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Umfrage: Mögliches Guttenberg-Comeback spaltet Deutsche

Ex-Verteidigungsminister Guttenberg rührt kräftig die Werbetrommel - doch die Deutschen bleiben skeptisch: Eine knappe Mehrheit ist laut einer "Stern"-Umfrage gegen seine Rückkehr auf die politische*Bühne*- und hält ihn für wenig glaubwürdig.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...800756,00.html
  1. #40

    Erkenntnisgehalt?

    Welchen Erkenntnisgehalt kann eine Statistik von Stern/ G+J / Bertelsmann haben?
    Herr zu Guttenberg mag aktuell in (großen) Teilen der öffentlichen Wahrnehmung eher anecken bzw. Ablehnung ernten.
    Ob er aber auf die politische Bühne zurückkehrt, das bestimmt sich nicht nach irgendwelchen Statistiken, die eh niemand kontrollieren kann, denn mehr danach, was bei irgendwelchen Wahlen geschieht.

    Entweder wird Herr zu Guttenberg in "seinem" Wahlkreis das Direktmandat durch den Wähler erhalten, wenn er es darauf anlegt und "seine" Wähler ihm diesen Erfolg ermöglichen; oder er wird aufgrund irgendeines Listenplatzes und aufgrund des Wahlverhaltens "der" Wähler der Partei, auf deren Liste er auftaucht, zum MdL oder MdB.
    Jedenfalls gelten auch für ihn - zu seinen Gunsten wie zu seinem Nachteil - die allgemeinen Wahlrechtsgrundsätze unabhängig seiner früheren Verfehlungen.

    Wenn er "nur" allgemeine Politik betreibt - und zwar ohne Mandat -, dann wird er die Plattform nutzen können, die ihm von seiner Partei sowie den Medien eingeräumt wird; aber auch hier ist es nicht selbstverständlich, dass er nur durch sich heraus die "Macht" erhält, denn auch innerhalb einer Partei und der Medien gibt es Mechanismen, die sich für und gegen ihn richten.

    Dass er jedenfalls mit wenig viel bewirkt, das zeigt sich wunderbar an der Medienöffentlichkeit, deren Aufmerksamkeit er aktuell erntet.

    Unterm Strich: Der Erkenntnisgehalt solcher depperten Statistiken ist gleich Null.

    Von mir aus kann er weg bleiben; wenn es ihm gelingt, in die entscheidungsträchtigen Positionen zu gelangen, dann "ist das halt so", und es bleibt zu hoffen, dass er dann gute und nicht "gutte" Arbeit leistet.
  2. #41

    lebenslange Verbannung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ex-Verteidigungsminister Guttenberg rührt kräftig die Werbetrommel - doch die Deutschen bleiben skeptisch: Eine knappe Mehrheit ist laut einer "Stern"-Umfrage gegen seine Rückkehr auf die politische*Bühne*- und hält ihn für wenig glaubwürdig.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...800756,00.html
    Während hierzulande Politiker nach einer fahrlässigen Tötung, nach Insolvenzverschleppung oder wegen einer Verurteilung wegen Meineides relativ rasch wieder auf die politische Bühne zurückkehren, während Priester nach Kindesmißbrauch einfach in eine neue Gemeinde versetzt werden, ist das Nichtangeben von Fußnoten in einer Doktorarbeit ein derartiges Kapitalverbrechen, dass eine zweite Chance von der Mehrheit unserer Bevölkerung kategorisch abgelehnt wird. Der Neid spaltet die Deutschen nicht, er eint sie wie nie zuvor....
  3. #42

    Die Lösung!

    Wie wäre es denn, wenn KTvuzG sich für "Wetten daß" bewirbt, da wird doch verzweifelt ein Nachfolger für Thomas Gottschalk gesucht. Das wäre eine absolute win-win-win-Lösung: KT hätte seinen Starrummel, die Einschaltquoten von "Wetten daß" würden auf Rekordhöhe steigen und die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik stünde ebenfalls besser da.
  4. #43

    Schwert?

