verständnis - denn in Wahrheit haben diesen Menschen ja nur Angst.

    Umgang mit Rassismus: Nazis müssen in den Streichelzoo - SPIEGEL ONLINE
    Vielleicht sollte sich mal zuerst angeschaut werden, worauf da eigentlich Frau Berg eine Replik schreibt:

    "Die «Weltwoche» bewarb vor zwei Wochen auf der Titelseite einen Artikel über bettelnde Roma-Kinder mit einem Bild, auf dem ein Knabe eine Pistole ins Auge des Betrachters richtet. Dazu der Titel: «Die Roma kommen. Raubzüge in die Schweiz». Journalisten im In- und Ausland hakten gleich nach mit der rhetorischen Frage: «Darf man das?» Tele Züri griff das Thema sogar in zwei Talkshows auf. Organisationen und Einzelpersonen kündeten Klagen wegen der pauschalisierenden Aussagen an. Das Fieber stieg weiter, als die Autorin Sibylle Berg die «Weltwoche» mit dem Nazi-Blatt «Stürmer» verglich, worauf wiederum die «Weltwoche» mit Rechtsschritten drohte. Was für ein Reigen.Bergs Vergleich ist Unsinn und nur ein weiteres Beispiel für Nazi-Vergleiche, die allzu oft leichtsinnig gemacht werden. Die Skandalisierung der provozierenden «Weltwoche» erleichterte es dieser bloss, den Spiess umzudrehen und sich als Opfer darzustellen: Man schiesse auf den Berichterstatter, um dessen unangenehme Botschaft nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen. Ein altbekannter rhetorischer Trick."
  10. #19

    Differenzierung tut not

    Zitat von Sleeper_in_Metropolis Beitrag anzeigen
    Das Problem ist ja nur, das es neben mehr oder weniger rein"rassigen" Nazis und "Ausländer-per-se"-Hassern viele Leute gibt, die korrekter Weise auf die Ballung bestimmter Probleme bei bestimmten Migrantengruppen hinweisen. Das zielt auch nicht auf die "thailändischen Ehefrauen, türkische Tour-Veranstalter, chinesische Ärztinnen und mongolische Restaurants" ab, sondern auf eine Gruppe bildungsferner Migranten bestimmter Herkunftsregionen, deren Haupteinnahmequelle neben dem Bezug von HartzIV in der Kriminalität liegt.

    Problematisch ist nun nicht der Hinweis auf die Existenz oben beschriebener Gruppe, sondern die verallgemeinerung auf alle Ausländer.

    Sie differenzieren und sind damit auf dem richtigen Weg. Wenn Sie den Weg auch zu Ende gehen, werden Sie zu dem altbekannten Ergebnis kommen, dass Kriminalität und Ausnutzung der sozialen Sicherungssysteme eben keine ethnischen sondern soziale Probleme sind. Unabhängig von der Herkunft eines Menschen spielt eine Reihe von Risikofaktoren die entscheidende Rolle dabei, wenn sich jemand gesellschaftlich unverträglich verhält. Solche Faktoren sind z.B.

    -Alter
    -Geschlecht
    -Bildungsstand
    -soziales Umfeld
    -wirtschaftliche Sicherheit
    -Gesundheit

    Deshalb wird eine wohlhabende, fitte alte Dame mit Doktortitel und Familienanschluss äußerst selten kriminell werden, ein armer, drogensüchtiger, alleinstehender, arbeitsloser männlicher Jugendlicher ohne Hauptschulabschluss aber mit großer Wahrscheinlichkeit.

    Falls Ihnen nun im Alltag tatsächlich überdurchschnittlich viele kriminelle Ausländer begegnen, liegt es in der Regel daran, dass diese von obigen Risikofaktoren überdurchschnittlich häufig betroffen sind und nicht an ihrer Nationalität oder Abstammung. Zugespitzt: Ich möchte nachts auf der Straße lieber einer afghanischen Ärztin begegnen als einem deutschen Neonazi.

    Für viele ist es natürlich leichter, anstatt mit Hilfe ihres Gehirns umständlich zu differenzieren, mit Hilfe ihres Bauches dumpfe Ressentiments nachzuplappern. Kommt am Stammtisch auch besser an.


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