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Überraschende Neujahrsansprache: Kim fordert "radikalen Wechsel" in Nordkorea

AFPNordkoreas Machthaber sorgt für die erste politische Überraschung 2013. Kim Jong Un hat in einer Fernsehansprache grundsätzliche Veränderungen angekündigt. Die Feindschaft mit Südkorea solle beendet und der Lebensstandard des darbenden Volkes deutlich verbessert werden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-875259.html
  1. #80

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Möchte mich Ihnen anschließen und ergänzen, dass das´nordkoreanische Dickerchen sicherlich intelligenter ist als die meisten, die sich hier berufen fühlen, sich über ihn lustig zu machen.

    Sein Vater, der ihn auf Schweizer Internat schickte, muß erkannt haben, welches Potential in diesem Sohn steckt.
    Auf Schweizer Internaten und europäischen Unis trieben sich allerhand Diktatoren-Sprößlinge herum :-). Z.B. der geniale Augenarzt Bashar al-Assad.

    Bis jetzt weiß noch kein Mensch, was für eine Art "Potential" in dem Diktator Kim Jong Un steckt. Was man allerdings in groben Zügen wissen kann: Auf welch abartige Repression sich der nordkoreanische Machtapparat stützt.
  2. #81

    Pleite, pleiter, Totalbankrott!

    Zitat von adal_ Beitrag anzeigen
    Was heißt "pleite"? Nordkorea ist autark. :-) Und für den Import waffenfähiger Technologie reicht es allemal.
    Darauf kam es dort noch nie an. Hauptsache der Funktionärs- und Militäradel ist gut versorgt.
    Nun, wenn man es so sieht, ist das sicherlich richtig. Aber wenn dennoch
    Veränderungen einsetzen sollten, kann dieser Prozess sehr schnell
    den Verantwortlichen entgleiten. Und dann werden historische
    Momente geschrieben, die wahnsinnig teuer werden. Interessant ist
    auch der beigefügte Link aus dem Spiegel vor genau einem Jahr.

    P.S. Für oben ist immer und überall gut gesorgt.
    Was nicht passt, wird passend gemacht. An der Quelle saß der Knabe.
  3. #82

    Zitat von xtechnokratx Beitrag anzeigen
    daran blödsinnig, es ist für jedes Land sein gutes Recht Atomwaffen und Raketen zu bauen um seine Verteidigung zu unterstützen.
    Erstens habe ich so meine Schwierigkeiten, die Begriffe "gutes Recht" und "Atomwaffenbau" in Sinnzusammenhang zu bringen. Und zweitens, sagt Ihnen der Atomwaffensperrvertrag etwas?
  4. #83

    Ich denke mal...

    Zitat von Thomasius111 Beitrag anzeigen
    dass eine "Wiedervereinigung" utopisch ist. Das kann nur durch den Anschluss eines Staates an den anderen bewerkstelligt werden und eines der beiden Landesteile muss sein politisches System aufgeben, was einer Entmachtung gleichkommt.
    ...Sie haben soeben die 'Deutsche Utopie' beschrieben.

    Ich kenne inzwischen zwar viele Deutschlands, aber nur eines unter einer Verfassung. Und das ist halt nicht 'Utopia', sondern Ihr und mein reales Deutschland.
  5. #84

    optional

    Vermutlich steht Nordkorea kurz vor der Implosion und versucht sich nun an Südkorea ranzuschmeißen, in der Hoffnung, dass diese dann die Katastrophe abwenden.

    Die DDR stand 1989 ebenfalls kurz vor dem totalen Kollaps und die Wiedervereinigung kam gerade rechtzeitig um das totale Chaos zu verhindern. Später war Deutschland wieder vereinigt, aber der Anblick war nicht gerade toll in den neuen Bundesländern. Marode Infrastruktur, veraltete Industrie, Umweltverschmutzung, baufälliger Wohnraum, eine teils demoralisierte Bevölkerung.

    Ähnlich wird es sein wenn der eiserne Vorhang zwischen Nord- und Südkorea fällt. Südkorea, das Hightechland, darf sich dem runtergewirtschafteten Norden annehmen. Und ich gehe jede Wette ein, dass die politische Führung in Pjönjang sich inklusive gehorteten Barvermögen nach China aufmacht, bevor die Bevölkerung merkt wie sie über 50 Jahre von der Kim Familie ge****t wurde.
  6. #85

    Das wird noch spannend!

    Zitat von cassandra106 Beitrag anzeigen
    Ach, unsere Kapitalisten mögen NK doch deswegen nicht, weil sie in den "Kims" dort schon die ultimativen Sieger sehen und gemeine Konkurrenz.

