Umfrage: Nur jeder vierte Deutsche will strenge Frauenquote

CorbisIm Streit über eine Frauenquote für Unternehmen hat Familienministerin Schröder offenbar die Mehrheit der Deutschen auf ihrer Seite. Laut einer Umfrage unterstützen 61 Prozent ihre Forderung nach einer freiwilligen Selbstverpflichtung. Nur ein Viertel ist für eine gesetzliche Quote.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...827383,00.html
  1. #60

    Quote

    Zitat von Criticz Beitrag anzeigen
    Sie verstehen leider immer noch nicht, dass die eine Seite, Sie meinen wohl Männer, überhaupt keine 97%einfordern...
    Das sehen Sie so. Die Quotengegner sehen das wohl anders mit ihrem Verweis auf die nur 3% Vorstandsposten.
    Bei einer Marktbeherrschung von 97% wird ein Monopol angenommen.
    Ob ein Gericht eine Quotenregelung wegen Positivdiskriminierung ablehnen würde, da wäre ich mir übrigens nicht so sicher.
    Juristen können auch zu anderen Ergebnissen kommen als es sich der Laie vorstellt:
    "Damit steht der objektive Wertgehalt bzw. faktische Gleichberechtigungsauftrag aus Art. 3 Abs. 2 GG in Kollision mit dem subjektiv-rechtlichen Gleichberechtigungsgebot bzw. Diskriminierungsverbot aus Art. 3 Abs. 2, 3 GG. Dies kann durch Herstellung der praktischen Konkordanz in einen schonenden und verhaltnismalsigen Ausgleich gebracht werden. Beiden Grundrechten kann durch eine sachliche und zeitliche Beschrankung der Quotenregelung optimale Geltung verschafft werden."
    http://www.berlin.de/imperia/md/cont...rauenquote.pdf
  2. #61

    Quoten

    Zitat von heiko_2012 Beitrag anzeigen
    Wir brauchen keine Frauenquote. Weil:...
    3. Wären Frauen fachlich genug qualifiziert, so würden die Firmen sie auch nehmen. Es gibt kaum einen Chef, der eine dringend benötigte Fachkraft ablehnt, nur weil sie eine Frau ist.
    Hier wäre ich vorsichtig, weil es grade nicht um normale Fach-Tätigkeiten geht. Wir reden hier von Vorständen.
    Wie werden die denn bestimmt?
    Wann ist denn jemand 'besser geeignet' als jemand anderes?
    Gibt es Ihrer Meinung nach einen Katalog von Kompetenzen um Vergleichbarkeit herzustellen?
    Gibt es wenigstens irgendeine Art von Transparenz, wie eine Besetzung von Vorständen zustandegekommen ist?
    Das gibt es alles nicht. Und genau deshalb haben es Quotenbefürworter an dieser Stelle recht leicht, weil sie dann diesen Katalog nach ihren eigenen Interessen annehmen können.
    Wenn das Ergebnis der Besetzung eine Mehrheit von 97% Männern darstellt, dann ist eine Vermutung, daß es ein Kriterium 'Mann zu sein' gibt nicht soweit hergeholt.
  3. #62

    Diskussion überflüssig

    Zitat von dummerjunge Beitrag anzeigen
    Wie wäre es, wenn Frauen mal selber Unternehmen gründen würden? Dann bräuchte man diese Diskussion über Quoten gar nicht führen. Solange auf diesem Feld kein großes weibliches Engagement vorhanden ist, ist es nur verständlich, wenn Frauen nicht ins Top-Management vorstoßen.
    Unter den zahlreichen Unternehmen, die ich in den letzten zehn Jahren in Deutschland kennen gelernt habe, befanden sich fast keine, die von Frauen gegründet wurden. Hier ist gigantischer Nachholbedarf. Das wäre ein interessantes Arbeitsfeld für jene Frauen dieser Gesellschaft, die großspurig und lautstark ihre Qualifikation durch die Quote übertünchen wollen. In der Tat ist es doch so, dass nur wenige Frauen die Voraussetzungen für den Weg nach ganz oben oder als eigenständige Unternehmerin erfüllen. Für alle die anderen wird keine Frauenquote benötigt, sie schaffen es auch so ins Top-Management. Also: Die Diskussion ist überflüssig und "künstlich", fern jeglicher Realität.
  4. #63

