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Umfrage: Deutsche heißen ausländische Fachkräfte willkommen

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland zu fördern. Wie der "Stern" berichtet, sprachen sich 54 Prozent für einen vermehrten Zuzug von qualifizierten Kräften aus den Euro-Krisenstaaten aus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...848870,00.html
  1. #1

    Industrieinteressen

    Hier werden wieder nur die Interessen der "Industrie" (d.h. der gierigen Manager) vertreten, die möglichst billige (nicht unbedingt preiswerte!) Arbeitnehmer haben wollen. Die Behauptung, wir hätten zu wenige qualifizierte Fachkräfte, ist eine Lüge!!! Schauen Sie sich nur an, wie viele Fachkräfte (hochqualifizierte, erfahrene Akademiker) z.B. wieder bei Nokia Siemens Networks und Nokia entlassen wurden und nun keine Chance auf eine neue Stelle haben (wegen ihres Alters, wegen ihrer berechtigten Gehaltsansprüche, ...).
    Was diese angeblich Befragung angeht: Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.
  2. #2

    EU-Bürger sind keine ausländischen Fachkräfte

    Hier sollte doch mal klar unterschieden werden, wen die Politik mit ausländischen Fachkräften meint.
    Innerhalb der EU gibt es Niederlassungsfreiheit, d.h. eine Spanierin, ein Portugiese, eine Rumänin oder ein Grieche kann sich von heute auf morgen in D niederlassen, sofern er oder sie nicht direkt in das Sozialsystem einwandert. Es gibt keinen wesentlichen Unterschied zu Inländern.
    Daher bestünde auch heute schon die Möglichkeit den angeblichen Fachkräftemangel durch Deutschlands Nachbarn zu beheben.
    Das eigentliche Problem sind die Kosten. Die arbeitgeber haben nämlich keinen Fachkräftemangel, sondern einen Mangel an billigen!! Fachkräften.

    Die Gesetze, die den Zuzug ausländischer Fachkräfte ermöglichen sollen richten sich an Fachkräfte ausserhalb der EU. Die Mindestvergütung besonders nachgefragter Fachkräfte (Ärzte und Ingenieure) ist deswegen auch auf rd. 34.000 Euro reduziert worden. Bei 13 Monatsgehältern sind das 2600 Euro/Monat nach Abschluß eines 6-jährigen Studiums. Da findet man für Obermeuselwitz auch keinen Assistenzarzt.
  3. #3

    Lohnzuschuss

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland zu fördern. Wie der "Stern" berichtet, sprachen sich 54 Prozent für einen vermehrten Zuzug von qualifizierten Kräften aus den Euro-Krisenstaaten aus.

    Umfrage: Deutsche wollen Zuzug ausländischer Fachkräfte - SPIEGEL ONLINE
    Demnächst wird man uns erzählen, dass der Fachkräftemangel einen Lohnzuschuss für ausländische "Fachkräfte" notwendig macht. Womöglich soll uns dieser Artikel dafür empfänglich machen.
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland zu fördern. Wie der "Stern" berichtet, sprachen sich 54 Prozent für einen vermehrten Zuzug von qualifizierten Kräften aus den Euro-Krisenstaaten aus.

    Umfrage: Deutsche wollen Zuzug ausländischer Fachkräfte - SPIEGEL ONLINE
    Also, ich frage mich wirklich, wo solche Umfragen stattfinden und vor allem, wer dort befragt wird.
    Die Ergebnisse sind jedenfalls immer haarsträubend.
  5. #5

    Roth, Trittin, Ströbele und Wagenknecht

    Zitat von gestandeneFrau Beitrag anzeigen
    Also, ich frage mich wirklich, wo solche Umfragen stattfinden und vor allem, wer dort befragt wird.
    Die Ergebnisse sind jedenfalls immer haarsträubend.
    vermutlich.
  6. #6

    Wo ist das Problem?

    Zitat von try_again Beitrag anzeigen
    Hier sollte doch mal klar unterschieden werden, wen die Politik mit ausländischen Fachkräften meint.
    Innerhalb der EU gibt es Niederlassungsfreiheit, d.h. eine Spanierin, ein Portugiese, eine Rumänin oder ein Grieche kann sich von heute auf .....
    Als Ingenieur mit 24 in den Job, 34.000€ verdienen und die Welt steht offen. Mit einer guten Arztpraxis können Sie gut 250.000€ verdienen aber geschenkt bekommen Sie das natürlich nicht. Vor allem nicht in Obermeuselwitz
  7. #7

    Manager versagen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland zu fördern. Wie der "Stern" berichtet, sprachen sich 54 Prozent für einen vermehrten Zuzug von qualifizierten Kräften aus den Euro-Krisenstaaten aus.

