Forum


 

Überlastete Netze: Warum Deutschland Strom aus Österreich braucht

Stürme fegen über Deutschland hinweg, Windparks produzieren massenhaft Strom - dennoch musste Österreich zeitweise mit Elektrizität aushelfen. Laut dem Netzbetreiber Tennet wird es noch öfter zu solch absurden Situationen kommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...807323,00.html
  1. #40

    Ganz toll....

    Zitat von systemfehler23 Beitrag anzeigen
    Statistik widerlegt Atomlobby

    Trotz des Atomausstiegs bleibt Deutschland ein Stromexporteur. Und am Strommarkt sind die Preise nicht höher als vor der Katastrophe in Fukushima.

    Deutschland hat auch im Jahr 2011 mehr Strom exportiert als importiert - trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken. Diese Bilanz ergibt sich anhand der Netzdaten, die der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (Entsoe) regelmäßig veröffentlicht. Demnach wird der deutsche Exportüberschuss im Jahr 2011 voraussichtlich rund sechs Milliarden Kilowattstunden betragen.

    https://www.taz.de/Deutschland-expor...Strom-/!84270/
    ...das Problem erkannt.

    Natürlich haben wir genug Kapazität, bei der Erzeugung von Strom. Nur mit dem zur Verfügung stellen, da wo er gebraucht wir, hapert es ein wenig, und das wird sich noch verschärfen, weil die Mädels und Jungs von den Grünen, BUND etc. pp. nur die Kröte vor der Tür, aber nicht das Ganze an sich im Blick haben.

    Es gibt da so einen Pinguin von einem bekannten Karikaturisten, der das Schild "DAGEGEN" hochhält. Das wäre ein passenderes Logo als die Sonnenblume für die Grünen.
  2. #41

    .

    Zitat von J4cky Beitrag anzeigen
    Wohl dem, der ein Pumpspeicherkraftwerk betreibt. Erst kassiert man die 75€ pro Megawattstunde dafür, dass man seine leeren Speicherbecken voll pumpt. Anschließend lässt man sich noch dafür bezahlen, dass man die selbst erzeugte Energie zu Zeiten der maximalen Spitzenlast und Höchstpreisen wieder verkauft.

    Eine wahre Goldgrube ...
    Ja, deshalb lohnen sich Pumpspeicherkraftwerk ja auch. Das Problem dürfte wohl eher die Investition sein, eine geeignete Stelle, Abnehmer, ...
    Ist eben wie bei jeder Firma. Am Ende macht man hoffentlich Gewinn und bekommt die Investitionen wieder rein.

    Allerdings gelten viele Preise erst, wenn man ein bestimmtes Volumen abnimmt und einspeisen kann.
  3. #42

    Korrigiert mich bitte, aber

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist das Infrastruktur-Defizit darauf zurückzuführen, dass das deutsche Stromnetz nicht dafür gebaut wurde, dass große Strom-Mengen aus einer Region kommen (norddeutsche Windkraft) und gleichzeitig viele dezentrale Stromquellen (AKWs) abgeschaltet werden.

    Das bedeutet also, dass die Kostenrechnung (Ökostrom + x Jahre Subvention = irgendwann günstiger als der "böse" Strom) nie mit den Infrastrukturkosten aufgestellt wurde. Das ist natürlich dumm, weil Netzbau nicht gerade der kleinste Faktor ist. Aber die Lösung erscheint mir auffällig schnell parat: Noch mehr Subventionen, jetzt halt mal für die Netzbetreiber.

    Die Panik, welche der Artikel vermitteln will ist leicht übertrieben. Der grüne Zeitgeist macht es aber auch zu leicht mit Lobbyarbeit Steuergelder zu kassieren, als dass deutsche Unternehmen davon die Finger lassen könnten (und z.B. Produkte bauen die auch außerhalb unserer grünen Käseglocke nachgefragt werden).
  4. #43

    Es gibt auch dafür eine einfache Lösung !

