CorbisIm Streit über eine Frauenquote für Unternehmen hat Familienministerin Schröder offenbar die Mehrheit der Deutschen auf ihrer Seite. Laut einer Umfrage unterstützen 61 Prozent ihre Forderung nach einer freiwilligen Selbstverpflichtung. Nur ein Viertel ist für eine gesetzliche Quote.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...827383,00.html
Spiegel 2007:
Ohne Frauenquote, betont Ulla Schmidt, "wäre ich gar nicht in der Politik"
Gleichberechtigung: Die Herrschaft der Alphatiere ist nicht vorbei - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Noch Fragen?
Außerdem ist es nicht so abwegig, dass man bei Vollmond schlechter schläft, Magneten an Brennstoffleitungen die Heizleistung verbessern, die heilige Jungfrauenstatue in Pusemuckel tatsächlich bluten kann und dass vor allem junge Menschen extrem diskriminiert werden, wenn es um Vorstandsposten geht.
Die letzte Behauptung (denn nichts anderes ist das) kann ich Ihnen auch schnell belegen: ca. 99% aller Studierenden sind unter 25 Jahre alt. Aber weniger als 0,3% aller Stellen im Vorstand oder im Aufsichtsrat sind an Mitglieder dieser Altersgruppe vergeben. Ergo werden junge Menschen noch extremer diskriminiert als Frauen. Und das ist nicht nur in der Wirtschaft so; vor allem in der Politk wird dieses jugendverachtende Menschenbild ausgelebt; bis auf die Piraten sind in allen anderen Parteien die guten Posten fast ausnahmslos mit Leuten über 25 Jahren besetzt. Ein Skandal!!!
und weiter ? sehen sie sich die Karrieren der vorstände an. klar haben die alle eine akademische Bildung. danach fragt aber kein mensch. schauen sie sich ein paar Lebensläufe an: meistens haben sie jahrzehntelange karriere in führungspositionen hinter sich und nachweisbare leistungen in den verschiedensten unternehmensbereichen erbracht. keiner kommt dorthin mit einem 8-5-job. von einigen überfliegern mal abgesehen sind die meisten auch weit über 50 jahre alt.
trotzdem sollen diese tatsachen über bord geworfen werden weil ja so viele frauen ein bwl-diplom haben und auch gerne dorthin möchten ? es steht ihnen frei sich im konkurrenzkampf zu behaupten. DAS ist gleichbeRECHTIGUNG. ist aber noch nicht genug, oder ?
Das 'albern' bezieht sich darauf, daß die Quotenbefürworter mit exakt derselben Begründung, nämlich diskriminiert zu werden, auf eine Regelung pochen, diese Diskriminierung zu unterbinden.
Jetzt stellen Sie sich mal ein hypothetisches Gerichtsverfahren vor, indem beiderlei Argumente ausgetauscht werden und die eine Seite sagt: wenn wir nicht die üblichen 97% Anteil bekommen werden wir positiv diskriminiert... Das Gelächter möchte ich hören.
Und auch nochmal für Sie: Dieses Verfahren müsste von Seiten der Männer von vornherein anders geführt werden. Es muß die Frage in den Mittelpunkt gerückt werden, was sich durch einen höheren Frauenanteil eigentlich (positiv) ändern würde, wahrscheinlich nämlich überhaupt nichts.
Wenn es nur um die Frage einer Diskriminierung geht, also quasi eine ethische Frage, dann kommt die Quote mit ziemlicher Sicherheit.
Sie scheinen es nicht verstehen zu wollen. Die Frage nach weiblichen Unternehmensgründern ist sicher nützlich und sinnvoll, hat aber mit der Besetzung der Vorstände nur sehr wenig zu tun. Diese sind nämlich nachweislich KEINE Unternehmensgründer sondern Angestellte. Meinetwegen clevere oder professionellere, haben sich mit Ellenbogen durchgesetzt oder sich hochgeschlafen, was weiß ich.
Allenfalls interessant in diesem Zusammenhang dürfte sein, inwieweit den Aktionären Quoten vor die Füße gesetzt werden.