    Umfrage: Deutsche wollen Zuzug ausländischer Fachkräfte - SPIEGEL ONLINE
    Und wer wurde da bitteschön befragt? Also wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre, schaut die Sache schon ziemlich anders aus.
    Wobei ich damit nicht sagen will, dass es eine Fremdenfeindlichkeit gibt, sondern, dass man eher der Meinung ist, dass Fachkräfte ausreichend zur Verfügung stünden, wenn man auch das Gehalt zahlt, was so eine Fachkraft wert ist und wenn man auch bereit ist in die Aus- und Fortbildung von Mitarbeitern zu investieren.

    Wenn wir zu wenig Fachkräfte haben, dann ist das doch nur auf das absolute Versagen der Wirtschaftslenker zurückzuführen. Wer nicht ausbildet hat eben bald keine Fachkräfte mehr.
    Das kommt davon, wenn die Manager von heute mit ihrer Gewinnmaximierung nur noch bis übermoregn planen, nach dem Motto: Und nach mir die Sintflut!

    Eine so abgrundtief schlechte und kurzsichtige Managersparte hatte Deutschland noch nie.
    Versager!
  8. #8

    Das Problem...

    Zitat von karhu1 Beitrag anzeigen
    Als Ingenieur mit 24 in den Job, 34.000€ verdienen und die Welt steht offen. Mit einer guten Arztpraxis können Sie gut 250.000€ verdienen aber geschenkt bekommen Sie das natürlich nicht. Vor allem nicht in Obermeuselwitz
    ...liegt darin, dass diese Lohndrückerei eine Abwärtsspirale ist. Von den 34 k€ gehen rd. 20% für die Sozialversicherungen (Renten-, Kranken, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) ab. Bei 2600 €/Monat sind das 520 € und ca 400 € Lohnsteuer (Steuerklasse 1), bleibt 1.680 € netto, da steht die Welt aber ganz weit offen...
    Sie halten es wahrscheinlich auch für normal, wenn in Supermärkten fast ausschließlich 400€ Kräfte beschäftigt werden. Wenn Vollzeitarbeitskräfte Lohnaufstockungen nach den Hartz Gesetzen erhalten und Mindestlohn ist sowieso Teufelszeug.
    Ich habe mein Diplom vor 20 Jahren in Norwegen gemacht. Damals waren die Startbedingungen in D deutlich besser, heute würde ich zu den angegebenen Bedingungen in Norwegen bleiben.

    Hier noch zwei Links, damit Sie sehen was in anderen Ländern verdient wird:

    - manager magazin - Brse

    Die grosse Schweizer Lohnliste
  9. #9

    Zitat von try_again Beitrag anzeigen
    ...liegt darin, dass diese Lohndrückerei eine Abwärtsspirale ist. Von den 34 k€ gehen rd. 20% für die Sozialversicherungen (Renten-, Kranken, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) ab. Bei 2600 €/Monat sind das 520 € und ca 400 € Lohnsteuer (Steuerklasse 1), bleibt 1.680 € netto, da steht die Welt aber ganz weit offen...
    Sie halten es wahrscheinlich auch für normal, wenn in Supermärkten fast ausschließlich 400€ Kräfte beschäftigt werden. Wenn Vollzeitarbeitskräfte Lohnaufstockungen nach den Hartz Gesetzen erhalten und Mindestlohn ist sowieso Teufelszeug.
    Ich habe mein Diplom vor 20 Jahren in Norwegen gemacht. Damals waren die Startbedingungen in D deutlich besser, heute würde ich zu den angegebenen Bedingungen in Norwegen bleiben.

    Hier noch zwei Links, damit Sie sehen was in anderen Ländern verdient wird:

    - manager magazin - Brse

    Die grosse Schweizer Lohnliste

    Ja klar hat ein über 30jähriger gelernter Handwerker in der Schweiz ein Gehalt von 13mal 4500.-Euro Netto.

    Aber Er muss noch 7,5-11,5% Steuern darauf abliefern bis Ende Jahr, was etwa einem 13. Nettogehalt entspricht... der Staat muss ja auch mit einem guten Buget leben können.

    Aber das dort Reinigungskräfte, Hausangestellte und Zeitarbeiter ein gesetzlichen Mindestgehalt haben ist schon positiv.


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