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Umfrage: Deutsche misstrauen dem Euro massiv
Es ist ein eindeutiges Stimmungsbild: Mehr als zwei Drittel der Deutschen zweifeln*am Euro. Nur jeder Fünfte hat demnach noch Vertrauen in die Gemeinschaftswährung - und noch weniger glauben an einen Erfolg der*Rettungsversuche.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770587,00.html
- #100 26.06.2011 12:43 von
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Richtig ist aber, dass der Euro den Urlaub im Ausland verteuert hat, so wie auch die Importpreise durch den Euro höher ausfallen.
Der aus Sicht der deutschen Volkswirtschaft zu schwache Euro hat nicht nur Vorteile beim Export, sondern auch Nachteile beim Import bzw. Auslansreisen
Sie wäre ohne Euro aber niedriger, das kann niemand bestreiten.
Die niedrige gegenwärtige Inflationsrate ist darauf zurückzuführen, dass einfach nicht genug Geld für steigende Nachfrage vorhanden ist. Daraus eine Erfolgsgeschichte zu machen ist schon ziemlich heftig.
Niemand bezweifelt, dass das Kapital enorm vom Euro profitiert. Aber jeder kann auch in der offiziellen Statistik knallhart lesen, dass die Arbeitnehmer in Deutschland in keiner Weise davon etwas abbekommen haben, sie sind gemessen an der Reallohnentwicklung die ganz großen Verlierer des Euro, und zwar unter allen 27 EU-Ländern
Und jetzt müssen sie als Steuerzahler dafür bluten, dass der Euro in seiner jetzigen Form eine völlige Fehlkonstruktion ist, die zu deutlichen Fehlentwicklungen der Volkswirtschaften geführt haben. Die Rechnung bezahlen vor allem die normalen Steuerzahler. - #101 26.06.2011 12:44 von
Nein, nein...
Nein, nein, die Frage ist: welche Alternative gibt es? Ein "zurück zur Mark" hätte wesentlich mehr Nachteile und Unsicherheiten zu bieten. Und würde die Position der Habenichtse keineswegs verbessern, denn die hat mit der Währung nichts zu tun. Und die Preise? Da übertreiben Sie gewaltig, auch in 10 Jahre weiter mit der DM wären die Preise nicht auf derselben Höhe geblieben. Die Kugel Eis zu 70 Pfennig statt zu 70 Cent gabs es tatsächlich. Aber das war in 1995...
- #102 26.06.2011 12:48 von
Upside down, round and round
Äußerst geschickt, wie hier Ursachen und Wirkungen vertauscht werden, ein sehr suggestiver beitrag, Chapeau!
Führte nicht eine Dollarschwemme zum Ende von Bretton Woods und zu weltweiter Inflation? Waren die als Folgen der Ölkrise verkauften Folgen nicht die Folgen dieser enormen Geldmengenausweitung in Dollar im Zuge des Vietnamkrieges? Und war es nicht das Ende dieses Krieges und die folgende Hochzinspolitik der USA unter Paul Volckers, die die Situation dann stabilisierte?!
Bretton Woods soll also in eine prekäre Situation von Massenarbeitslosigkeit, hoher Inflation und extremer Rezession geführt haben? Wie das? Schließlich hat Bretton Woods die USA keineswegs davon abgehalten, mehr US-Dollar zu schaffen als im Gegenzug Goldreserven vorhanden waren.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43231069.html - #103 26.06.2011 12:51 von
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Muss auch nicht die Alternative sein. Ein Weiter mit dem Euro geht aber auch nicht, weil er wirtschaftliche Fehlentwicklungen produziert, deren finanzielle Folgen nicht mehr tragbar sind. Es gibt auch kein Rezept, wie man diese Fehlentwicklungen in den Griff bekommen kann. Die Regierungen fahren mit ihren Rettungspaketen auf Sicht, planen immer nur für die nächsten Wochen oder Tage.
Also wird man den Euro reformieren müssen, indem dort zusammen wächst, was zusammen gehört. - #104 26.06.2011 12:51 von
- #105 26.06.2011 12:54 von
...
Hören Sie doch auf, diese Unwahrheit zu verbreiten.
Direkt am Umstellungstag waren Preiserhöhungen verboten.
