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Umfragehoch für Piraten: Das Spiel mit den Zahlen

dapdNeun Prozent, zwölf Prozent - bei Umfragen erleben die Piraten immer neue Höhenflüge. Doch wie glaubwürdig sind diese Zahlen? Zweimal lagen Meinungsforschungsinstitute zuletzt daneben. Die Ursachen liegen im veränderten Telefonierverhalten der Deutschen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826764,00.html
  1. #1

    Totale Kontrolle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dafür bräuchte beispielsweise so gut wie jeder Bürger einen amtlichen Mail-Account, der in einem Verzeichnis registriert ist. Bis es soweit ist, müssen sich die Meinungsinstitute damit abfinden, wenn unterwegs Angerufene keine Lust haben, Auskunft zu geben - und sei es nur, um ihren Akku-Ladung zu schonen.
    Soweit kommt es noch: Dass der Staat das De-Mail durchsetzt (so wie etwa der Iran: heise online | Iran will sich vom Internet abkoppeln
    Dort sollen die Bürger nur noch kontrollierte Emails schicken können). Das würde so manchen Ex-Stasi, Neu-Stasi oder Meinungsforscher freuen. ;)

    Ach.. und gerade sowas führt dazu, dass die Menschen dann doch lieber eine freiheitliche Partei, wie die Piraten, wählen.
  2. #2

    Gerade nicht!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Wahlverhalten gleiche aber nun mal eher einem Aktienkurs als einer glatten Linie, so Liljeberg
    Umfragehoch für Piraten: Das Spiel mit den Zahlen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Eine sehr wichtige Fehlerquelle wird überhaupt nicht benannt. Bei allen Umfragen, die NICHT am Wahlsonntag am Ausgang des Wahllokals stattfinden, wird ja gar nicht das Wahlverhalten ermittelt, sondern die WahlABSICHT. Und diese weichen von dem späteren tatsächlichen Wahlverhalten eben stark ab. Insbesondere verteilen sich "Denkzettel" bei einer Umfrage sehr viel leichter als an der Urne. Da bekommt so mancher Unzufriedener Angst vor der eigenen Courage.
  3. #3

    Die Piraten sollten sich durch die Zahlen nicht kirre machen lassen, weder nach oben noch nach unten.

    Sie brauchen in allen Parlamenten, auch in einer potentiellen Bundestagsfraktion mindestens eine Legislaturperiode, um im politischen Geschäft wirklich drin zustecken.

    Sie sollen dabei nicht ihre Ideale verraten, aber sie müssen erst noch lernen, was wie und überhaupt machbar ist.

    Sie jetzt z.B. in Regierungsverantwortung zu forcieren, wäre z.B. der schnellste Weg für SPD/CDU, diese "Störenfriede" wieder loszuwerden.

    Zum Glück sind die Alteingesessenen dann doch nicht so clever.
  4. #4

    Manipulation allgegenwärtig …

    … mal abgesehen von den Umfragemethoden, deren Stichhaltigkeit ja im Artikel gut beleuchtet wird, darf man sehr wohl von einer manipulation der Massen ausgehen, auch wenn dies immer wieder bestritten wird. Die Verlage kochen ihr eigenes Süppchen in Sachen Meinungsmache. Die ÖR-Sender werden von wem noch gleich kontrolliert? Waren es nicht die Vertreter der großen Parteien die sich da immer in den Aufsichtsräten rangeln.

    Manchmal sind sich auch Parteien & Medien und ÖR ganz dolle einig, siehe Gauck. Dann werden ebendie Themen gesundgeschrieben hinter den so „gewisse“ Interessen stehen, die aber leidlich nichts mit dem zu tun haben was sich im Volk abspielt. Größtenteils gelingen die Hirnwäschen oder Ausblendungen ja auch.

    Und dass dies zurecht mit den Piraten nicht so wirklich funktionieren mag liegt tatsächlich an dem seltsamen Medium Internet, wo zwar massive Regelungsversuche immer häufiger werden, aber noch ist es recht frei und genau die zuvor erwähnten Kräfte haben da noch keinen nennenswerten Einfluss darauf. Und so vermehren sich halt die Piraten noch völlig ungehemmt, versprühen dabei noch ein erfrischendes „Wir“-Gefühl, etwas was die Großen dank ihrer Abgehobenheit nicht mehr hinbekommen. Und keiner kann sie so richtig maßregeln. Und diejenigen die sich zu den Piraten bekennen, die lassen sich immer weniger vom Mainstream abbügeln … gut so. Und ja, Piraterie lebt ja auch immer ein wenig von der „Unberechenbarkeit“.
  5. #5

    Telefonspammer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neun Prozent, zwölf Prozent - bei Umfragen erleben die Piraten immer neue Höhenflüge. Doch wie glaubwürdig sind diese Zahlen? Zweimal lagen Meinungsforschungsinstitute zuletzt daneben. Die Ursachen liegen im veränderten Telefonierverhalten der Deutschen.

