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Umbau bei Schlecker: Neuer Look auf altem Lack

SPIEGEL ONLINEMit weniger, aber moderneren Läden will Schlecker den Neustart nach der Insolvenz schaffen. SPIEGEL ONLINE hat zusammen mit einem Experten das alte und neue Konzept verglichen - und selbst in fortschrittlichen Filialen Relikte aus der Vergangenheit entdeckt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...823404,00.html
  1. #10

    Keinen Cent wert

    Ein Facelift für Schlecker ist ja an sich schon problematisch, denn es kündet ja lediglich davon, dass sich an der Oberfläche etwas geändert hat. Schlecker ist derart zerstört, dass es eben nicht ausreicht zu polieren - oder die Generation zu wechseln.

    Über die Politur kann man eigentlich nicht sprechen. Bunt und Wölkchen. Auch in dieser Infantilisierung und Stilisierung zum Hort der Regression kündet Schlecker nur von einem: der absoluten Verachtung seiner Kundschaft.

    Das Facelift ist keinen Cent wert.
  2. #11

    Warum?

    Warum muss man mit öffentlichen Geldern solch eine Kette retten? Solange der schwäbische Schlecker-Clan selbst nach der Insolvenz jeden Monat 70.000 € rumbringen darf, sollte dieses neoliberale Geschäftsmodell nicht noch durch Steuergelder gestützt werden. Basta!

    Alle Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit. Viele werden von den gesunden Drogerieketten aufgefangen. Und wenn solche Wettbewerbsverzerrer vom Markt sind, ist vielleicht sogar Platz für mehr Arbeitsplätze als vorher.
    1 Schleckermarkt = max. 2 Arbeitsplätze.
    1 DM-Markt = locker 7 Arbeitsplätze.

    Schlecker braucht kein Mensch!
  3. #12

    ... schrottreifes konzept?

    Zitat von vrdeutschland Beitrag anzeigen
    ...denn der "neue look" bringt auf einem schrottreifem Konzept auch nichts.
    Schlecker hat in allen Punkten abgewirtschaftet. Ruf im Eimer, Sortiment chaotisch, mickrige Gänge...
    WER auf der Welt braucht Schlecker ??? Mir tut es ja um die Omis leid, die ab und zu in dem Laden ihre Nachtcreme noch gekauft haben, aber die sollen sie sich doch bitte beim nächsten Besuch vom Sohne oder der Tochter mitbringen lassen bzw. heutzutage von der Pflegekraft.
    Es gibt keinen Grund dieses versaute Drecksunternehmen noch weiter zu beatmen.
    ... nicht das konzept von schlecker ist schrottreif, sondern ihr post.

    ... grundsätzlich ist das konzept von schlecker keinesfalls schrottreif, sondern das marketing. und heutzutage macht die vermarktung mindestens 50% des erfolges aus. da hat schlecker einfach geschlafen. oder warum läuft z.B. die marke "dm" sehr erfolgreich, obwohl zeilgruppe und warenangebot recht ähnlich sind ?

    ... jetzt ist es für schlecker leider 5 nach 12. das aufpolieren der marke ist grundsätzlich ein guter anfang. und dass schlecker nun fast täglich in der presse steht (wenn auch negativ), bietet an sich eine gute plattform, um einen "schlecker-relaunch" zu kommunizieren. müsste natürlich jetzt schnell gehen. zudem wäre es geschickt, die rettung von filialen und mitarbeiter in die "relaunch-kampagne" einzubauen, um die zielgruppe wieder schleckeraffin zu (re)aktivieren. wer tut nicht gerne gutes :-).
  4. #13

    Geht mir am .... vorbei

    Zitat von keksguru Beitrag anzeigen
    Da schleicht also eine Verkäuferin alleine durch den Laden, kriegt 8 Euro brutto und dann soll alles tip top sein? Also nee, so geht das denn nun auch nicht. Solange sich das nicht ändert, werden die "Gedankenlosigkeiten" halt fortbestehen....
    (...)
    Bei Schlecker gabs nur Anschiß und übelste Personalschikanen, das motiviert keinen, wenn man die Leute schlecht behandelt und zeigt sich dann überall.
    DANKE für diesen Kommentar. Bevor ich falsch verstanden werde, die Frauen, die nun ihre Job verlieren, tun mir echt Leid. Ich weiß, wie es ist, wenn man um einen Job (und damit die Zukunft) kämpfen muss, wenn einem ständig Zukunftssorgen plagen. In Bezug auf Schlecker aber möchte ich mal eine Frage stellen: Bin ich der einzige, dem die Pleite am Arsch vorbeigeht.

