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Überraschungserfolg in Berlin: Angriff der Piraten
Einst waren die Grünen die Rebellen, jetzt gibt es eine neue Revoluzzer-Truppe: die Piratenpartei. Ihr Überraschungserfolg bei der Berliner Wahl schreckt das Politik-Establishment auf - auch sie selbst können es noch gar nicht glauben. Was wollen die Neuen?
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...786958,00.html
- #1 18.09.2011 21:30 von
Gut.
Waehle ich auch. Vllt sind DAS mal keine Versager, sondern Buerger.
Warum nur kriegts das Establishment hier nicht hin wie zB in Skandinavien ?
Klar: Die WOLLEN einfach nicht.Geändert von ( um Uhr)
Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst. - #2 18.09.2011 21:35 von
.
Mehr direkte Demokratie, Wiederherstellung und Ausbau der Bürgerrechte, die im Fahrwasser von 9/11 abgebaut worden sind, weniger STASi-ähnliche Ideen von Seiten der Landes- und Bundesinnesministerien.
Sprich, sie nehmen jenen Teil im politischen Spektrum ein, den die ehemals Liberalen, heute FDP, mutwillig aufgegeben haben. - #3 18.09.2011 21:42 von
Erfreulich: Die Wahlbeteiligung ist erstmals seit Jahren nicht gesunken. Daran haben die Piraten sicherlich einen Anteil.
Weniger erfreulich: Ein Programm haben die Piraten nicht wirklich. Eher ein Sammelsurium von Forderungen für eine unpolitische Jugend, die im Hedonismus dem Berliner 'Wowi-Bär' in nichts nachsteht. Deswegen ist so ein Wahlerfolg auch nur in Berlin denkbar bzw. allgemeiner dort, wo die Masse der Wähler von Sozialtransfers und Länderfinanzausgleich lebt.
Die nächsten Monate werden spannend - man wird sehen, was die Piraten politisch drauf haben. Und vielleicht sehen wir dann auch mal eine Partei, die sich der großen politischen Themen annimmt und anders agiert als die vorhandenen Dogmatiker und Wendehälse. Dazu wird es - voraussichtlich - bei den Piraten nicht reichen. - #4 18.09.2011 21:42 von
- #5 18.09.2011 21:45 von Osis
Das Dumme an der Aussage: der typische Pirat ist zwischen 20 und 30 Jahre alt und hat einen Hochschulabschluss. Also genaus das Klientel das in D Hartz4 bezieht.
Die Piraten rüllen das Vakuum, dass duch großartige Politker wie Fr. Aigner ( "das Internet ist bald überlastet, wir brauchen ein Neues") und ähnlichen Witzfiguren geschaffen wird. - #6 18.09.2011 21:46 von wander
auf den Punkt gebracht
Es ginge noch kürzer: die Bürger, welche die Piraten gewählt haben, wollen Demokratie.
Da der deutsche Pressemainstream als neoliberale Propagandamaschine seine Wächterfunktion seit ca. 20 Jahren nicht mehr erfüllt, geht der Weg zurück zum Grundgesetz entweder über Parteien, die neu Willen und Wohl des Souveräns ernstnehmen, oder aber man macht es ganz sauber: mit dem Systemwechsel zur direkten Demokratie. - #7 18.09.2011 21:50 von
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Bin zwar kein Pirat aber: die wollen gerade nicht H4, sondern das bedingungslose Grundeinkommen. Meines wissens die einzigen die wirklich die Kosequenz aus der Unmöglichkeit von Vollbeschäftigung, Produktivitätsfortschritt und demographischem Wandel ziehen.
Ich gebe jedoch die Hoffnung noch nicht auf, dass auch andere Parteien noch dahinter kommen, dass die x-te "Reform" von Kranken- oder Rentenversicherung nichts an den Ursachen ändern wird.
Nicht nur der Euro, sondern unser gesammtes Sozialsystem kommt an sein Ende. - #8 18.09.2011 21:57 von
- #9 18.09.2011 22:00 von
Politik ist kein Jux!
Das Wort "witzig" sollte für mich nichtmal annährend im politischen Vokabular auftauchen. Die Eurokrise ist die vorherrschende Debatte, Berlin ist die "Hauptstadt der Hartz-IV-Empfänger", Berlin hat Schuldenprobleme und Probleme mit der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Gerade stellt sich das Problem der Armut im Alter. Und da verstehe ich einfach nicht, wie man für die nächsten 5 Jahre Parteien wählen möchte, die
a) diese Wahl nichtmal erst nehmen (die Partei) oder
b) einfach mal ohne Plan in das Abgeordnetenhaus einziehen (Piraten).
Aber es ist eigentlich auch eine gewisse Logik zu erkennen. In einer Situation in welcher S21, Fukushima und Sarrazin eher die Debatte bestimmen als die Themen Altersarmut, Eurokrise und soziale Ungerechtigkeit sind 9 % für die lustigen, hippen und unverbrauchten Piraten nur folgerichtig.
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