DPADie Mehrheit der Deutschen lehnt Internetsperren ab. Sie sind als Sanktion für illegale Downloads nicht angemessen, geben 73 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Studie an. Bußgelder hingegen finden die meisten in Ordnung.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...851464,00.html
72% sagen: Warnhinweise sind sinnvoll. „Nur“ 57% glauben, dass bereits diese Softlösung dafür sorgt, dass Filesharer aufhören. Ein Widerspruch? Nein. Denn die übrigen 15% meinen offenbar, dass Rechtsverletzer doch ein "Ticket" brauchen, bevor sie Warnungen auch ernst nehmen. Das ist in der offline-Welt auch nicht viel anders. Da wäre es doch prima, wenn man Abmahnungen auf solcherart Hartleibige beschränken könnte. Warum also tun Sie nichts dafür, Frau Leutheusser?
Ich nehme an, der Grauschleier resultiert aus der Aufweichung des Unterschieds zwischen "Streaming" und "Download". So weit ich mich entsinne, hat ein Gericht einmal entschieden, dass ein Stream nicht als Download zu betrachten ist, deshalb hat dieser Unterschied wohl eine juristische Bedeutung.
Der eigentliche technische Vorgang ist jedoch bei beidem tatsächlich identisch; man kann sich einen "Stream" nicht betrachten, ohne ihn vorher auf den Computer runterzuladen.
Der juristisch so bedeutsame Unterschied beruht auf einer automatisierten Löschung der heruntergeladenen Daten. Wer diesen Löschvorgang unterbindet oder umgeht, bewegt sich damit im so genannten "Graubereich", der von der Seite der Anbieter wohl am ehrlichsten definiert werden könnte mit den Worten: "Wir würden Sie ja schon gerne daran hindern, wenn wir nur wüssten, wie."
Ist eine Studie, die einseitig in eine Richtung fragt wirklich repräsentativ?
Zumindest die Möglichkeit 'Keine der o.g. Antwortmöglichkeiten' hätte man anbieten müssen.
Und ein Graubereich ist es auch nicht, wenn man Internetradio hört oder Streams anschaut. Als Nutzer muss und kann man nur davon ausgehen, dass die Anbieter der Dienste die nötigen Lizenzen zur Aufführung der Werke haben. Es ist nicht Aufgabe des Nutzers zu bewerten, ob die Quelle rechtswidrig ist oder nicht, solange sie das nicht 'offensichtlich' ist.
Was bedeutet denn eigentlich "angemessen"?
Welche Leute wurden eigentlich befragt?
Die meisten Menschen die ich kenne wissen nicht was Tauschbörse, filesharing, streaming, etc bedeuten, geschweige denn wie so etwas funktioniert.
Wie sollen diese Leute eine Meinung abgeben?
Dann wiederum die "Experten" die werden meistens von der Medienlobby bereitgestellt.
Für mich persönlich besteht auch ein Unterschied zwischen Musik und Filmen:
- einen Musiktitel kann ich sehr oft und wiederholt anhören und mich daran erfreuen. Dafür gebe ich gerne auch mal einen Euro aus.
- Einen Film sehe ich mir meistens nur ein einziges mal an.
Richtig "gute" Filme sehe ich mir alle paar Jahre vielleicht ein zweites oder drittes mal an.
Für einen Preis von 10 Euro oder mehr könnte ich mir den Film auch gleich im Kino ansehen, falls er dort mal läuft.
Leider laufen in den meisten Kinos nur die Schrottfilme, und dann auch noch auf deutsch synchronisiert.
Bis man da mal einen guten Film erwischt hat kann man einige hundert Euro loswerden und eine menge verplemperter Zeit.
Ich frage mich wer diese ganzen Mistfilme eigentlich finanziert.
Das Onlineangebot bei Filmen ist doch noch SEHR eingeschränkt und man bekommt oft nur die aktuellen Blockbuster, meistens nur in deutscher Sprachfassung, igitt.
Warum wundert sich da jemand über den Zulauf von Tauschbörsen und illegalen Streamingportalen?
DVDs kaufe ich nur um mein Gewissen zu beruhigen.
Für ein mal ansehen sind Preise um die 10 Euro viel zu hoch
und oft kann ich mir das nicht leisten.
Fernsehen habe ich schon vor 10 Jahren abgeschafft, da müsste ich nur immerzu kotzen.
Schon allein um meine Würdigung der Arbeit der Urheber zu zeigen zahle ich meinen Content gerne. Immer auch mit der Hoffnung, dass dadurch weiterhin guter Content entstehen möge.
Trotzdem kämpfe ich gegen jegliche Art von Bürgerrechtserosion nur aus wirtschaflichen Partikularinteressen sowie unnötige Kundenkriminalisierung und -gängelung.
Hallo,
man kann ja auch selber aktiv werden und sogar daran verdienen:
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