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Umfrage in Deutschland: Fast die Hälfte der Eltern schlägt ihre Kinder

CorbisSie tun es, wenn auch mit schlechtem Gewissen: In einer repräsentativen Studie gaben 40 Prozent der befragten Eltern in Deutschland zu, ihren Kindern einen "Klaps auf den Po" zu verpassen. Daneben greifen sie auch zu subtilen, nicht weniger schädlichen Maßnahmen.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...820836,00.html
  1. #200

    Zitat von AntiDe Beitrag anzeigen
    Statt Ihre Kinder zu schlagen, melden sie sich in einem Free-Fight-Club an (gibt's auch für Frauen). Dort können sie ihre überschüssigen Aggressionen abbauen. Die Jungs dort sind auch garantiert gut trainiert und wissen sich zu wehren. Sie würden also auch selbst ordentlich was auf die Mütze kriegen und könnten mal am eigenen Leib spüren, wie sich das anfühlt. Wäre das nicht lehrreich? Außerdem würde es Ihrer Selbstachtung helfen. Sie müssten sich dann nämlich nicht mehr vor sich selbst schämen und sich nicht mehr als elender Feigling fühlen, der sich nur gegen schwächere wehrlose Kinder traut.
    Toller Vorschlag. Werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Aber vielleicht können Sie mir agressive, elendem Feigling ja mal in einer konkreten Situation helfen. Eine durchaus alltägliche Situation:
    Meiner Sohn(3) klaut meiner Tochter(5) die Brille und fängt damit an, sie auf den Tisch zu klopfen. Lange wird sie das nicht aushalten. Ich schaue ihm also tief in die Augen, ermahne ihn, die Brille wieder herzugeben, weil seine Schwester die braucht. Er grinst mich nur an, schließlich ist er in der Trotzphase und da müssen wir doch mal schauen, was geht. Ich ermahne in also erneut. Nochmal strenger, noch deutlicher. Auch diese wie eine folgende dritte Ermahnung führt nur zu einem weiteren Grinsen. Es macht ihm sichtlich Spaß, Papi rauszufordern. Schließlich versuche ich ihm, die Brille aus der Hand zu nehmen. Dabei zieht er sie weg, sie wird verbogen und er recht immer noch lachend weg. Also ich ihm hinterher, haue ihm auf die Finger, dass die Brille runterfällt. Das hat er nun kapiert. Er heult, nach einer Minute ist alles vorbei und ich erkläre ihm nochmal eindringlich, warum er das nicht tun soll. Nach Ihrer Empfehlung musste ich mal dann am Abend von ein paar Freefighthern ordentlich durchprügeln lassen, weil ich so ein erbärmlichen Würstchen bin. Was würden Sie in so einer Situation machen. Erzählen Sie mir nicht, dass er das nicht tun würde, wenn ich nicht vorher schon in der Erziehung einen Fehler gemacht habe. Das habe ich bis zum 4. Kind auch gedacht. Und dann kam ER.
  2. #201

    Denken Sie mal nach.

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Wie ist das richtige Verhalten, wenn ein Kind ständig das andere schlägt?
    Wie kommt es denn auf die Idee?
  3. #202

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Sehen Sie, innerhalb der Familie geht das nun mal Außenstehende absolut nichts an! Ansurd ist - wenn man den Unterschied nicht bemerkt. Fällt Ihnen das nicht auf?
    Auch innerhalb der Familie sind Straftatbestände vorhanden. Inzwischen ist sogar Vergewaltigung ein Straftatbestand in der Ehe, körperliche Misshandlung des Ehepartners sowieso. Nur noch das Kind als schwächtes Mitglied der Familie befindet sich in der juristischen Grauzone. Das sollte sich ändern.

    Dass es niemanden etwas angeht, wenn in der Familie Gewalt herrscht? *kopfschüttel*
  4. #203

    Gewalt

    ... mag sicher nicht schön sein. Aber es ist irgendwo auch unser Wesen und letztendlich die letzte Konsequenz, die wir spüren müssen. Heutzutage resultiert das Gezedere lieber in der allseits beliebten verbalen Kampfkommunikation. Finde ich manchmal nervenaufreibender, als wenn man sich mal gepflogen eine aufs Maul schlägt. Außerdem sollte man Gewalt nicht negieren, da es eben Menschen gibt, die immer weniger im Leben zu verlieren haben und dieses Mittel der Gewalt eben "gerne" nutzen. Gewalt ist ein Bestandteil in unserer Gesellschaft - mögen etliche nicht glauben, aber außerhalb ihres Elfeinbeinturms ist es dennoch so. Großes Entsetzen herrscht dann bei diesen Leuten, wenn sie von sinnloser Gewalt (U-Bahn-Schläger) in ihrer Angst von den Medien geweckt werden.
    Das Problem in einer solchen Diskussion ist genau da zu finden. Wer Gewalt toleriert, ist assozial, und damit hat man sogleich seinen Elfenbeinturm verteidigt. Na ja, es ist hier auch einfach müssig, was vom Zaun zu brechen.