    Bedenkliche Entwicklung

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Das sehen Sie so. Die Quotengegner sehen das wohl anders mit ihrem Verweis auf die nur 3% Vorstandsposten.
    Bei einer Marktbeherrschung von 97% wird ein Monopol angenommen.
    Ob ein Gericht eine Quotenregelung wegen Positivdiskriminierung ablehnen würde, da wäre ich mir übrigens nicht so sicher.
    Juristen können auch zu anderen Ergebnissen kommen als es sich der Laie vorstellt:
    "Damit steht der objektive Wertgehalt bzw. faktische Gleichberechtigungsauftrag aus Art. 3 Abs. 2 GG in Kollision mit dem subjektiv-rechtlichen Gleichberechtigungsgebot bzw. Diskriminierungsverbot aus Art. 3 Abs. 2, 3 GG. Dies kann durch Herstellung der praktischen Konkordanz in einen schonenden und verhaltnismalsigen Ausgleich gebracht werden. Beiden Grundrechten kann durch eine sachliche und zeitliche Beschrankung der Quotenregelung optimale Geltung verschafft werden."
    http://www.berlin.de/imperia/md/cont...rauenquote.pdf
    Klar, die Quotengegner leiten aus der Prozentzahl eine Diskriminierung ab. Aber das alleine reicht eben dem Bundesarbeitsgericht nicht....und das ist m.E. mehr als nachvollziehbar, das habe ich ja in den anderen Beiträgen versucht darzulegen, muss nicht wiederholt werden. Das Paradoxe ist eben, dass die Befürworter nie und nimmer die Zahl irgendeiner Einrichtung vorhalten würden, die überwiegend von Frauen dominiert wird. Das ist die - entlarvende - Inkonsequenz der Argumentation der Qutenbefürworter.

    Danke für den Link. Zur Qualität dieser Arbeit und der "politischen Intention" die ihr - vermutlich - zu Grunde liegt, sage ich mal besser nichts. Das letzte Wort wird hier aber nicht irgendeine Berliner Fachhochschülerin sondern der Europäische Gerichtshof haben.

    Das sich Meinungen von Gerichten ändern können ist dabei klar. Die Politik tut dabei ja alles, das die "richtigen" Personen auf die wichtigen Stellen kommen, z.b. durch die Ernennung von ausgewiesenen Feministinnen wie S. Baer zur Bundesverfassungsrichterin:
    Rückenwind für Susanne Baer (ab heute Bundesverfassungsrichterin) | L-talk
    Was nicht passt wird vielleicht in der Tat auch auf diese Methode noch passend gemacht.

    Das halte ich für eine sehr bedenkliche Entwicklung...
  5. #64

    Existenzgründerinnen

    Zitat von hierro Beitrag anzeigen
    Unter den zahlreichen Unternehmen, die ich in den letzten zehn Jahren in Deutschland kennen gelernt habe, befanden sich fast keine, die von Frauen gegründet wurden. Hier ist gigantischer Nachholbedarf. Das wäre ein interessantes Arbeitsfeld für jene Frauen dieser Gesellschaft, die großspurig und lautstark ihre Qualifikation durch die Quote übertünchen wollen.
    Na es gibt doch schon Fördermaßnahmen für Existenzgründerinnen.
    Ich will eine Firma gründen und habe eine Vagina = Förderung.
    Ich will eine Firma gründen und habe einen Penis = keine Förderung.

    Anscheinend hat das noch nicht gereicht und der Staat muss noch viiieeeel mehr Leute aufgrund dessen fördern, dass sie die passenden Genitalien haben.
  6. #65

    Ich bin für folgendes:
    Frauen sollten immer zu mindestens 50% in Führungspositionen eingestellt werden. Seien es Groß- oder Kleinstunternehmen!


    Zudem gilt natürlich noch gleiches Recht für alle - Auch in der Bezahlung!
    Das Gehalt der Arbeitnehmerin darf nicht unter dem Durchschnittsgehalt der männlichen Belegschaft liegen: Einfache Regelung die funktioniert!

    Natürlich müssen hier die Abschlüsse berücksichtigt werden (Promotion < Master/Diplom < Bachelor < Hochschulreife < Fachhochschulreife < Fachoberschulreife)

    Allerdings hat dieses Richtprinzip auch branchen- bzw. betriebsübergreifend zu wirken.

    Beispiel:
    Wenn in einer Region der Durchschnitt der Männer mit einer Ausbildung (und FOR) 2200EUR brutto im Monat verdient, so hat jede Arbeitnehmerin dieser Region mindestens dieses Gehalt zu bekommen, sofern sie die gleiche Qualifikation (Ausbildung und FOR) mit sich bringt.