Vertraglich festgelegte Preise mussten exakt mit 1,95583 umgerechnet werden.
Ja, es gab es paar Mitnahmeeffekte. Z.b. in der Gastronomie. Das lag aber daran, dass dort schon lange keine kostendeckenden Preise mehr zu erzielen und Preiserhöhungen nicht durchsetzbar waren.
Preise bei uns sind immer Marktpreise. Wenn Ihnen etwas zu teuer ist, kaufen Sie es einfach nicht. Anderen Leuten ist es offensichtlich so viel wert und sie kaufen es.
Nach langen und gründlichen Verhandlungen wurden 2004 acht mittel- und osteuropäische Länder aufgenommen. Es gabe fest Kriterien dafür, die 1993 festgelegt worden waren.
Keines dieser Länder ist heute im Zusammenhang mit der Eurokrise ein Problem. Die Krisenländer:
Griechenland: Beitritt zur EG 1981
Portugal: Beitritt zur EG 1986
Irland: Beitritt zur EG 1973
Gehörten sozusagen zum stabilsten Kern.
Daher, dass Sie sich mehr mit den Fakten beschäftigen und nicht links- oder rechtspopulistische Phrasen nachplappern nach dem Motto "Freibier für alle - wieso haben wir noch kein Schlaraffenland?" - #106 26.06.2011 12:55 von
wo ist der Euro Wertverlust?
- #107 26.06.2011 12:59 von
Warum...
... misstrauen die Deutschen dem Euro?
Man kann in diesem Forum ja nach Faktenlage diskutieren, aber wichtig ist, dass der Euro noch nie das Geld der Deutschen war. Das hat viel mit Identifikation zu tun und ist ein psychologisches Problem. Die Probleme sind nicht mehr die Probleme der Deutschen - wir zahlen nur -, sodern die Probleme irgendeiner Institution in Brüssel, die keiner versteht!
Das geht bis zur Resignation! "Man kann ja doch nichts ändern"!
Das Revolutionspotential in Deutschland ist halt ziemlich gering! - #108 26.06.2011 13:01 von
Nicht der Euro ist in Gefahr, sondern die ganze EU!
Der Euro hätte ein Erfolg werden können, wenn man die Beitrittskriterien durchgesetzt und nicht aus politischen Gründen Südeuropa reingelassen hätte. Es war jedem rationalem Menschen klar, daß das nicht gut gehen kann, wenn man Länder mit so unterschiedlichen wirtschaftlichen Fundamentaldaten und vor allem Entwicklungsperspektiven in einen Topf wirft. Ja, auch Deutschland hatte die Beitrittskriterien damals nicht alle erfüllt, aber viel gravierender war doch die unterschiedlichen Entwicklungsperspektiven.
Wer sagt, daß Deutschland vom Euro profitiert hat, mag HEUTE recht haben, aber die finale Abrechnung kommt erst.
Für mich steht fest, daß der Euro scheitern wird, Die Frage ist, ob wir da noch halbwegs heil raus kommen. Ich habe jedenfalls Angst um meine Ersparnisse. Leider weiß ich nicht, wo meine paar Kröten sicher sind. Dollar - irgendwiw nicht überzeugend?! Schweizer Franken - werden die den Eurountergang überstehen?
Es stellt sich zudem die Frage, ob die EU überleben wird. Der Volkszorn über die Folgen des Euroscheiterns wird in Nordeuropa ganz neue politische Parteien hervorbringen, die ganz alte Ideen haben. Wer glaubt denn den etablierten Politikern noch irgend was? Und das ist die noch viel größere Gefahr! - #109 26.06.2011 13:02 von
Die EU
ist nur ein einziger Geld-verteilungs-club.
Jedes Neumitglied möchte an die EU-fördertöpfe ran.
Wenn man dann drin ist und irgendwann bezahlen muß für die nächsten Mitglieder, wirds kritisch (es gibt rühmliche Ausnahmen), zumindest problematisch.
Finger weg von der EU! Mal sehen wie es in Kroatien läuft.
Das Land ist ja schon durch die Griechenlandkrise vorgewarnt.
Meines Wissens müssen/(dürfen) die Kroaten in einer Volksabstimmung wählen ob Sie dafür sind, ein Luxus, den andere Demokratien nicht hatten.
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