    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Toll, Norddeutschland produziert Strom im Ueberfluss, kann es wegen Protesten der Bevoelkerung - die gegen Ueberlandleitungen sind = billige Varante die von den Konzernen bevorzugt wird- nicht nach Sueddeutschland leiten. Jetzt bezieht Sueddeutschland "schmutzigen" Strom aus Oesterreich oder Tschechien.
    Verlegt die haesslichen Kabel unterirdisch = teure Variante -und dann ist Ruhe im Land.
    Wie wäre es mit Stromintensive Industrie nach Norden verlagern ?

    1) Keine Leitung quer durch die Republik nötig. Spart Geld und Strom.
    2) Der Norden ist Strukturschwächer (ausser Hamburg) und kann die Arbeitsplätze gut gebrauchen
    3) Reduzierung der Ausgleichszahlungen zwischen Bundesländern wegen der Folgen 1. & 2.

    Ergebnis: Dem Land geht es besser, der Natur geht es besser und kaum Ärger.

    Fertig.
  5. #44

    xxx

    Zitat von Atomkrafteimer Beitrag anzeigen
    Ja, das ist die Jahresbilanz. Strom wird aber sofort, jetzt, jeden Moment, benötigt und verbraucht. Darüber sagt diese Bilanz rein gar nichts aus. .
    Lesen Sie den Artikel noch mal. Es ging um einen kurzfristigen Engpass des Handelsgutes Strom einer einzigen Firma. Von Ihnen angesprochene tatsächliche Versorgungsengpässe werden technisch problemlos ausgeglichen. Auch zu Spitzenlastzeiten gehen nirgends in der Republik die Lichter aus. Wenn wir unterm Streich immer noch exportieren (übrigens subventionierten Strom, wohlgemerkt), dann ist die ganze Panikmache irreführend.

    Hier geht es darum, daß die Erzeuger nicht mehr so viel exportieren können (subventioniert, wohlgemerkt), wie sie gerne würden.

    Zitat von Atomkrafteimer Beitrag anzeigen
    Wenn ich meine Überproduktion nicht nutzen kann, weil das Netz die nötigen Durchleitungskapazitäten nicht besitzt, kann ich mich über die tollen ökologischen Windparks in der Nordsee so sehr freuen wie ich will - sie nutzen mir nichts..
    Abgesehen davon., daß es trotz Hysterie wegen acht abgeschalteter Meiler noch nirgends zu Ausfällen gekomen ist: Wenn die Netze und Speicher derart mangelhaft ausgebaut sind, daß sie so unflexibel sind, dann liegt das, zum wiederholten Male, daran, daß die Betreiber die entsprechenden Investitionen über viele Jahre gescheut haben. Und nicht an den Grünen. So gern ich die auch bashe. In der Vergangenheit war es so, daß man permanent über Bedarf produziert und Überschüsse exportiert hat (hochsubventioniert, wohlgemerkt), und jetzt sollte es eben dahin gehen, daß man Überschüsse speichert für Zeiten, in denen Wind und Sonne rar sind. Das ist natürlich traurig für die Atomleute weil Sie dann nicht mehr so viel subventionereten Strom "billig" verscherbeln können. Aber das Licht geht deshalb noch lange nicht aus.

    Zitat von Atomkrafteimer Beitrag anzeigen
    Was der Artikel sagt ist, dass wir einiges mehr an Stromtrassen und Umspannwerken etc. brauchen - und zwar sehr bald. Diese werden allerdings Geld kosten und die Landschaft verscherbeln. Und das ist etwas, was die grüne Lobby ganz gern ignoriert.
    Da haben Sie zum Teil Recht, wobei ich auch meine Zweifel hab ob da ie "grüne Lobby" der Hauptakteur ist. Das sind viele regionale Bürgerverbände, außerdem werden diese Widerstände auch gerne von der Industrie als Ausrede hergenommen. Und wenn ich mir anschau, welch intensive und vor keiner Perversität zurückschreckende Online-PR die Atomindustrie (auch hier im Forum) betreibt, dann kann ich nur sagen, ich wette ein Teil dieser Bürgerinitiativen werden von eben diesen Leuten inszeniert.
  6. #45

    oh jeh

    Zitat von Frank Zappa Beitrag anzeigen
    Warum sonst habe ich so ein Ding auf dem Dach?
    Weil Ihnen Ihre Vorstellung einer "besseren Welt" es wert ist, dass andere dafür bezahlen? Und seien es prekär Beschäftigte und Hartz-IVer die durch die erhöhte Steuerlast einen schlechteren Arbeitsmarkt vorfinden. Es gibt ja schließlich "höhere Ziele", nicht?
  7. #46

