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Überleben im Musikgeschäft: "Ab Windstärke 8 bin ich ruiniert"

Ralph James Nitz50 Konzerte als Schlagzeuger gespielt, ein Open Air mit 5000 Besuchern organisiert: Der Gladbecker Punkmusiker Alex Schwers erzählt, wovon seine Familie im Jahr 2011 gelebt hat - und warum ihm Wind, Regen, Bauanträge und die Gema Sorgen machen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...829138,00.html
  1. #1

    ...in der BRD.
    Kompliment! Kommt gut rüber für einen Laien-absolut realistisch und sogar ohne Larmoyanz. Vielleicht liegt´s am relativ jungen Alter des Autors-ab 50 herrscht Windstärke 8.
    Hier meine Haltung:
    http://www.youtube.com/watch?v=Ehs2k8TM1fs
    Mal sehen, ob (von diesem von mir geschaffenen Inhalt) Google, bzw. die GEMA (ich bin Mitglied) jetzt endlich was an den kleinen Mann rausrückt, der sich gerne auf die eigene Musik konzentrieren möchte.
    Man muß sich schon wundern, dass es immer noch idealistische Künstler in diesem deutschen Lande aushalten, obwohl denen so viele Knüppel zwischen die Beine geworfen werden.
    Wir wollen doch Musik, Kunst, oder?
    Seltsam, wenn man pfeifen wollte, aber nur Luft käme, weil niemand ein Lied komponiert hat.
    Ein Hoch den Künsten (Punk gehört dazu!)-ohne ging Leben nicht.

    Übrigens-die Autogrammkarte-ich hab (nach Lektüre d. Artikels) breit gegrinst :-))
  2. #2

    ..
    "Die Kosten für die Gema haben sich verdreifacht. Die rechnen ihren Tarif jetzt anhand des kompletten Umsatzes, inklusive Getränken, aus."

    Sry, den Gastroumsatz integriert die GEMA in der Abrechnung nach U-K-Tarif (Konzertdurchführung) nicht mehr. Das war früher und wir haben uns Jahre mit der GEMA deswegen gefetzt! Dringend nachverhandeln, damit hier nicht unnötig Lizenzen gezahlt werden!

    "..Bedauerlich ist nur, dass von diesem Gema-Geld bei den Musikern, die ich kenne, nicht so viel ankommt. Da ist Reformbedarf..."
    In diesem Genre ist wohl davon auszugehen, dass die KÜnstler i.d.R. eine Produktion mit mindestens 80% eigenem Repertoire auf die Bühne stellen. Hier haben die Autoren die Möglichkeit bei der GEMA die so genannte "Direktverrechnung" auch "Netto-Einzelverrechnung" zu beantragen! Will heißen, bei einer GEMA-Lizenzgebühr von roundabout 2.500 € werden ca. 70 % direkt wieder an alle beteiligten Autoren ausgeschüttet. Ca. 30 Prozent verbleiben bei der GEMA für Verwaltung (ca. 15 %) und Abgabe für soziale und kulturelle Zwecke).
    Solidarische Grüße'
    Bernd Schweinar
  3. #3

    Zeigt das nicht, dass Urheberrechte haupstächlich Umverteilung von unten nach oben ist? Die wenigen, die wirklich erfolgreich sind um davon zu leben, werden vermögend oder schwer reich. Der Rest wird wie Alex Schwers im Artikel zum Verkäufer. Wieso also brauchen wir die agressive Vorgehensweise der Rechteinhalter gegenüber die Masse nochmal?
  4. #4

    Die GEMA-Frage ist das Spiegelbild unserer schlechten Politik! Nicht nur der Staat nimmt uns aus, er schafft auch die Rechtsgrundlagen für die Industrie, uns ebenfalls auszunehmen.
    Viele Menschen in Deutschland leben schon unterhalb der Armutsgrenze, die können sich noch nicht einmal eine CD im Monat kaufen, und wer genug Geld übrig hat, zahlt auch gerne 10-15 Euro für GUTE Musik!
    Das mit der GUTEN Musik ist im Übrigen die Krux bei der Sache, ich kaufe mittlerweile nur noch 1 oder 2 Alben pro Jahr, weil sie es wert sind, alles Andere kann man getrost wieder löschen, weil es den Speichplatz nicht wert ist.

