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Umfrage: Junge Deutsche sind für die Herdprämie

DPAExperten sind gegen das Betreuungsgeld, die Koalition streitet täglich über das Thema - doch in der Bevölkerung ist die Herdprämie recht beliebt. Zumindest die unter 30-Jährigen befürworten den Zuschuss laut einer Umfrage. Ältere hingegen sind gegen das Lieblingsprojekt der CSU.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829693,00.html
  1. #110

    Die Älteren sind gegen die Herdprämie ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Experten sind gegen das Betreuungsgeld, die Koalition streitet täglich über das Thema - doch in der Bevölkerung ist die Herdprämie recht beliebt. Zumindest die unter 30-Jährigen befürworten den Zuschuss laut einer Umfrage. Ältere hingegen sind gegen das Lieblingsprojekt der CSU.

    Umfrage: Junge Deutsche sind für die Herdprämie - SPIEGEL ONLINE
    Offenbar zu Recht. Sie haben Erfahrungen mit solchen Wahlgeschenken.
    Und sie sind noch eher für soziale Gerechtigkeit. Es wirkt einfach albern und unglaubwürdig,dass der gut bezahlte Manager, der sich auch eine HH-Hilfe problemlos leisten kann, Elterngeld erhalten soll, während andere auf der Strecke bleiben. Den Erfindern dieser unseligen Prämie hätte ja vielleicht auch einfallen können, eine Deckelung vorzusehen.
  2. #111

    ...

    Zitat von leni.pfeiffer Beitrag anzeigen
    Und wie sieht es mit den Vätern aus? Die fehlen in Ihrer Argumentation völlig.
    Können sie 1:1 auf Väter übertragen. Nur würde ich Männer im Durchschnitt als distanzierter einschätzen.
  3. #112

    :)

    Zitat von plumbini Beitrag anzeigen
    Glaube nie einer Statistik die du nicht selbst gefaelscht hast ;-) Wer ist
    denn da gefragt worden und wieviele? Was machen die Muetter beruflich, habe sie Kinder oder nicht? Davon abgesehen steigt das Alter von Muetter bei der ersten Geburt, daher sollte man representativerweise das Alter mind auf 35 besser auf 40 Jahre setzten und eine representative Uebersicht ueber alle Muetter zu haben.
    In Bayern brauchen Sie nur mit den Leuten auf der Straße reden. Da sind jung und alt hörbar mehrheitlich dafür. Sonst würde die CSU (Momentan zwischen 45 und 50%) diesen Terz ja auch nicht machen. "Dem Volk aufs Maul gschaut" ist deren Spezialität.

    Und "das Kind direkt nach der Geburt in die Kita schieben", hat in Bayern, wie in Gesprächen immer wieder zu hören, immer noch einen (nicht erstrebenswerten) "DDR-Touch".

    Ich will nicht beurteilen, was richtiger oder falscher ist, sofern überhaupt möglich. Ich kann nur erklären, woher der Streit rührt und woher evtl. solche Ergebnisse kommen (könnten).
  4. #113

    Z.B. Zypern

    In Zypern, ab Juli 2012 Sitz der Präsidentschaft, ist einiges auffallend. 1. Die Mehrzahl der Zyprioten heiraten relativ jung.
    2. Viele junge Familien haben 2 und mehr Kinder.
    3. Das Bildungsniveau in Zypern ist hoch, auch und gerade bei Frauen.
    4. Junge Frauen, obwohl Mütter von meistens 2 und mehr Kindern, sind berufstätig.
    5. Bei vielen Besuchen von Schulen (ich habe an Hospitationen in allen Klassenstufen teilgenommen) fällt auf, wie ruhig, ausgeglichen und gut erzogen die meisten Schüler sind.
    6. Die Gewalt an Schulen und zwischen Schülern ist sehr gering.
    7. Kriminalität in der Gesellschaft ist sehr niedrig. (Es gibt die übliche Kriminalität im Bereich der illegalen Wetten.)

    Es ist kein Paradies, aber ein ruhiges Land mit einer ruhigen, gut funktionierenden Gesellschaft.

    Ein Anzeichen von Gefährdung der Jugend und Kinder auf Grund der sehr hohen Berufstätigkeit von Müttern und der damit verbundenen Versorgung schon von Kleinkindern in öffentlichen Einrichtungen habe ich in den Monaten meiner Anwesenheit hier nicht entdecken können.