    xxx

    Zitat von Frank Zappa Beitrag anzeigen
    neue neue Technologie wurde anfangs subventioniert. Vor 50 Jahren war es die Atomkraft, jetzt sind es PV, Wind .....
    Ohne diese Anschubsubventionen würde es einfach nicht klappen.
    .
    Wer solchen Mist schreibt, ist enweder extrem uninformiert, oder er wird fürs Lügen bezahlt. Die Atomindustrie wird bis auf den heutigen Tag massiv subventioniert, und zwar nicht nur beim Bau und er Forschung und Entwicklung, sondern direkt und inriekt (z.B: über Steuervorteile, nicht marktgerechte Versicherungen und die Externalisierung von Endlagerkosten etc.) bis heute und zwar im laufenden Betrieb. Alleine eine marktgerechte Hafpflichtversicherung würde die Kilowattstunde Atomstroim 2€ teurer werden lassen.

    Und die Endlager müssen auch noch in 10.000 Jahren bewacht und gewartet werden, da exisitieren die betreffenden Firmen schon gar nicht mehr und auch nicht die politischen Systeme, in denen sie existiert haben.

    Und so sieht das überall auf der Welt auf. Es existiert auf diesem Planeten kein AKW, welches nicht im laufenden Betrieb massiv direkt und indirekt subventioniert würde.

    So viel zu "Anschubsubventionen".
  8. #47

    Das Problem, welches eigentlich keins ist...

    Man muss nur die Leitungen der bestehenden Trassen gegen neue austauschen, und schon wird die Leitungsfähigkeit vergrössert. Und das passiert auch schon. Und wenn dann, z.B. parallel zu den Autobahnen unterirdische Leitungen verlegt werden, ist das Problem schon gelöst.

    Und ausserdem wird immer so getan, als ob Norddeutschland keinen Strom benötigen würde. Aber warum standen dann um Hamburg herum z.B. vier Atomkraftwerke, und warum baut Vattenfall ein überdimensioniertes Kohlekraftwerk mitten im Hamburg?

    Problematisch wird es doch erst in einigen Jahren, wenn wirklich diese vielen geplanten Offshore-Windkraftanalgen in Betrieb gehen, und Tennet ja anscheinend komplett überfordert ist... Da hilft nur eins: die Firma an die kurze Leine nehmen!
  9. #48

    Nicht Deutschland, nur Süddeutschland

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stürme fegen über Deutschland hinweg, Windparks produzieren massenhaft Strom - dennoch musste Österreich zeitweise mit Elektrizität aushelfen. Laut dem Netzbetreiber Tennet wird es noch öfter zu solch absurden Situationen kommen.

    Überlastete Netze: Warum Deutschland Strom aus Österreich braucht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    braucht Strom aus Österreich.
    Sie haben keine Windräder,
    und wollten keine AKWs,
    so wie Österreich,
    trotzdem haben sie Strom über
    für Süddeutschland.
  10. #49

    hmmm

    Zitat von jahiro Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit Stromintensive Industrie nach Norden verlagern ?

    1) Keine Leitung quer durch die Republik nötig. Spart Geld und Strom.
    2) Der Norden ist Strukturschwächer (ausser Hamburg) und kann die Arbeitsplätze gut gebrauchen
    3) Reduzierung der Ausgleichszahlungen zwischen Bundesländern wegen der Folgen 1. & 2.

    Ergebnis: Dem Land geht es besser, der Natur geht es besser und kaum Ärger.

    Fertig.
    Genau, allen geht's besser. Vor allem jenen, die für den Umzug Geld kassieren können. Nun mal im ernst:

    Es würde schon ausreichen, wenn der Ökostrom nicht mehr subventioniert würde. Denn nur dadurch macht sich der Stromüberschuss in Norddeutschland nicht durch günstigere Strompreise vor Ort bemerkbar. Weg mit den Subventionen und die stromintensive Wirtschaft (die will/muss!) wird schon von ganz allein in den Norden ziehen.








TOP



TOP