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Umfrage unter Studenten: Behindert, ohne es zu wissen
DIW/Sandra Kühnapfel Tausende Studenten können nicht studieren wie sie wollen, denn sie sind chronisch krank oder behindert. Eine neue Studie zeigt, dass sie vor allem unter Zeitdruck und taktlosen Dozenten leiden. Viele holen sich trotzdem keine Hilfe - aus Scham oder mangels Information.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...836865,00.html
- #60 05.06.2012 13:51 von
- #61 05.06.2012 13:52 von
Hier wissen Sie die Antwort, Ihren Studenten gegenüber weigern Sie sich das richtige zu tun. Fragen Sie Ihre Studenten die auf Sie zu kommen was Sie tun sollen. Was erwartet der STudent der auf Sie zu kommt und Ihnen von einer Erkrankung erzählt? Wahrscheinlich weiß er es selbst nicht. Machen Sie einen Termin aus bis zu dem der Student weiß welche Hilfe er braucht und erkundigen Sie sich welche Hilfe Sie bieten können.
- #62 05.06.2012 13:56 von
Sie als Schlechtmensch können das vielleicht nicht verstehen, weil ihnen die Empathie fehlt, aber macht es nicht einen Unterschied, ob bei einem Gespräch sie ihrem Dozenten sagen, dass sie eine Depression haben und dieser sich darüber lustig macht oder sagt "Zeigen sie mal etwas mehr Härte, sie sind Deutscher!" oder dieser das respektiert und ihnen mögliche Wege aufzeigt?
Aber Schlechtmenschen wollen wahrscheinlich, dass kranke Menschen von der Gesellschaft entfernt werden damit die Schlechtmenschen bloß nicht mit diesen konfrontiert werden und sie das Elend mit angucken müssen. Könnte ja das Weltbild des Schlechtmenschen ändern, dass es tatsächlich Leute gibt, die nicht so gut mit ihren Umständen klar kommen und Hilfe brauchen.
Beratungsstellen und Psychologen sind in meiner Stadt (200.000 Einwohner) übrigens derart überlaufen, dass ein erster Termin erst in 3 Monaten zu bekommen ist. Manch einer liegt da schon auf der Bahnstrecke oder hängt am Baum. - #63 05.06.2012 14:05 von
Das bringt mich auf den Vergleich mit Schweden zurueck:
Sind Mitmenschen gehandikappt wird in erster Linie darauf Wert gelegt sie in die Gesellschaft einzubringen soweit dies möglich ist. Dazu gibt es beispielsweise persönliche Betreuer die das Alltagsleben erleichtern. Diese werden vom Staat bezahlt. Mutter, Vater, Angehörige können diesen Job natuerlich auch (bezahlt!) uebernehmen, in erster Linie soll ihnen jedoch das eigene Leben ermöglicht werden und sie sollen nicht "auf Kosten" eines behinderten Familienmitgliedes ihr eigenes Leben vernachlässigen muessen.
Persönlich erlebte ich dies als ich in eine Klasse mit einer gehandikappten Mitschuelerin ging. Sie hatte die Diagnose Asberger, versuchte erst ohne Betreuer klar zu kommen doch es ging besser mit. Der Betreuuer wurde ihr gestellt von der Kommune und es funktionierte wunderbar! Ein anderer Mitschueler war stark hör- und sehgeschädigt. Er braucht einfach die doppelte oder dreifache Zeit um mit dem Arbeitspensum mitzukommen. Das war finanziell und auch schultechnisch keinerlei Problem!
Beide Personen sind uebrigens wundervolle Menschen und ich wuerde es sehr bedauern sie nicht kennen gelernt haben zu duerfen - im Falle sie also "weggesperrt" oder anderweitig untergebracht worden wären wie es das deutsche System mit Vorliebe tut!
Schule/Studium ist in Schweden allen offen! Fortbildung, Umschulung, Neuorientierung ist selbst im fortgeschrittenen Alter möglich und hoch angesehen und dies ohne arm werden zu muessen. Wer hier lernen will, der hat alle Möglichkeiten. - #64 05.06.2012 14:08 von
deja vu
Erinnert sich noch jemand daran: Das Leben des Brian - Loretta - YouTube
- #65 05.06.2012 14:09 von
- #66 05.06.2012 14:12 von
Moment mal...
Da ich einer der drei ersten Diskutanten war, die hier von der Betroffenheitsfraktion gerade runtergemacht werden, möchte ich wie folgt Stellung nehmen:
Wahrscheinlich reden hier wirklich viele aneinander vorbei. Vielleicht habe ich den Artikel tatsächlich falsch verstanden bzw. nicht vollständig gelesen.
