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Umfrage: Deutsche fahren gern ein bisschen zu schnell

Die Deutschen beachten Verkehrsregeln nicht wegen der damit verbundenen Strafen. Vielmehr liegt ihnen ihre Sicherheit am Herzen. Und trotzdem betrachten die meisten Tempolimits eher als eine Empfehlung.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...754997,00.html
  1. #120

    Umbruch

    von einer führenden Industrie-Nation, welche die Premium-Klasse im Automobilbau herstellte wandeln wir uns zum Hersteller von Solar-Paneln und Windturbinen. Das bisher notwendige Privileg schnell fahren zu dürfen wird mit dem Niedergang unserer Kompetenz-Industrie verschwinden. Grüne geben in ihrer Zielverfolgung niemals nach, wie wir wissen. Und in unserem Lande gibt es mehr Grüne als die veröffentlichte Parteiensympathie dies auszudrücken vermag.

    Spätestens mit dem staatsplanwirstchaftlich herbeigeführten Elektro-Auto wird sich die Frage der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen erledigt haben.
  2. #121

    Utopie

    Zitat von fort-perfect Beitrag anzeigen
    Der Begriff der fast leeren Autobahn ist schon recht utopisch, sowohl hier in Deutschland als auch in der Schweiz.
    Leer, das mag sein, aber wenig befahrene Autobahnen gibt es durchaus und das ist abhängig von der Tageszeit nicht selten.
    Mit Sicherheit trägt jedoch ein Geschwindigkeitslimit auf Autobahnen zur Verringerung von Lärmemissionen, sowie zu sparsamerem Umgang mit Kraftstoff bei und somit zu einer geringeren Umweltbelastung.
    Aber ich vergas, Umweltschutz ist bei vielen Mitbürgern nur dann relevant wenn er einen nicht persönlich einschränkt.....
    Das ist Unsinn. Die lautesten Fahrzeuge sind LKW, die fahren ohnehin nur 80. Am meisten Kraftstoff wird in den Städten verbraucht, nicht auf Autobahnen. Und natürlich ist Umweltschutz am überzeugendsten wenn er zum Mitmachen einlädt und nicht wenn er in allerlei umstroittenen Einschränkungen des täglichen Lebens daherkommt. Siehe Energiesparlampe, E10, usw.
  3. #122

    ...

    Wenn die menschen Rgeln brechen um gegen einen vollkommen rechtmässig geplanten Bahnhofsumbau zu demonstrieren findens alle toll.
    Ziviler Ungehorsam wird bejubelt wenns politisch ins kalkül passt.

    Aber wer sich beim Autofahren nicht an die Regeln hält wird als Raser bezeichnet beschimpft und kann nicht hart genug bestraft werden.

    Komisch.
  4. #123

    Auf Thema antworten

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Viele wissen nicht, dass es die selben Argumente gegeben hat, als Tempo 50 in den Ortschaften eingeführt wurde.
    Gerade der ADAC sprach damals von mündigen Bürgern, die ein Tempolimit nicht brauchen.
    Leider gibt es unter den Autofahrern auch unmündige Bürger.
    Was mich hier sehr irritiert ist die Tatsache, dass sich ein nicht unerheblicher Teil der Mitdiskutanten über 30er Zonen in Städten so aufregen kann.
    Auch Ich fahre ein Gefährt mit Stern (Papa sei dank) und genug Pferdchen unter der Haube um auch zw. zwei Ampeln auf die 120 zu kommen aber lustigerweise versuchen das nur die tiefgelegten Kleinwagenfahrer mit getönten Scheiben.
    Wo kein Tempo 30, da fahre ich in der Innenstadt lieber um die 40, weil ich nicht damit leben könnte dass mir irgendwann mal so ein Knirps aus einer Parklücke vors Auto springt und ich nicht mehr rechtzeitig bremsen kann.
    Nachdem ich auch viel zu Fuss und mit dem Rad unterwegs bin hege ich eine gewaltige Abneigung gegen diejenigen die meinen ihre 60PS in der Stadt ausfahren zu müssen.
    Ob ich mich auf der leeren Landstrasse mit 200 totfahre ist meine Sache, aber diese asoziale Fremdgefährdung die man in unseren Städten erlebt gehört sanktioniert.
  5. #124

    ...