    Erst wird gegen Schlecker Stimmung gemacht, weil die Leute beschissen behandelt werden, weil die Läden scheiße sind, weil sie teuer sind - jetzt ist der so genannte Verbraucher plötzlich Schuld, weil der lieber bei dm einkauft, wo die Preise niedriger, das Personal besser geschult, die Läden ordentlicher, die sozialen Leistungen (offenbar) besser sind.

    Vor Jahren wurde in meiner Stadt ein Schlecker-Laden nachts ausgeraubt. Die brachen ein, klauten Waren im Wert von, ich glaube, 30.000 Mark, dann verschwanden die bösen Buben. Die Filialleiterin (also die Verkäuferin, Putzfrau, Regaleinräumerin in personalunion) bekam daraufhin Besuch von hohen Mitarbeitern aus dem Hause Schlecker, die ihr die Schuld für diesen Einbruch aufs Brot schmieren wollten, denn als Filialleiterin trage sie, so die Argumentation, auch nachts um 3 Uhr die Verantwortung für ihr Geschäft, das übrigens weder über eine Alarmanlage noch einen Telefonanschluss verfügte.

    Tut mir Leid, aber Schlecker war fürn Arsch und ist es heute noch. Je eher diese Drecksläden aus den Innenstädten verschwinden, desto besser ist dies fürs Image einer jeden Gemeinde.

    Und noch einmal: Die Verkäuferinnen tun mir Leid, sie sind die Opfer einer in jeder Form verfehlten Gschäftspolitik sind (mit der Herr Schlecker dennoch ein stinkend reicher Mann geworden ist - der auch in Zukunft sicher noch jeden Tag ein Schnitzel leisten kann...).
  5. #14

    warum muss man ...

    Zitat von Systemrelevanter Beitrag anzeigen
    Warum muss man mit öffentlichen Geldern solch eine Kette retten? Solange der schwäbische Schlecker-Clan selbst nach der Insolvenz jeden Monat 70.000 € rumbringen darf, sollte dieses neoliberale Geschäftsmodell nicht noch durch Steuergelder gestützt werden. Basta!

    Alle Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit. Viele werden von den gesunden Drogerieketten aufgefangen. Und wenn solche Wettbewerbsverzerrer vom Markt sind, ist vielleicht sogar Platz für mehr Arbeitsplätze als vorher.
    1 Schleckermarkt = max. 2 Arbeitsplätze.
    1 DM-Markt = locker 7 Arbeitsplätze.

    Schlecker braucht kein Mensch!
    ... mit öffentlichen geldern bakrottstaaten wie griechenlandspanienportugaletcpp retten? und die aussichten des erfolges sind hier noch viel miserabler als bei schlecker.

    ... da sind mir schlecker-mitarbeiter wesentlich näher, das sind eben heinz und hilde genau wie du und ich. und hier gehts um ca 70 mio und nicht um 700 mrd.

    ... aber selbstverständlich ziert und zaudert die politk, während die euro-rettungspakete innerhalb einer woche durchgeprügelt werden. da müssen sogar abgeordnete klagen, um diesbezügliche parlamentarierrechte in erinnerung zu bringen.

    ... erinnert mich an die erhöhung des hartzIV satzes um 5 euro. die politik diskutierte und beriet darüber über ein jahr, während es bei den abermilliarden des rettungsschirmes viel viel schneller ging:
    bananenlobbyrepublik deutschland eben.
  6. #15

    .....

    Zitat von GrinderFX Beitrag anzeigen
    Dann sollten sie mal ihren Geschmack und ihre Gewohnheiten überdenken!
    Das hatte rein gar nichts mit einem Tante Emma Laden gemeinsam. Denn es fehlte vollkommen die Sauberkeit, die Freundlichkeit und die Kundenbetreuung. Dazu gabs noch massenhaft Jahre abgelaufene Ware.