    Vielleicht sollten wir in Deutschland einmal über unseren eigenen Schatten springen und uns ein Vorbild suchen welches nicht nur unsere vorhandenen Vorurteile bestärkt. Aber es gibt natürlich einen Unterschied zwischen Zypern und Deutschland. Die Kindergärtnerinnen sind hochqualifiziert und verdienen entsprechend. Die Kindergärten sind baulich sehr gut und die Innenausstattung ist vorbildhaft. In dieser Umgebung kann das Personal gerne und gut arbeiten und werden die Kinder gut gefördert. Wenn man sich die Aussenanlagen einer einfachen Schule oder eines Kindergartens ansieht, dann kann man es nicht glauben. Natürlich hat Zypern die höchsten Ausgaben für die Bildung (prozentual zum Bruttosozialprodukt) in Europa. Eine Herdprämie wird hier nicht gefordert und ist auch nicht erwünscht.
  5. #114

    Ein normal denkender Mensch kann das alles nicht mehr verstehen. Jeder Krippenplatz kostet den Staat im Jahr rund 20.000 Euro. Und dann gesteht man den Müttern, die sich ganz bewusst für eine Versorgung und Erziehung ihrer Säuglinge und Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr entscheiden und deshalb vorübergehend auf eine Berufstätigkeit verzichten, nicht einmal 150 Euro im Monat zu. Also 1.800 Euro gegen 20.000 Euro für einen Krippenplatz. Selbst Säuglinge werden bereits in der Krippe abgegeben.
    Es geht beim Betreuungsgeld um die ersten drei Lebensjahre, nicht um das Kindergartenalter.
    Die Tendenz in Deutschland ist eine durch Politik, Wirtschaft und Medien gewollte Fremdbetreuung und Erziehung von der Geburt bis zum Schulalter.
    Warum wehren sich die Familien eigentlich nicht dagegen?

    Immer wieder wird kolportiert, Kinder aus problematischen Familien würden ihre Kinder aus der Krippe abmelden, wenn sie das Betreuungsgeld erhalten könnten. Dies ist so etwas daneben: Gerade die problematischen Familien schicken ihre Kinder weder in der Krippe noch in den Kindergarten. Den Beweis haben die Kritiker bisher nicht angetreten.
    Die Wirtschaft will Frauen zu Gebärmaschinen degradieren: Kind gebären und sofort wieder in den Arbeitsprozess zurückkehren.
    Politiker wollen Familie kontinuierlich zerstören. Und das gelingt ihnen immer mehr.
    Andererseits sinken die Geburtenzahlen. Aber das scheint schon niemand mehr zu interessieren. Wir haben keine Familienförderung in Deutschland, sondern eine Familienverhinderungspolitik.
    Wenn man die Mütter wirklich ernst nimmt, sollte jede Frau für ihr Kind in den ersten drei Lebensjahren mtl. 1.300 Euro erhalten. Dann kann sie selbst entscheiden, gebe ich mein Kind in die Krippe oder erziehe ich mein Kind selbst. Das wäre Wahlfreiheit.
  6. #115

    !

    Zitat von refrkl Beitrag anzeigen
    Ein normal denkender Mensch kann das alles nicht mehr verstehen. Jeder Krippenplatz kostet den Staat im Jahr rund 20.000 Euro. Und dann gesteht man den Müttern, die sich ganz bewusst für eine Versorgung und Erziehung ihrer Säuglinge und Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr entscheiden und deshalb vorübergehend auf eine ....
    Danke. DAS ist mal ein astreiner Beitrag.
  7. #116

    Wieso schadet es dem Ansehen der Ministerin, wenn sie eine eigene Meinung vertritt und nicht nur das von der leyenhafte Geplapper nachäfft?
  8. #117

    Zitat von refrkl
    Ein normal denkender Mensch kann das alles nicht mehr verstehen. Jeder Krippenplatz kostet den Staat im Jahr rund 20.000 Euro…
    Kein Wunder, dass normal denkende Menschen das nicht verstehen können, weil es ziemlicher Unsinn ist.
    Zitat von Haderthauer
    …«Jeder Krippenplatz kostet im Monat 900 bis 1000 Euro. Die Betreuung durch die Eltern sollte uns zumindest halb so viel wert sein»…
    Damit ist ein Krippenplatz also schon fast nur noch halb so teuer, wie deine selbst ausgedachte Summe. Aber was sagt die Haderthauerin denn da sonst noch? „150 €umel“ sind nach ihrer Rechnung also die Hälfte von 1000? In Bayern rechnet man vielleicht so. Aber geschenkt - wenn sie es denn ehrlich damit meinen würde, dass alle selbstbetreuenden Eltern uneingeschränkt dieses „Betreuungsgeld“ zusätzlich erhalten sollten. Doch in der Zwischenzeit wissen wir, dass Hartz-IV-Empfänger diese Zuwendung sofort wieder vom Regelsatz abgezogen bekommen sollen – faktisch also kein „Betreuungsgeld“ erhalten sollen. Kann das ein „normal denkender Mensch“ noch verstehen? Die sollen also möglichst ihre Kleinstkinder in staatliche Fremdbetreuung geben müssen – bzw. sie sollen nicht dazu verleitet werden, ihre Kinder selbstverantwortet zu betreuen oder betreuen zu lassen. Wo ist da das Verständnis für die Eltern
    …Und dann gesteht man den Müttern, die sich ganz bewusst für eine Versorgung und Erziehung ihrer Säuglinge und Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr entscheiden … nicht einmal 150 Euro im Monat zu…
    ? Genau das!
  9. #118

