APSchwere Zeiten für Schwänzer: In Brasilien lässt die Stadt Vitória da Conquista Microchips in die Kleidung von Schülern einnähen. Ein Computer kann dann erfassen, wann die Kinder und Jugendlichen die Lehranstalt betreten. Wer unpünktlich ist, muss mit einer SMS an die Eltern rechnen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...823248,00.html
"Wir haben festgestellt, dass viele Eltern ihre Kinder zwar zur Schule bringen, aber nicht sehen, ob sie auch tatsächlich hineingehen", sagte Moraes der Nachrichtenagentur AP."
Mein Pullover hat am Unterricht teilgenommen ...
Da hat ein Verkäufer von Technologie einfach mal wieder einen Dummen gefunden. Öffentliches Geld nennt man in der Wirtschaft auch "dummes Geld", weil die Entscheider in der Regel minderqualifiziert und wirtschaftlichem Denken entfremdet sind: Da kann man richtig Kasse machen!
Diese dümmliche Experiment verletzt die Menschenwürde der Kinder, nicht nur deren Datenschutz.
Was genau soll das bringen? Dass das Kind nicht in der Schule ist, kann der Lehrer doch auch ohne Mikrochip feststellen. Fehlzeiten werden eingetragen, bleiben sie unentschuldigt, werden die Eltern informiert.
Wo also ist der Mehrwert dieser Chips, außer dass sie den Staat Geld kosten und einen weiteren Schritt in Richtung permanente Überwachung gehen?
Wenn Eltern sich nicht für ihre Kinder interessieren, werden auch die Mikrochips nichts helfen. Interessieren Sie sich, dann genügt es vollkommen, wenn die Information "ihr Kind hat geschwänzt" nachmittags eintrifft. Und zudem, wie ein Vorposter schrieb, kann auch eine Jacke das Schulgebäude "betreten" und in ihm verbleiben, obwohl der Träger sich längst wieder verdrückt hat.
Was ich da herauslese ist, dass die Lehrer mit dem Elternkontakt überfordert sind und nun einen Mikrochip die Aufgabe machen lassen wollen, die eigentlich ihre eigene wäre. Aber sorry, Chips sind zu dumm für Kindererziehung, die können nur "ein" und "aus".
Warum bekommen die kleinen nicht kameras implantiert und kleine schockhalsbänder die sie zur Vernunft bringen wenn sie etwas tun was gegen geltende regeln verstößt? Oder Stacheldraht und Selbstschussanlagen ums Gelände. Machbar. Allles Machbar.
die Halsbänder reichen.
Mit einem Timer und einem Transponder versehen.
Wer dann nicht zwischen 8 und 14 Uhr innerhald des Schulgeländes ist
wird gebritzelt. Coole Idee
Dann braucht es auch keine Betonmauern mit Stacheldraht.
Ach ja um das ganze spannend zu machen. Werden die Kinder nach dem Zufallsprinzip gekoppelt. Haut ein Kind ab wird auch das zweite gebritzelt.
Woher kenn ich das nur? Da gab es doch mal einen Film.
Ich möchte dem zustimmen. Das ist der richtige Weg Vertrauen durch Überwachung zu ersetzen. Solche Chips sollten die Ehefrauen auch den Ehemännern subgutan einsetzen und natürlich umgekehrt. So wissen wir immer wer wann wo ist.
Mensch, das da unsere Bundesregierung noch nicht drauf gekommen ist. Mehr Überwachung statt Vertrauen. Ich glaube, Herr Gauck hat da in seiner Antrittrede was verwechselt.
Was technisch möglich ist, sollte auch unbedingt gemacht werden.
Wer Ironie findet, darf sie weiterverwenden.
Ja, das geistige Erbe der Mennoniten erzeugt seltsame Blüten, Onkel Bräsig lässt grüssen:
Ob die Stadtväter noch das alte Pommersch-Platt sprechen?Bis zum Jahr 2013 sollen alle Schüler an öffentlichen Schulen der Stadt zwischen vier und vierzehn Jahren ein Shirt mit dem Ortungssystem erhalten. Die lokale Regierung hat über 500.000 Euro in die Umrüstung der Schulkleidung investiert. Die Behörden von Vitória da Conquista versichern, dass die T-Shirts ganz normal zu waschen seien und auch ohne Beschädigung der Chips gebügelt werden können.
Mal sehen, wann die lieben Kleinen auf den Trichter kommen, dass man RFID-Tags erstaunlich leicht schlachten kann. Fachgerecht mit einem RFID-Zapper, für deren Bau der CCC bereits diverse Workshops auch mit löt-unerfahrenem Publikum abgehalten hat. Oder eher brutal mit Funkenüberschlägen.