Selbst als Quotengegner ist das gar nicht so leicht zu beantworten. Unternehmen sind kein rechtsfreier Raum und es gibt Mitbestimmungsgesetze.
Sie verstehen leider immer noch nicht, dass die eine Seite, Sie meinen wohl Männer, überhaupt keine 97%einfordern. Wenn Frauen durch Leistung, Fähigkeit, Fertigkeiten etc. ihren Anteil von mir aus auf 100% steigern habe ich kein Problem damit. Sie tun wie viele so als ob es eine 97%-Männer-quote gäbe - die gibt es nicht, genausowenig wie es eine in der Grundschule für Frauen gibt. Das ist der Unterschied zwischen einer "vermuteten/spekulativen" Behauptung (97%quote) und einem diskriminierenden Gesetz. Lachen wird kein Mensch, weil das höchstrichterliche Rechtsprechung des BAG ist...also keine Sorge.
Ich bin bei Ihnen dass es eine Illusion ist, dass sich durch einen höheren Frauenanteil wirklich viel ändern würde. IdR passen sich "Neulinge", egal welchen Geschlechts, ja an. Es wird ja immer gesagt, dass Arbeitsleben würde familienfreundlicher werden - glaube ich nicht, jedenfalls brauchts da keine Quote, man müsste einfach nur bestehende Gesetze (Arbeitszeitgesetz etwa) strikt beachten und sofort wären viele Betriebe familienfreundlicher.
Diese Frage, ob was besser werden würde mit Quote, zielt bereits auf die Folgen einer Quote ab. Sie müssen früher ansetzen: rechtlich wie auch ethisch möchte ich als Mann wg. meines Geschlechts nicht dikriminiert werden, basta. Sollte das keine Selbstverständlichkeit im 21. Jahrhundert sein? Allein deshalb ist die Quote gesellschaftspolitisch u. auch ethisch abzulehnen, Folgefragen stellen sich dann doch gar nicht mehr, aber selbst die und die Antworten darauf, s.o., würden die Quote nicht stützen.
Aus Sicht eines technisch orientierten Unternehmens sieht es so aus:
Frauenquote unter den Auszubildenden ca. 5% (es werden weit mehr technische Berufe ausgebildet, bei kaufmännischen stimmt die 50%...).
Frauenanteil unter den akademischen Bewerbern <20%.
Frau zu sein heißt in unserem Unternehmen, stärker wahrgenommen zu werden und wirklich gute Förderung zu erfahren. Schließlich gibt's da ja auch eine Selbstverpflichtung, die mehr als ernst genommen wird und über die verschiedenen Unternehmen knallhart controlled wird.
Dann aber kommt im erfolgreichen Berufsleben der kleine Einschnitt Mutterschaft, der sich ggf. über einige Zeit hinzieht, Rückkehr ins Unternehmen mit X% Teilzeit.
Fragen Sie mal diese Frauen, ob sie nicht doch gewillt sind, einen leitenden Job im Unternehmen anzunehmen mit 60,70 Wochenstunden und Wochenendaktivität. Hier passt der Anspruch zwischen Verantwortung fürs Unternehmen und dem eigenen Lebensmodell nicht mehr.
Die Frauen, die sich auf die Karriere einlassen, starten durch.
Wer also die unbedingte Frauenquote fordert, sollte eher mal hinterfragen, wie das in die heutige Gesellschaft passt.
Wir brauchen keine Frauenquote. Weil:
1. Frauen, die eine Arbeit nur wegen der Quote bekommen würden, wären schnell als Quotenfrau verrufen.
2. Dies kann schnell zur Diskriminierung des Mannes mutieren.
3. Wären Frauen fachlich genug qualifiziert, so würden die Firmen sie auch nehmen. Es gibt kaum einen Chef, der eine dringend benötigte Fachkraft ablehnt, nur weil sie eine Frau ist.
= Diskriminierung..
Auf Grund einer Quote einen Job oder was auch immer zu bekommen, bedeutet für mich Diskriminierung.
Fähigkeiten sollten alleine ausschlaggebend sein.
Wie erbärmlich es ist, sich hinter Quoten verstecken, zeigt sich besonders in der Politik.
Gruss von einer saarländerin (keine Quotenfrau)