Übergangsregierung: Griechenlands Reformversager

Griechenland bricht die Versprechen an seine Geldgeber: Die Übergangsregierung unter Loukas Papademos hat ihren Vertrauensvorschuss auch in der Bevölkerung in kürzester Zeit verspielt, Dauerzwist lähmt das Kabinett. Selbst die dringendsten Reformen sind ins Stocken geraten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...805502,00.html
  1. #100

    Zum lachen

    Zitat von josefsson Beitrag anzeigen
    werter treismoires, als geübter Schreiber können Sie mir sicher auch einen Tipp geben, wie ich meinen Kindern erkläre, wie GR Europa in wirtschaftliche Depression und Krise treiben konnte.

    Sie werden dann sicher auch die Charaktere erläutern, die sich ohne jede erkennbare Rücksicht weiter an staatlichen Pfründen bedienen und die gut ausgebildete Jugend nach D vertreiben.

    Bin gespannt ...
    "GR Europa in wirtschaftliche Depression und Krise treiben konnte"
    Glauben Sie das denn wirklich? Also was man hier liesst ich weiss nicht. Ein anderer forist schrieb : GR nimmt den globalen markt mit sich. Die Griechen muessen langsam ihre wirkliche oekonomische kraft kapieren. Unglaublich! Und Ihren kindern muessen Sie noch erklaeren warum Sie damals in D fuer die EU gewaehlt haben. Oder waren die griechen auch dafuer schuld?
    GRuss stratos
  2. #101

    Mein Fazit

    Zitat von treismoires Beitrag anzeigen
    Noch einmal: Sie haben Recht. Welches Fazit können wir daraus ziehen?
    Wie so oft in der jüngeren Vergangenheit wird nationalistischer Hass auf beiden Seiten geschürt, um von den wahren Ursachen der Krise abzulenken.
  3. #102

    ja, ...

    Zitat von bloßmolwassage Beitrag anzeigen
    Sie sind ähnlich wie eine ehemalige Postbeamtin und persönliche Bekannte von mir mit Pensionsanspruch in den Ruhestand versetzt worden.
    Meine Bekannte im biblischen Alter von 50!!! Jahren.
    Und da lassen wir uns noch über die Griechen aus?
    ... weil DE im Gegensatz zu GR nicht erwartet, dass die dafür aufzubringenden Kosten von den anderen EU-Ländern zu tragen sind.

    Dass die Art und Weise wie hier mit Steuergeld Beamte in den goldenen Pensionsruhestand versetzt werden ist eine Sauerei, steht aber auf einem anderen Blatt.
  4. #103

    Kredit...

    Zitat von Flugor Beitrag anzeigen
    Griechenland hat einen nicht nachhaltigen Staatshaushalt und ein "mehr" an Kreditvergabe führt nicht automatisch zu Wirtschaftswachstum. Nämlich dann nicht, wenn jene Kreditvergabe dem Konsum dient.

    Die staatliche Nutzung von Krediten ist in GR extrem ineffizient, muss also massiv schrumpfen. Damit fällt zwangsläufig auch der daraus generierte Konsum, was das BIP fallen lässt.

    Damit wird aber in GR letztendlich jene Kreditvergabe gestoppt, welche mangelhafte Effizienz aufweist, was kurzfristig sehr unangenehm ist, mittelfristig aber Vorteile bringt.

    An Ihrer Stelle würde ich mir also die VWL noch einmal genauer anschauen und auch einmal darüber nachdenken, ob denn alle dort so gelehrten Dinge auch wirklich korrekt sind.

    Ein kleiner diesbezüglicher Tipp: Die reine Betrachtung der Geldmenge (-> Monetarismus) ist falsch. Ihre Aussage basiert aber auf jener Aussage....

