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Umfrage zur Landtagswahl: Niedersachsens CDU muss um Mehrheit bangen
DPAEin halbes Jahr vor der Landtagswahl in Niedersachsen liegt die CDU laut einer Forsa-Umfrage deutlich vor der SPD. Doch Ministerpräsident McAllister würde ohne Koalitionspartner dastehen - die FDP scheitert laut den Zahlen an der Fünfprozenthürde.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...846159,00.html
- #1 24.07.2012 14:54 von
Mit anderen Worten ...
Mr. McAllister und Herr Weil werden also das Ding zusammen drehen, wie?
Das sieht nach einer echten großen Koalition aus ... Schlimmer kann es Niedersachsen kaum treffen.
Niedersachsen lässt sich als politischer "Todesstreifen" zwischen Mittelgebirge und Nordsee sowie der Demarkationslinie "Elbe" bezeichnen. Bei der letzten Landtagswahl waren gerade mal 57% der Wahlberechtigten willens, Ihre Stimme dem Landtag als Opfer darzubieten. Das Ergebnis war ein Ministerpräsident, der nach all seinen mutmaßlichen Korruptions-Eskapaden die Flucht ins höchste Amt der BRD (Bundespräsident) antrat, um dem "Verwalter-Charakter" und MdL Mr. McAllister, der den Charme eines Staatssekretärs hat, den Posten des Ministerpräsidenten zu überlassen.
Politisch ist in diesem Land in diesen fünf Jahren sonst noch was geschehen? Nichts jedenfalls, was man als Beitrag zu einem politischen Willensbildungsprozess begreifen könnte. Und wenn man sich dann noch anguckt, wie sang- und klanglos der kleine "antisemitische" Skandal um die MdL Frau Pieper aufkeimte und verebbte, dann spricht das einfach Bände.
Lustig ist in diesem Zusammenhang: Die Opposition hat sich weder im Kleinen noch im Großen in irgendeiner Form profiliert - und das bei zahlreichen spannenden Themen: Asse und Gorleben sind nun echte Sprungbretter, dann die Diskussionen um die Stromtrassen für Offshore-Windparks, dann der schwelende Fremdenhass geistig verirrter Vollidioten in ganz Niedersachsen trotz einer der höchsten Polizeidichten im Vergleich zu anderen Ländern, zweifelhafte Staatstrojaner-Aktivitäten des LKA, "die" Hannover-Connection uvm.
Wirklich: Hier in Niedersachsen ist viel los; und weder die Profis der Grünen, Roten, der anderen Roten, der Orangenen und der kleinen Versuchsparteien wissen, das für ihre politische Zwecke und insbesondere zum Wohl der Allgemeinheit zu nutzen ...
Naja. Was will man erwarten? Schaffen "wir" WählerInnen es am 20. Januar 2013, unter der 50% Marke der Wahlbeteiligung zu bleiben? Wen gibt es denn schon zu wählen - außer eben profil- und charakterlosen Verwalter-Typen???
Richtig: Niemanden ...
tl;rd - #2 24.07.2012 15:32 von
es wäre sicher
kein nationales Unglück wenn dies geschieht. Allerdings . . . . sehe ich auch keine echte Alternative. Die SPD hat echte Probleme damit, einen glaubhaften Kanzlerkandidaten aufzustellen. Ein erfolgreiches Gegenprogramm hat sie auch nicht, wie das Geeiere in Sachen EU beweist. Letzlich ist das alles sekundär. Wichtig ist doch nur wieder gewählt zu werden und weiterhin an der Quelle zu sitzen. Andere wollen das auch. Es ist anzunehmen, dass die Wahlverdrossenheit wächst und es zu keinen wirklich bedeutsamen Änderungen kommen wird. Der dike Calmud würde sagen : Na . . wie den auch ?
- #3 24.07.2012 16:28 von
Pest und Cholera und nur ne hoffnungsvolle Kiste mit Rum
Ob CDU/FDP/GRÜNE/SPD nur Pest und Cholera. Hoffen wir auf möglichst viele echte Piraten die diesen trägen altgedienten Raffzähnen richtig in den dicken Hintern treten.
- #4 24.07.2012 17:05 von
Verantwortung ...
... delegieren oder übernehmen?
Nichts gegen "Die Piraten". Anders als die übrigen Parteien scheinen diese ja das "passive Wahlrecht" auf seine Belastbarkeit hin zu überprüfen.
Wie dem auch sei: Statt voreilig nach anderen zu rufen, könnte man sich bei echtem Interesse und mit echtem Potential auch durchaus überlegen, selbst etwas zu "gründen", um an dem Gesamtbild einen erheblichen Beitrag zu leisten.
Den Friesen, falls sie wieder antreten, wünsche ich ihre paar Direktmandate; denn die 5% Marke werden sie niemals packen. Die Piraten ... Naja, wenn die es nicht schaffen, eine fehlerfreie Landeswahlvorschlagsliste vorzulegen, kann man nach diesen rufen, solange man will ... Wenn die nicht auf dem Wahlzettel stehen, werden sie am Landtag nicht mitwirken.
Der hohe Grad an Nichtwählern ist erschreckend und begründet genügend Kummer, dass möglicherweise irgendwelche faschistoid ausgerichteten braunen Kampftruppen in den Landtag kommen. Das wär' schlimm, aber auch leider ein wirkungsvolles Zeugnis über das desolate und charakterlose politische Bild, dass Rot/ Grün und Schwarz/Gelb nach vielen Jahren hinterlassen haben. Ich hoffe sehr, dass sich diese Prognose nicht bestätigt.
Ich schätze, als Wählerin und Wähler, wenn man nicht selber als Direktkandidat antritt oder über eine beliebige fremde/ eigene Partei erfolgreich mit einem Landeswahlvorschlag ist, ist man dieses Mal sehr, sehr gut beraten, sich intensiv mit den Programmen und den Kandidatinnen und Kandidaten zu beschäftigen und ihnen mächtig auf den Zahn zu fühlen. Das ist zwar mit Arbeit verbunden. Aber, HEY! So wählt man informiert und selbstbestimmt und selbstbewusst. Und wenn man das "gut" macht, kann man auch andere dazu motivieren, das zu tun.
Und dann kann man vielleicht auch eine schwarz-rote oder rot-schwarze Volksherrschaft verhindern ...
Meine Meinung: Viele Parteien haben einiges gutes Zeug in ihren Programmen stehen. Aber dummerweise wird vieles von dem in Koalitionsvereinbarungen regelrecht neutralisiert. Und das, was übrig bleibt, ist echt schwach und wenig überzeugend ... Wollen "ir Niedersachsen" das? Nein? Na gut! Dann: Informiert wählen und so Verantwortung übernehmen ...
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