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Ultra-Orthodoxe: Kulturkampf in Israel verschärft sich

In Israel ist der Streit um die Geschlechtertrennung erneut eskaliert: Ultra-Orthodoxe haben bei einer Demonstration ihr Land mit Nazi-Deutschland verglichen. Der Staat mische sich ohne Recht in ihr Leben ein. Politiker nannten den Vergleich "entsetzlich und schockierend".

Kulturkampf in Israel: Ultraorthodoxe ziehen Nazi-Vergleich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #1

    Die Demonstrationen der Ultra-Orthodoxen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Israel ist der Streit um die Geschlechtertrennung erneut eskaliert: Ultra-Orthodoxe haben bei einer Demonstration ihr Land mit Nazi-Deutschland verglichen. Der Staat mische sich ohne Recht in ihr Leben ein. Politiker nannten den Vergleich "entsetzlich und schockierend".

    Kulturkampf in Israel: Ultra-Orthodoxe ziehen Nazi-Vergleich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    dürften das Gegenteil erreichen. Zu einem sind 90% der Israelis
    weltlich. Mit diesen 90% ist eine Diskriminierung nicht zu machen.
    Zum zweiten hat man schon bei den Protesten gegen soziale
    Misstände gesehen, dass immer weniger Israelis die Ultra-
    Orthodoxen, die nicht arbeiten und hauptsächlich Thora studieren,
    finanzieren möchte.
  2. #2

    Und? Haben wir in Deutschland ständig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Israel ist der Streit um die Geschlechtertrennung erneut eskaliert: Ultra-Orthodoxe haben bei einer Demonstration ihr Land mit Nazi-Deutschland verglichen. Der Staat mische sich ohne Recht in ihr Leben ein. Politiker nannten den Vergleich "entsetzlich und schockierend".

    Kulturkampf in Israel: Ultraorthodoxe ziehen Nazi-Vergleich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich finde das nicht gut, aber verurteilen? In Deutschland wird jeder, der kritik zum Euro äußert als Nationalist, Anti-Europäer beschimpft. Man versucht jemanden in die Naziecke zudrängen. Wer in Deutschland härtere Ausländergesetze fordert, wird auch in die Naziecke gedrängt, selbst wenn er Grün gewählt hat.

    Sich jetzt drüber aufzuregen, dass nicht nur die Grüne, SPD, CDU und FDP beim Euro solche Wörter und Vergleiche in dem Mund nehmen, sondern andere Menschem ebenso, ist ein Witz.
  3. #3

    fanatiker aller couleur...

    ob politisch, religiös oder sonst wie geprägt, habe alle einen an der klatsche. wenn sie ein öffentliches forum bekommen wird es ganz schlimm, wenn sie dazu noch angst bei politikern erzeugen, weil die darum bangen nicht wiedergewählt zu werde, dann geht es auch dem liberalen geist an den kragen und ganz übel wird es, wenn die medien darauf einschwenken.
    ein wieder erstarken der apartheid ist das letzte was wir noch brauchen.
    2012 geht ja schon richtig gut los
  4. #4

    kein Vergleich

    Zitat von JohnBlank Beitrag anzeigen
    Ich finde das nicht gut, aber verurteilen? In Deutschland wird jeder, der kritik zum Euro äußert als Nationalist, Anti-Europäer beschimpft. Man versucht jemanden in die Naziecke zudrängen. Wer in Deutschland härtere Ausländergesetze fordert, wird auch in die Naziecke gedrängt, selbst wenn er Grün gewählt hat.

    Sich jetzt drüber aufzuregen, dass nicht nur die Grüne, SPD, CDU und FDP beim Euro solche Wörter und Vergleiche in dem Mund nehmen, sondern andere Menschem ebenso, ist ein Witz.
    Das steht in absolut keinem Vergleich, bitte lesen Sie den Artikel nochmals gründlich durch, hier geht es nicht einfach nur um einen verbalen Vergleich - auch wenn dies schon schlimm genug wäre und, entgegen ihrer Behauptung, auch hier in Deutschland immer heftigst kritisiert wird.
  5. #5

    Oy vey!

    Zitat von JohnBlank Beitrag anzeigen
    Ich finde das nicht gut, aber verurteilen? In Deutschland wird jeder, der kritik zum Euro äußert als Nationalist, Anti-Europäer beschimpft. Man versucht jemanden in die Naziecke zudrängen. Wer in Deutschland härtere Ausländergesetze fordert, wird auch in die Naziecke gedrängt, selbst wenn er Grün gewählt hat.

    Sich jetzt drüber aufzuregen, dass nicht nur die Grüne, SPD, CDU und FDP beim Euro solche Wörter und Vergleiche in dem Mund nehmen, sondern andere Menschem ebenso, ist ein Witz.
    Mit Verlaub, aber Sie vergleichen jetzt nicht nur Äpfel mit Birnen, sondern Pferdeäpfel mit Birnen.

