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Umfrage: Junge Deutsche sind für die Herdprämie
DPAExperten sind gegen das Betreuungsgeld, die Koalition streitet täglich über das Thema - doch in der Bevölkerung ist die Herdprämie recht beliebt. Zumindest die unter 30-Jährigen befürworten den Zuschuss laut einer Umfrage. Ältere hingegen sind gegen das Lieblingsprojekt der CSU.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829693,00.html
- #50 25.04.2012 14:21 von
- #51 25.04.2012 14:21 von
- #52 25.04.2012 14:22 von
- #53 25.04.2012 14:23 von
- #54 25.04.2012 14:24 von
Uralte Weisheit
Wer Kinder frühestmöglich in Staatliche Prägung bringt erhält die besten Soldaten.
Das Land wird militärisch stark und kann Imperialistische Tendenzen ausleben.
Wer Kinder in der Familie erziehen beläßt ,so das diese Gemeinschaftsgefühl und Grundvertrauen entwickeln können, bekommt eine ökonomisch prosperierende und friedliebende Gemeinschaft.
Das ist jetzt sehr holzschnittartig umrissen.Aber 97% kapieren sowieso nicht was gemeint ist .Aber dem Rest sei es zur Vergegenwärtigung in Erinnerung gerufen. - #55 25.04.2012 14:24 von
...
Die Meinung der Wirtschaftsforschungsinstitute?
Im Park, auf dem Spielplatz, in Krabbelgruppen...Mütter werden selbst in Bayern nicht eingesperrt. Und den Kindern ist die Größe der Wohnung in diesem Alter egal. Je näher an der Mama, umso besser!
Welche arbeitende Mutter mit Kind ist schon zufrieden? - #56 25.04.2012 14:25 von
Wenn der Staat die Herdprämie an die Leute mit Kindern zahlt, die keine Hartz-IV Empfänger sind, gibt er das Geld an die Leute, die das Geld nicht nötig haben und selber finanziell recht gut dastehen.
Bei 150€ Herdprämie monatlich ist fraglich, ob deshalb ein Elternteil der Mittelschicht extra die Arbeit aufgibt um sich um das Kind zu kümmern.
Vielmehr entscheiden die Eltern sich unabhängig vom Staat, ob sie das Kind lieber selber erziehen oder in eine Einrichtung schicken.
Würde man das Geld an Hartz-IV Empfänger auszahlen, würden diese ihre Kinder zwar zuhause lassen, sich aber nicht um sie kümmern.
Kinder mit Migrationshintergrund wären viel schlechter integriert, und würden die Sprache schlechter beherrschen.
Außerdem ist das Betreuungsgeld sehr bürokratisch. Man bräuchte Beamte dafür und müsste überprüfen, ob die Kinder wirklich nicht in die Einrichtung geschickt werden, während die Eltern noch mehr Papiere ausfüllen müssten um ihr Betreuungeld zu erhalten.
Das Geld, das an die Betreuungsgeldempfänger ausgezahlt würde, wäre 1.nicht für sinnvolle Investitionen einsetzbar und 2. würde es durch Steuern von den Menschen, die noch keine Kinder haben abgezogen.
Sie wären also verpflichtet einen Teil des Geld, das sie später mehr bekommen, vorher weniger zu bekommen.
Gerade im jungen Alter beim Studium und Autokauf wird aber dringend Geld benötigt.
Außerdem müssten auch die Kinderlosen und älteren Leute die Prämie mitfinanzieren. Ist das gerecht?
