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Umfrage unter Investoren: Standort China verliert an Glanz

AFPBürokratie, Handelsschranken, Kostendruck - westliche Firmen fühlen sich in China ausgebremst. Laut einer aktuellen Umfrage denkt jedes fünfte Unternehmen an eine Abwanderung in andere Länder. Auch eine mögliche Abkühlung der Konjunktur beunruhigt die Investoren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...835627,00.html
  1. #1

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bürokratie, Handelsschranken, Kostendruck - westliche Firmen fühlen sich in China ...
    ... nicht mehr wohl, weil die Produktion und Rendite in anderen Ländern NOCH billiger ist. Das ist ja wohl alles...
  2. #2

    Schein Kommentare

    Nach wie vor ist China der einzige Markt in dem man noch immer Wachstums- und Zukunftsperspektiven hat. In China hat man trotz der genannten Huerden schier unendliche Moeglichkeiten schon wegen dem Binnenmarkt sein Geschaeft auszubauen. Buerokratie, Behoerden Huerden steigende Arbeitskosten. Wo gibt es diese nicht? Indien? Ich gebe diese Unternehmen nur ein halbes Jahr bis sie zurueckkommen werden. Und gebremstes Wachstum in China? zumindest hat man immer noch ein relativ hohes Wachstum im Vergleich zum Rest der Welt. Das sollte man schon verstehen koennen.
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bürokratie, Handelsschranken, Kostendruck - westliche Firmen fühlen sich in China ausgebremst. Laut einer aktuellen Umfrage denkt jedes fünfte Unternehmen an eine Abwanderung in andere Länder. Auch eine mögliche Abkühlung der Konjunktur beunruhigt die Investoren.

    Europäische Firmen in China erwägen Rückzug - SPIEGEL ONLINE
    Na da bin ich dann mal gespannt, in welchem Land jetzt "investiert" wird und welches dann systematisch ausgeplündert wird...China ist zu teuer...
  4. #4

    Einfach unzutreffend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bürokratie, Handelsschranken, Kostendruck - westliche Firmen fühlen sich in China ausgebremst. Laut einer aktuellen Umfrage denkt jedes fünfte Unternehmen an eine Abwanderung in andere Länder. Auch eine mögliche Abkühlung der Konjunktur beunruhigt die Investoren.

    Europäische Firmen in China erwägen Rückzug - SPIEGEL ONLINE
    China setzt wirtschaftlich die Messlatte - international; natürlich stoßen die irgendwann - außenwirtschaftlich wie innenpolitisch - auch an jene Grenzen, die ihr Konzept bietet.

    Da wir selbst aber immer noch nicht vom Virus des ewig anhaltenden Wachstums befreit sind, glauben wir, wenn sich andernörts Wachstumsgeschwindigkeit verringert, das sei gleichbedeutend mit Mißerfolg - das ist eben gerade nicht der Fall.

    China wird auch allein daher die Messlatte bleiben, weil dort Arbeitskräfte "nichts" kosten, sie genug davon haben und weil wir in unserer westlichen Dekadenz nicht in der Lage sind zu erkennen, daß das Leben eben nicht nur aus "RTL" und Konsum besteht, bzw daß unser Lebenselexier: "Ich will beachtet werden" nicht alles ist, was zwischen Himmel und Erde vorkommt.
  5. #5

    Was die Europäer hier höflicherweise nicht ansprechen, ist die massive Korruption und Veternwirtschaft mitsamt aufgezwungener Beteiligung von Parteibonzen und deren Familien an ertragreichen Unternehmen in China.

    Die zweigen dann ohne große Eigenleistung einen guten Teil der Ertäge in ihre Privatschatullen und bringen sie auf den Caymans in Sicherheit. Wer es in China geschafft hat, hat auch ein Konto auf den Cayman Islands.

    Hier ein guter Artikel über die Partei-Prinzlinge in China:

    http://www.nytimes.com/2012/05/18/wo...in-riches.html

    "SHANGHAI — The Hollywood studio DreamWorks Animation recently announced a bold move to crack China’s tightly protected film industry: a $330 million deal to create a Shanghai animation studio that might one day rival the California shops that turn out hits like “Kung Fu Panda” and “The Incredibles.”

    What DreamWorks did not showcase, however, was one of its newest — and most important — Chinese partners: Jiang Mianheng, the 61-year-old son of Jiang Zemin, the former Communist Party leader and the most powerful political kingmaker of China’s last two decades.

    The younger Mr. Jiang’s coups have included ventures with Microsoft and Nokia and oversight of a clutch of state-backed investment vehicles that have major interests in telecommunications, semiconductors and construction projects.

    That a dealmaker like Mr. Jiang would be included in an undertaking like that of DreamWorks is almost a given in today’s China. Analysts say this is how the Communist Party shares the spoils, allowing the relatives of senior leaders to cash in on one of the biggest economic booms in history
    ..."
  6. #6

    Zitat von Sapientia Beitrag anzeigen
    ...