    Umfragehoch für Piraten: Das Spiel mit den Zahlen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Tja, Liebe Meinungsforscher, bedankt euch bei den zahllosen Telefonspammern, die uns so lange im Festnetz terrorisiert haben. Ich telefoniere schon lange nur noch per Handy (ohne Telefonbucheintrag, versteht sich), und unbekannte (oder gar unterdrückte) Nummern nehme ich nur dann an, wenn ich explizit auf Rückruf warte. Die Festnetznummer geht direkt auf die Mailbox, die nie abgehört wird; sollen sich doch die Automaten untereinander verlustieren.

    Das ist das Ergebnis einer Politik, die dem professionellen Telefonterror viel zu lange tatenlos zugesehen hat - wohl auch, weil auch diese Telefonbetrüger mit angeblichen "Gewinnen" auch für Gewerbesteuereinnahmen gesorgt haben.

    Und meine E-Mail-Adresse bekommt weder unser aufstrebender Polizeistaat noch irgendwelche potentiellen Spammer - wie z.B. Meinungsforschungsinstitute.

    Pech gehabt: Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr. Schade eigentlich...
  6. #6

    wie komme ich dazu, einem wildfremden menschen, der mich frecherweise anruft, auskunft über mein wahlverhalten oder sonstnochwas zu geben? da antworten doch eh nur geltungssüchtige profilneurotiker, die noch dankbar sind, dass sie so "wichtig" genommen werden. Umfragewerte sind mit viel vorsicht zu beurteilen, da diejenigen, die niemals antworten geben, ein ganz anderer schlag menschen sind als die, die es freudig tun. ich kenne auch außer mir nur leute, die vollkommen genervt reagieren auf derartige anrufe und sich eine wiederholung derselben tunlichst verbitten. was also haben solche prozentualen umfrageergebnisse, die uns mittlerweile täglich um die ohren gehauen werden, für einen sinn, außer den instituten arbeit zu geben und die politiker jedesmal danach zu statements zu zwingen, die überhaupt keine relevanz haben, weil morgen schon wieder schnee von gestern...ich weiß noch einen sinn, den sie haben sollen: sie sollen dem einfachen volk vorgaukeln, es nehme am demokratischen prozess teil. es ist ein jammer!
  7. #7

    Mit der Agenda 2010 hatte die SPD noch die meisten Stimmen...

    Die SPD-Linke meinte ja immer, die Verluste der SPD lägen an der Agenda 2010. Nun hat die SPD ihren Linksrutsch hinter sich.
    Und was ist das Ergebnis:

    Umfrage nach dem Linksrutsch heute: SPD - 24% !!!- nachdem die Rente mit 67, u. vieles Andere in Frage gestellt wurde!

    Bei den vorgezogenen Neuwahlen hatte Schröder 2005 für die SPD 34,2% erreicht - direkt nach der Umsetzung der Agenda 2010

    2002 wurde Schröder mit der Agenda 2010 wiedergewählt: SPD - 38%
    1998 gewann Schröder gegen kohl mit der "neuen Mitte" als Agenda: 40%

    Doch die SPD-Linke lügt sich immer noch in die Tasche.
    Und viele Journalisten pflichten ihr auch noch bei....
    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Verdient gescheitert - die SPD
    Sie predigen trotz der Verluste der SPD in der Mitte, trotz des Aufkeimens einer neuen Mittepartei, der Piraten - immer noch die Linksorientierung....

    SPD: Hat die Abkehr von der Agenda 2010 zum Erfolg der Piraten geführt?
  8. #8

    Mal abwarten.....

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Die Piraten sollten sich durch die Zahlen nicht kirre machen lassen, weder nach oben noch nach unten.
    Sie brauchen in allen Parlamenten, auch in einer potentiellen Bundestagsfraktion mindestens eine Legislaturperiode, um im politischen Geschäft wirklich drin zustecken.
    Das passiert hoffentlich nie, dass sie im politischen Geschäft ankommen.
    Die besondere Anziehungskraft der Piraten liegt darin, dass sie eine unbefleckte Alternative zu Merkels Koalition der Unanständigen und einer eierlosen Opposition bilden.
    Programmatik, Fachkenntnisse und personelles Tableau sind mir dabei, einstweilen, herzlich egal.
    Der Denkzettelfaktor für die, in meinen Augen, nur noch verachtenswerten Etablierten, kann dabei gar nicht groß genug werden.
    Sollte allerdings, das sich augenblicklich im Experimentierstadium befindliche Projekt einer, der Basisdemokratie verpflichteten, Partei mittelfristig funktionieren, dann wünsche ich den Piraten alles Glück und viel Erfolg, auf ihrem weiteren Weg.
  9. #9

    ...

    Eigentlich müsste man solche Umfragen verbieten, denn diese beeinflussen das Wahlverhalten. Wie in der Quantenphysik verändert das beobachtete Objekt durch die Beobachtung sein Verhalten. Aber da ich auf die Piraten stehe, hat das in diesem Fall sein Gutes. Denn noch mehr Protestwähler wählen nun die Piraten, da die Umfragen ja prophezeien, dass die 5%-Hürde auf jeden Fall geknackt wird!








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