    In Westeuropa werden auch harte Diskussionen geführt, klar. Nur ist es in Israel so, dass eine sehr kleine, sehr extreme Minderheit, die sowieso schon extrem viele Vor- und Sonderrechte geniesst (Viele der Orthodoxen arbeiten nicht, damit sie die Thora studieren können und werden von den Stuerzahlern durchgefüttert), versucht, die grosse Mehrheit der Bevölkerung in Geiselhaft zu nehmen und ihr ihren mittelalterlichen Lebensstil und wirre Bibelauslegung aufzuzwingen.

    Daraus Vergleiche mit politischen Diskussionen in Deutschland herleiten zu wollen ist m.E. schon sehr bizarr.
  6. #6

    Ich bin pessimistischer

    Zitat von _sobieski Beitrag anzeigen
    dürften das Gegenteil erreichen. Zu einem sind 90% der Israelis
    weltlich. Mit diesen 90% ist eine Diskriminierung nicht zu machen.
    Zum zweiten hat man schon bei den Protesten gegen soziale
    Misstände gesehen, dass immer weniger Israelis die Ultra-
    Orthodoxen, die nicht arbeiten und hauptsächlich Thora studieren,
    finanzieren möchte.
    Hallo,
    Leider lässt sich ideologische (und auch religiöse) Intoleranz und Verbortheit nicht mit rationalen Argumenten bekämpfen. Deshalb steht die zum überwiegenden Teil friedliche Weltbevölkerung islamischen, christlichen, ethnischen und sonstwie motivierten Fanatikern auch so hilflos gegenüber. Einen Konsens mit diesen Leuten kann es nicht geben, aber Gegengewalt macht sie nur stärker, da sie bei Bedarf schnell in die Opferrolle schlüpfen.
    Speziell im Fall von Israel haben die 90% Aufgeklärten wenig Möglichkeiten. Umgeben von feindlichen Staaten, weltweit stark isoliert, abhängig von USA und den dort lebenden jüdischen Gemeinden, nach den Erfahrungen des Holokaust. Was können sie machen? Der Staat Israel darf nicht gefährdet werden, Konsens ist nicht möglich. So wird der Staat langsam in eine mehr konservative (um den Begriff fundamentalistisch zu vermeiden) Richtung driften, was natürlich die Möglichkeiten für einen Frieden in der Region zu Null werden lässt.
    Als Gegenpol zu den arabischen Staaten, die nach dem "arabischen Frühling" ebenfalls den Kurs Richtung Fundamentalismus einschlagen sowie die fundamentalistischen Tendenzen in vielen muslimischen Staaten sehe ich darin eine große Gefahr für die Zukunft. Israel ist die Zündschnur an dem großen Konflikt (muslimisch) fundamentalistisch gegen Aufklärung (Kapitalismus), der in den nächsten 30-40 Jahren kommen wird.
    Natürlich ist der Westen durch die Überbetonung des nun unbeherschbar gewordenen Kapitalismus und die Mitverantwortung für weltweite Chancenlosigkeit und Verarmung grosser Teile der Bevölkerung nicht unschuldig an dieser Entwicklung. Islam ist auch eine Religion des Protestes der Armen und der Machtlosen (z.B. Farbige Muslime in USA)

    Trotzdem, ein gutes neues Jahr 2012 wünscht Kioto
  7. #7

    Simia iacta est

    Die Ultra-Orthodoxen haben wohl zu viel ihre angeblichen heiligen Schriften gebüffelt und den Geschichtsunterricht dafür geschwänzt.

    Die Juden waren im deutschen Reich im Grunde perfekt integriert, sie waren nicht von ihrer Umwelt unterscheidbar und waren auch in ihren eigenen Augen wie alle anderen Deutsche. Viele jüdische Deutsche waren größere Patrioten als ihre Umwelt.

    Vorkriegsdeutschland war bis Hitler für Juden nicht anders als für Leute mit einer anderen Religion. Sieht man einmal von der Propaganda der NSDAP und der Propaganda ab.

    Die wissen also nicht, wovon sie reden, diese Ultra-Orthodoxen bzw. jüdischen Taliban.

    Dann gibt es da noch diese sonderbare Denke, daß die Damen und Herren ihren Kreuzug gegen die Freiheit anderer, ihre Übergriffe und Gewalttaten (Steine gegen Autofahrer am Samstag und Spuckangriffe, die man im Grunde in die biologische Kriegsführung einordnen muß, Vandalismus, ...) und ihre antiquierte, menschenfeindliche Weltsicht, die sie anderen aufzwingen wollen, weil sie neidisch sind auf die Freiheit und ethisch-moralische Überlegenheit ihrer Umwelt, mit der Verfolgung und Entrechtung einer künstlich geschaffenen Minderheit vergleichen, während sie sich selbst ausgrenzen und gegen andere den Nazi spielen und andere ihrer Menschenrechte berauben wollen.