Da lohnt sich ein zweiter Blick:
1. Überschrift des Artikels:"Umfrage unter Studenten"
2. Überschrift: "Behindert, ohne es zu wissen"
Es wird eine Umfrage unter "Studenten" angekündigt, gerade nicht unter "behinderten Studenten"! Denn, sie sollen ja "behindert, ohne es zu wissen" sein. Also, alle die wirklich Behindert sind (Definition wird ja im Artikel geliefert) sind expressis verbis von dieser Studie ausgeschlossen - zumindest lt. des Artikelverfassers. Im Artikel geht es dann bunt durcheinander. Es sollen 15000 befragt worden sein, die ... behindert sind. Ja, wie den nun? Behindert oder nicht behindert? Wer konnte denn 15000 Behinderte rausfinden, die aber selber nicht von ihrer Behinderung wissen ???????????????
Also, es tut mir leid. Auch wenn ich den Artikel weiterlese und die einzelnen Aussagen für sich ernst nehme, ergibt das nur schräges Kuddelmuddel ("nur etwas jeder zehnte der Studie ist körperlich behindert oder ... seh oder hörbehindert" --- dann aber: "13% sind auf eine Barrierefrei Hochschule angewiesen" --- was denn nun, und die alle wollen von ihrer Behinderung nichts wissen?????). Weiter unten im Artikel wird es noch ärger, da wird dann von einer Studentin die schwerhörig und blind ist berichtet (unerkannt??????). Was folgt daraus?
Entweder ist der Artikel über die Studie Schrott und dient hier als Aufreger, weil er so mies geschrieben ist. Oder die Studie (mit ihren Ein-und Ausschlusskriterien) ist Schrott,- oder beides.
Meine Absicht war es nicht, Behinderte im echten Wortsinn zu diskreditieren. Meine Kritik (und ja, auch Häme) gilt denjenigen, die von einer Betroffenheitsindustrie getragen bei jedem Zipperlein einen "Nachteilsausgleich" fordern. Ja, der Dozent hat Recht: Weil jemand traurig ist, kann er keine Extrawurst beanspruchen. Wenn jemand Depressionen hat (was etwas ganz anderes ist), ist er krank/krankgeschrieben und damit nicht studierfähig. Warum sollte der Dozent diagnostische Fähigkeiten besitzen? Und warum sollte eine Lehrveranstaltung auf alle Kranken abgestimmt sein? Dann kann man auch eine Intensivstation an jedem Hörsaal fordern, damit immer alle an der Vorlesung teilnehmen können.
Fazit: Man soll nur über Original-Studien reden, nicht über gespiegelte (besser geSPONgelte) Artikel. - #67 05.06.2012 14:17 von
Mal ein Beispiel. Ein Student kommt zu mir und sagt, er sei depressiv. Besonders morgens sei es ganz schlimm - was wohl typisch ist. Er könne also an meiner Veranstaltung, die frühmorgens stattfindet, nicht teilnehmen. Nachmittags ginge es. Ich kann aber die Veranstaltung nicht verlegen, weil ich in der Wahl meiner Termine nicht frei bin - mit festen Zeiten soll verhindert werden, dass Studenten unterschiedlicher Fächer in Stundenplankollisionen kommen. Und nun?
- #68 05.06.2012 14:24 von
Swing on a Miss
Sie sind also der Meinung der Student der von seiner Krankheit erzählt hätte besser den Mund gehalten. Genau darum geht es in der Studie und das genau das falsch wäre. Aber Sie wissen es natürlich besser. An alle außer Lindenbast:
In den meisten Fällen geht es wahrscheinlich um Fristverlängerungen für Hausarbeiten. Damit sich nicht jeder Dozent die Krankengeschichte jedes Studenten erklären lassen muss gibt es Beauftragte für Studierende mit Behinderungen. Denen wird einmal die Situation eingestuft. Haben Studierende Anliegen an Dozenten wird dieses vorgebracht. Dieser hält mit dem Beauftragten für Studierende mit Behinderungen Rücksprache ob das Anliegen gerechtfertigt ist. Hat der Pollenallergiker im Januar sein Referat nicht fertig und bittet um Nachsicht sollte abgelehnt werden, tritt eine depressive Episode auf muss der Dozent nicht wissen was los ist. - #69 05.06.2012 14:38 von
Titel
Nicht jeder geistig minderbemittelte Student ist gleich behindert, auch wenn "60 % der Studierenden mit Schwierigkeiten im Studium sich stark oder sehr stark beeinträchtigt fühlen".
Eher durchschnittliche Begabungen scheinen bei dieser Statistik in vielen Fällen auch zu einer falschen Selbstwahrnehmung zu führen. Eine Behinderung muss das aber nicht gleich sein.... ;-)
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