    Denen wird nur vergeben, wenn die was von der Beute abgeben. Für das Volk dort interessiert sich von denen doch kein einziger - maximal als Humankapital.
    Wenn sich Nord und Süd vereinigen, gibt es auch noch eine
    einheitliche Währung für ganz Korea. Da darf dann das Humankapital
    die gigantischen Finanzierungslasten tragen und erarbeiten. Vielleicht
    gibt es noch einen kleinen Rettungsschirm vom IWF, sofern dort noch
    Geld vorhanden sein sollte. (IRONIE AUS)
  7. #86

    Myanmar

    Zitat von mouth Beitrag anzeigen
    Wie alle machthungrigen will er internationale Anerkennung, nachdem er seine Muskeln gezeigt hat.

    Denken wir daran, er ist in der Schweiz in die Schule gegangen! Reiner Ego-trip, er denkt nicht nur an sein Volk, evtl Unruhen (Pleite - auch Soldaten müssen gefüttert werden). Wer soll dann für Ruhe sorgen?

    Er will reisen, mit den anderen Staatsoberhäuptern eine Rolle spielen.

    China rückt im zu sehr auf die Pelle. Better the Devil you know, than the one you dont know... Fazit: Süd Korea.

    Er wird sich mittels der Waffen einen Deal mit SÜdkorea aushandeln. Vielleicht eine führende Position im Parlament, Aussenminister zB.
    Dazu fällt mir ein...

    Er schaut auf Myanmar und sieht wie es sich entwickelt hat.

    Er sieht auch Syrien, Lybien, Tunesien, Ägypten, und wie die Welt BISHER noch zusieht.

    Welche Optionen bleiben ihm dann
  8. #87

    Von Deutschland lernen

    Zitat von Trombonessis Beitrag anzeigen
    Die DDR war ja nach dem GG kein Ausland oder ein fremder Staat, sondern ein komisches Mittelding zwischen Inland und Ausland. Für die BRD gab es nur Ein Deutschland, in dem aber zwei Systeme herrschten. Die offizielle Vertretung für das gesamte Deutschland haben DDR und BRD gleichermaßen beansprucht und so betrachteten beide das Territorium des jeweils anderen als eigenes Staatsgebiet. Deshalb war das offiziell kein herschaftliches herumfuhrwerken im fremden Land, sondern im eigenen Land
    Ich hoffe, dass die Koreaner aus den Fehlern, welche bei der deutschen Wiedervereinigung gemacht wurden sehr viel lernen werden.

    Aus den Fehlern anderer zu lernen ist immer viel preiswerter als aus eigenen Fehlern zu lernen, falls man überhaupt lernen möchte, und nicht so lernresistent wie heutigen deutschen Machthaber ist.
  9. #88

    Vom Kollaps weit entfernt

    Nordkorea ist aktuell vom Kollaps wohl weiter entfernt als die letzten 20 Jahre. Insbesondere Anfang der 90er Jahre gab es ja sehr große Probleme und Hungersnöte, aktuell sind die wirtschaftlichen Probleme deutlich weniger, wenn auch immer noch vorhanden. In den letzten Jahren wurden einerseits die Schulden von Russland erlassen, andererseits stiegen die chinesischen Investitionen enorm an. Das sieht man auch direkt vor Ort, es wurden einige Infrastrukturprojekte umgesetzt, neue Kraftwerke sind in Betrieb gegangen, es fahren mehr Autos, es gibt neue Wohnhäuser mit heller Beleuchtung. Daher denke ich nicht, dass die Annäherung an Südkorea reine wirtschaftliche Not ist. Dennoch ist natürlich eine intensivierte Zusammenarbeit auch nötig um die extreme Abhängigkeit von China zu lösen. Dass Kim Jong Un weiter auf den Ausbau des Militärs pocht in seiner Rede ist ein Zugeständnis an den mächtigen Militärapparat des Landes. Er hat im letzten Jahr zwar seine Position gefestigt und hochrangige Militärs abgesägt, dennoch ist die Songun Politik "military first" noch stark verbreitet und in den Köpfen. Sowas kann man nicht von heute auf morgen umstürzen. Wichtig ist, dass Südkorea und auch andere Staaten nun auf das verarmte Land zugehen und auch ihrerseits Bereitschaft zu Gesprächen und wirtschaftlicher Zusammenarbeit zeigen. Ich wünsche den Koreanern alles Gute.
  10. #89

    Richtig,

    Zitat von fatalismo Beitrag anzeigen
    ...Sie haben soeben die 'Deutsche Utopie' beschrieben.

    Ich kenne inzwischen zwar viele Deutschlands, aber nur eines unter einer Verfassung. Und das ist halt nicht 'Utopia', sondern Ihr und mein reales Deutschland.
    aber utopisch in dem Sinne wie Kim sich das vorstellt. Auch Honecker hätte, wenn er das Wort "Wiedervereinigung" gesagt hätte, sicherlich nicht an einen Kompromiss gedacht, nach dem Motto: " Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.".
    Und das Grundgesetz (für eine Verfassung sind wir wohl nicht souverän genug) wurde von der alten BRD übernommen. Das ist o.k. weil das die Mehrheit so wollte. Aber mal ehrlich, wer in den alten Bundesländern hätte über das Grundgesetz verhandeln wollen?








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