    Die Ultra-Orthodoxen sind mit dieser Art den Nazis ziemlich ähnlich, wenn man diesen sonderbaren Vergleich schon machen will.

    Die Ultraorthodoxen sind extrem fruchtbar und stellen einen Großteil der israelischen Kinder, was dieser Gruppe in Zukunft großen Einfluss geben wird, aber am Ende Israel ruinieren dürfte, denn die Leute schaffen nichts, sie produzieren nichts, sie arbeiten nicht, sie verstecken sich in verklärter Vergangenheit und sie tragen nichts bei außer der Welt zu zeigen, daß religiöser Wahnsinn nicht nur auf das Christentum und den Islam begrenzt ist und die abrahamidischen Religionen ziemlich finstere Seiten haben.
  8. #8

    Zitat von _sobieski Beitrag anzeigen
    dürften das Gegenteil erreichen. Zu einem sind 90% der Israelis
    weltlich. Mit diesen 90% ist eine Diskriminierung nicht zu machen.
    Naja. Aber genau wie in anderen Ländern haben auch die Fanatiker in Israel einen großen Vorteil, der am Ende womöglich das Rennen machen wird ... nämlich den demografischen Vorteil.
    Die Streng-Orthodoxen in Israel bekommen so im Durchschnitt 8 bis 10 Kinder pro Paar. Das ist enorm, während ganz normale Israelis wie in den meisten Industrieländern auch nur etwa 1 bis 3 Kinder pro Paar kriegen.
    Und obwohl die Streng-Orthodoxen derzeit nur 10% der Bevölkerung stellen, stellen sie doch mittlerweile schon 30% aller Grundschüler in Israel. Das heißt, schon in ein bis zwei Generationen (etwa 40 bis 50 Jahre) könnten die Streng-Orthodoxen die Mehrheit der Bevölkerung sein.

    Zitat von _sobieski Beitrag anzeigen
    Zum zweiten hat man schon bei den Protesten gegen soziale
    Misstände gesehen, dass immer weniger Israelis die Ultra-
    Orthodoxen, die nicht arbeiten und hauptsächlich Thora studieren,
    finanzieren möchte.
    Und hier erwähnen Sie auch schon einen möglichen Lichtblick. Die Streng-Orthodoxen arbeiten nicht, sondern werden vom Staat (ergo von der restlichen liberaleren Bevölkerung) finanziert, damit die den ganzen Tag in der Tora lesen und Kinder kriegen können. Es ist abzusehen, dass die liberaleren Israelis diesen Zustand in nächster Zeit abstellen werden. Damit würde sich der demografische Effekt abschwächen, da dann auch die Streng-Orthodoxen nur noch so viele Kinder bekommen könnten, wie sie sich leisten können und wieviel Zeit sie dafür neben der Arbeit noch haben, diese großzuziehen. Abgesehen davon müssten die Streng-Orthodoxen, die dann arbeiten müssen, sich zwangsläufig etas liberalisieren, um überhaupt in irgendeine Art von Arbeitsleben integrierbar zu sein. Und ob dann deren Kinder auch so streng-orthodox bleiben/werden, wie ihre Eltern das mal waren/sind, ist dann auch fraglich.

    Und selbst wenn die Israelis die finanzielle Sonderrolle der Streng-Orthodoxen jetzt noch nicht aufheben und der demografische Effekt (8 bis 10 Kinder pro Paar) erhalten bleibt und dann in 40 Jahren die Radikalen möglicherweise die Mehrheit stellen, muss sowieso irgendwann zwischendrin dieser finanzielle Sonderstatus aufgehoben werden, denn wenn 50% der Bevölkerung (die Streng-Orthodoxen) dann nicht arbeiten oder nicht arbeiten wollen, müsste das ja irgendjemand finanzieren. Die andere, gesellschaftlich liberalere Hälfte der Bevölkerung könnte das garnicht, selbst wenn sie wollte. Da dann auch die Streng-Orthodoxen so oder so irgendwann wieder arbeiten und sich ins Arbeitsleben integrieren müssten, würde das automatisch wieder zu liberaleren Lebensweisen führen, vor allem wenn auch die Frauen wieder arbeiten und somit von ihren Männern wieder finanziell unabhängiger werden.
    Im Grunde braucht man sich nur die gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands oder fast jedes anderen Industrielands der 50er bis 80er oder 90er Jahre anzuschauen, um zu sehen wie das Verwandeln einer konservativen in eine mehr oder weniger gesellschaftlich liberale Gesellschaft fast zwangsläufig vonstatten geht.
    Ein mehrheitliches streng-orthodoxes Israel könnte schon allein wirtschaftlich nicht überleben. Deswegen werden die wirtschaftlichen Zwänge dafür sorgen, dass es garnicht erst so weit kommt.
  9. #9

    ...

    Religiöser Wahn im Endstadium.

    Der Staat Israel sollte gegen derartige Verrückte hart durchgreifen.
    Alles hat seine Grenzen...hier ist eine deutlich überschritten worden !


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