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Ukrainische Studenten vor der Fußball-EM: Renoviert - und dann haut ab

Masha StahlbergFür die Fußball-EM müssen Studenten in der Ukraine ihre Wohnheime räumen. Der Reisekonzern TUI hat die Zimmer für Touristen gebucht. Die Studenten sollen ihre Miete trotzdem weiter zahlen. Wer Glück hat, darf bleiben - wenn er ein paar Stunden pro Tag umsonst arbeitet.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...828096,00.html
  1. #70

    Zitat von sternum Beitrag anzeigen
    ...
    Es wurde bereits im ersten Kommentar über die Leichtathletik EM 2002 in München geschrieben, dass die Studenten damals eine entsprechende Klausel im Mietvertrag hatten.
    Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass es eine solche oder ähnliche Klausel nicht bei den betroffenen Studenten in der Ukraine im Mietvertrag gibt (wieso sollte es die auch geben? Als Tourismusland ist die Ukraine wohl eher noch unbekannt). Wenn doch, sollte diese sich wohl auch auf die VORLESUNGSFREIE Zeit beziehen und nicht auf die Vorlesungszeit. Das sind im Hochschulalltag unterschiedliche Sachen.
    ...
    1.) Steht irgendwo in dem SPON-Artikel, über den wir hier diskutieren, dass der Rausschmiss der Studenten entgegen ihren Mietverträgen erfolgt, dass in ihren Mietverträgen keine entsprechende Klausel steht?
    Wenn das so wäre, hätte das (bei dem gesamten Ton des Artikels) sicher groß und breitr da gestanden.

    2.) Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, dann hätten Sie gewusst, dass während der Fußball-EM sehr wohl VORLESUNGSFREIE Zeit ist.
  2. #71

    Zitat von peter_30201 Beitrag anzeigen
    Das muss ich zurückgeben: SIE müssen sich besser informieren. Ich war live dabei:
    Zu 1: Ja, und zwar außer in Härtefällen VON DEN BEWOHNERN SELBER. Im normalen Mietmarkt. Der größte Teil der Bewohner musste seine Ersatzunterkunft in Eigenregie finden. Es gab die Möglichkeit der Zwischenlagerung von Einrichtungsgegenständen, aber DAS ist wohl nicht die Ersatzunterkunft, die Sie meinen.

    Zu 2: Und .....
    Zu 1. Einlagern ist besser als gar nichts. Damit sind die privaten Sachen zumindest geschützt. Schade, dass im Artikel nicht rauskam, dass die Bewohner selbst sich kümmern mussten und keine Hilfe bekamen.

    Zu 2. Man hat später keinen Stress eine neue Wohnung zu finden, zumindest so schnell. Man lebt dafür wenigstens länger kostengünstiger.
    Zu 5. Wenn es bei ihnen im Vertrag stand, sehr schön. So hatten sie wenigstens die Zeit vorher zu reagieren. Sie hatten zeit sich etwas zu suchen, Freunde um Hilfe zu bitten. Ich glaube Freunde konnten den Leuten in der Ukraine kaum helfen. Aus dem einfachen Grund, dass es wahrscheinlich ist, dass die selbst nicht ausreichend Platz haben.
    Wenn sie sich den Artikel durchlesen, dann ist relativ sicher, dass davon bei den Ukrainern nichts im Vertrag stand.
    Ukrainische Studenten als "freiwillige

    Eine bessere Lösung wäre, dass man den Studenten die Möglichkeit lässt dort wohnen zu bleiben und eben für die Fußballfans Matten reinlegen würde.
    So wird es in Ilmenau zur ISWI gemacht. Es wird rum gefragt, bei wem noch Platz zum schlafen ist (also wer hat noch 2m² frei) und bisher hat das gut geklappt. So haben die tsudenten wenigstens die Möglichkeit noch auf ihre Sachen acht zu geben, oder glauben sie, dass die eine Lagermöglichkeit dafür haben?
  3. #72

    Wenn man so was liest, fragt man sich ob es nicht sinnvoll wäre mal den DFB und den Nationalspielern sowie -trainern ins schlechte Gewissen zu reden. Wobei ich kaum glaube, dass es was bringt. Wäre doch mal was wenn ein fußballverrücktes Land wie Deutschland aus politischen gründen eine EM-Teilnahme absagt.

    PS: ist eine EM-absage eigentlich rechtlich möglich?
  4. #73

    Zitat von kero-sin Beitrag anzeigen
    ...Wenn sie sich den Artikel durchlesen, dann ist relativ sicher, dass davon bei den Ukrainern nichts im Vertrag stand.
    Ukrainische Studenten als "freiwillige
    ...
    Im Gegenteil. Wenn der Rausschmiss der Studenten wirklich gegen ihre Verträge verstoßen würde, dann wäre das lang und breit in dem Artikel ausgewalzt worden. Wurde es aber nicht.
  5. #74

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil. Wenn der Rausschmiss der Studenten wirklich gegen ihre Verträge verstoßen würde, dann wäre das lang und breit in dem Artikel ausgewalzt worden. Wurde es aber nicht.
    Einigen wir uns darauf: Wenn der Autor ukrainisch könnte oder er den Mietvertrag zum lesen gehabt hätte, würde es drinstehen. So wurde es wegen Unwissenheit raus gelassen, egal wie herum es jetzt war. Sie haben recht, man kann es in beide Richtungen interpretieren.
  6. #75

    Uefa sollte handeln

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Fußball-EM müssen Studenten in der Ukraine ihre Wohnheime räumen. Der Reisekonzern TUI hat die Zimmer für Touristen gebucht. Die Studenten sollen ihre Miete trotzdem weiter zahlen. Wer Glück hat, darf bleiben - wenn er ein paar Stunden pro Tag umsonst arbeitet.

    Studenten vor der Fußball-EM: Renoviert -*und dann*haut ab - SPIEGEL ONLINE
    Es ist unglaublich was sich abspielt in der Ukraine. Die uefa sollte endlich handeln und Druck ausüben. Ich bin selbst stolze aber immer traurigere Besitzerin zwei Tickets für Spiele in Lviv. Hotels? Nicht zu bezahlen... Habe jetzt eine Privatunterkunft und hoffe dass wir nicht Geld an die Mafia zahlen. Könnte ich die Tickets zurückgeben würde ich es tun bei diesen Missständen! Danke Herr Platini!
  7. #76

    Es ist eine Sache ob man eine EM in einem Entwicklungsland austrägt - allerdings sollte die FIFA genau bei solchen Sachen den "fairen Sportgedanken" spielen lassen und genug Courage zeigen - es ist für den Fußball ein Armutszeugnis, dass dieser mit Menschenrechtsverletzungen zu tun hat!!! Es gibt genug Länder, die schnellstmöglich Ersatzstationen sein könnte.
    Tja, Peking und Olympia haben es gleich radikaler gemacht und Grundstückeigentümer enteignet. Aber - Geld regiert nunmal (leider) die Welt!
  8. #77

    Ich frage mich, warum die FIFA das überhaupt zulässt und nicht von sich aus die EM verlegt / absagt / wie auch immer. Ein Unternehmen solchen ausmaßes sollte eigentlich imstande dazu sein und sich verantwortlich zeigen, wenn es TUI schon nicht tut. Ein Unternehmen das ebenfalls soeben auf meiner Liste gelandet ist.

    Das Land ist einfach nicht reif genug für diese Veranstaltung - es gibt genügend Andere, die es wären.


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