    China wird auch allein daher die Messlatte bleiben, weil dort Arbeitskräfte "nichts" kosten, sie genug davon haben und weil wir in unserer westlichen Dekadenz nicht in der Lage sind zu erkennen, daß das Leben eben nicht nur aus "RTL" und Konsum besteht, bzw daß unser Lebenselexier: "Ich will beachtet werden" nicht alles ist, was zwischen Himmel und Erde vorkommt.
    das spricht mir ein stück weit aus der seele...
    wie man mit solcher inbrunst, den hier weit verbreitetenLebenswandel als alleinig seelig machend hinnehmen kann ist mir schleierhaft.
    allerdings denke ich, dass der wachsende Wohlstand auch irgendwann in China zum ähnlichen hinführt.

    weiterhin verstehe ich nicht, wie Menschen dauerhaft eine heilige Prozentzahl anbeten, die sie scheinbar nicht verstehen?
    das wachstum sich verringert ist ein natürlicher Prozess - Da china von weit unten kommt sind die Sprünge natürlich erstmal riesig und werden nach und nach geringer (wobei hier noch viiiieeeelll Luft nach oben bleibt bei diesem land mit enormer Bevölkerung)

    vielleicht sollte der ein oder andere mal darüber anchdenken, was % wirklich bedeutet?? es sagt nämlich nichts über den tatsächlichen momentanen Status aus, nur dessen änderung.
  7. #7

    ...

    Wirklich??

    Zitat aus einem Artikel von Handesblatt vor drei Tagen:

    "China ist für deutsche Manager der attraktivste Standort für einen Auslandseinsatz in den BRIC-Staaten. 44 Prozent der Führungskräfte wären offen für eine Entsendung ins Reich der Mitte.

    Doch nur 19 Prozent können sich vorstellen, vorübergehend für ihren Arbeitgeber nach Indien zu gehen, 33 Prozent nach Russland und 37 Prozent nach Brasilien. Dies zeigt eine Umfrage unter 1 000 deutschen Managern."

    Beliebtes China: Jeder zweite deutsche Manager würde nach China gehen - Industrie - Unternehmen - Handelsblatt
  8. #8

    Es läuft ja jetzt auch in die andere Richtung ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bürokratie, Handelsschranken, Kostendruck - westliche Firmen fühlen sich in China ausgebremst. Laut einer aktuellen Umfrage denkt jedes fünfte Unternehmen an eine Abwanderung in andere Länder. Auch eine mögliche Abkühlung der Konjunktur beunruhigt die Investoren.

    Europäische Firmen in China erwägen Rückzug - SPIEGEL ONLINE
    Die "Germany Trade & Invest (GTAI)" verzeichnet ein plus von 13 % ausländischer Investoren in Deutschland im Vergleich zu 2010; besonders auffällig ist hier der Anteil von China.

    Investoren in Deutschland kommen verstärkt aus China: Die Annäherung ist konsequent | servicereport
  9. #9

    ...

    Zitat von Sapientia Beitrag anzeigen
    China wird auch allein daher die Messlatte bleiben, weil dort Arbeitskräfte "nichts" kosten, sie genug davon haben und weil wir in unserer westlichen Dekadenz nicht in der Lage sind zu erkennen, daß das Leben eben nicht nur aus "RTL" und Konsum besteht, bzw daß unser Lebenselexier: "Ich will beachtet werden" nicht alles ist, was zwischen Himmel und Erde vorkommt.
    Nicht unbedingt.

    Viele Beobachter stellen sich nun die Frage, ob Chinas rasantes Wachstum zum Stillstand kommen wird, wenn es bei den Lohnkosten nicht mehr mit den benachbarten Nationen mithalten kann.

    Schließlich steigen die chinesischen Löhne rasant - und die Regierung ist fest entschlossen, die unteren Einkommensschichten künftig noch viel stärker am Wohlstand des Landes zu beteiligen.

    Bisher ist von einem Rückgang der Exporte allerdings rein gar nichts zu spüren. Chinas Ausfuhren zogen 2010 um 31 Prozent an, während das globale Wirtschaftswachstum bei lediglich 5 Prozent lag.

    Dabei dürfte das durchschnittliche chinesische Lohnniveau um weitere 14 Prozent gestiegen sein, was die ausländische Nachfrage aber keineswegs beeinträchtigte. Zudem sind stark steigende Löhne in China nicht unbedingt etwas Neues. Von 2000 bis 2009 erhöhten sich dort die Einkommen der Arbeitnehmer um durchschnittlich 12,9 Prozent pro Jahr.

    Vor 20 Jahren noch war das Reich der Mitte lediglich als Exporteur von Textilien und billigem Spielzeug bekannt.

    Mittlerweile beliefert China die Welt aber auch mit Hochleistungs-Halbleitern, Werkzeugmaschinen oder auch hochwertigen Autokomponenten. Chinesische Werften liefern Tanker und Ölbohrplattformen, chinesische Ingenieure bauen überall auf der Welt Brücken und Eisenbahnlinien, oder rüsten Telefongesellschaften mit ihrer Netzwerktechnologie aus.

    Gerade bei teuren und komplexen Produkten nimmt der Anteil chinesischer Hersteller am gesamten Wertschöpfungsprozess immer mehr zu.
    Die spektakulären Erfolge der chinesischen Solarwirtschaft auf dem Weltmarkt sind dafür nur eines von vielen Beispielen.

    Steigende Löhne - ist China noch konkurrenzfähig? - Global Global Kolumnen - EMFIS Emphasize Emerging Markets


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