    Zitat von pfälza Beitrag anzeigen
    Und eben genau wegen diesen Fahrern sollten die Strafen enorm drastisch ansteigen. Ich bin ehrlich, ich weiss, dass erst bei 147 auf der Autobahn der Blitz losgeht und selbst dann ist das Bußgeld auch nicht soo hoch. Also fahre ich auch ein paar km/h schneller.
    Das ist doch ein Trugschluss. Warum wollen immer so viele Leute die Strafen drastisch erhöhen? Es würde doch reichen, die Kontrollen einfach an den neuralgischen Punkten zu verschärfen. Stetige kleinere Strafen, ggf. mit Steigerungen für Wiederholungstäter hätten dann auch ihren Effekt, ohne dass der Normalfahrer, der ggf. einmal etwas zu schnell unterwegs ist, gleich in seiner Existenz gefährdert wird.
    Zitat von pfälza Beitrag anzeigen
    In Dänemark hab ich zitternd darauf geachtet, bloss nicht zu schnell zu fahren.
    Ist das wirklich besser oder gar wünschenswert? Der ständige Blick auf den Tacho lenkt ab.

    Zitat von pfälza Beitrag anzeigen
    Wenn wir schon in Europa ausgelacht werden ob unserer lächerlichen Strafen, dann sollten wir diese anpassen und zwar die Strafen prozentual vom Einkommen verhängen. Dann zahlt der S6-Raser auch mehr und nicht mehr wie vorher lächelnd alles aus der Kaffeekasse.
    Warum muss man sich an anderen orientieren? Das ist doch völliger Unfug. Und Strafen sollten gleich sein. Viel besser wäre eine Staffelung, die Wiederholungstäter bestraft. Man könnte die Strafe z.B. mit einem an den Punktestand in Flensburg gekoppelten Faktor multiplizieren. Wäre der "S6 Raser" dann wirklich jemand, der notorisch Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreitet, dann würde der Spaß für ihn auf dauer auch teurer.
  6. #125

    ...

    In Tübingen gibts Geschwindigkeitskontrollen fast nur da wo man gefahrlos schneller fahren könnte.
    Vor Kindergärten, Schulen Spielplätzen dagegen fast nicht.
    Warum wird also kontrolliert, nur fürs Geld.

    Auf der B10 bei Karlsruhe wird innerhalb weniger Kilometer fünfmal das Limit zwischen 80 und 100 km/h gewechselt. Mit scharfer Überwachung und Bussgelder ab 8 km/h Übertretung.
    Es kann dem Ortsfremden passieren, daß er im fliessenden Verkehr geblitzt wird weil der einheimische Vordermann kurz das Gaspedal lupft.
    Die Folge daraus ist, daß man nicht mehr auf den Verkehr achtet sondern nur noch auf die Schilder am Rand.
    Erhöhung der Verkehrssicherheit?


    Da die meisten Schilder nur noch zum Geldverdienen aufgestellt werden verlässt man sich einfach auf die eigene Erfahrung und das eigene Wissen und versucht so gut wie möglich durchzukommen.

    Wenn Regeln beachtet werden sollen, dann sollten sie auch eine gewisse Sinnhaftigkeit haben.

    Ich war mal in Rumänien unterwegs. Die Tempolimitschilder haben dort keinen interessiert, die waren wohl noch aus der Trabantzeit.
    Überholverbotsschilder hat dagegen keiner ignoriert. Wo die standen wars gefährlich. Also wurden die Schilder beachtet, die Fahrer haben den Sinn verstanden und die Regeln akzeptiert.
  7. #126

    Wozu ein Limit?

    [QUOTE=fritz_64;7565847]ein tempolimit von 130 km/h auf autobahnen,

    Ich finde Fahren ohne Limit die bessere Lösung, ich fahre auch gern etwas schneller und fühle mich vielerorts durch die sinnlosen Geschwindigkeitsbeschränkungen richtiggehend gegängelt. Viele sind wirklich nur zum Abzocken da.
  8. #127

    links Rennstrecke, rechts LKW-Spur

    Zitat von rstevens Beitrag anzeigen
    Aha, bei 100 oder 120 auf einer fast leeren Autobahn ist also der Verkehrsfluss besser? Seltsame Sicht auf die Dinge.

    Recht haben sie bei hohem Verkehrsaufkommen. Das ist aber weder immer noch überall gegeben.
    Wann gibt es denn bitte die fast leere Autobahn? Vielleicht nachts im Osten, wo sowieso keiner hinfährt.
    Wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, ist es jedenfalls immer ein ziemliches Gedränge, und unheimlich stressig, da rechts die LKW mit 90 zuckeln, und links die Leute mit eingebauter Vorfahrt ihr göttlich gegebenes Recht auf Tempo 220 ausleben wollen.
    Ich würde meist gerne 140 fahren (schon wegen des Benzinverbrauchs), aber das ist fast völlig unmöglich. Selbst wenn man mit 160 eine LKW-Schlange überholt, läuft man Gefahr, von wildgewordenen Audis und BMWs per Lichthupe gedrängelt zu werden.