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Strafrechtlich gesehen ist doch alles eine Bagatelle. Er hat sich nicht bereichert. Den Titel hat er verloren und wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.
    Was will man noch? Soll er sich in ein Schwert stürzen?
    Das mit dem Schwert ist eine andere Zeit. In seinen Kreisen war es nicht vor allzu langer Zeit noch üblich, daß man einen durchgeladenen Revolver auf seinem Schreibtisch fand...
  5. #44

    +++

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Strafrechtlich gesehen ist doch alles eine Bagatelle. Er hat sich nicht bereichert. Den Titel hat er verloren und wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.
    Was will man noch? Soll er sich in ein Schwert stürzen?
    Soll er nicht!
    Er soll sein Güter verwalten, meinetwegen auch Karnevalsreden halten oder Bücher schreiben, (meinetwegen auch abschreiben) und ansonsten Ruhe geben, am besten in USA, oder auch in Timbuktu, oder wo der Pfeffer wächst.
  6. #45

    Guttenberg wird kräftig überschätzt ...

    ... von den Guttenbergs, von der CSU, von Merkel, von der Öffentlichkeit und, am Ende auch, von von und zu Guttenberg selbst.

    Ein minimal sorgfältiger Mensch liest die Doktor-Arbeit zum Erwerb eines akademischen Grades vor der Abgabe an die Universität wenigstens (noch einmal) durch. Dies unterlassen habend, weil von der Quelle seiner Dissertation und seinem bis dahin immerhin guten Namen zu tiefst überzeugt, war er wirklich ungläubig erstaunt, dass man ihm Plagiate vorwarf, wo er sich nur ein paar handwerkliche Fehler vorstellen wollte. Der Doktorvater, von dem Namen derer von und zu Guttenberg der Art überzeugt, dass er sich nicht vorstellen konnte, dass die Arbeit nicht aus bester Quelle stammte, entdeckte noch nicht einmal die referenzlos entnommenen Teile seiner eigenen Werke in der Arbeit wieder. Auch er meinte wohl, die Quelle überschätzend, dass akribisches Lesen nicht notwendig sei.

    Der Freiherr, von Geburt adelig, erledigte im Schnellzugtempo, im Rhythmus von Monaten, die Ämter des CSU-Generalsekretärs, eines Bundesministers für Wirtschaft, des Bundesministers für Verteidigung und des Politabgängers. Alles von Ende 2008 bis Frühjahr 2011. DA WAR ER ERLEDIGT. Der typische AUA-Politiker: eine Sache Aufreißen, Umreißen und dann Abreisen, zum nächsten Job oder ins "off".

    Dass solche Leute in diesem Land positive Eindrücke hinterlassen, lehrt einen das Fürchten.

    Dann Kritik an den Gebliebenen in nachgelassenen Interview-Niederschriften zu üben (in Buchformat), zeigt eine gefährliche Selbstein- und -überschätzung. Als junger Dachs, mit wenig Lebensjahren, kaum Zeit gehabt habend einmal etwas zu Ende zu bringen, so gut wie keine Erfahrung in verantwortlichen, nachhaltig inne gehabten Posten, bei diesem Curriculum und soviel Naseweisheit, da kann man nur Selbstgefälligkeit und wenigstens Anflüge von Narzissmus diagnostizieren.

    Mögen wir in Zukunft von ihm und seines Gleichen verschont bleiben.
  7. #46

    Im Strafrecht geht es nicht ...

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Strafrechtlich gesehen ist doch alles eine Bagatelle. Er hat sich nicht bereichert. Den Titel hat er verloren und wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.
    Was will man noch? Soll er sich in ein Schwert stürzen?
    ... darum, ob jemand irgendwelche Titel zurückgibt oder Vermögensteile wieder herausrückt.

    Im Strafrecht geht es um die staatliche Sanktion einer Person, durch welche diese Person für die durch sie verübte Verletzung der Rechtsordnung bestraft wird. Da ist es unerheblich, ob im parallelen Verwaltungsverfahren der Doktortitel aberkannt worden ist oder im zivilrechtlichen Kontext für den angerichteten Schaden möglicherweise ein Ausgleich geschaffen werden könnte.

    Durch die Einstellung des Strafverfahrens gibt es kein Urteil darüber, ob Herr zu Guttenberg nun strafbar einen Straftatbestand erfüllt hat oder nicht; die Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Hof deutet aber darauf hin, dass dies möglich wär', jedoch wurde letztlich aus Gründen der Prozessökonomie das Verfahren vorzeitig eingestellt, da wohl das potentielle Strafmaß als geringfügig eingestuft worden ist.
  8. #47

    Wo sehen Sie denn hier...

