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Umfrage: Deutsche misstrauen dem Euro massiv

Es ist ein eindeutiges Stimmungsbild: Mehr als zwei Drittel der Deutschen zweifeln*am Euro. Nur jeder Fünfte hat demnach noch Vertrauen in die Gemeinschaftswährung - und noch weniger glauben an einen Erfolg der*Rettungsversuche.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770587,00.html
  1. #1

    Tja - woher soll auch Vertrauen kommen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein eindeutiges Stimmungsbild: Mehr als zwei Drittel der Deutschen zweifeln*am Euro. Nur jeder Fünfte hat demnach noch Vertrauen in die Gemeinschaftswährung - und noch weniger glauben an einen Erfolg der*Rettungsversuche.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770587,00.html
    Nicht der Euro hat's verschissen, sondern der Umgang unseres Bundeskanzkers (m/w) nut Problemen aller Art.

    Gewählt für mehr Brutto vom Netto = Abgabenerhöhung
    Verlängerung der AKW-Laufzeiten = Ausstieg
    Schicksalswahl BaWü = kein Rücktritt
    ...

    Na ja - wenn so jemand den Euro verteidigt, ist das so ziemlich das Ende ...

    Aber das wäre jeder Währung so gegangen - Angie hätte auch die DM spielend an die Wand gefahren!
  2. #2

    Während

    Während die DM in den 55 Jahren ihres Bestehens "nur" 80% ihres Wertes verloren hat beträgt der Werteverlust des Euros in den knapp 10 Jahren seit der Einführung schon mehr als 50%. Das ist Rekord.

    Eine Stabilisierung des Euros mag ich trotzdem niemandem wünschen - denn das wäre gleichbedeutend mit Deflation. Vielmehr sollte das Ziel sein, die Talfahrt zu bremsen - und zwar auch dann, wenn der Dollar weiter fällt.

    Die ständigen Versuche, das "Gleichgewicht" zwischen Dollar und Euro beizubehalten ist Unsinn, wie ein einfacher Blick auf die Schuldenberge zeigt: Während Gesamt-Europa derzeit mit 5,2 Billionen Euro (Anteil Deutschland: 1,9 Billionen) in der Kreide steht, sind es in Amerika aktuell 14,3 Billionen Dollar bei einer Bevölkerung von 310 Millionen.

    In Europa leben derzeit 495 Millionen Menschen, in den USA sind es 310 Millionen.

    Quellen:
    Schuldenuhr Europa: http://www.kredit-karte.eu/
    Bevölkerungszahl: http://europa.eu/about-eu/facts-figu...g/index_de.htm
    Schuldenuhr und Bevölkerung USA: http://www.usdebtclock.org/

    Die Zahlen sprechen für sich, der Dollar taugt nicht mehr als Weltwährung. Der Euro sieht wesentlich besser aus und die Verschuldung Griechenlands hat vergleichsweise Erdnusscharakter.
  3. #3

    Ändert auch nichts

    Es könnten auch 90% dem Euro misstrauen und es würde nichts ändern, solange unsere Politikmarionetten ferngesteuert beim Euro mit dem Kopf nicken wird dieser uns erhalten bleiben.

    Es wird uns noch sehr viel schlechter gehen dank dieser tollen Währungsunion, Griechenland ist erst der Anfang, es werden immer mehr und höhere Forderungen gestellt werden, bis eine "EU-Regierung" alternativlos ist.

    Freie Wahlen werden dabei ebenso auf der Strecke bleiben wie Menschenrechte
    Eine einheitliche Wirtschaftspolitik soll nur den Weg in die EU Diktatur ebnen.