    Und der Vergleich mit Aldi und Lidl ist nun dermaßen daneben, denn z.B. Lidl zahlt richtig gute Löhne. Sie sollten sich also mal lieber vorher schlau machen bevor sie etwas behaupten!
    Schon die Überwachungsskandale bei Lidl vergessen? Leistungsdruck bis zum Abwinken und Überwachungsmethoden wie zu DDR Zeiten. Die beiden großen Discounter schenken sich da nichts. Nette Stellwände und gute Beleuchtung stehen nicht für eine bessere Unternehmenskultur. Das Lidl dann so schlau war mit ein paar netten Werbespots den Eindruck zu erwecken, war doch gar nicht so schlimm- und Schlecker diese medialen Instrumente nicht zur vorteilhafteren Darstellung genutzt hat-zeigt einfach wie moralisch verdorben unsere Gesellschaft agiert. Und das es, wenn man Ihrer Argumentation folgt ja auch ok ist und funktioniert.
    Das die Waren verdünnt, verändert und qualitativ immer weiter nach unten korrigiert werden ist für mich ein absolut betrachtet Betrug.
  7. #16

    Sympathisch!

    Ich fand Schlecker eigentlich immer ganz sympathisch und hoffe, daß die bisherigen Werbeaktionen auch in Zukunft weitergeführt werden:

    Das war immer toll, daß in den Rollcontainern vor der Schaufensterscheibe verschiedene Produkte umsonst mitgenommen werden konnten - Alles tolle Sachen: Flüssigwaschmittel, Duschgel, Haushaltsreiniger.

    Wir haben uns immer gerne diese kostenlosen Werbegeschenke mitgenommen und hoffen, daß das auch in Zukunft so bleibt!
  8. #17

    [
    Warum aber funkioniert es z.B. bei DM? Hier am Ort ist der DM Laden ungefähr doppelt so groß wie der Schlecker, es sind aber 7 Mitarbeiter anwesend die sich um alles kümmern. Bei denen rechnet es sich doch auch?[/QUOTE]
    DM ist genau das Gegenteil, sie bezahlen gut und legen viel Wert darauf, daß die Mitarbeiter zufrieden sind. Das spürt und sieht man.
  9. #18

    Zitat von Anaconda666 Beitrag anzeigen
    das war mal eine gute Idee mit den Icons... Bei meinem letzten Einkauf in Schlecker war das ein Irrlauf nur um das Duschgel zu finden!! (In diesem Schlecker Markt befand es sich in der hinterstes,dunkelsten Ecke des Ladens - eine Ecke die wohl mal eine Besenkammer war....)
    Nun, in der Präsentation und Sortierung sowie bei den Hinweisen, wo man was findet, nehmen sich alle Drogerieketten nichts.

    Auch bei Rossmann stehe ich jedesmal zwischen unübersichtlichen, hohen Regalen ohne erkennbare Systematik bei der Produktsortierung.

    Warum sind Rasierpinsel, Rasiercreme, Klingen und Aftershave nicht nebeneinander in einem Regal angeordnet? Inzwischen weiß ich, dass die Rasiercreme (Ja, "For Men" steht explizit drauf.) in dem von mir genutzten Laden in der Nähe der Binden und Tampons liegt. Nur warum?
  10. #19

    .........

    wunderbar hier zu lesen.....

    niemand, wirklich niemand hat bisher von/in den Medien geschrieben wieviel Großhändler und Hersteller auf einem Schuldenberg, den Schlecker hinterläßt, hängen bleiben. Darunter sind auch viele kleinere Betriebe die nur für Schlecker gefertigt haben.
    Niemand hat darüber geschrieben wieviel Arbeitsplätze dadurch in Gefahr geraten sind.
    Wieviel Arbeitnehmer nun noch länger auf eine Gehaltserhöhung warten werden.

    Da wird Pleite gemacht, einfach neu angefangen und die Lieferanten sind Nase, liefern weiter in der Hoffnung durch neuen Umsatz den Verlust wieder einfahren zu können. Ich würde niemanden mehr beliefern der mich mit offenen Rechnungen sitzen läßt. Ich habe es als Unternehmer auch nie getan.


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