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Ultimatum Hamburgs: Hochtief will Elbphilharmonie weiterbauen

DPADer Baukonzern beugt sich dem Druck der Stadt: Hochtief hat angekündigt, weiter an der Elbphilharmonie zu bauen - und damit nach sieben Monaten den Stillstand zu beenden. Zuvor hatte die Stadt dem Unternehmen ein Ultimatum gestellt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...836299,00.html
  1. #1

    Danke Ole von Beust

    Während tausende von Hamburgern keine Wohnung finden, die Straßen voller Schlaglöcher sind und etliche Kinder in der Stadt keinen Kitaplatz bekommen, hat unser Ex-Bürgermeister 500 Mio € an Steuern rausgehauen um den Klassik Freunden der Stadt einen Musiktempel zu bauen. Der den Steuerzahler eigentlich nichts kosten sollte, nun funktioniert der Tempel noch nichtmal die Garage wird für die S-Klassen zu eng sein.....
    Unfähigkeit im Amt hat einen Namen Ole von Beust
    Schade das er für seine Fehler nicht zahlen muss
  2. #2

    Interessant ist,

    "Ursprünglich war für die Stadt ein Kostenanteil von 77 Millionen Euro veranschlagt worden, inzwischen ist dieser Betrag jedoch auf mindestens 323,5 Millionen Euro gestiegen"

    dass nahezu alle staatlichen Bauten mit den kalkulierten Kosten nicht auskommen und die Kosten nahezu immer um das Mehrfache höher sind. Die Verantwortlichen gehören rausgeschmissen und müssen in Regreß genommen werden.
    Die Gelder wären bestimmt besser angelegt - mein Vorredner regte dieses bereits an.

    Es ist einfach ein Frechheit!
  3. #3

    optional

    Die neuen Geldeliten sind als Folge der Umverteilungspolitik der Nachwendezeit so reich wie nie zuvor in der Geschichte der Republik. Nun wollen Sie sich auch angemessen feiern - und dazu reicht ein Multiplex-Kino eben nicht aus, Ihr Banausen. Da muß das Land Hamburg halt nochmal kräftig nachlegen. Schulspeisung kürzen? Pizzasoße als Gemüse deklarieren, nach Vorbild der GOP? Man darf gespannt sein.
  4. #4

    Ich sehe das Problem nicht.

    1. Die Politiker sind vom Volk gewählt und wenn diese keinen Sachverstand haben (und ihn auch nicht einkaufen wollen), dann muss das Volk eben zahlen. Es steht ja jedem frei, sich politisch zu engagieren oder einfach andere Parteien zu wählen.

    2. Wenn ich ein solches Bauvorhaben mit wenigen Strichen "skizziere" und die wesentlichen Dinge nicht regele, dann muss ich davon ausgehen, dass ein Baukonzern wie Hochtief eben am Ende doch mehr Geld will, wenn sich "nachträglich" herausstellt, dass das was ich ausgeschrieben habe eben nicht das ist, was gebaut werden soll. Hier hätte ich ja die Möglichkeit gehabt, die Sache von A bis Z komplett zu durchdenken und zu planen und Hochtief "nur" bauen zu lassen.

    3. Ein Experte hätte bei Durchsicht der Unterlagen das alles direkt erkennen können. Bei einem Stundensatz von - sagen wir mal 1.500,- EUR - hätte diese Aussage für ca. 60.000,- EUR vorgelegen und man hätte reagieren können.

    4. Termine sind nicht alles. Es gibt diese tolle Grafik des magischen Dreiecks aus Kosten, Qualitäten und Terminen. Wenn ich eben an den Qualitäten und Terminen "ziehe", dann steigen die Kosten. Eigentlich ganz einfach. Ich glaube, dass könnte ich Schülern in der 5. Klasse so vermitteln, dass diese nach einer Stunde kapieren, was los ist.
    Aber Leute: Locker bleiben und zahlen! Doofheit muss bestraft werden!
    Wo wird eigentlich demnächst gebaut?
  5. #5

    uns bleibt nur...