    Zitat von refrkl
    …Immer wieder wird kolportiert, Kinder aus problematischen Familien würden ihre Kinder aus der Krippe abmelden, wenn sie das Betreuungsgeld erhalten könnten. Dies ist so etwas daneben: Gerade die problematischen Familien schicken ihre Kinder weder in der Krippe noch in den Kindergarten. Den Beweis haben die Kritiker bisher nicht angetreten…
    Was soll denn da bewiesen werden müssen? Wo ist denn der qualitative Betreuungsunterschied für das Kind, ob die Eltern ohnehin schon den ganzen Tag Zeit hatten oder ob sie dafür einen Arbeitsplatz ruhen lassen? Warum soll nun aber die Hartz-IV-Familie kein Extrageld für die nötige Betreuung des Kindes erhalten – die reiche Arztgattin aber, die auch nie arbeiten musste oder jemand, der es sich leisten kann, die Arbeit für 3 Jahre ruhen zu lassen, bekommen es hinterher geschmissen? Das möchte ich mal sehen, wenn die Hartz-IV-Familie einen Krippenplatz in Bayern beantragt, weil sie ja kein Betreuungsgeld bekommt - wie ihr sofort ein Platz zugewiesen wird. Wobei in anderen Bundesländern die Abdeckung mit Kita-Plätzen ebenso miserabel ist – und damit wir wissen, worum es geht:
    Zitat von SZ
    Ehrgeizige Ziele hatten sich die westdeutschen Bundesländer 2007 bei der Kinderbetreuung gesetzt: Jedes dritte Kind unter drei Jahren soll bis 2013 einen Kita-Platz erhalten oder bei einer Tagesmutter untergebracht werden. Laut den aktuellen Zahlen der statistischen Landesämter hat sich der Ausbau der Betreuungseinrichtungen in den vergangenen Jahren aber sogar verlangsamt…
    Das ist es nämlich in Wahrheit, warum gerade die Haderthauerin diese Wegbleibeprämie ausloben muss, weil ihre Partei möglichst keine Kitas finanzieren will – denn wo keine Nachfrage, da auch keine Notwendigkeit der Errichtung. Dass aber eine Mutter, die nur 150 €umel im Monat bekommt, statt Gehalt vom Arbeitgeber, dadurch weniger Steuern zahlt, nichts in die Rentenkasse einzahlt und auch nicht für die Arbeitsplätze von Betreuerinnen tut, die dadurch ihrerseits Steuern und Rentenversicherung zahlen, das wird für die Gesellschaft erst in einigen Jahren teuer. Das müssen dann andere Politiker ausbaden.
    Zitat von refrkl
    …Andererseits sinken die Geburtenzahlen. Aber das scheint schon niemand mehr zu interessieren…
    Ja, die sinken wohl eher, weil Kind und Karriere nicht vereinbar sind – und nicht, weil man bisher keine 150 €umel für nichtstaatliche Betreuung bekam. Wer deswegen jetzt endlich doch Kinder bekommen will, muss wirklich mit der Muffe gepufft sein.
    Zitat von refrkl
    …Wenn man die Mütter wirklich ernst nimmt, sollte jede Frau für ihr Kind in den ersten drei Lebensjahren mtl. 1.300 Euro erhalten. Dann kann sie selbst entscheiden, gebe ich mein Kind in die Krippe oder erziehe ich mein Kind selbst. Das wäre Wahlfreiheit.
    Darum käme auch wirklich nur Die Linke auf so eine Idee – und würde dafür medial geschlachtet werden. Da sind ja dem „Missbrauch“ Tür und Tor geöffnet: Frau bekommt für das Kind 1300 €umel, für die Betreuung – gibt es dann jedoch bei 'de Omma' ab und geht arbeiten.
  10. #119

    Betreuungsgeld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Experten sind gegen das Betreuungsgeld, die Koalition streitet täglich über das Thema - doch in der Bevölkerung ist die Herdprämie recht beliebt. Zumindest die unter 30-Jährigen befürworten den Zuschuss laut einer Umfrage. Ältere hingegen sind gegen das Lieblingsprojekt der CSU.

    Umfrage: Junge Deutsche sind für die Herdprämie - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde, wir sollten das weiter denken.

    Wer seine Kinder nicht in die Grundschule schickt sondern zuhause betreut, der bekommt 200 EUR.
    Wer seine Kinder nicht in die SekI schickt bekommt 250 EUR, wer sie nicht an ein gymnasium schickt bekommt 300 EUR.
    Und da die Schulpflicht derzeit bis zum 18. lebensjahr geht, sollte es für betreute SekII-Schüler 500 EUR geben.

    Für betreute Studienberechtigte kann der Betrag bis zu 1000 EUR betragen, abhängig vom Studienziel.

    Die CSU-Forderung nach Geld statt (frühkindlicher) Förderung ist an Komik nicht zu überbieten.
    Wenn ich nicht das örtliche Kulturangebot (Theater) nutze und mich entschließe, mich zuhause kulturell zu interessieren, bekomme ich dann auch Geld für die Nicht-Inanspruchnahme?


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