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Umfrage: Beschneidungsverbot entzweit Deutsche
Im Bundestag gilt die Mehrheit für eine Resolution zugunsten des Rechts auf religiöse Beschneidung als sicher, in der Bevölkerung ist die Stimmung geteilt: Einer Umfrage zufolge sprechen sich 42 Prozent der Deutschen gegen ein Verbot des rituellen Eingriffs aus, 45 Prozent aber sind dafür.
Umfrage: Beschneidungsverbot entzweit Deutsche - SPIEGEL ONLINE
- #1 19.07.2012 06:48 von
Ich bin für ein Beschneidungsverbot.
Es geht mir dabei nicht um religiöse Praktiken oder die frühkindliche Indoktrination, mein zentrale Punkt ist, dass auch Kinder ein Recht auf körperliche Unversehrtheit haben und es Eltern nicht gestattet sein sollte, Veränderungen am Körper ihrer Kinder vorzunehmen, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können.
Wenn wir Beschneidungen erlauben, sofern sie einen religiösen Hintergrund haben, dann müssen wird das auch mit Tatowierungen, Brandings (Brandwunden) und Scarings (Narben) machen.
Problematisch finde ich, dass der Bundestag sich hier nicht die Zeit zur Diskussion nimmt, wenn schon die Meiung in der Bevölkerung so gespallten ist. - #2 19.07.2012 06:50 von
es zeigt nur - im Bundestag sitzen die falschen Leute
und zwar ziemlich dumme Leute.
Alles spricht dafür die "Opfer" zu einem Zeitpunkt selbst entscheiden zu lassen ob sie so etwas wollen.
Das gehört zum Bereich Piercings, Tätowierung und, und. Ist eine Privatsache die aber auch die Krankenkassen, auch bei möglichen Folgen, außen vor lassen muss.
Und an alle religiösen Eiferer. Wenn die liebe Gott gewollt hätte, dass der "Willi" anders aussieht, dann hätte er ihn anders gemacht. - #3 19.07.2012 06:52 von
Ich bin erstaunt. Anhand einiger Foren ließ sich für mich auf ein ganz anderes Ergebnis schließen. Es wäre hier interessant, zu wissen, inwieweit die betroffene Personengruppe (v.a. Juden, Muslime) die 42% beeinflussen.
In der Tat fand ich hier im Spiegelforum mehr als 90% absolute Befürwortung für ein Verbot. - #4 19.07.2012 06:53 von
Das Bundesverfassungsgericht . . .
. . . wird das letzte Wort haben. Es kollidieren zwei Grundrechte: das Grundrecht auf körperlicher Unversertheit sowie das Grundrecht auf Religionsfreiheit.
Der Bundestag wird politisch alles vermeiden, was Juden und Moslems in Aufruhr versetzt, deshalb wird ein Gesetz pro Beschneidung erlassen werden. Nichtsdestotrotz wird dieses Gesetz mit obig genannten Grundrecht auf körperlicher Unversertheit in Widerspruch stehen. Es gilt abzuwägen, welches Grundrecht gegenüber dem anderen Priorität einzuräumen ist. Das Urteil des höchsten Verfassungsorgans wird dann zu akzeptieren sein.
Eine Beschneidung ist erst einmal ein operativer Eingriff ohne medizinische Indikation - als solcher ist der Eingriff medizinisch abzulehnen. Das Betäubungs- und Operationsrisiko ist nicht wegzudikutieren, auch nicht religiös. Die Argumentationsschiene,"das wird schon seit 4000 Jahren so gemacht" ist IMO obsolet. Gleichwohl ist dies keine Tradition in diesen Breiten.
Warum nicht die Menschen mit Eintritt der Religionsmündigkeit (14 Jahre) selber entscheiden lassen? Die Trennung von Staat und Kirche zwinmgt den Staat nicht, religiös motivierte unnötige Operationen zu legalisieren! - #5 19.07.2012 06:54 von
Aber das kupieren bei Hunden bleibt verboten, auch wenn es ebenfalls "ohne unnötige Schmerzen" erfolgt? Verstehe ich nicht.
- #6 19.07.2012 06:54 von
Frau Künast
Da Frau Künast eine der ersten war, die gesprungen ist, als koservative Reliogionsverbände "Frosch" sagten, habe ich der Fraktionsvorsitzenden folgende Mail geschickt:
Sehrgeehrte Frau Künast,
seit meinem 14. Lebenjahr unterstütze ich die Grüne Partei und deren Politk. Ich habe Joschka Fischer schon sturtzbetrunken im "Grössenwahn" erlebt,sowie Jutta Dirfurt total bekifft im "Strandcafe", hab' mich mit der Polizei an der Startbahnwest geprügelt, und mich mit meinen Lehren angelegt um die grüne Politik zu verteidigen. Später, als Betriebsrat, hat es mir nichts ausgemacht mich wegen meiner Einstellung von den Gewerkschaftlern anpöbeln zu lassen und als Selbständiger habe ich den Grünen ab und an mal eine Spende zukommen lassen.
Heute bin ich bitter enttäuscht, das ich eine Partei unterstützt habe, die Zwangsbeschneidungen und damit Kindesmisshandlung legalisieren will, die das
Recht auf körperliche Unversehrtheit zugunsten eines archaischen und perversen Brauchs opfern will. Das kann ich keinesfalls mit meinem Gewissen vereinbaren. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden von mir nie wieder eine Stimme erhalten. Ich wollte Sie dies nur wissen lassen. Ein weiterer Gesprächsbedarf ist von meiner Seite aus nicht gegeben. Legalisierung von ZWANGSBESCHNEIDUNGEN ist in keinster Weise diskutabel. Von daher ersparen
Sie sich bitte eine wie auch immer geartete Antwort auf meine Mail.
mit der Ihnen gebührenden Achtung, - #7 19.07.2012 06:55 von
Alles ist relativ?
Wenn über 80 % der Befragten fordern, dass Religionen sich zeitgemäß verändern sollen, so zeigt dies zunächst, dass offensichtlich kein Verständnis herrscht, was eine Religion ist. Religionen lehren gottgegebene Wahrheiten - dazu gehören auch die jeweiligen Riten und Gebräuche. Warum sollte ein Gott - insbesondere ein monotheistischer Gott - seine Meinung ändern?
Sobald Religionen sich allzu sehr dem Zeitgeist anpassen, verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit und können damit nicht mehr überzeugen. Die Deutschen wünschen sich Cafeteria-Religionen, bei denen sie nach Belieben auswählen können und sich so den Gott schaffen können, der ihnen jeweils am besten gefällt. Sie schaffen sich somit einen Gott nach ihrem Ebenbild - obwohl es doch eigentlich umgekehrt sein sollte! - #8 19.07.2012 06:55 von
Grundrechte
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist nicht verhandelbar, selbstverständlich ist die Beschneidung eine Körperverletzung. Die Religionsfreiheit umfasst nicht das Recht, Dritte ungefragt in irgendwelche Riten einzubeziehen, wenn sie so ausgelegt wird, ist das ein Missbrauch und dem gehört ein Riegel vorgeschoben.
- #9 19.07.2012 06:56 von
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