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Überleben als Regisseur: Künstlersozialkasse und Katzenfutter
Wenzel StorchStaatliche Filmförderung, Hörspiele für öffentlich-rechtliche Sender, ab und zu Geld von Kunstsammlern: Der Regisseur Wenzel Storch lebt nach drei gelobten, aber gefloppten Filmen von Kurzgeschichten und Malerei. Storchs Videoclip für Bela B hatte im Netz mehr Zuschauer als seine Filme im Kino.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...832541,00.html
- #1 01.06.2012 16:41 von
Marktwirtschaft
Wie waere es mit richtiger Arbeit?
Ich denke, wenn es sich abzeichnet, dass es nicht zum Leben reicht, muss man einen neuen Job annehmen. Egal was irgendwelche Kritiker schreiben, wenn der mArkt es nicht annimmt, dann muss man was anderes annehmen, was der Markt will. - #2 01.06.2012 16:51 von
öffentlich
Interessant finde ich, dass die Hörspiele so gut bezahlt werden. Deckt sich aber mit dem, was man so hört. Dei den Öffentlich Rechtlichen gibts immer noch großzügige Einnahmen. Die müssen ja schließlich die Zwangsabgaben mit vollen Händen verteilen. Und wenn`s nicht reicht, wird einfach erhöht. Ein Platz an der Sonne für Kreative jeder Coleur!
- #3 01.06.2012 16:51 von
Jep kann ich nur unterstützen
Wie wäre es mit nem Job der mal das nötige Grundeinkommen sichert.
Ich würde auch gern mal einen Film machen oder eine Motorradtour
rund um den Globus oder oder oder.
bekomme ich nur nicht finanziert, also Hacken zusammen und ab dafür.
Ich leiste mir "nebenbei" auch eine kleine Firma.
Wenn die sich mal nicht bezahlt macht, schiesse ich halt Taschengeld zu. Dann weiss ich aber ganz genau das mit den üppigen Wochenenden
hat sich dann auch erstmal erledigt.
Aber ansonsten weiss ich das meine Miete rein kommt und das nicht nur für 3 Monate.
Und wenn das mit der Firma mal nix mehr sein sollte...
...mach ich sie zu. Weine ne Runde und mache meine üblich Arbeit weiter. - #4 01.06.2012 17:02 von
Schlecht gewähltes Beispiel
"Überleben als Regisseur" heißt der Artikel - und suggeriert damit doch wohl, dass der porträtierte Mensch halbwegs repräsentativ sein soll.
Ist er aber nicht.
Wenzel Storch ist ein sicher liebenswerter, offenbar skurriler Mensch, der mit dem, was 98 % der sonstigen Regisseure machen, nichts zu tun hat.
Wie man an den Kommentaren anderer Foristen sieht, leistet dieser Artikel - vorsätzlich oder fahrlässig - nur einer billigen Künstlerverachtung Vorschub.
Warum berichtet SPON nicht über den Durchschnitt der Regisseure, egal ob am Theater oder beim TV, die hart arbeitende Selbständige sind und halbwegs repräsentativ für diesen Berufsstand? - #5 01.06.2012 17:04 von
Und ich
wäre gerne einer von Deutschlands besten Programmierern, ist leider nicht so. Aber statt Katzenfutter gibt es normales Essen dank einer einfachen aber bezahlten Tätigkeit. Damit würde ich es mal probieren statt die Schuld dem "Netz" zuzuschieben. Mag sein das die Leute seine und andere Machwerke eben mal so anschauen, aber offensichtlich ist es ihnen nichts wert.
- #6 01.06.2012 17:06 von
gibts die filme irgendwo im internet zu sehen? wahrscheinlich nicht, insofern sind sie nun eben "verloren" und es kann noch nichtmal ein internet-"hype" drüber entstehen...
- #7 01.06.2012 17:19 von
hm ... also aus dem Artikel habe ich jetzt nicht gelesen das er die Schuld aufs Netz schiebt. Wobei schon sehr verwunderlich ist das so ein Artikel unter netzpolitik statt Kultur erscheint. Ist doch letztlich eher ein kulturelles Problem das schon immer und ziemlich oft von der Kritik hochgelobte Werke, egal welcher machart, am Markt floppen.
Wenn ich mir schon den ersten Absatz der Spiegelkritik zu "Reise ins Glück" durchlese, "... und alles für ein neues kommerzielles Debakel getan.", ist doch sofort rauszulesen das selbst die Kritiker gleich wussten das es ein Flop wird.
Ist halt ein Künstler die Ideen hat die er unbedingt verwirklichen will und dafür bereit ist sein Leben arg einzuschränken. Seine Entscheidung. Wenn man seine LSD-Räusche verfilmt kann man selten mit Erfolg rechnen weil das sind immer die eigenen "Filme" die nur wenige auch nachvollziehen können ;) - #8 01.06.2012 17:43 von
man produziert immer auch fürdie Zuschauer...
aber einige Leute kriegen das echt nicht auf die Reihe, das mit der Kunst und dem Geldverdienen. Es mag wohl künstlerisch gehaltvoll sein, aber abseits vom Mainstream gibts keine Kohle. Ist leider so, und das müssen die Kunstfuzzis auch mal realisieren.
- #9 01.06.2012 18:58 von
Nun ja,
Du sagst es ja, es erscheint unter Netzkultur. Und es sollen ja auch viele sein Werk im Netz kostenlos sehen, so habe ich es verstanden. Und wenn ich die Vielzahl der "armen Kreativen-Artikel" sehe die in der letzten Zeit erschienen denke ich mir meinen Teil eben.
Im Übrigen, ob das Netz Schuld ist oder nicht, er hat wohl den Beruf verfehlt, da sind wir uns doch einig?
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