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Uganda: Ein Feldwebel für Afrika

Johannes KorgeIn einem Wildnis-Camp trainieren Bundeswehrsoldaten Kämpfer für Somalia. Die Rekruten fangen bei null an, sind aber wohl die Einzigen, die einen dauerhaften Frieden in dem Bürgerkriegsland sichern können.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-861287.html
  1. #1

    Qualifiziert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einem Wildnis-Camp trainieren Bundeswehrsoldaten Kämpfer für Somalia. Die Rekruten fangen bei null an, sind aber wohl die Einzigen, die einen dauerhaften Frieden in dem Bürgerkriegsland sichern können.

    Uganda: Bundeswehr bildet in Afrikas Savanne somalische Soldaten aus - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ich mir die "Erfolge" des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan angucke, dann habe ich nicht den Eindruck, dass die Bundeswehr qualifiziert ist, Soldaten für einen Bürgerkrieg auszubilden.

    Strategien wie "wasch mir die Hände, aber mach mich nicht naß" haben noch nie zum Erfolg geführt.

    Wobei ich den deutschen Soldaten in Afghanistan da keinen Vorwurf machen möchte. Die machen den Job so gut es die Eiertruppe des Bundestages zuläßt.
  2. #2

    Grundsätzlich gut

    ... finde ich diesen Einsatz. Ich frage mich aber, ob es nicht sinnvoller wäre anstatt zahreicher Dolmetscher (und ihre Kosten) unsere Ausbilder lieber Somali lernen zu lassen. Das kommt erstens besser an (direkter Kontakt) und lässt es auch besser zu in die Gedankenwelt der somalischen Rekruten hineinzukommen und zu verstehen.
  3. #3

    Ausgerechnet Somalia

    Es ist wirklich niemand zu beneiden, der in dieses von Warlords und Clans beherrschte Land gehen will oder gehen muss. Hochachtung an alle die sich sowas antun um positives zu bewirken. Viel schwieriger kann eine Mission wahrscheinlich gar nicht sein.

    Alles Gute
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einem Wildnis-Camp trainieren Bundeswehrsoldaten Kämpfer für Somalia. Die Rekruten fangen bei null an, sind aber wohl die Einzigen, die einen dauerhaften Frieden in dem Bürgerkriegsland sichern können.

    Uganda: Bundeswehr bildet in Afrikas Savanne somalische Soldaten aus - SPIEGEL ONLINE
    Wenn man bedenkt dass diese somalischen Soldaten letztendlich nur das ausführen was man ihnen befiehlt wird mir anders.
    In 5 - 10 Jahren hat sich die politische Situation evtl. völlig geändert. Dann kämpfen evtl. von Deutschen ausgebildete Somalis gegen unsere Allierten oder sogar gegen deutsche Soldaten.
    War in Afghanistan ja nicht anders.
  5. #5

    sind aber wohl die Einzigen, die einen dauerhaften Frieden in dem Bürgerkriegsland si

    Aber sicher das!
    Was Afghanistan ja wohl hinreichend unter Beweis gestellt hat!
    (Ironie aus)
  6. #6

    Wenn diese Jungs in Somalia antreten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einem Wildnis-Camp trainieren Bundeswehrsoldaten Kämpfer für Somalia. Die Rekruten fangen bei null an, sind aber wohl die Einzigen, die einen dauerhaften Frieden in dem Bürgerkriegsland sichern können.

    Uganda: Bundeswehr bildet in Afrikas Savanne somalische Soldaten aus - SPIEGEL ONLINE
    werden die kampferprobten Milizen sich totlachen.
    Dann ist auch der Zwecke der Übung erreicht:
    "Häuserkampf mit der Sonne im Rücken damit jeder schon vorher deutlich sieht, dass da einer um die Ecke kommt."
    Mann oh Mann.
  7. #7

    Zitat von AusVersehen Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir die "Erfolge" des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan angucke, dann habe ich nicht den Eindruck, dass die Bundeswehr qualifiziert ist, Soldaten für einen Bürgerkrieg auszubilden.
    Sie haben ja selbst geschrieben, das das nicht das Problem der Bundeswehr sonder der politisch vorgegebenen Einsatzregel ist. Die deutschen Soldaten können schon kämpfen, wenn man Sie läßt.
    Aber das ist ja von der deutschen Öffentlichkeit gar nicht gewollt. Und das Problem in Afganistan löst es letztendlich auch nicht.

    Zitat von curlybracket Beitrag anzeigen
    ... finde ich diesen Einsatz. Ich frage mich aber, ob es nicht sinnvoller wäre anstatt zahreicher Dolmetscher (und ihre Kosten) unsere Ausbilder lieber Somali lernen zu lassen. Das kommt erstens besser an (direkter Kontakt) und lässt es auch besser zu in die Gedankenwelt der somalischen Rekruten hineinzukommen und zu verstehen.
    Netter Gedanke, aber in meinen Augen völlig unpraktikabel. Dort braucht man jeweils für 6 Monate Ausbilder. Das macht wenig Sinn für 1-1,5 Jahre Soldaten eine Sprache lernen zu lassen. Für die Kosten eines Ausbildungsmonats in Hürt (Bundessprachenamt) kann ich wahrscheinlich gut ein Jahr die Sprachmittler in Uganda bezahlen.