    Zitat von jjcamera Beitrag anzeigen
    Während hierzulande Politiker nach einer fahrlässigen Tötung, nach Insolvenzverschleppung oder wegen einer Verurteilung wegen Meineides relativ rasch wieder auf die politische Bühne zurückkehren, während Priester nach Kindesmißbrauch einfach in eine neue Gemeinde versetzt werden, ist das Nichtangeben von Fußnoten in einer Doktorarbeit ein derartiges Kapitalverbrechen, dass eine zweite Chance von der Mehrheit unserer Bevölkerung kategorisch abgelehnt wird. Der Neid spaltet die Deutschen nicht, er eint sie wie nie zuvor....
    ...eine Neiddebatte?
    Ihr Beispiele sind allesamt verwerflich und für unseren Staat nicht tragbar. Und für einen Politiker ist auch das Nichtangeben von Fußnoten nicht tragbar. Er stiehlt die Ergebnisse der Arbeit anderer Menschen und nutzt diese für sich.
    Es ist eben eine Frage des Charakters und das versteht nicht jeder.
    Aber in einem Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung gern Software, Bücher, Spiele, Musik oder Filme gern umsonst haben möchte und millionenfach täglich Diebstahl begeht, ist so ein Verhalten wohl entschuldbar, oder?
    Es ist wie mit einem Musikstück: Jemand hat es komponiert und er will als Komponist seine Brötchen bezahlen, seine Miete und die Ausbildung seiner Kinder. Mit welchem Recht nehmen wir uns dann diese Leistung und stehlen sie? Mit welchem Recht tut Guttenberg das mit Texten, die nicht seine sind?
  9. #48

    Prozente

    Zitat von olicrom Beitrag anzeigen
    .... dass allerdings über 50% der Deutschen intelligent und politisch verantwortungsbewusst sein sollen, ist überraschend und grenzt fast an ein Wunder. Vieleicht hat die Causa Lügenbaron ja doch was Gutes bewirkt. 47% "Sind-Wir -Nicht-Alle-Betrüger?" allerdings ist schlimm, entspricht aber ungefähr der gefühlten Situation in diesem Land. Weil dass nun mal die sind, die dran sind. Aber das wird sich Gott sei Dank absehbar ändern.
    Sie haben teilweise recht. Das sogenannte einfache Volk steht zu ihm.
    Aber auch die hochintellektuellen Leute , die wissen ,dass kaum eine Doktorarbeit ohne Fehler ist. Meiner Ansicht nach ist es die sogenannte Halbintelligenz , die sich über ihn aufregen muss.
  10. #49

    Nein,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ex-Verteidigungsminister Guttenberg rührt kräftig die Werbetrommel - doch die Deutschen bleiben skeptisch: Eine knappe Mehrheit ist laut einer "Stern"-Umfrage gegen seine Rückkehr auf die politische*Bühne*- und hält ihn für wenig glaubwürdig.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...800756,00.html
    nicht Herr KTG rührt die Werbetrommel, das waren "DIE ZEIT" und ihr Herausgeber DiLorenzo,der das "Interviewbuch geschrieben hat, sowie der Herder Verlag, der dies "Werk" verlegt hat.
    Ist da reichlich Geld aus Guttenbergschen Schatullen geflossen?

    Was sonst hat den Herrn DiLorenzo nur geritten, dieses Faß aufzumachen? Er ist doch sonst ein sehr vernünftiger Mann?
    (Was sagt ZEIT-Mitherausgeber Helmut Schmidt eigentlich dazu?)
    Es gibt heute doch wahrhaft wichtigere Themen als einen abgehalfterten Provinzpolitiker, der ein paar Monate als Bundeswirtschaftsminister dilettiert und nichts zuwege gebracht hat, und keine zwei Jahre als Bundesverteidigungsminister "amtierte" und seinem Nachfolger ein Chaos ähnlich seiner plagiierten "Dr.Arbeit" (besser No-Dr.-No-Arbeit) hinterlassen hat.

    Unverständlich!


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