    @Topic: sofern Gewalt nicht zum Alltag gehört und wird ein Kind, das mal eine gepfeffert bekommt, nicht daran "zugrunde" gehen. Die Frage müssen sich aber Eltern dann gefallen lassen, ob sie nur aus Unfähigkeit gehandelt haben oder dann doch, weil der Sohnemann wider aller Vernunft und Sturheit seine Grenzen austesten wollte. Im späteren Leben gäbe es dafür auch spätestens auch eine hinter die "Löffel" - entweder wirklich körperlich oder dann hintenherum auf der Psychoschiene. Oder er setzt sich dann als Erwachsener sogar durch, weil niemand gelernt hat, wie man auch auf das Ausloten einiger Grenzen angemessen reagiert?

    Auf jeden Fall ist das absolute Negieren und Verteufeln von Gewalt keine Lösung. Wer so seine Kinder erzieht, mag zwar im Grunde genommen Recht moralisch recht haben, aber letztendlich gehört es auch zum Großwerden die Schattenseiten unseres Wesen mal "spüren" zu müssen. Wer dennoch genug Liebe und Engagement gegenüber seine Kindern aufbringt, wird wohl kaum sein Kind wegen ein paar Ohrfeigen ruinieren. War bei mir nicht so, bei meinen Eltern auch nicht. Hätte ich selber Kinder würde ich es nicht anders machen, auch wenn das so Bessergläubige nicht einsehen möchten.
  5. #204

    Nun,

    Zitat von Boone Beitrag anzeigen
    In Ihrer Argumentation übernehmen Sie sogar noch heute als Erwachsener die Verantwortung für die Handlungen Ihrer Mutter gegenüber Ihnen als Kind. Dies ist ein deutliches Beispiel dafür, wie sie bis heute noch immer in der Opferrolle des Kindes feststecken und Ihr eigens Dilemma nicht erkennen können.
    dann stecke ich eben in irgend einer Rolle, solange ich und meine Umgebung sich dabei wohl fühlen..... Erfahrungsgemäss ist dies bei Leuten, die sich die Köpfe anderer zerbrechen nicht unbedingt der Fall. Wenn Sie aber nur der Welt verkünden wollen, was Ihnen Ihr Prof erzählt hat, so sollten Sie sich darüber klar sein, dass die Psychologie eine relativ junge Wissenschaft ist. Die Gefahr, dass heutiges "gesichertes" Wissen in 20 Jahren als der grösste Stuss erklärt wird, ist also sehr gross.
  6. #205

    Zitat von AntiDe Beitrag anzeigen
    Steht eine solche "Differenzierung" auch in irgendeinem gültigen Gesetzestext?
    Steht in irgendeinem Gesetzestext, dass man selber nachdenken muss? , Steht in irgendeinem Gesetzestext, dass wenn man zum Sch..... aufs Klo geht, man sich auf die Brille setzt und nicht darauf stellt, um von oben sein Geschäft zu erledigen? Manchmal reicht der eigene Verstand, um eine Differenzierung vorzunehmen. Oder brauchen Sie für alles ein Gesetz?
  7. #206

    Wen wunderts ...

    Es wird überall erzählt das man Kinder und Beruf vereinbaren kann. Umd das zu können wir die Kindererziehung outgesourced, Kinderkrippe nennt man das und das wird auch noch massiv vom Staat gefördert. Pro Kind mit mehr als 1000 € pro Monat. Aber am Abend jedoch sind die Kinder daheim und die Eltern sind KO vom Job und natürlich nicht mehr in der Lage sich um ihren Nachwuchs zu kümmern.