    Zitat von ZiehblankButzemann Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich niemand zu beneiden, der in dieses von Warlords und Clans beherrschte Land gehen will oder gehen muss.
    Ääähhmmm, die Ausbildungsmission und mit Ihr die Deutschen sind in Uganda stationiert!

    Zitat von die-dicke-aus-der-uckerm. Beitrag anzeigen
    Wenn diese Jungs in Somalia antreten werden die kampferprobten Milizen sich totlachen.
    Glaube ich kaum. Wenn ich denen beibringe das "Spray-and-Pray" mit dem AK nicht funktioniert, sonder nur Treffer zählen, wirds auch was. Dann kann auch ein kampferprobter Milizionär, evtl. sogar noch Kat-berauscht, auch nichts machen. Der alte Grundsatz "Wer schneller schießt und besser trifft, gewinnt." gilt halt auch in Somalia!
  8. #8

    Zitat von AusVersehen Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir die "Erfolge" des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan angucke, dann habe ich nicht den Eindruck, dass die Bundeswehr qualifiziert ist, Soldaten für einen Bürgerkrieg auszubilden.

    Strategien wie "wasch mir die Hände, aber mach mich nicht naß" haben noch nie zum Erfolg geführt.
    Nun, im technischen Bereich (Waffenhandhabung, Tarnung, und zum Teil auch Taktik) kann die BW da durchaus helfen. Von dem Rest wird natürlich vieles im Bürgerkrieg überflüssig oder gar gefährlich werden; da ist dann eigenständiges Denken und Initiative der offiziere gefragt.
    Aber "Wir schicken Afrikaner, um afrikanische probleme zu lösen" ist schonmal der richtige Ansatz.


    Zitat von AusVersehen Beitrag anzeigen
    Die machen den Job so gut es die Eiertruppe des Bundestages zuläßt.
    Die Bundeswehr ist eine Eiertruppe, weil die Bundesregierung es nicht anders will. Wenn wir uns schon von Polen und Frankreich unsere selbstverschuldete militärische Impotenz vorhalten lassen müssen, dann wird klar, dass da etwas nicht stimmt. Wenn jetzt noch Israel was sagt, dann ist die Demütigung aber komplett.
  9. #9

    Missverständnis

    Zitat von FPW Beitrag anzeigen
    Sie haben ja selbst geschrieben, das das nicht das Problem der Bundeswehr sonder der politisch vorgegebenen Einsatzregel ist. Die deutschen Soldaten können schon kämpfen, wenn man Sie läßt.
    Aber das ist ja von der deutschen Öffentlichkeit gar nicht gewollt. Und das Problem in Afganistan löst es letztendlich auch nicht.
    Leider haben Sie mich mißverstanden.
    Ausbilden kann ich jemanden nur, wenn ich auf dem Gebiet hinreichend Erfahrungen gesammelt habe. Ich betonte hier nochmal, dass ich der Bundeswehr keinen Vorwurf machen möchte, die Schuld trägt die Politik. Aber die Erfahrungen die die BW in Afghanistan gemacht hat, ist sich möglichst sicher einzuigeln. Aber dadurch erzielt man keinen Effekt auf seine Umgebung.
    Die Bundeswehr bleibt größtenteils passiv.

    Die wenigen Kampfhandlungen, die die Bundeswehr erlebte, bestehen eigentlich nur darauf, dass sie auf Wegen überfallen wurde oder durch Selbstmordattentäter. An aktiven Handlungen waren maximal das KSK beteiligt und selbst die wurden hauptsächlich unter US-Kommando zum Objektschutz verwendet.
    Aktive Handlungen machen die US-Soldaten lieber selber.

    Wenn man sich nun anschaut, wie Übungen in Deutschland ablaufen und das mit Videos aus den wenigen tatsächlichen Kampfhandlungen vergleicht, erkennt man, wie sehr sich Übung und realität von einander unterscheiden.

    In der Realität werden Verletzte nunmal stundenlang liegen gelassen, weil sie nicht erreichtbar sind, ohne das eigene Leben zu gefährden. In der Realität sind kommen Nachschub und Sanitäter nicht und Luftaufklärung und Luiftunterstützung gibt es nicht. In der Realität kann man sich oft nicht geordnet zurück ziehen, weil bereits ein zerstörtes Fahrzeug die Straße blockiert. In der Realität wird man beschossen und braucht Stunden um auch nur annähernd festzustellen, woher die Schüsse eigentlich kommen und da gibt es keinen "gezielten Schuß". Und in Afghanistan kann man weiter gucken, als im Busch von Uganda.

    In der Realität verkauft der, der gestern noch Deinen Kameraden aus dem Hinterhalt erschossen hat, Dir heute mit einem Lächeln ein Fladenbrot und schüttelt Dir die Hand, während er schon für Morgen plant eine Bombe am Straßengraben zu vergraben.








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