    Ich höre auf der Autobahn schon immer extra entspannte Musik, da ich Angst habe, sonst irgendwann auszurasten, und alle links und rechts von der Straße zu schieben.

    In der Schweiz fühlt man sich mit 120 zwar erst mal ein wenig langsam, aber nach ein paar Stunden merkt man, wie erholsam es ist, wenn alle gleich schnell fahren.

    Wer heizen will, soll doch auf die Rennstrecke. Ein Sportschütze schießt seine Waffen ja auch nicht auf offener Straße, sondern im Verein auf der Schießbahn.
  9. #128

    ...

    Zitat von Bala Clava Beitrag anzeigen
    Ein generelles Tempolimit ist längst überfällig. Dann könnte man, wie jetzt die viel schlaueren Spanier, einfach mal für ein paar Monate die Autobahnen von Tempo 120 auf 110 runterschrauben - und die nächste Öl-und-Bezinkrise wird einfach abgewettert. Und das Verrückte an der Sache ist, alle kommen schneller ans Ziel. Und vor allem alle.
    Da ich auf manchen Strecken locker über 110 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit (inkl. Baustellen, Stadtverkehr etc.) komme, würde ich sicher mit Tempolimit 110 nicht schneller ans Ziel kommen.
  10. #129

    Etwas substanzlos

    Zitat von astirbezwinger Beitrag anzeigen
    Was mich hier sehr irritiert ist die Tatsache, dass sich ein nicht unerheblicher Teil der Mitdiskutanten über 30er Zonen in Städten so aufregen kann.
    Auch Ich fahre ein Gefährt mit Stern (Papa sei dank) und genug Pferdchen unter der Haube um auch zw. zwei Ampeln auf die 120 zu kommen aber lustigerweise versuchen das nur die tiefgelegten Kleinwagenfahrer mit getönten Scheiben.
    Um den obligatorischen "Neid-Beitrag" gleich loszuwerden: irgendwie nehm ich Autofahrer, die ihr Auto nicht selbst finanzieren nicht so recht ernst. Ganz besonders "Sternchen-Fahrer" oder die "4-Ringe-Olympioniken".
    Muss es immer gleich so'n dickes Auto sein? Kann es nicht ein umweltfreundlicher Kleinwagen sein?
    Wo kein Tempo 30, da fahre ich in der Innenstadt lieber um die 40, weil ich nicht damit leben könnte dass mir irgendwann mal so ein Knirps aus einer Parklücke vors Auto springt und ich nicht mehr rechtzeitig bremsen kann.
    Kann ich auch nicht. Aber offenbar kann ich das Risiko einschätzen: wo keine Knirpse auf dem Gehsteig rumlaufen, springt mir auch keins vor's Auto. Und ich schleich garantiert nicht auf "gut ausgebauten Vorfahrtsstraßen", nur weil irgendwo eine Mama mit 8-Jahre-Stöpsel rumläuft und auch nicht absehbar ist, dass der Kleine mir vor's Auto springen kann.

    Nachdem ich auch viel zu Fuss und mit dem Rad unterwegs bin hege ich eine gewaltige Abneigung gegen diejenigen die meinen ihre 60PS in der Stadt ausfahren zu müssen.
    Das Thema "Radfahrer" hab ich zu Genüge in dutzenden Themen besprochen.

    Um's auf einen Punkt zu bringen: wann kommt endlich der Führerschein für's Fahrrad (also eine Eintragung auf dem kleinen Plaste), damit es endlich wirkungsvolle Sanktionen gegen Pedal-Rowdies gibt?

    Egal ob ich nun als Fußgänger (häufig) oder als Autofahrer (auch häufig) unterwegs bin, noch mehr belästigt als von sichtversperrenden LKW und Kleintransportern fühle ich mich von Rotrasern auf Treteseln. Stichwort: Kurierfahrer auf Fixies.

    Ob ich mich auf der leeren Landstrasse mit 200 totfahre ist meine Sache, aber diese asoziale Fremdgefährdung die man in unseren Städten erlebt gehört sanktioniert.
    Wer 200 km/h auf der Landstraße fährt, gehört zu Recht aus dem Verkehr gezogen. Egal, ob er allein fährt oder Lücken springen muss, um sein Tempo halten zu können. Stichwort Selbstgefährdung.

    Unterm Strich: etwas substanzloser Beitrag.








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