Wer hart arbeitet, wird belohnt - dieses Grundprinzip der Marktwirtschaft hat für die meisten Deutschen seine Gültigkeit verloren. Laut einer Umfrage sagen fast zwei Drittel, dass sich berufliche Anstrengung nicht auszahlt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,798150,00.html
Damit habe ich mich schon vor Jahrzehnten angefreundet. Jeder Tod ist auch, psychologisch gesehen, ein Neuanfang, macht Platz für Neues.
Ich habe keine Karriere gemacht, aber ich kann leben, sehe mit 50 aus wie 49, habe kein Burn-out, keine Schulden, keinen Infarkt.
Leistung lohnt sich...nur nicht beim arbeiten! Lohnabhängige Arbeit 2011 bedeutet: "PERLEN VOR DIE SÄUE!"
Da ist was wahres dran, ich denke genauso.
Ich versuche auf meinem Arbeitsplatz lediglich die Waage zu halten.Kein Handschlag zu viel(wird eh nie gedankt),aber auch keiner zu wenig.
Hin und wieder zeige ich überproportional guten Willen,und bei der nächsten Gelegenheit baue ich meinen Überschussbonus wieder ab.
Identifizieren mit Ihrer Arbeit tun sich nur noch die wenigsten.
Das war früher einmal so bei Unternehmen wie VW,Zeiss,Mercedes etc..
Die Qualität der geleisteten Arbeit sinkt meiner Meinung nach simultan mit der Selbstidentifizierung der Mitarbeiter.
Ein Leiharbeiter stört sich wahrscheinlich einen Dreck darum,wenn er bei der Montage mal ein Gewinde überdreht....
Gerechtfertigter Weise.
Ein dreifaches BRAVO für diesen schönen Beitrag.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Als ICH noch so blöde war und arbeiten gegangen bin für einen BRD-Unternehmer; zum Glück ist das schon 6 Jahre her, gings mir nicht viel anders als denen, die sich HEUTE ausnutzen lassen, wobei die Pervertierung des sehr deutschen Arbeitsmarktes noch essentielle "Fortschritte" gemacht hat.
Wenn ich hier und anderswo diverse Foreneinträge von vermeintlichen oder tatsächlichen Unternehmern lese, dann tuen mir all diejenigen leid, die da aus Angst vor H4 immer noch arbeiten.
Meine erwachsenen Kinder sind längst im Ausland, ich pendele hin und her. Und aus den Erfahrungen der Kinder auswärts kann ich die Perversität des deutschen Arbeitsmarktes noch besser erkennen.
Da gibt es zwar auf dem Papier weniger Urlaub, dafür aber extrem faire Arbeitsbedingungen und Chefs, die im Gegensatz zu den deutschen Bossen noch umgängliche Menschen geblieben sind.
Leistung in der BRD zu zeigen, ist dumm und dümmer. Da drüben sieht es anders aus.
So einfach ist das. Jeder gibt sein Bestes, dann klappts auch mit der Karriere und dem Einkommen. Und wenn dann noch ein Überflieger wie Crom, ich erinnere nur an seine vielen inhaltsschweren, meinungsneutrealen und sozialkompetenten Beiträge, sein Bestes gibt, dann ist der Aufstieg vorprogrammiert.
Selber schuld, wer nicht in der Lage ist, auf derartig hohem Niveau sein Bestes zu geben.
Viele geben nicht nur ihr bestes ,wie Sie von sich behaupten, sondern gar ihr ALLERBESTESund treten trotzdem auf der Stelle.
Ich habe längst die Konsequenzen gezogen und mache nur noch das, was unbedingt nötig ist.---Alles darüber hinaus ist auf mich bezogen verschwendete lebensenergie.
Nein, da müssen Sie mich mit jemand anderen verwechseln.
Wäre mir neu, dass ich hier im Forum mein Verdienst gepostet habe.Sollte aber dann wohl weniger möglich sein, so wie Sie immer rumsülzen wie hoch Ihre Verdienst sei.
Man kann sich das Hemd auch schon vorher schneidern lassen und ich präpariere es entsprechend.Sie können sich also höchstens einen Betrag in Höhe des dann aktuellen Regelsatzes in die Taschen stecken lassen. (Wenn Sie überhaupt jemanden dafür finden).
Zudem gab es mal den Begriff der "ehrlichen" Arbeit.
Gerade bei christlichen Parteien ist die Bigotterie ohne Maß. Deren Glaubensbrüder in den Spekulantenetagen der Geldhäuser verstoßen tagtäglich gegen die Gebote IHRES Heilands, der Bergpredigt ... um dann sonntags was zu tun? Genau: Ihre Sünden zu beichten und so absolutiert in der neuen Woche neues Unheil anzurichten.
Im wertschöpfenden Bereich unserer Gesellschaft spricht die Eigentumsfrage - Sie wissen schon: PE an Pm ;o)) - dagegen.Und infolge dessen könnte man darauf kommen das es bei der heutigen Automatisierung eigentlich ein Wunder ist das überhaupt jemand noch Arbeit hat, und es eigentlich selbstverständlich währe das es zumindest eine fürstliche entlohnung dafür geben müsste, wenn es sich schon soviele in irgendwelchen Staatspöstchen mit Vollversorgung bequem gemacht haben.
Das hindert aber die unproduktiven Bereiche nicht daran, sich metastasierend auszubreiten und ihre Einkommensforderungen von jenen herzuleiten, die ihnen das Geld erst mal wertschöpfen müssen.
So lange das so ploblemlos wie bisher funktioniert hat keine der beiden Seiten Anlass für Veränderungen. Die Gesetze zimmernden Beamten bekommen hübsche Zuwendungen, den Eigentümern werden die gewünschten Rahmenbedingungen geschaffen oder erhalten - und die Regie führenden Parteien bekommen ihre üppigen Spenden...
Zwischen allen aufgerieben wird der produktive Mittelstand, von dem sie glauben, verlangen zu können, was sie eben so brauchen.
Wie schon gesagt, so lange das mit mehr oder weniger Knirschen trotzdem funktioniert, wird sich gar nix ändern. Die zahlende Basis wird weiter ausgepresst, die Gesellschaft weiter auseinandergerissen.die "Arbeits, -und Bildungspolitiker" sollten endlich ihre vom Steurzahler bezahlte Bildung einsetzen, und sich vielleicht mal bequemen sich über ein Zukunftsfähige Beschäftigungspolitik Gedanken machen anstatt es immer nur bequem und vollversorgt haben zu wollen.