    uns bleibt nur zu hoffen das irgendein italienischer Kapitän sein Kreuzfahrtschiff Nase voran da mal reinbrettern läßt.
    Prima Schlagzeilen, Versicherungsfall und wir sind das Problem los.
  6. #6

    Trauerspiel

    Wie lange soll den das Trauerspiel um die Philharmonie noch dauern? Mittlerweile glaube ich, daß beste wäre, wenn der ganze Bau unter der Last des Daches zerquetscht würde.
    Warum funktioniert in Hamburg nicht, was in anderen Städten (beispielhaft hier die Erweiterung des Städel-Museums in Frankfurt) funktioniert?
  7. #7

    Guter letzter Satz!

    Der letzte Satz des Artikels bringt es auf den Punkt.

    Ole von Beust ist vermutlich genau wegen der Elbphilharmonie zurückgetreten, er wird selbst wissen, was für einen großen Mist er da gebaut hat.

    "Gebaut" trifft es dann auch wiederum: Verträge so formulieren zu lassen, dass dabei keine Pauschalsummen herauskommen und nur der Staat draufblecht, ist schlicht grob fahrlässig.

    Es gehört schon längst auf den Tisch, dass die Erbauer von Großprojekten _selbst_ auf den Mehrkosten sitzen bleiben, wenn sich welche ergeben. Denn nur so gibt es dann überhaupt noch fairen Wettbewerb! Derzeit ist es doch Usus dass die Anbieter viel zu niedrige Summen nennen um den Zuschlag zu erhalten, um dann später zu sagen "ups, wird doch 500% teurer, tschulligung".

    Das würden sie nicht mehr wagen, wüssten sie, dass sie auf den Mehrkosten sitzen blieben.
    Ultimaten jener Art wie sie die SPD jetzt gesetzt hat, hätte Ole zuvor schon viel früher durchziehen sollen.

    Vielleicht wären dann diese vielen Millionen dann ja nicht dort gelandet, sondern dort wo sie wirklich gebraucht werden: In Kitas, dem Topf fürs Hamburger Modell und für Bildungsprojekte wie auch der Sanierung der Hamburger Parks.
  8. #8

    Zitat von Rrealist_77 Beitrag anzeigen
    "Ursprünglich war für die Stadt ein Kostenanteil von 77 Millionen Euro veranschlagt worden, inzwischen ist dieser Betrag jedoch auf mindestens 323,5 Millionen Euro gestiegen"

    dass nahezu alle staatlichen Bauten mit den kalkulierten Kosten nicht auskommen und die Kosten nahezu immer um das Mehrfache höher sind. Die Verantwortlichen gehören rausgeschmissen und müssen in Regreß genommen werden.
    Die Gelder wären bestimmt besser angelegt - mein Vorredner regte dieses bereits an.

    Es ist einfach ein Frechheit!
    und dabei handelt es sich hier ja nur um HUNDERTE Millionen,

    wenn man mal nach Baden-Württemberg blickt, was hat da der ehemalige Ministerpräsident an Schaden verursacht mit dem Kauf von EnBW-Anteilen.

    Das im Alleingang.

    Solche Personen müssten nun wirklich wegen Veruntreuung im Schwerstfall eingesperrt werden, aber bitte nicht in einem Luxusknast, und auch wenn der Schaden nie voll ersetzt werden kann, sollten solche Leute mindestens jegliche Pensions- und andere Zahlungen bis runter aus Existenzminimum verwehrt werden, und mit dem privatem Vermögen haften.

    S21 ist ja auch so ein Trauerspiel...
  9. #9

    Es ist doch

    ueber einer Garage zu haben, nicht wahr? Das duerfte in der Welt einzigartig sein. Als ich vor Jahren waehrend einer Hafenrundfahrt aufgeklaert wurde, dass was ich als ein neues Silo ansah, eine Philharmonie werde, musste ich doch lachen, was mir boese Blicke einbrachte. Ich moechte wetten, dass auch diejenigen heute lachen werden. Als ein im Ausland lebender Hanseat muss ich heute allerdings weinen, was fuer ein unglaublicher Humbug!








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