    Die Musikindustrie überflutet den Markt mit ihrem Müll, die Musikredakteure der Radiosender werden den ganzen Tag über mit diesem Schrott vollgespammt und wer am meisten promotet, wird auch am meisten gespielt.
    Die sollen ihren Marktkrampf unter sich ausmachen, wir zahlen denen dafür jedenfalls keinen Heller!
  5. #5

    Ja und ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    50 Konzerte als Schlagzeuger gespielt, ein Open Air mit 5000 Besuchern organisiert: Der Gladbecker Punkmusiker <i>Alex Schwers</i> erzählt, wovon seine Familie im Jahr 2011 gelebt hat - und warum ihm Wind, Regen, Bauanträge und die Gema Sorgen machen.

    Überleben im Musikgeschäft: "Ab Windstärke 8 bin ich ruiniert" - SPIEGEL ONLINE
    Dass Musiker Gemagebühren zahlen müssen, wenn sie ihre eigenen Werke spielen, liegt doch an ihnen selbst.
    Sie müssen ja nicht Gemamitglied sein.
    Wer aber mit dem Teufel speisen will, braucht halt einen langen Löffel.
  6. #6

    Zitat von Hugh Beitrag anzeigen
    Dass Musiker Gemagebühren zahlen müssen, wenn sie ihre eigenen Werke spielen, liegt doch an ihnen selbst.
    Sie müssen ja nicht Gemamitglied sein.
    Wer aber mit dem Teufel speisen will, braucht halt einen langen Löffel.
    Prinzipiell Richtig aber nach dem was ich mitbekommen habe, gibt es die GEMA-Mitgliedschaft quasi kostenlos mit dem Plattenvertrag dazu. Insofern hast du als Künstler da eigentlich keine andere Wahl.
  7. #7

    Eben

    Zitat von DarkSpir Beitrag anzeigen
    Prinzipiell Richtig aber nach dem was ich mitbekommen habe, gibt es die GEMA-Mitgliedschaft quasi kostenlos mit dem Plattenvertrag dazu. Insofern hast du als Künstler da eigentlich keine andere Wahl.
    als unsere Band ihr Erstlingswerk auf CD pressen ließ (allerdings über ein Label) war auch auf einmal das Kleingedruckte der GEMA drauf.
    Wir hatten weder darum gebeten oder wurden sonstwie darüber benachrichtigt (stand net mal im Vertrag) daß wir automatisch Mitglied bei der GEMA werden.
    Nach längeren Rechtsstreit und Trennung vom Label sind wir die Hoschis von der Gema noch losgeworden.
    Trotzdem - wenn wir oder andere gemafreie Musiker irgendwo auftreten muss der Veranstalter - aus welchem Grund auch immer - Gemagebühren entrichten.
    Selber musst ich die Erfahrung als Veranstalter auch schon machen - Eintritt frei / gemafreie Bands - ja teilweise waren sogar Getränke mehr oder weniger frei (einfach selbst mitbringen) - trotzdem kam ne dicke Rechnung von der GEMA.
    Da buckelt man sich ehrenamtlich krumm und die kassieren fürs Nixtun.
    Dagegen sind einige Punx wahre Helden der Arbeit!!!
  8. #8

    Zitat von Wolfes74 Beitrag anzeigen
    Eintritt frei / gemafreie Bands - ja teilweise waren sogar Getränke mehr oder weniger frei (einfach selbst mitbringen) - trotzdem kam ne dicke Rechnung von der GEMA.
    Es ist sowieso eine Frechheit, was ein gemeinnütziger (als ob) Verein für hoheitliche Rechte zugesprochen bekommt.
    Die GEMA ist im Grude genommen eine "fleisch" gewordene Karikatur.


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