Grenzenloser Egoismus bei viel zu vielen. In einem "christlichen" Land.
Dabei lehrt uns doch der Blick in die Zeitung immer wieder, der "Nächste" kann eher verrecken, als das Bürger Michel ihm hilft. Dass es Ausnahmen gibt, ist bekannt. Aber wie gesagt: Ausnahmen.
Soziales Verhalten, tätiges Interesse an anderen, denen es vielleicht nicht so gut geht? Wo kämen wir denn da hin! Jeder soll gefälligst für sich selber sorgen. Und auch bitte dem Staat, sprich der Allgemeinheit, nicht zur Last fallen. Was braucht einer 365 € im Monat, man kann auch von 250 leben. Es gibt ja noch so viel Reste in den Müllcontainern.
Und meine Millionen, die gehören mir, da könnte ja jeder kommen und was abhaben wollen.
Gerade in den Zeitungen: Polizist von Motorradfahrer erschosssen. Einige Kommentare dazu haben den Tenor: der hat sich den Beruf ja freiwillig ausgesucht, selber schuld.
Das ist die Einstellung vieler meiner lieben Mitbürger. "Selber schuld" an der Arbeitslosigkeit, an der Krankheit, am Gemobbtwerden. Eine Begründung die immer dann herangezogen wird, wenn man sich nicht mit Problemen anderer befassen will.
Und dazu passend sind auch unsere Parteien. Klientelpolitik, lobbyistenhörig. Die Interessen des Volkes? Lachhaft, wen kümmert das!
Fazit: wir werden immer wieder die Regierungen bekommen, die weder willens noch fähig sind, einen sozialen, menschlichen Staat zu schaffen und zu erhalten. Und ob die SPD jetzt vielleicht wieder etwas mehr Zuspruch erhält oder nicht, ist da völlig unerheblich.

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