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Umfrage in Deutschland: "Leistung lohnt sich nicht"

Wer hart arbeitet, wird belohnt - dieses Grundprinzip der Marktwirtschaft hat für die meisten Deutschen seine Gültigkeit verloren. Laut einer Umfrage sagen fast zwei Drittel, dass sich berufliche Anstrengung nicht auszahlt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,798150,00.html
  1. #30

    O heilige Einfalt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer hart arbeitet, wird belohnt - dieses Grundprinzip der Marktwirtschaft hat für die meisten Deutschen seine Gültigkeit verloren. Laut einer Umfrage sagen fast zwei Drittel, dass sich berufliche Anstrengung nicht auszahlt.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,798150,00.html
    Mehr als 75 Prozent der Befragten wollen, dass körperliche Arbeit ebenso gut entlohnt wird wie "reine Denkarbeit" und dass das Gehalt mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit automatisch angehoben wird. Fast zwei Drittel (65 Prozent) fanden es zudem nicht in Ordnung, dass in wirtschaftlich starken Regionen höhere Löhne gezahlt werden als in wirtschaftlich schwachen Gegenden.
    Ja, da kann man nichts mehr machen. Sind die alle wahlberechtigt?
  2. #31

    Schließen

    Zitat von avollmer Beitrag anzeigen
    Die haben alle das Prinzip nicht verstanden, man muss seine Arbeitsleistung der Entlohnung anpassen, dann stimmt es.
    Dann könnten Sie gleich mal die Krankenhäuser schließen, nicht wegen den Ärzten, die in den letzten fünf Jahre fast 30% Gehalt zulegen konnten, sondern wegen den übrigen Angestellten, die Reallohneinkommen verzeichnen musste. Das gilt natürlich auch für viele weiter Unternehmen.
  3. #32

    geschafft ? ...

    Dieser Erhebung zufolge hätte die New Economy es also geschafft, ein Volk der Strebsamen und Engagierten in eine gleichgültige Einheitsbelegschaft zu verwandeln. Ich hege da Skepsis. Das mag in bestimmten Jobbereichen so sein, in den Ingenieurberufen und in der IT z.B. sehe ich etwas anderes. Da wächst so langsam wieder die Bereitschaft dahin zu gehen, wo man für seine Leistung auch entsprechend entlohnt und anerkannt wird.
  4. #33

    ...

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Fast zwei Drittel? Immernoch ein Drittel Idealisten also, die glauben, mit langen Anwesenheitszeiten und Ellbogenschmalz ließe sich was machen?
    In unserer "Leistungsgesellschaft" interessiert nicht die individuelle Leistung. Was zählt, sind folgende Dinge:
    Es gibt leider auch viele die immer noch „lange Anwesenheitszeiten“ mit Leistung gleichsetzen.
    Ansonsten zähle ich mich selber noch zu den Idealisten.

    - Herkunft
    Stimmt leider. Und die CDU will das ganze mit Ihrem Betreuungsgeld weiter verschärfen.
    Änderungen hier können aber nicht nur von der Politik kommen. Solange wir alle auf unseren Pfründen und dem „Das war schon immer so“ beharren wird sich nichts ändern.

    - Netzwerke
    Auch richtig.
    Allerdings sehe ich das ganze nicht so negativ wie Sie.
    Netzwerke kann man sich aufbauen. Man muss es sogar wenn man weiterkommen will.

    So extrem schwer ist das aber auch nicht. Man muss halt nur mal seinen Arsch hochbekommen und nach der Arbeit nicht faul vor dem Fernseher hocken, sondern noch mal mit dem Kunden/Kollegen/... weg gehen.
    Man muss sich halt mal den Samstag auf dem Netzwerkevent um die Ohren schlagen.


    - Egoismus und Skrupellosigkeit
    Wer Skrupel zeigt beim Kampf um die bessere Position, hat schon verloren. Skrupellose Selbstdarsteller, die Leistungen andere als die eigene verkaufen können steigen dagegen schnell auf. Auch hier wieder zählt die eigene Leistung nichts.
    Wer nur die Leistungen anderer Verkauft wird nicht sehr weit kommen.
    Wer seine eigene Leistung aber nicht verkaufen kann oder will kommt auch nicht weiter.

    Langfristig erfolgreich ist nur wer Werte für andere schafft und es diese auch (dezent) wissen lässt.
    Es heißt nicht „Ach das war doch nichts“. Es heißt „Für DICH habe ich das gerne gemacht.“

    Leistung fühlt überdies keine Geldbörse mehr ...
    Mein Chef wird immer zu seinem eigenen Nutzen handeln.
    Übersteigen die Kosten für das finden und einarbeiten meines Nachfolgers die Kosten meiner Gehaltserhöhung wird er sie zahlen.
    Wenn nicht dann nicht.