Wenn man ständig neue Prämien einführt, nimmt man dem Menschen die Möglichkeit selber zu entscheiden und verlagert die Entscheidung zu oder gegen etwas auf das Geld. Wenn man den Wert des Geldes immer aufwertet, wertet man den Menschen ab. - #57 25.04.2012 14:30 von
Ich bin in meinen ersten 3 Lebensjahren ganz einfach von meiner Mutter aufgezogen worden. Dann war ich 2 Jahre im Kindergarten und danach in der Schule. Ich war nie in der Ergo, hatte keinen Logopäden, keinen privaten Musikunterricht und kein Mandarin Chinesisch ab 2 Jahre gelernt. Ich habe auf der Straße mit anderen Kindern gespielt, musste zu Hause sein, wenn die Laternen angingen und bin bei Wind und Wetter, sommers wie winters mit dem Fahrrad zur Schule und wieder zurück gefahren. Meine celebralen Zentren für Stresserzeugung sind vollkommen in Ordnung, was ich von den überbehüteten Kita - Kindern nicht immer behaupten kann. Man sollte nicht jeden Psycho - Kram glauben, sondern sich lieber eine eigene Meinung bilden.
- #58 25.04.2012 14:32 von
- #59 25.04.2012 14:32 von
Das Betreuungsgeld mit gleichzeitigem Krippenausbau ist der richtige Weg.
Das ist so nicht richtig.
Ich erkläre es ihnen an einer komplementären Sozialleistung, nämlich der Leistungen aus der Pflegeversicherung:
Ich habe letztes Jahr meine schwer pflegebedürftige Mutter zu Hause gepflegt, bis zu letzt, bis sie starb.
Dafür bekam ich sogenanntes Pflegegeld von der Pflegeversicherungen:
685 € / mtl. bei Pflegestufe 3.
Hätte ich meine Mutter in eine stationäre Pflegeeinrichtung (Altenpflegeheim) gegeben, hätte die Pflegeversicherung monatlich 2265 Euro zahlen müssen. Dies hätte die Allgemeinheit also ca. das drei- bis vierfache gekostet.
Ich wollte (und konnte) meine Mutter selbst pflegen, was sehr hart war, das können Sie mir glauben. Ich wollte es, meine Mutter wollte es. Es entstanden sehr viele Kosten, die ich bereit und in der Lage war, zu tragen, weil es für meine Mutter war, die es mir "wert" war.
Es ist völlig in Ordnung, dass die Allgemeinheit diese meine Leistung mit 685 Euro im Monat förderte, und dafür bin ich sehr dankbar. Dass pflegende Angehörige diese Leistung von Seiten des Staates erhalten, ist einfach nur genial.
Jetzt zurück zur Kinder-"Betreuung". "Pflege" wäre hier übrigens ebenfalls ein passenderer Begriff, ich weiß das, denn ich bin auch selbst Mutter. Aber egal, lassen wir den Streit um Begriffe.
Auch hier haben diejenigen Eltern, die die "Betreuung" SELBST leisten, eine Anerkennung bitter verdient.
Auch hier ist die "Eigenleistung", genau wie im Fall der selbstgeleisteten Pflege älterer Angehöriger, für die Allgemeinheit um ein vielfaches Günstiger als die "stationäre" Betreuung oder Pflege.
Denn den 150 Euro Betreuungsgeld stehen ca. 1200 Euro Kosten für die "Unterbringung" eines zweijährigen Kleinkindes in einer Krippe gegenüber.
Es ist sozusagen eine Win-Win-Situtation, wenn die "Eigen-Leistungen" der Menschen gefördert werden. Die Menschen haben etwas davon - Und die Allgemeinheit hat etwas davon. Und nicht zuletzt die Kinder. Niemand kann besser entscheiden als die Eltern, ob sie ihre Kinder in diesem frühen Alter in eine Kollektiv-"Betreuung" geben wollen und können oder nicht. Das eine Kind mag dafür geeignet sein, das andere nicht. Wer soll das entscheiden als die Eltern?
Langer Rede, kurzer Sinn:
Das Betreuungsgeld ist sozialpolitisch gerecht und alle haben einen Gewinn davon. Das Betreuungsgeld mit gleichzeitigem Krippenausbau ist der richtige Weg.
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