    Enden wird es mit Krieg, Hunger, Leid und verderben.
  4. #4

    Lange Geschichte

    Die Gemeinschaftswährung mit den politisch gesteuerten und gestützten Kursen und ist inzwischen über 30 Jahre alt. In dieser Zeit hatte sie härtere Krisen zu bestehen. Die härtesten vor der Einführung der Bargeld-Variante und dem EZB-Vorläufer EWI. Die härteste Krise war im Entstehungsjahr, als die Deutsche Mark innerhalb eines Jahrzehnts 100% Inflation zu verzeichnen hatte, die deutschen Staatsanleihen damit die Hälfte ihres Werts verloren hatten und das Bretton-Woods-System der Dollar-Koppelung nicht mehr existierte. Helmut Schmidt konnte damals den Offenbarungseid vermeiden indem er mit seinem französischen Kollegen Giscard d'Estaing die europäische Gemeinschaftswährung ins Leben rief. Für die Bonner Bundesrepublik bedeutete dies erneut die Möglichkeit sich über Staatsanleihen zu finanzieren, drastischen Rückgang der Inflation und anhaltende Preisstabilität bis heute. In diesen 33 Jahren war die Inflation zusammengenommen niedriger als in den zehn Jahren zuvor.

    Das von den USA initiierte und geführte Bretton-Woods-System hatte nicht einmal drei Jahrzehnte überdauert und in eine prekäre Situation von Massenarbeitslosigkeit, hoher Inflation und extremer Rezession geführt. Zur Aufrechterhaltung der Versorgung musste in Deutschland der Kraftstoff rationiert werden und Sonntagsfahrverbote eingeführt werden, die den gewerblichen Lieferverkehr nicht berührten. Finanzminister Schiller war wegen der Staatsverschuldung bereits zurückgetreten. Die Zahl der Arbeitsplätze hatte einen historischen Tiefststand, die Preise schossen durch die Decke. In dieser Stunde der Not wurde das europäische Währungssystem geschaffen und führte insbesondere Deutschland zu nie gekanntem wirtschaftlichen Erfolg und Bedeutung.
  5. #5

    Ist die BRD noch eine Demokratie?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein eindeutiges Stimmungsbild: Mehr als zwei Drittel der Deutschen zweifeln*am Euro. Nur jeder Fünfte hat demnach noch Vertrauen in die Gemeinschaftswährung - und noch weniger glauben an einen Erfolg der*Rettungsversuche.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770587,00.html
    Wie konnte es dann dazu kommen, dass bei einer eindeutigen Stimmungs/Stimmenlage um den Euro als Ganzen und die Griechenlandpleite/Rettungsschirme Milliardentransfers/Garantien im Besonderen, faelschlicherweise von Junckers/Barosso als Solidaritaet verkauft, ueberhaupt deutsche Steuergelder fliessen konnten?

    Die Kanzlerin mit Schaeuble haben die unverzeihbaren Zusagen an die Bruesseler Oberen geleistet, jede offene Abstimmung darueber vermieden und damit Deutschland einen in der Geschichte einmaligen, unverzeihbaren Schaden zugefuegt.

    Man muss lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende in Kauf nehmen, d.h. raus aus dem EU, zurueck zur DM, auf einmal muessten alle Finanzdisziplin halten, die vollen Konsiquenzen fuer ihre Entscheidungen tragen, den zT unrealistisch, auf Pump erschlichenen hohen Lebensstandart aufgeben und die Arme hochkrempeln.

    Das Merkel Schaeuble Duo hat 100% versagt Deutsche Interessen standhaft und offensiv zu vertreten, stattdessen eingeknickt nach einigen kritischen, halbherzigen Worten.

    Griechenland haette seit ca. 1 Jahr raus aus dem E gezwungen gehoert und zurueck zum Drachmen kehren muessen, sie koennen Demos 24h 7 Tage abhalten, die verworrende Situation, finanzielle Misswirtschaft, unglaubliche Zustaende in ueberhoehten Leistungen des Staates fuer unterbeschaeftigte Staatsangestellte, fehlende Steuereintreibung alles zusammen ein Filz und Korruption wie er einmalig in Europa ist.