    Denn Kinder sind zwar sehr sehr lieb, aber auch sehr sehr trotzig. Um damit umgehen zu können braucht man gute Nerven, was man nicht hat nach einem 8-10 Stunden Tag in der Firma. Nun könnte man meinen das Kinder in der Kinderkrippe ihren Trotz ablassen können, nur das passiert nicht. Die Betreuer/Erzieher dort sind meistens massiv überfordert und ihren Trotz können Kinder dort nicht ausleben, weil die Betreuer/Erzieher keine Angriffsfläche bieten. Trotz ist aber für Kinder wichtig, denn es ist ein wichtiges Mittel um zu lernen wie weit man gehen kann. Kidner sind nicht absichtlich trotzig, sondern sie müssen es sein. Sie fordern damit von ihren Eltern ihr Recht auf Erziehung ein. Nur damit geschickt umzugehen haben viele Eltern - wie gesagt dank staatlicher Förderung - keine Kraft mehr.

    Ps.: Und Strafe gehört zur Erziehung. Schläge braucht es keine, Strenge aber schon. Und die Strafe muss sofort erfolgen.
  8. #207

    ...

    Zitat von Mailüfterl Beitrag anzeigen
    Toller Vorschlag. Werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Aber vielleicht können Sie mir agressive, elendem Feigling ja mal in einer konkreten Situation helfen. Eine durchaus alltägliche Situation:
    Meiner Sohn(3) klaut meiner Tochter(5) die Brille und fängt damit an, sie auf den Tisch zu klopfen. Lange wird sie das nicht aushalten. Ich schaue ihm also tief in die Augen, ermahne ihn, die Brille wieder herzugeben, weil seine Schwester die braucht. Er grinst mich nur an, schließlich ist er in der Trotzphase und da müssen wir doch mal schauen, was geht. Ich ermahne in also erneut. Nochmal strenger, noch deutlicher. Auch diese wie eine folgende dritte Ermahnung führt nur zu einem weiteren Grinsen. Es macht ihm sichtlich Spaß, Papi rauszufordern. Schließlich versuche ich ihm, die Brille aus der Hand zu nehmen. Dabei zieht er sie weg, sie wird verbogen und er recht immer noch lachend weg. Also ich ihm hinterher, haue ihm auf die Finger, dass die Brille runterfällt. Das hat er nun kapiert. Er heult, nach einer Minute ist alles vorbei und ich erkläre ihm nochmal eindringlich, warum er das nicht tun soll. Nach Ihrer Empfehlung musste ich mal dann am Abend von ein paar Freefighthern ordentlich durchprügeln lassen, weil ich so ein erbärmlichen Würstchen bin. Was würden Sie in so einer Situation machen. Erzählen Sie mir nicht, dass er das nicht tun würde, wenn ich nicht vorher schon in der Erziehung einen Fehler gemacht habe. Das habe ich bis zum 4. Kind auch gedacht. Und dann kam ER.
    Nee, nee, Sie hätten ihm die Brille lassen müssen und sich sofort, als Sie den Drang verspürten, ihm auf die Finger zu hauen, auf den Weg ins Antiaggressionsstudio machen sollen. So soll es sein.

    MfG
  9. #208

    Klägliche Figuren

    Unseren Sohn (9) hat von uns gelernt sich respektvoll zu Verhalten, Achtung vor dem Leben zu haben, keine Mitschüler zu demütigen und das Eigentum anderer zu achten. Als Vater neige ich nicht zur Kuschelpädagogik und bin auch kein Verfechter antiautoritärer Erziehungsmethoden. Wie man aber demütigendes Schlagen von kleinen Kindern rechtferigen kann, ist mir unbegreiflich. Was für ein Wachlappen, was für eine klägliche Figur, wenn man seinem dreijährigen Kind eine Ohrfeige verpasst um damit klar zu machen, dass Schmerzen zufügen schlecht ist (Ein mit scheinbaren Stolz geschriebener Forum-Beitrag eines Vaters). Jedes Kind hat ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Wenn Eltern das nicht begreifen und ihr Kind als Eigentum ansehen, geben sie ein trauriges Bild ab.
  10. #209

    aaa

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Sehen Sie, innerhalb der Familie geht das nun mal Außenstehende absolut nichts an! Ansurd ist - wenn man den Unterschied nicht bemerkt. Fällt Ihnen das nicht auf?
    Damit können Sie es auch rechtfertigen Ihre Frau zu verprügeln. Ist ja in der Familie und geht die anderen nichts an und wir alle wissen ja, dass so eine Frau einem auch mal richtig auf die Nerven gehen kann ...

    Die Familie steht unter dem Schutz des Grundgesetzes. Sie ist allerdings keine Zone in der Sie einfach so machen können was Sie wollen. Es geht uns alle an wenn Sie gewalttätig werden sollten. Unabhängig davon wo das passiert.


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