    Das klingt vielleicht fies, aber auf der anderen Seite sollte wir Arbeitnehmer uns auch fragen, ob wir bei unserem jetzigen Job bleiben würden, wenn jemand uns für den gleichen Job das doppelte Gehalt bieten würde.
  5. #34

    Der Ansatz ist falsch...

    Leistung wird belohnt. Nur halt nicht moralisch angesehene Leistung. Wer zum Beispiel recht emotionslos ist wird sich gut durchsetzen. Wer keine Skrupel hat, hat auch gute Chancen. Wer beim Verkauf lügt oder in der Politik Amigos unterstützt kommt weiter.
    Ansonsten gäbe es nicht diese vielen neuen Reichen.
    Leider ist es so, dass wer sich an alte normen der Leistung hält, auf eine Belohnung in der Zukunft hofft. Das Entspricht nicht den kapitalistischen Gewinndenken der auf immer kürzere Ziele und höhere Ressourcen Verschwendung setzt.
    Wer kein Geld hat und jetzt eine Haus kauft, selbst wen die Zinsen unter der Inflation liegen, hat gute Chancen, dass der Staat bald seinen Kredit abzahlt. Die Leistung für diese Betrug am Steuerzahler besteht in der Skrupellosigkeit der Bänker und der Dummheit der Politik.
    Leistung rentiert sich immer, nur leider halt auf einer sehr destruktiven Weise. Die Griechen haben hier viel geleistet!
  6. #35

    Leistung soll sich lohnen

    Zitat von wadoe2 Beitrag anzeigen
    Das war in der DDR. Da war alles, aber auch wirklich alles gerecht geregelt. Ein Malocher.....
    Der Tenor des Artikels war doch, dass sich Leistung (wieder) lohnen soll und nicht "Gerechtigkeit"....
  7. #36

    Es gab Autos mit Stern in der DDR

    Zitat von wadoe2 Beitrag anzeigen
    Das war in der DDR. Da war alles, aber auch wirklich alles gerecht geregelt. Ein Malocher hat da mehr verdient als ein Arzt, weil er halt körperlich gearbeitet hat. Wenn ein Kind eines.....
    Peter Schreier soll einen besessen haben
    http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Schreier
  8. #37

    zu viel Leistung schadet!

    Wer zu gut ist in seinem Beruf, der verbaut sich selbst auch Aufstiegschancen. Das beste Pferd im Stall wird immer in dem Stall bleiben, in dem es das Beste ist. Selbst wenn es möglich wäre, dass es in einem anderen noch besser wäre...
  9. #38

    wie passt das zusammen?

    wer sich darüber beklagt, dass Leistung sich nicht lohne, der will ja ganz offensichtlich Gehaltsdifferenzierung, Leistungsfähige sollen besser bezahlt werden als die, die nicht so leistungsfähig sind. Gleichzeitig spricht aus der Umfrage ein klares Verlangen nach Egalität: alle sollen das Gleiche bekommen, Frauen wie Männer, Stammbelegschaft wie Leiharbeiter, Leute in strukturschwachen Regionen wie in Bootowns. Das sind zwar alles keine leistungsbezogenen Kriterien, aber gemein ist ihnen der Wunsch nach Gleichheit. Mit einer Ausnahme: Seniorität soll belohnt werden, wer lange in der Firma arbeitet soll mehr bekommen als einer der gerade angefangen hat - aber das ist ja ein ausdrücklich nicht leistungsbezogenes Kriterium.
    Ich glaube, im Grunde ist Leistungsgerechtigkeit kein Wert der vielen Leuten wichtig ist, tatsächlich spricht aus den Antworten, dass die Leute in ihrer Mehrheit Verteilungsgerechtigkeit wollen, unabhängig von Leistungskriterien. Und damit bestätigt diese Umfrage das die Deutschen sich in ihrer Mehrheit an einem solidaritäts- und ausgleichsorientiertem Wertesystem orientieren. Viele Forumsbeiträge bestätigen dies.

    Das Klagen über fehlende Leistungsgerechtigkeit (und das zeigt sich auch wieder in vielen Forumsbeiträgen) dient psychologisch als bequemer Trost über das eingene, häufig als zu gering betrachtete Einkommen denn es sieht den Grund für die eigene Lage in der allgemeinen Ungerechtigkeit der Welt und nicht etwa im eingenem möglicherweise geringem Leistungsvermögen oder Leistungsbereitschaft.
  10. #39

    Genau

    Zitat von ichbinwerichbin Beitrag anzeigen
    Genauso ist es !
    Man bekommt das was man bezahlt.
    das war ja auch das Erfolsgeheimnis der DDR


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