    Große Krisen können auch ihre Ursache darin haben, dass millionenfach gelehrtes "Wissen" ganz einfach falsch ist...
    Lese Ihre Beiträge mit Interesse...
    Aber was machen wir nun?
    Wird ab einem gewissen Punkt nicht jede Kreditvergabe de facto immer schwieriger gemacht bis es auch die für das Funktionieren der Wirtschaft notwendigen Kredite trifft? Ist der "mittelfristige Vorteil", daß dann die Kreditvergabe effizienter wird?
    Was mich aber bewegt ist an sich eine ganz andere Frage.
    Hat Griechenland ein Modell um im € weiter bestehen und effizient arbeiten zu können...?
    Das was ich jenseits von Wirtschaftsdenken und Monetarismus befürchte ist daß die einfache Bevölkerung Griechenlands ob der Zustände des Landes dermaßen "disperat" wird, daß es zu neuerlichen Regierungsumbildungen, Regierungswechseln oder gar Umstürzen kommt. Dann hätte man den Bogen überspannt und all unsere schönen Berechnungen sind dann Schall und Rauch. Wir sollten bei all unseren Mutmaßungen wie Kalkulationen immer auch die Irrationalität der Politik und der Bevölkerung im Auge behalten. Und vor allem daran denken wie wir das griechische Geschäftsmodell auf eine neue Grundlage stellen können. Ein schmerzhafter Prozess für uns, vor allem aber für die Griechen selbst...

    Viele Grüße...
  5. #104

    Der Preis dafür

    Zitat von treismoires Beitrag anzeigen
    Ich habe mir nur einen Wunsch. Dass die Völker Europas nicht zum Feinde werden. Gute Nacht für heute.
    wäre die Auflösung der Deutschen Nation in einen Brei von hedonistischen Schlaraffen und die völlige Enteignung sämtlicher deutscher Spar- und Notgroschen.

    Wer es allen recht machen will, wird es keinem recht machen!

    Leben ohne Kampf ist ein Traum derer, die nichts zu verlieren haben oder so unendlich viel haben, daß sie nie den Boden des Daseinskampfes berühren mußten.
  6. #105

    Ja, braucht es (neben Sparen und Steuereffizienzz)

    Zitat von kellitom Beitrag anzeigen
    Die Brüningsche Sparpolitik von Frau Merkel führt Europa direkt in den Abgrund. Griechenland bräucht neben einer maßvollen Sparpolitik ein großes Aufbauprogramm!
    Mir fallen da auch direkt Kostenstellen-Adressen ein, an die sich die Aufbauer zwecks Fiananzierung wenden könnten:
    Die div. griech. Millionäre od. auch Milliardäre, die sich offensichtlich über die Jahre geschickt und weitgehend ihrer Steuerpflicht entzogen, ihre Vermögen am Fiskus vorbei ins Ausland schafften.
    Da sind gewiss auch einige aus den Politiker-Dynastien Karamanlis und Papandreou darunter.

    An deren griech.-solidarischen Patriotismus möge man appellieren.

    Von den verausgabten Millionen z.B. von u.a. für längst Verstorbene ergaunerten Renten dürfte kaum mehr etwas zurückzuholen sein.
  7. #106

    Vielleicht ein bisschen Schön und gut

    Zitat von tatraholger Beitrag anzeigen
    -Dabei lernt man das schon im VWL Grundstudium - in der Rezession führt ein Sparen des Staates und quasi dem Wegfall des Staates zu einer Verschärfung der Rezession. Griechenland ist nur der empirische Beweis. Wie sollen die denn das Defizit abbauen wenn die Konjunktur erwartungsgemäss massiv einbricht, es mehr Arbeitslose gibt und daher die Steuereinnahmen wegfallen und die Sozialausgaben steigen-

    aber das darf ja nicht sein! Das wiederspricht den neoliberalen Zeitgeist, der zur Zeit wieder mal herrscht! Das dabei zuerst Griechenland, dann Italien und danach die ganze EU kaputt gespart wird ist dann das Endergebniss! Schlimmer gehts nimmer!! Unfaehige Politiker, von Merkel,ueber Sarkozy und den ganzen EU-Rat! Die Schicksale von Millionen Menschen ist diesen Politikern voellig egal! Hauptsache, die Banken bekommen genug Gewinne!!
    Aber lernt man im VWL-Grundstudium auch, wie man mit Kollektiven umgeht, die breit gefächert Steuerhinterrziehung als Sport und Korruption eine alltägliche Spielwiese von der Politikerkaste bis ins Volk hinein betreiben, "kleinere" Gaunereien wie Renten erschwindeln für Verstorbene u.ä. inbegriffen?
    Und über Jahre hinweg einen mediterranen Wohlstand auf Pump leben, nachdem die Regierung sich in die Währungsunion mit gefälschten Statistiken mogelte?

    Dafür erworbene VWL-Kenntnisse könnten doch (nicht nur) für Griechenland hilfreich sein.