DPADie Anspannung war ihm anzumerken - aber am Ende des Tages ist Joachim Gauck ein glücklicher Mann: Mit überwältigender Mehrheit wurde er zum Bundespräsidenten gewählt. Nun will das neue Staatsoberhaupt selbst seine Gegner überzeugen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822065,00.html
[QUOTE=l.augenstein;9846444]Wenn ich mir diesen ganzen Hype um den neuen BP anschau drängt sich mir der Gedanke auf, dass wir gar nicht weit von einer Monarchie entfernt sind!
Duckmäuserische Bürger, einen "Monarchen", den ca. 80 % fast schon bedenkenlos anhimmeln, Politiker, die ihn fast als Heilsbringer hinstellen .....
Was unterscheidet uns da noch von einer Monarchie?[/QUOTE
Ganz einfach, die Verteilung der Macht im Staat oder das Vertrauen bzw. der Hass zum Monarchen.
Die Bundespräsidenten haben 3 mal in der Geschichte den Bundestag aufgelöst. Der Monarch meines Gastlandes hat 3 mal die amtierenden Politiker aus dem Amt entlassen, seit ich mich mit diesem Land (Kultur) beschäftige.
Das Vertrauen zu einer Vorbild Person ist in Deutschland ausschliesslich auf Meinungsumfragen und Prognosen gestützt, welche von der Presse bzw. den Medien geformt werden. In meinem Gastland gibt es keine Partei oder politische Richtung welche nicht zu 100% hinter ihrem Monarchen steht und ihn verehrt.
Sollte der Monarch gehasst werden vom Volk, so zeigt die Geschichte, das viele Generationen leiden und eine davon dann irgendwann eine Revolution beginnt.
Dies war allerdings nicht der Unterschied zwischen Demokratie und Monarchie, sondern zwischen einer parlamentarischen Demokratie und einer konstitutionellen Monarchie.
Ein Weltenbummler.
Herr Gauck sollte sich erklären, was er unter Demokratie versteht. Die Aristotelische und sollen wir Männer alle auf der Agora sitzen, um über Politik zu reden? Gauck ist immer noch ein Wanderprediger, der irgend etwas vermitteln will, was es so heute nicht mehr gibt. Oder will er uns weis machen, dass wir in Zukunft über Verträge, wie z.B. den von Lissabon abstimmen können. Gauck muß doch über die Richtkompetenzen aus Brüssel Bescheid wissen. Das Thema Demokratie und Freiheit ist toll, nur wir leben bereits seit 1945 in dieser Form - natürlich mit einigen Macken.
Das hat Tradition; der typische Deutsche, ist nur mutig vom Sofa und gegenüber Schwachen, sein eigenes Wohl steht für ihn an erster Stelle, seine Gemütlichkeit. Und seine Gemütlichkeit wird unser neues Staatsoberhaupt mit pastrolen Reden und Rückwärtsblicken sicherlich umfänglich bedienen. Das Amt gehört vom Volk gewählt; dazu muss aber das Volk was tun. Wird es nicht. Nur in Foren rumkläffen aus der Wohnstube.
Der Preis für einen aktiven Präsidenten hat sich verdoppelt!
Dank Ossi (SED) Tante Merkel zahlt jetzt der Westen den Preis für 2 Präsidenten für 1 Präsidenten .Nämlich die vollen Kosten für den Versager Wulff und die Kosten für den Quereinsteiger Gauck. Westdeutschland hat es eben (glaubt Merkel)!
Ich hab in der Schule vor allem gelernt, dass "Wählen" auch etwas mit entsprechender Auswahl zu tun hat.
Wenn das Wahlergebnis von vornherein feststeht, ist das das Selbe wie Rußland mit Putin, obwohl dort ja sogar noch die Bürger wählen dürfen!
Die Farce ist ja damit perfekt, dass bei uns lediglich die Parteien und ein paar von ihnen gewählte "Wahlmänner/innen" den BP ins Amt hieven!
Früher haben die Adeligen ihrn König gewählt und das blöde Volk durfte das Ergebnis bejubeln.
Und heute?
Was hat denn das mit Feigheit zu tun?
Gauck ist vor zwei Jahren von dem Chefredakteur der Welt "erfunden" worden, um die Linken bei der letzten Präsi-Wahl vorzuführen. Nunja, und diesmal hat halt die komplette Springer-Presse eine Medienkampagne gefahren. Daher überrascht es wenig, dass plötzlich 80% der Deutschen "Vati" supi finden. Zum Totlachen ist allerdings, dass sich jetzt sogar die SPD darüber freuen muss, dass sie so einen tollen, erzkonservativen Betonschädel ins Amt befördert haben.
Man bloß gut, dass es eigentlich Wurscht ist.