    Es wird bei der Rueckkehr zur DM keine Probleme mit unserer Exportwirtschaft geben, da Qualitaet zaehlt, nicht die Waehrung in der Waren verkauft werden.
  6. #6

    Europa der Konzerne ist überflüssig nein sogar schädlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein eindeutiges Stimmungsbild: Mehr als zwei Drittel der Deutschen zweifeln*am Euro. Nur jeder Fünfte hat demnach noch Vertrauen in die Gemeinschaftswährung - und noch weniger glauben an einen Erfolg der*Rettungsversuche.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770587,00.html
    Ich hatte nie Vertrauen zum Euro, mit welchem Recht auch? Von vorherein war das Ding aufgeblasen, Brüssel so etwas ähnliches wie eine Einheitsorganisation in der länderspezifische Unterschiedlichkeiten ignoriert und aufgehoben wurden, eine Art "Fast Food Regierung".
    Kein Wunder das sich die Wirtschaftslobbyisten dort nicht nur die Klinke in die Hände geben, durch die 2tKlassigkeit der Europapolitiker haben sie dort auch überdurchschnittlich viel Erfolg, anders als in den Nationalparlamenten wo der Bürger wenigstens einen schwachen Überblick behalten kann, wenn er sich ausreichend für Politik interessiert.

    So was wie ein Europa der Konzerne und Banken braucht kein Wähler.

    Ciao
    DerDemokrator
  7. #7

    Ein totes Pferd reiten zu wollen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein eindeutiges Stimmungsbild: Mehr als zwei Drittel der Deutschen zweifeln*am Euro. Nur jeder Fünfte hat demnach noch Vertrauen in die Gemeinschaftswährung - und noch weniger glauben an einen Erfolg der*Rettungsversuche.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770587,00.html
    macht wenig Sinn. So ist es auch mit dem Euro. Den Deutschen wurde die Einführung mit angeblich steigendem Wohlstand schmackhaft gemacht, um die von Anfang an bestehenden Vorbehalte beiseite zu räumen. Nun ein Jahrzehnt später stellt sich die Frage: Wem geht es besser als zu DM-Zeiten? Dem deutschen Arbeitnehmer mehrheitlich nicht. Sein Einkommen wurde mit der Euro-Einführung zahlenmäßig halbiert und hat sich faktisch seit damals nicht erhöht. Noch übler sieht es bei den inzwischen zahlreichen Niedrigverdienern und Hartz IV-Beziehern aus. Ganz anders die Preise. Die sind heute zahlenmäßig so hoch wie zu DM-Zeiten, nur dass jetzt das EURO-Zeichen dahinter steht. Fazit: Die Arbeitnehmer wurden beschissen. Die realen Einkommensdifferenzen plus die Produktionszuwächse der vergangenen Jahre haben sich andere "unter den Nagel gerissen". Die Frage ist, wie lange lässt sich der deutsche Michel von seiner politischen und wirtschaftlichen Führungselite noch veräppeln?
  8. #8

    Unerträglich

    Das Wort "Rettungsschirm" hat doch einen enormen Niedergang erlebt. Von "da rettet jemand sein Leben" zu "da pumpen wir jetzt wieder einige Fantastilliarden in marode Banken / Staaten, von denen wir vermutlich nie etwas wiedersehen".

    Das Unerträgliche daran ist, daß diese enorme Hilfsbereitschaft abstrakten Wirtschaftsstrukturen gilt. Während die mit allen Mitteln gerettet werden müssen - selten wurden so aberwitzig große Töpfe so schnell und bereitwillig geöffent - werden die Menschen, die in ihnen leben, bereitwillig verheizt. Sie müssen buckeln und bluten für etwas, was sie nicht mal selbst verbockt haben.

    Und es ist so ein erste Welt-Problem. Von den Menschen, die wirklich gerettet werden müßten, weil sie an Hunger, Krankheiten, Kastastrophen leiden - von denen fange ich gar nicht erst an.
  9. #9

    Euromisstrauen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein eindeutiges Stimmungsbild: Mehr als zwei Drittel der Deutschen zweifeln*am Euro. Nur jeder Fünfte hat demnach noch Vertrauen in die Gemeinschaftswährung - und noch weniger glauben an einen Erfolg der*Rettungsversuche.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770587,00.html
    Wen wundert es? Alle Versprechungen die bei Einführung des Euros gemacht worden sind, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil! Gewonnen haben nur die großen Konzerne die kaum einen Cent aus ihren Auslandsgeschäften beim deutschen Finanzminister lassen! Alle anderen haben das bisher gezwungender Maßen mitfinanziert.








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